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Elvis in der Werbung – You’re The Devil In Disguise

Elvis Presleys Liebe zum Automobil ist legendär. Man könnte auch sagen, Elvis steht für gelebte Auto Emoción. Sah er ein Modell, das ihm gefiel, musste er es sofort haben – lange Lieferfristen waren nichts für den King. Sich verlieben, kaufen, einsteigen, losfahren, Kumpel abholen, Vollgas geben – so sollte es idealerweise sein.

Kann es einen besseren Werbeträger für einen Autorhersteller geben? Kaum! Deswegen bedienen sich gleich eine ganze Reihe Autohersteller der Musik und des Images des Memphis Flash → Elvis in der Werbung – gelebte Auto Emoción.

Aber längst nicht immer war das Verhältnis von Elvis Presley zu seinen bereiften Gefährten ungetrübt und liebevoll. Wer so gar nicht „spuren“ wollte, der erregte schnell den Zorn des King und lief Gefahr sich – wie ein widerspenstiger Pantera in den 1970ern – eine königliche Kugel zwischen die Scheinwerfer einzufangen, gefolgt von dem finalen Ausruf: Put it to the graveyard!

Gelebte Auto Emoción – Elvis Presley im noch heilen Pantera

Diesen zerstörerischen Aspekt der gelebten Auto Emoción hat Autohersteller Nissan jetzt zu einem witzigen Werbespot für den Altima 2011 inspiriert unter Verwendung eines Elvis-Hits aus den 1960ern mit dem treffenden Titel You’re The Devil in Disguise ;-).

Weitere Beiträge zu Elvis in der Werbung → Der King rockt die Musikindustrie und → Vortrag von Elvis-Marketingexperte Scott Williams

Neu: Der Schamane in Las Vegas von Heinrich Detering

Jetzt im transcript Verlag erschienen ist Prof. Heinrich Deterings sehr  interessante Studie über Elvis Presley mit dem Titel Der Schamane in Las Vegas.

Selbst alles andere als unmusikalisch – Prof. Heinrich Detering bei einer Session der ‚Blues and Boogie Küche‘

Wie der ganz und gar nicht im Elfenbeinturm sitzende Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung dazu kommt, eine Studie über Elvis Presley zu veröffentlichen, und worum es dabei genau geht, das erzählt er in seinem Interview mit The Memphis Flash.

 Interview mit Prof. Heinrich Detering

It’s Elvis Time mit Thomas Weiß: Elvis Live 1972

Im September 2012 geht Elvis-Kenner Thomas Weiß wieder auf Sendung mit It’s Elvis Time beim bermuda.funk.  2 Stunden randvoll mit Elvis und vor allem vielen Informationen über Elvis‘ Musik und seine Musiker. Diesmal im Fokus der Radio-Sendung (Sendetermine siehe weiter unten): Live-Aufnahmen vom April, Juni und August 1972.

Elvis Presley - 11. Juni 1972

Das ist ein echtes Sahnehäubchen-Thema, wie schon das Foto oben erkennen lässt. In dieser Zeit war Elvis super bei Stimme und gab durchweg erstklassige Konzerte. 1972 gastierte er – wie nach seinem Live-Comeback 1969 üblich –  im Januar/Februar zunächst für vier Wochen im Hilton Hotel in Las Vegas, um dann im April, Juni und November drei Städte-Tourneen durch die USA zu absolvieren. Im August/September 1972 sorgte er noch einmal für vier Wochen im Hilton für ein volles Haus.

