Schlagwortarchiv für: The Memphis Flash Elvis Presley Blog

Elvis Presleys dritter Kinofilm Jailhouse Rock (Rhythmus hinter Gittern, 1957) gilt heute als Klassiker der amerikanischen Film- und Musikgeschichte. Jailhouse Rock wurde 2004 in das Nationale Filmregister der USA für kulturell, historisch und ästhetisch besonders relevante Filme aufgenommen und 2008 in einer Umfrage des Empire Magazins als einer der 500 besten Filme aller Zeiten ausgezeichnet.

Anerkannter Klassiker: Elvis Presley in seinem dritten Hollywoodfilm Jailhouse Rock (1957).

Der gleichnamige Titelsong des Films zählt laut Rolling Stone zu den 100 besten Songs, die zentrale Musik- und Tanzszene von Jailhouse Rock gilt Musikhistorikern als Prototyp des modernen Musikvideos.

Wer hätte das gedacht? Der King, von seinen Kritikern, Biografen und Fans oft gleichermaßen geschmäht für seine 31 Spielfilme, hat mindestens einen echten Klassiker im Portfolio. Das verwundert jedoch nur auf den ersten Blick, denn wie kaum ein anderer Film seiner Ära transportierte Jailhouse Rock das rebellische Lebensgefühl der Rock ’n’ Roll-Generation in den 1950ern. In Jailhouse Rock kulminierte das Rock ’n’ Roll-Lebensgefühl erstmals musikalisch und filmisch in einer Person: Elvis Presley, King of Rock ’n’ Roll.

Bis zu diesem Zeitpunkt spielte Musik nämlich auch in den früheren richtungsweisenden Filmen wie Blackboard Jungle (Saat der Gewalt, 1955), der Bill Haleys Rock Around The Clock mit großem Erfolg als Titelsong verwendete, nicht die Hauptrolle – die Musik war hier (noch) nicht personalisiert durch den Hauptdarsteller (Glenn Ford). Dies änderte sich mit Jailhouse Rock 1957, der übrigens wie Blackboard Jungle ebenfalls von Pandro S. Berman für MGM produziert wurde.

Höhepunkt des Schwarzweißfilm-Klassikers mit Elvis Presley in der dramatischen Hauptrolle des musikalisch begabten „bad boy“ Vince Everett, den sein explosives Temperament hinter schwedische Gardinen verfrachtet, ist die berühmte Musik- und Tanzszene, der Jailhouse Rock – so ziemlich jeder dürfte sie irgendwann einmal gesehen haben, spätestens seit YouTube Einzug gehalten hat.

 

Der Titelsong Jailhouse Rock mit seiner Fülle subtiler Anspielungen, u.a. homoerotischer Natur (man wundert sich sattsam, was da alles so durch die Zensur ging), wurde von dem bekannten Komponistenduo Jerry Leiber und Mike Stoller direkt für den Film verfasst. Überhaupt stammen gleich vier der sechs im Film von Elvis Presley dargebotenen Songs aus ihrer Feder.

Dabei stand diese fruchtbare Zusammenarbeit, die ihren Höhepunkt Ende April/Anfang Mai 1957 in den Jailhouse Rock-Aufnahmesessions fand, zunächst unter gar keinem guten Stern.  Weiterlesen

Nach Samsung und Panasonic hat nun auch Elvis Presleys musikalisches Zuhause Sony den King für eine neue Anzeigenkampagne in 2012 entdeckt.

Sony Kopfhörer Kampagne Korea 2012

Weitere Informationen zu dieser Werbekampagne im Blogbeitrag Elvis in der Werbung – der King rockt die Musikindustrie!

Navigation » Startseite » Search for '%' » Page 16

Wenn die Kings of Popular Art, Elvis Presley und Andy Warhol, gemeinsam ins Scheinwerferlicht treten, dann horcht die internationale Kunstszene auf. Am 9. Mai 2012 soll im Auktionshaus Sothebys Andy Warhols Siebdruck „Double Elvis“ (Ferus Type, 1963) versteigert werden. Erwartet wird ein Erlös von bis zu 50 Millionen USD, umgerechnet über 38 Millionen Euro.

