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ELVIS LIVE 1969

Der Hochsommer 1969 war ohne Zweifel ereignisreich. Am 21. Juli betrat Neil Armstrong als erster Mensch den Mond, vom 15. bis 17. August fand mit dem Musikfestival Woodstock in Bethel/New York die Hippie-Party schlechthin statt, und am 31. Juli 1969 kehrte Elvis Presley nach mehr als acht Jahren Live-Abstinenz endlich auf die Bühne zurück – in Las Vegas. Kaum zu glauben: Ein halbes Jahrhundert ist das jetzt schon her.

Da wäre man natürlich gerne dabei gewesen. Schade. Aber es gibt ein Trostpflaster für alle Zuspätgeborenen – nämlich das neue schön gemachte Boxset zum 50. Jubiläum von Elvis‘ Rückkehr auf die Konzertbühne: Elvis Live 1969 von RCA Legacy unter dem Dach von Sony.

Neues Boxset Elvis Live 1969 von RCA Legacy Recordings/Sony 2019

Enthalten sind im Boxset auf 11 CDs genau 11 komplette Konzerte des King, die er im Zeitraum vom 21. bis 26. August 1969 im International Hotel in Las Vegas gab – hörbar voll motiviert und enthusiastisch. Darunter die Midnight Show vom 22. August, die bislang als offiziell unveröffentlicht gilt – zumindest als vollständiges Konzert.

Und jetzt heißt es anschnallen für die Zeitreise, denn hier folgt die erwähnte offiziell unveröffentlichte Show vom 22. August 1969 mit einem endzeitmäßig gut gelaunten Elvis, der zwischen den Songs viele Witzchen reißt und in einem längeren Monolog humorvoll Einblick in seine Lebensgeschichte bis zu jenem 22. August 1969 gibt.

Wer sich das nicht anhört, ist selber schuld ;-).

International Hotel Las Vegas – 22. August 1969 – Mitternachtsshow

Blue Suede Shoes

I Got A Woman

All Shook Up

Love Me Tender

Jailhouse Rock/Don’t Be Cruel

Heartbreak Hotel

Hound Dog

Memories

My Babe

Mystery Train/Tiger Man

Monolog – Elvis spricht zum Publikum

Baby What You Want Me To Do

Funny How Time Slips Away

Runaway

Are You Lonesome Tonight

Yesterday/Hey Jude

Vorstellung der Band

In The Ghetto

Suspicious Minds

What’d I Say

Can’t Help Falling In Love

Alle Audios vom Boxset Elvis Live 1969.

If I Can Dream: Elvis, Martin Luther King und Bobby Kennedy

Ausgeruht, fit und voll motiviert meldet sich Elvis Presley am 3. Juni 1968 aus dem Hawai-Urlaub zurück im Büro von Regisseur Steve Binder und Musikproduzent Bones Howe auf dem Sunset Boulevard in Los Angeles.

Der King ist startbereit für die Proben zum geplanten Fernseh-Special JUST ELVIS, heute besser bekannt als ’68 Comeback Special. Und die finden zunächst in den Räumen von Binder und Howe statt.

Elvis Presley 1968 – Foto: ’68 Comeback Special 50th Anniversary Edition, 2018

Wie Binder und Howe Elvis im Mai versprochen haben, soll das Special – wie der Arbeitstitel JUST ELVIS schon nahelegt – ganz auf ihn zugeschnitten sein. Entsprechend haben die Drehbuchautoren Chris Bearde und Alan Blye den Urlaub des Memphis Flash vor allem dazu genutzt,  an Vision und Konzept der Fernsehshow zu arbeiten, die als eine Art Semidokumentation der bisherigen Karriere Elvis Presleys geplant ist.

Was das Team Elvis Anfang Juni als Story vorstellt, ist ein erster Entwurf, den es jetzt noch mit Leben zu füllen gilt. Genau deswegen ist Elvis Presley von jetzt an täglich vor Ort – also auch am Mittwoch, den 5. Juni 1968.

An diesem Tag kommt es in Los Angeles zu einem tragischen Ereignis, das nicht nur amerikanische Geschichte schreibt, sondern auch das Drehbuch des ’68 Comeback Special maßgeblich beeinflusst.