Like A Prince From Another Planet – Elvis im Madison Square Garden

Doch das ist noch längst nicht alles, was das Elvis-Jahr 1972 zu bieten hat. Denn während der April-Tournee wurde der Golden Globe-gekrönte Dokumentarfilm Elvis On Tour gedreht und bei der Juni-Tournee schnitt Elvis‘ Plattenfirma RCA Victor zwei der vier komplett ausverkauften Konzerte im New Yorker Madison Square Garden (9. – 11. Juni 1972) mit – Konzerte, die von der als kritisch bekannten New Yorker Presse frenetisch gefeiert wurden.  Weiterlesen

Elvis-Mania auf der Elvis-Week 2012

Der August ist vorbei, der Sommer leider auch und die Feierlichkeiten um Elvis Presleys 35. Todestag ebenfalls. Über Elvis in Deutschland und das European Elvis Festival in Bad Nauheim hat The Memphis Flash in den letzten Wochen mehrfach berichtet, aber was war eigentlich los beim „großen Bruder“, der berühmten Elvis-Week in und um Graceland in Memphis/Tennessee?

Dass in Memphis auch ordentlich die Post abging, beweisen die witzigen Videos von Memphis Jones, die viele Programmpunkte, Orte, an denen Elvis sich gerne aufhielt, Elvis-Weggefährten aus allen Karrierephasen und natürlich die extrem feier- und community-freudige Fangemeinde einfangen – Elvis mania in full swing ;-)! Weiterlesen

European Elvis Festival 2012 – Nachlese

Viel Spaß, ein buntes Rahmenprogramm (→ Wandeln auf Elvis‘ Pfaden in Bad Nauheim, Impressionen vom Fackellauf) und natürlich richtig gute Musik gab es auf dem European Elvis Festival in Bad Nauheim Mitte August 2012 anlässlich des 35. Todestages des King of Rock ’n‘ Roll zu erleben. Als Nachlese gibt’s hier ein paar Impressionen für alle, die diesmal nicht mit von der Partie sein konnten.

In der Tat, 35 Jahre später sind die Besucher des European Elvis Festivals in Bad Nauheim immer noch „All Shook Up“, wie es in einem Megahit des King aus den 1950ern so schön heißt. Stilecht im 50s-Stil gekleidet zu sein, gehört für einige Fans einfach dazu…

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Wandeln auf Elvis‘ Pfaden in Bad Nauheim

Auf den Spuren von Elvis in Bad Nauheim wandelt man am besten zu Fuß mit Tourguide und Elvis-Fan Hans-Ulrich Halwe. Der kennt nicht nur alle Orte, an denen Elvis Presley seine Freizeit verbrachte, sondern hat auch mit vielen Zeitzeugen Kontakt, die den King zum Teil täglich gesehen und gesprochen haben. So weiß Halwe von Dingen zu berichten, die sich so schnell in keinem Buch nachlesen lassen.

Foto: Auf Elvis‘ Pfaden in Bad Nauheim mit Hans-Ulrich Halwe; www.memphisflash.de

 

Diesen Anblick verehren die meisten Elvis-Fans, aber nicht wegen der immer noch schönen Jugendstilfassade und stilechten Einrichtung des Hotel Grunewald. Denn hier wohnte nach einer kurzen Stippvisite im Park-Hotel von Oktober 1958 bis Januar 1959 der King in Zimmer Nr. 10, gut zu erkennen durch den Balkon im obersten Stockwerk.

Foto: Hotel Grunewald heute; www.memphisflash.de

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European Elvis Festival – Impressionen vom Fackellauf

Am 16. August 2012 eröffnete das European Elvis Festival in Bad Nauheim (→ Der King hält Hof beim European Elvis Festival) mit einem wunderbar stimmungsvollen Fackellauf zum Gedenken an den King of Rock ’n‘ Roll, der an diesem Tag vor 35 Jahren in Memphis/Tennessee viel zu früh verstarb.

16. August 2012: Elvis-Fans auf dem stimmungsvollen Fackellauf in Bad Nauheim

Bei herrlich warmen Temperaturen führte Zeitzeuge Hans-Ulrich Halwe Elvis-Fans aus Deutschland, England, Skandinavien, Niederlande und Belgien den Johannisberg hinauf, wo man einen herrlichen Ausblick über die Region bis nach Frankfurt hat.