Elvis und Andy Warhol – The Kings of Popular Art

Diese Summe muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. So phantastisch der Betrag erscheint, so ist er noch nicht einmal der Höchste für ein Warhol-Kunstwerk mit Elvis-Motiv. Warhols 8 Elvises, ebenfalls von 1963, wurde 2008 von dem italienischen Sammler Annibale Berlingieri, in dessen Privatbesitz sich der Siebdruck in Warhols Lieblingsfarbe Silber über 40 Jahre befand, für unglaubliche 100 Millionen USD in private Hand verkauft.

Andy Warhols 8 Elvises

Damit ist 8 Elvises der bislang teuerste Warhol überhaupt und katapultierte den ehemaligen Werbegrafiker in Sachen Anlagewert auf dem internationalen Kunstmarkt in die Riege von Pablo Picasso, Jackson Pollock, Willem De Kooning und Gustav Klimt. Der aktuelle Besitzer der 8 Elvises zieht es übrigens vor, anonym zu bleiben und sich im stillen Kämmerlein an Warhols Elvii (Achtung: Elvis hat seinen eigenen Plural ;-)) zu erfreuen – irgendwie nachvollziehbar.

Andy Warhols Schlagzeilen

Andy Warhol, eigentlich Andrew Warhola, wurde als Sohn russischer Einwanderer 1928 in New York City geboren und arbeitete zunächst – bevor er zur Lichtfigur der amerikanischen Pop Art avancierte – sehr erfolgreich als Werbegrafiker. So entwarf Warhol schon in den 1950er Jahren Albumcover u.a. für Elvis Presleys Plattenfirma RCA, hier allerdings nie für ein Elvis-Album. Besonders bekannt sind seine späteren Cover für Alben der Rolling Stones und Velvet Underground.

Vor allem die Schlagzeilen der Boulevardpresse, die Stories über die großen und kleinen Katastrophen im Leben von Stars wie Marilyn Monroe, Elizabeth Taylor und Elvis Presley waren eine wichtige Inspirationsquelle für sein künstlerisches Schaffen, als Andy Warhol seinen lukrativen Brot-und-Butter-Job Ende der 1950er an den Nagel hängte. Weiterlesen

Navigation » Startseite » Search for '%' » Page 16

Wer erinnert sich nicht an den sympathischen Elvis-Fan und seine Wackel-Elvis-Figur mit Saugnapf für die Windschutzscheibe aus der Audi-Werbung? Dieser witzige TV-Spot bewarb 2001 das neue stufenlose Multitronic-Getriebe von Audi, löste dabei einen unglaublichen Boom auf die kultige Elvis-Plastikfigur aus und belegte eindrucksvoll, dass Elvis für gelebte „Auto Emoción“ steht.

 

Lass’ es wackeln, Elvis!

Witzigerweise traf Audi der Run auf den Wackel-Elvis völlig überraschend und auch ziemlich unvorbereitet. Die Werbeagentur Saatchi & Saatchi, deren Kreative auf die witzige Idee mit dem Elvis-Spot gekommen waren, hatte nur einen Dummy der Elvis-Figur für den Spot anfertigen lassen – auf Serienproduktion war man gar nicht eingerichtet. Auch eine flugs von der Audi-Unternehmenskommunikation eingerichtete Service-Hotline wurde des Nachfrageansturms auf den Wackel-Elvis nicht wirklich Herr, sie brach regelmäßig zusammen.

Zudem wollten die Rechteinhaber Elvis Presleys für die Erlaubnis, ihre Marke zu verwenden, ein fettes Sümmchen kassieren, weswegen der Original-Wackel-Elvis ja blond ist (ähem) und keine allzu große äußerliche Ähnlichkeit mit dem King haben sollte. Der Song King of the Road, den man im TV-Spot The Fan hört, ist ja auch nicht von Elvis.

Vor allem aber durfte der Wackel-Elvis nicht Wackel-Elvis heißen, was die Legion an Kaufwilligen natürlich null interessierte. Sie wollten ihren Wackel-Elvis – das Teil hatte seinen Namen sofort weg. Wen sollte das denn wohl sonst auch darstellen? Audi jedenfalls nahm die Herausforderung an und stieg in die Scherzartikel-Serienproduktion ein. Mehr als 550.000 Mal soll Wackel-Elvis von Audi produziert worden sein. Kopien anderer Anbieter fanden ebenfalls reißenden Absatz.

Tja, hätte Audi in der Schule besser in Elviskunde aufgepasst ;-), dann hätte man natürlich gleich ahnen können, dass Elvis und Auto eine gigantisch gute Kombination ist. In diesem Fall allerdings fast schon zu gut, stellte die Marke Elvis die Marke Audi fast in den Schatten.