Senator Robert F. Kennedy (1925-1968), der für die demokratische Partei als Präsidentschaftskandidat für die Wahlen 1969 im Gespräch ist und der durchaus gute Chancen auf das Amt hat, fällt nach einer Rede auf einer Wahlkampfveranstaltung im Ambassador Hotel einem Attentat zum Opfer. Der Attentäter Sirhan Sirhan (*1944) – ein junger Palästinenser, der mit seinen Eltern in den 1950ern in die USA einwanderte – kann noch am Tatort verhaftet werden.

Bobby Kennedy, der jüngere Bruder des 1963 in Dallas/Texas ebenfalls von einem Attentäter getöteten Präsidenten John F. Kennedy, stirbt in den frühen Morgenstunden des 6. Juni an den Folgen seiner Schussverletzung.

Wofür Robert „Bobby“ Kennedy politisch steht, das geht unter anderem aus seiner letzten Rede wenige Minuten vor dem Attentat am 5. Juni 1968 hervor, die im nachfolgenden Video zu hören ist.

Kennedy verspricht in seiner letzten Rede erneut, dass er sich als Präsidentschaftskandidat dafür einsetzen werde, etwas gegen die soziale Ungerechtigkeit in der amerikanischen Gesellschaft, die gravierenden Unterschiede in den Lebensbedingungen von Armen und Reichen, Weißen und Afroamerikanern zu tun und sich für ein Ende des Vietnamkrieges einzusetzen. Alles Brennpunktthemen der damaligen Zeit (und leider teilweise auch der heutigen).

Dabei schwört er seine Zuhörer auf die Qualitäten Amerikas als ein Land ein, dessen Volk mitfühlend und stark in der Gemeinschaft und daher auch in der Lage sei, bestehende Konflikte friedlich zu lösen.

Die Nachricht vom Attentat auf Robert Kennedy erreicht das Team um Regisseur Steve Binder, als alle inklusive Elvis in den Räumen der Produktionsfirma von Binder und Howe anwesend sind, um zu proben und weiter an dem Drehbuch für JUST ELVIS zu arbeiten.

Als die Nachricht vom Attentat die Runde macht, versammeln sich alle vor dem Fernseher und verfolgen schockiert die Berichterstattung. Steve Binder beschreibt die Situation so:

„Then, while we were in rehearsals and we were still at my offices on Sunset Boulevard, Bobby Kennedy was assasinated live on television. One of the TVs was on in one of the other rooms, and we heard this commotion. All of us ran into the other room to see what was happening, and Bobby Kennedy had just been shot by Sirhan Sirhan. […] We just forgot about the show and spent the rest of the night talking about what was happening to our country.“

Steve Binder, zitiert nach ’68 Comeback Special 50th Anniversary Edition, 2018

Drehbuchautor Chris Bearde bestätigt die Reaktion der Anwesenden:

„On that little black and white TV were live pictures of the Robert F. Kennedy assasination at the Ambassador Hotel. In that room was Elvis, all of us. And we were just flabbergasted. We were…“

Chris Bearde, zitiert nach ’68 Comeback Special 50th Anniversary Edition, 2018

Womit zu diesem Zeitpunkt keiner rechnet, ist Elvis Presleys zutiefst persönliche Reaktion auf die Ereignisse. Er ist offenbar so aufgewühlt durch das Geschehen, dass er die für ihn typische vorsichtige Zurückhaltung aufgibt, aus sich herausgeht und erstmals von sich erzählt – seine Lebensgeschichte aus seiner Sicht erzählt. Und er tut es, indem er sich dazu auf der Gitarre begleitet und immer wieder die unterschiedlichsten Songs singt – über Stunden, wie Chris Bearde beschreibt:

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Elvis macht den Ampelmann

Seit heute regelt Elvis Presley auch in Bad Nauheim als Fußgänger-Ampelmännchen den Verkehr. In Friedberg darf er das schon seit Ende 2018. Hintergrund: Der King diente als amerikanischer Soldat vom Oktober 1958 bis März 1960 in der ehemaligen Friedberger Kaserne Ray Barracks und wohnte in dieser Zeit im benachbarten Bad Nauheim.