Klar, dass Halwe dabei so manche Elvis-Anekdote zu berichten wusste, soll G.I. Presley die Aussicht vom Johannisberg auf sein „European Home“, wo er von Oktober 1958 bis Anfang März 1960 wohnte, doch selbst so manches Mal genossen haben. Weiterlesen

Elvis Presley – A Boy From Tupelo

Tot ist man erst dann, wenn sich keiner mehr an einen erinnert, heißt es. Wenn dies stimmt, dann ist Elvis Presley ein ausgesprochen lebendiger Zeitgenosse. Dieser Tage erinnert man sich besonders häufig, jährt sich am 16. August 2012  der Todestag des King doch zum 35. Mal (→ Der King hält Hof beim European Elvis Festival 2012).

Klar, dass sich dieses Jubiläum wie alle anderen zuvor weder Plattenlabel Sony noch Rechtsnachfolger Elvis Presley Enterprises (EPE) – und sonst noch so einige rechts und links des Weges – entgehen lassen, ist es doch ein mehr als willkommener Anlass, um unserer Erinnerung  mit einer Flut an Veröffentlichungen, alte und neue,  auf die Sprünge zu helfen (→ Das kann doch nicht euer Ernst sein).

Eine dieser Veröffentlichungen kommt ganz unspektakulär daher, wird praktisch nicht beworben, sondern seit Monaten vor allem als ganz heißer Tipp in der Fangemeinde gehandelt.  Es ist Ernst Mikael Jørgensens – Jørgensen ist maßgeblich verantwortlich für das Sammlerlabel Follow That Dream (FTD) – Meisterstück in Sachen Elvis, in das er Jahre intensivster Recherche gesteckt hat: das Boxset Elvis Presley – A Boy From Tupelo. The Complete 1953 – 1955 Recordings.

Ernst Michael Jørgensens Boxset A Boy From Tupelo

Ach, schon wieder die Aufnahmen aus der berühmten SUN-Ära, als der King noch jung, unschuldig und vor allem „pur“ war – kenn‘ ich, hab‘ ich schon, alles klar, mag da so mancher Fan denken. Falsch gedacht, denn dieses Set hat überraschend viel bisher Unveröffentlichtes für Auge und Ohr aus der legendären frühen Schaffensperiode zu bieten. Weiterlesen

Der King hält Hof beim European Elvis Festival 2012

Am 16. August 2012 jährt sich der Todestag Elvis Presleys zum 35. Mal. Und wenn man nicht genau wüsste, dass der King of Rock ’n‘ Roll – allen Verschwörungstheorien zum Trotz –  tatsächlich 1977 viel zu früh verstorben ist, dann würde man es einfach nicht glauben wollen. Jedenfalls dann nicht, wenn es einen zwischen dem 16. und 19. August in die beschauliche hessische Kurstadt Bad Nauheim verschlägt, in der für volle 4 Tage das European Elvis Festival 2012 steigt. Elvis lebt, hält Hof und lässt sich feiern!

Foto: Bad Nauheim Stadtmarketing und Tourismus GmbH

 

Vom Oktober 1958 bis Anfang März 1960 war Deutschland das Zuhause von G.I. Elvis Presley (→ Elvis lebt in Düsseldorf + Elvis Presley gut getarnt in der Oberpfalz) und Bad Nauheim sozusagen sein „Memphis East“. Der King war in den Friedberger Ray Barracks stationiert, wählte aber das benachbarte Bad Nauheim als Wohnort, wo er zunächst mit Vater Vernon und Großmutter Minnie Mae (liebevoll Dodger genannt) sowie zwei Freunden ein paar Tage im Park-Hotel, dann längere Zeit im Hotel Grunewald wohnte, bevor er ein Haus in der Goethestraße 14 mietete. Außer in Deutschland hatte Elvis nie einen festen Wohnsitz außerhalb der USA – das allein macht Bad Nauheim und Friedberg zum Epizentrum der Elvis-Mania in Europa. Hier hat der Memphis Flash viele Spuren hinterlassen, die man heute noch besichtigen kann.