Elvis = gelebte Auto Emoción

Elvis Presleys Liebe zum Automobil ist legendär. Man könnte auch sagen, Elvis steht für gelebte Auto Emoción. Sah er ein Modell, das ihm gefiel, musste er es sofort haben – lange Lieferfristen waren nichts für den King. Sich verlieben, kaufen, einsteigen, losfahren, Kumpel abholen, Vollgas geben – so sollte es idealerweise sein. Weiterlesen

Elvis geht leider wieder leer aus – auch 2012 gibt es keinen 4. Grammy für den King! Die 54. Grammy-Verleihung, die ganz unter dem Zeichen des plötzlichen Todes von Whitney Houston stand, hat Elvis und dem Team um Ernst Jorgensen bei RCA/Sony keinen Grammy in der Kategorie Best Historical Album gebracht.

Nominiert war dieses wirklich phantastische Box-Set Young Man With The Big Beat von 2011, das ganz den bahnbrechenden, Musikgeschichte schreibenden Studioaufnahmen und Liveauftritten Elvis Presleys 1956 gewidmet ist.

Grammy-nominiert: Young Man With The Big Beat

Elvis und die Grammys, so viel dürfte nun endgültig klar sein, gehen einfach nicht gut zusammen, die Jury hatte es noch nie mit dem Memphis Flash. Bis 1978 war Elvis 14-mal nominiert, weitere 5 Nominierungen kamen für posthume Box-Sets in den 1990ern und jetzt in 2011/12 hinzu. Nur 3 Grammys hat Elvis tatsächlich bekommen – alle 3 für Gospelaufnahmen.

Trotzdem sendet der Memphis Flash natürlich ganz herzliche Glückwünsche an Sir Paul McCartney, der den Grammy in der Kategorie Best Historical Album in diesem Jahr mit nach Hause nehmen kann für Band On The Run (Paul McCartney Archive Collection – Deluxe Edition). Paul McCartney, der in diesem Jahr 70 wird, wurde schon am Freitag vor der Grammy-Verleihung von der amerikanischen Musikindustrie zum „Mann des Jahres“ gekürt.

Herzlichen Glückwunsch, Paul! Zumindest hat ein ganz großer Fan Elvis Presleys den Grammy gewonnen.

Eine sehr, sehr traurige Nachricht erreicht uns heute: Soulsängerin Whitney Houston wurde gestern tot in ihrem Hotelzimmer in Beverly Hills aufgefunden. Sie wurde nur 48 Jahre alt. Die genaue Todesursache wird zur Zeit noch untersucht. Die 6-fache Grammy-Gewinnerin war zu den Feierlichkeiten der 54. Grammy-Verleihung angereist, die heute Abend im Staples Center in Los Angeles stattfinden soll.

Die Grammy-Verleihung, bei der das 2011 von Sony veröffentliche Elvis Presley-Box-Set Young Man With The Big Beat für den Preis Best Historical Album nominiert ist, wird im deutschen Fernsehen live auf Pro 7 übertragen, und zwar in der Nacht vom 12. auf den 13. Februar ab 2.00 Uhr morgens – ist was für Nachtschwärmer.

Whitney Houstons Mutter Cissy war Gründungsmitglied der Sweet Inspirations, die Elvis Presley von 1969 bis zu seinem Tod 1977 als Backgroundgruppe bei seinen Live-Auftritten begleitete. Ihre hohe Stimme ist es auch, die man während Elvis Presleys berühmter Lachversion von Are You Lonesome Tonight im Hintergrund hört. Cissy Houston verließ die Sweet Inspirations jedoch schon bald nach dem Las Vegas-Engagement Elvis Presleys 1969, u.a. wegen familiärer Verpflichtungen und um eine Solokarriere zu verfolgen.

Trotzdem hatte die kleine Whitney Houston die Gelegenheit, den King persönlich kennenzulernen – ein eindrucksvolles Erlebnis, wie sie in diesem Interview erzählt:

[flv]https://www.memphisflash.de/wp-content/uploads/2012/06/WHITNEY-TALKS-ABOUT-MEETING-ELVIS-Full-Interview.flv[/flv]
Weiterlesen

Navigation » Startseite » Search for '%' » Page 16

Mein Freund Werner ist sicher kein Fan von Elvis Presley! Genau genommen fragt Werner sich seit gefühlten 100 Jahren, was an dem Typ nur dran ist. Okay, der Pelvis (O-Ton Werner) sah ganz gut aus, Nachsatz: wenn man auf Weicheier steht. Gegen die Stimme kann man auch nix sagen, Nachsatz Werner: vorausgesetzt, man mag Schmalzstullen. Aber die weißen Strampelanzüge – auch Jumpsuits genannt – aus den 1970ern, das geht einfach überhaupt nicht, total uncool, keine Entschuldigung dafür, sagt Werner.

So hin und wieder kann Werner mich auch überraschen. Meint er doch die Tage, er ist jetzt bereit, dem Pelvis eine Chance zu geben. Ich soll ihm 5 Studioalben empfehlen, die zu Lebzeiten erschienen sind (!) und die man wirklich gehört haben sollte. Und dass ich ihm ja nicht mit Kram wie Greatest Hits-Zusammenstellungen kommen soll. Originale, ehrliche Alben (?) sollen es sein.

Ich darauf: Bist Du verrückt, weißt Du, was der Mann für eine Diskographie hat? Werner: Ist mir egal, 5 Alben = 5 Chancen, mehr gebe ich ihm nicht. Top oder Flop. Da lässt er nicht mit sich verhandeln, der Werner. Okay, Elvis geh’ in die Startlöcher und zeig‘ dem Werner, wo der King hängt! Hier kommen meine 5 besten Alben Elvis Presleys – exklusiv empfohlen für alle Werners dieser Welt ;-)! Weiterlesen

Elvis in Speedway (1967)

Elvis Presley hat zwischen 1956 und 1969 in 31 Kinofilmen gespielt und zählte zeitweise zu den bestbezahlten Schauspielern Hollywoods. Doch wenn von Elvis Presleys Filmkarriere, von Elvis dem Schauspieler die Rede ist, dann sind sich Biografen, Fans und Kritiker überraschend einig: die Filme markieren den künstlerischen Tiefpunkt einer ansonsten fast makellosen Karriere.

Seit kurzem gibt es eine interessante Neuerscheinung zum Thema aus dem Stroemfeld Verlag mit dem Titel Elvis im Kino: Was wir von Elvis-Filmen über Elvis und das Kino lernen können. Verfasst hat sie der Mittdreißiger Björn Eckerl, Filmwissenschaftler und Gesellschafter einer Frankfurter Werbeagentur » Interview mit Björn Eckerl.

Was dieses Buch bemerkenswert macht, ist, dass der Autor darin überzeugt, die Filmkarriere als ein Kontinuum des Phänomens Elvis Presley zu sehen, und eben nicht, wie im Elvis-Kanon üblich, als einen nicht nachvollziehbaren Bruch. Weiterlesen

Navigation » Startseite » Search for '%' » Page 16

Heartbreak Hotel – Elvis Presleys erster Monster-Hit aus dem Jahr 1956 – gilt als minimalistisches Meisterwerk. Am ehesten ein Blues, wird die düstere, selbstmordlastige Atmosphäre des Songs vor allem vom Gesang Elvis Presleys getragen. Es ist die Intensität seiner Stimme, die zugleich Entschlossenheit, Verletzlichkeit und eine Spur Selbstironie offenbart, die den Song zum Elvis-Klassiker macht.

Heartbreak Hotel: Single-Cover von Elvis Presleys Klassiker aus dem Jahr 1956.


Elvis Presley: Heartbreak Hotel, Studioversion RCA Victor 1956

Heute gilt Heartbreak Hotel als Klassiker. 1956 jedoch waren jedoch bei weitem nicht alle vom Potenzial des Songs und des damals noch sehr jungen, weitgehend unbekannten Interpreten Elvis Presley überzeugt.

Heartbreak Hotel: I walk a lonely street

Heartbreak Hotel wurde von Mae Boren Axton und ihrem Partner, dem Gitarristen Tommy Durden, 1955 speziell für Elvis Presley geschrieben. Mae Axton arbeitete Mitte der 1950er unter anderem als Promoterin und lernte Elvis über dessen damaligen Manager Bob Neal kennen, als sie den Nachwuchsstar 1955 für eine Hank-Snow-Show in Florida buchte.