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Elvis Presley in Hirschau: Interview mit Wolfgang Houschka

Anfang Februar 1960 war Panzerspäher Elvis Presley auf Manöver in der Oberpfalz und landete dabei in dem beschaulichen Örtchen Hirschau, wo er zufällig auf den Lokalreporter Sepp (Josef Andreas) Müller traf.

  • G.I. Elvis gibt volles Rohr im Manöver. © Ira Jones und Bill E. Burk: Soldier Boy Elvis, 1992

Die bei dieser Gelegenheit von Sepp Müller gemachten Fotos, die Elvis mit jungen Fans im Hirschauer Gasthaus Goldenes Lamm zeigen, waren im Sommer 2012 in der sehenswerten Ausstellung Elvis Presley gut getarnt in der Oberpfalz im Oberpfälzer Volkskundemuseum in Burglengenfeld zu sehen.

In Burglengenfeld ausgestellt war auch ein Zeitungsartikel vom 8. Februar 1960 mit einem handschriftlichen Gruß Elvis Presleys an den Nabburger Volksboten, den Sammler Oskar Hentschel, der in Düsseldorf bis 2013 ein Elvis-Museum betrieb, schlicht für eine Fälschung hielt (→ Elvis Presley grüßt die Oberpfälzer – Original oder Fälschung?).

The Memphis Flash ist der Sache im Sommer 2012 auf den Grund gegangen und hat mit dem bekannten Elvis-Sammler und Journalisten Wolfgang Houschka gesprochen, aus dessen Besitz gleich eine ganze Reihe der Ausstellungsstücke in Burglengenfeld stammten. Und was Houschka – langjähriger Chefreporter der Amberger Zeitung – über die Begegnung Elvis Presleys mit Sepp Müller in Hirschau, das Zustandekommen des Grußes und die Rolle, die dabei ein DKW und ein Goggomobil spielten, bei dieser Gelegenheit erzählen hat, das ist immer noch eine wirklich spannende Geschichte. Weiterlesen

Elvis Presley grüßt die Oberpfälzer – Original oder Fälschung?

Original oder Fälschung? Am 5. Februar 1960 hatte der Reporter Josef Andreas Müller (alias Sepp Anderl Müller, wie er in der Oberpfalz heißt), der damals als freier Journalist u.a. für die Amberger Zeitung arbeitete, G.I. Elvis Presley interviewt und fotografiert.

G.I. Elvis Presley mit deutschen Frolleins im Gasthaus Goldenes Lamm in Hirschau am 5. Februar 1960, fotografiert von Josef Andreas Müller

Müllers Fotos wurden am 8. Februar 1960 auch für einen Beitrag im Nabburger Volksboten verwendet, in dem außerdem ein handschriftlicher Gruß Elvis Presleys veröffentlicht wurde. Fotos und Artikel im Nabburger Volksboten sind noch bis zum 19. August 2012 in der sehenswerten Ausstellung Elvis Presley gut getarnt in der Oberpfalz des Volkskundemuseums Burglengenfeld ausgestellt, die der Historiker Peter Heigl betreut.

Original oder Fälschung? Gruß von Elvis, veröffentlicht im Nabburger Volksboten am 8. Februar 1960

Der bekannte Sammler Oskar Hentschel, der seit Ende 2011 in der Düsseldorfer Altstadt mit Michael Knorr und Andreas Schröer ein Elvis-Museum betreibt, hat sich jetzt zu Wort gemeldet – er ist sich sicher, dass es sich bei dem im Nabburger Volksboten veröffentlichten Gruß um eine ziemlich platte Fälschung handelt. Hentschels Argument: „Selbst Volksschüler Elvis Presley hätte geschrieben ‚In 23 days I will be home‘ statt das Volksschul-Englisch ‚I‘ am to house‘.“ Könnte Hentschel da recht haben?

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