Elvis Presley mit Mae Boren Axton (rechts im Foto) im Mai 1955 – Foto: Ken Sharp, Writing for the King, 2006

Vom Talent des Memphis Flash überzeugt, den sie außerdem sehr sympathisch fand, versprach sie ihm einen Top-Hit, der ihm zum Durchbruch verhelfen sollte. Elvis sei so jung und aufrichtig gewesen, das habe sie damals sehr berührt, wird Axton noch Jahrzehnte später erzählen.

Die zündende Idee zu Heartbreak Hotel hatten Mae Axton und Tommy Durden von einem Zeitungsartikel über einen Mann, der Selbstmord verübt und einen Abschiedsbrief mit nur einer einzigen verzweifelten Zeile, nämlich I walk a lonely street, hinterlassen hatte. Das traurige Schicksal des Unbekannten inspirierte die beiden so, dass sie Heartbreak Hotel in kaum mehr als 20 Minuten komponierten.

Heartbreak Hotel

Well, since my baby left me
Well, I found a new place to dwell
Well, it’s down at the end of Lonely Street
At Heartbreak Hotel
Where I’ll be–where I get so lonely, baby
Well, I’m so lonely
I get so lonely, I could die
Although it’s always crowded
You still can find some room
For broken-hearted lovers
To cry there in the gloom
And be so, where they’ll be so lonely, baby
Well, they’re so lonely
They’ll be so lonely, they could die
Well, the bellhop’s tears keep flowin‘
And the desk clerk’s dressed in black
Well, they’ve been so long on Lonely Street
Well, they’ll never, they’ll never get back
And they’ll be so, where they’ll be so lonely, baby
Well, they’re so lonely
They’ll be so lonely, they could die
Well now, if your baby leaves you
And you have a sad tale to tell
Just take a walk down Lonely Street
To Heartbreak Hotel
And you will be, you will be, you will be lonely, baby
You’ll be so lonely
You’ll be so lonely, you could die
Well, though it’s always crowded
You still can find some room
For broken-hearted lovers
To cry there in the gloom
And they’ll be so, they’ll be so lonely, baby
They’ll be so lonely
They’ll be so lonely, they could die

Flugs mit der Komposition fertig, baten Axton und Durden den Discjockey Glenn Reeves, eine Demoversion für Elvis anzufertigen. Dabei versuchte Reeves, möglichst genau wie Elvis zu klingen, wie man auf dem erhaltenen Demo hören kann.

Reeves‘ Demoversion von Heartbreak Hotel – Ken Sharp: Writing for the King, 2006

Elvis Presley war von Heartbreak Hotel offenbar sofort begeistert, denn er nahm den Song schon 1955 – noch bevor es eine Plattenaufnahme gab – in sein Live-Repertoire auf und äußerte, er sei sich sicher, dass dies sein erster großer Hit werden würde. Andere waren davon längst nicht so überzeugt, wie sich schnell herausstellen sollte.

Weiterlesen

Navigation » Startseite » Search for '%' » Page 16

Seit ein paar Tagen ist es offiziell, Elvis Presley hat eine weitere Grammy-Nominierung eingefahren, posthum natürlich ;-). Wenn man es ganz genau nimmt, wurde nicht der King selbst nominiert, sondern vielmehr das 2011 von RCA/Legacy Recordings (Sony) herausgegebene Deluxe-Box-Set Young Man with the Big Beat: The Complete ’56 Elvis Presley Masters – nominiert in der Kategorie Best Historical Album. Für das 5-CD-Set, das den kometenhaften Aufstieg des Memphis Flash im Jahr 1956 musikalisch dokumentiert, zeichnen Ernst Jorgensen als Produzent und Vic Anesini als Tontechniker verantwortlich.

Grammy-nominiert: Young Man With The Big Beat

Die Nominierung für die Grammys 2012 ist natürlich eine tolle Nachricht, zumal Elvis Presley für seine bahnbrechenden frühen Studio- und Live-Aufnahmen zu Lebzeiten nie eine Nominierung erhielt. Das schon ganz einfach deswegen nicht, weil die Grammys erst seit 1958 von der National Academy of Recording Arts and Sciences (NARAS) in den USA vergeben werden. Lässt sich so das Fehlen von Grammys für die super erfolgreichen und Musikgeschichte schreibenden Singles und Alben der Jahre 1956/57 noch nachvollziehbar erklären, sieht das für die Jahre ab 1958 komplett anders aus. Weiterlesen

Elvis Presley: A Moment in Time – 4 Days in ’56 ist eine tolle Neuerscheinung nicht nur für Fans, die Fotobücher lieben. Autor Michael Rose ist ja bereits ein Begriff seit Veröffentlichung seiner wirklich gut recherchierten DVD-Dokumentation Elvis: Return To Tupelo (2008) und hat jetzt mit diesem Bildband nachgelegt, der von Follow That Dream Books vertrieben wird.

A Moment in Time – 4 Days in ’56 konzentriert sich – wie der Titel schon sagt – auf 4 Tage im Mai des ereignisreichen Jahres 1956, in dem sich der gerade mal 21-jährige Elvis Presley vom regionalen Gesangstalent zum absoluten Superstar entwickelte.

Zahlreiche, bislang weithin unbekannte Fotos aus den Archiven der Library of Congress und des Look Magazines sowie ein gelungenes, klassisches Layout machen diesen Band zum Augenschmaus.

Alle Fotos: © Michael Rose Productions 2011

Ein verlängertes Wochenende mit Elvis Presley kann der Leser hier hautnah miterleben, angefangen vom Konzert in Detroit/Michigan am Freitag, den 25. Mai 1956, über die Auftritte in Columbus und Dayton/Ohio am Samstag und Sonntag bis zur kurzen Verschnaufpause, die Elvis in seinem neuen Zuhause im Audubon Drive in Memphis am 28. Mai 1956 einlegte.

Columbus/Ohio 26. Mai 1956_Rose

Columbus/Ohio 26. Mai 1956

Action in Columbus 26. Mai 1956

Mit Gitarrist Scotty Moore 26.Mai 1956

Zu sehen ist Elvis in Action auf der Bühne, hinter der Bühne mit Fans, seinen Musikern und Cousin Gene Smith, auf einer Party mit aktuellem Date und zuhause mit seinen Eltern. So ungezwungen, natürlich und vor allem megacool kennt man Elvis sonst fast nur auf den berühmten Fotos von Alfred Wertheimer (→ Elvis Presleys Sweetheart) aus demselben Jahr.

Backstage mit Cousin Gene Smith – 27. Mai 1956

Mit Date Dolores Miklas (Pipski) auf einer Party am 25. Mai 1956

Anstrengend so ein Leben als Superstar – Elvis und Mama Gladys 28. Mai 1956

Elvis führt seinen 1956 Messerschmitt KR200 vor – Memphis 28. Mai 1956

Gut eingebunden sind die Fotos durch den informativen Begleittext, zeitgenössische Besprechungen der Konzerte aus der Tagespresse und Augenzeugenberichten von Fans, die Gelegenheit hatten, diese Konzerte zu besuchen und den künftigen King im Backstage-Bereich persönlich kennen zu lernen.

Mit Fans vor dem Konzert in Detroit 25. Mai 1956

Elvis hautnah – Dayton 27. Mai 1956

Der King geht auf Tuchfühlung – 25. Mai 1956

Und WOW, was muss das für ein Erlebnis gewesen sein! Die Aufregung springt einem aus manchen Fotos geradezu ins Gesicht.

Fans außer sich in Dayton – 27. Mai 1956

Elvis charmiert Fan Toni Thomas – Dayton 27. Mai 1956

Elvis steht Rede und Antwort in Detroit – 25. Mai 1956

Fazit Elvis Presley: A Moment in Time – 4 Days in ’56:

Klare Kaufempfehlung! Tolle Ergänzung zu → Alfred Wertheimers hochwertigen Bildbänden und natürlich auch zum kürzlich erschienenen, Grammy-nominierten Box-Set „Young Man With The Big Beat“, das ganz dem Wahnsinnsjahr 1956 gewidmet ist.

Nur wenige Fotos aus Michael Roses Buch sind schon aus diesem Box-Set bekannt, so dass sich die Anschaffung in jedem Fall lohnt. Es bleibt zu hoffen, dass dies nicht das letzte Elvis-Projekt von Michael Rose ist, denn Veröffentlichungen in dieser Liga kann die Elvis-Welt gut gebrauchen.

Buchcover Elvis Presley: A Moment In Time

Michael Rose: Elvis Presley: A Moment in Time – 4 Days in ’56
Hardcover 24,5 x 24,5 cm, rund 190 Seiten mit zahlreichen s/w-Fotos
Michael Rose Productions 2011
Vertrieb: FTD Books