Bad Nauheimer und Friedberger Stadtväter (und -mütter) haben Spaß bei der Einweihung der neuen Elvis-Ampeln in Bad Nauheim. Foto: Bad Nauheim Stadtmarketing und Tourismus GmbH

Zum Dienst bei der Truppe fuhr Elvis mit dem Auto – also jeden Tag mindestens einmal hin und her zwischen Bad Nauheim und Friedberg, wenn er nicht gerade auf Manöver in Grafenwöhr war. Macht also durchaus Sinn, dem King als einem aktiven Verkehrsteilnehmer in der Wetterau Ampeln einzurichten – zwei in Friedberg und seit heute zwei weitere in Bad Nauheim.

Zusätzlich hat er in unmittelbarer Nähe zum Gelände der Ray Barracks seit Jahren schon einen eigenen Verkehrskreisel – und in Bad Nauheim seit kurzem eine eigene Bushaltestelle. (Rock-)Adel verpflichtet.

Elvis-Ampelmotiv in Friedberg – Foto: dpa/Frank Rumpenhorst.

In Friedberg zeigt Elvis als rockender Vince Everett aus dem Filmklassiker Jailhouse Rock (1957) die grüne Ampel und bewegungslos vor dem Mikrofon stehend die rote an. Ein legendäres und extrem gut ausgewähltes Motiv mit zeitlicher Nähe zu seinem Deutschlandaufenthalt. 100 Punkte dafür.

In Bad Nauheim regelt Elvis singend mit Gitarre den Fußgängerverkehr – unverkennbar er, aber zeitloser, da nicht einem bestimmten Jahr seiner Karriere zuzuordnen. Clever gemacht. Die Bad Nauheimer und Friedberger Stadtväter haben sich hierbei offensichtlich gut abgestimmt, um für Abwechslung zu sorgen.

Elvis sagt: Los geht’s – Foto: Bad Nauheim Stadtmarketing und Tourismus GmbH.

 

Und wie das Gruppenfoto oben zeigt, hatten die Vertreter beider Städte heute mächtig Spaß bei der Einweihung der Bad Nauheimer Ampeln – sie kamen gleich im stilechten Outfit. Vergessen scheint die einstige Rivalität zwischen den beiden Städten und ihren Vertretern. Elvis hat eben etwas Verbindendes.

Zuerst wurde die Fußgängerampel an der unteren Parkstraße/ Ecke Zanderstraße durch Bad Nauheims Bürgermeister Klaus Kreß, Ersten Stadtrat Peter Krank, Sponsorin Edith Siegesmund vom Hotel Spöttel sowie Friedbergs Erster Stadträtin Marion Götz eingeweiht.

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Wenn der Mythos stirbt

Am 25. Juni 2019 war der 10. Todestag von Michael Jackson. Und anders als zu erwarten gewesen wäre, blieb der ganz große Hype, der für Elvis Presley seit langem etablierter (Jubiläums-)Standard ist, aus.

Keine Sondersendungen im TV, keine umfangreichen Print-Specials in den großen Publikumsmedien – kein Dauerrauschen im digitalen Blätterwald, kein mit extra Tamtam gehyptes neues Boxset des King of Pop. Nada, nulla, niente! Stattdessen: still ruht der See.

Was ist da los? Normalerweise lassen sich die Geschäftemacher angeführt von Musiklabel (mit Sony dasselbe wie bei Elvis Presley) und Nachlassverwaltern doch freiwillig keine Gelegenheit entgehen, den Rubel auch außerhalb der Hardcore-Fanszene so richtig rollen zu lassen. Wann, wenn nicht jetzt, lässt sich besser auf der Erinnerungswelle reiten, um das kollektive Gedächtnis (und Portemonnaie) ordentlich zu melken?

Leaving Neverland: Peter Pan ist ausgeflogen

Die Erklärung: Diese Abstinzenz vom Hype ist alles andere als freiwillig. Anfang des Jahres hat es nämlich ein Ereignis gegeben, dass den Jubiläumsklassiker unmöglich macht und es ratsam erscheinen lässt, „den Ball flach zu halten“ – sehr flach.

Das Ereignis ist die Veröffentlichung der vierstündigen Dokumentation Leaving Neverland von Dan Reed, die zuerst auf dem Sundance Film Festival gezeigt wurde, im März dann beim amerikanischen Sender HBO und im April auch im deutschen Fernsehen zu sehen war.

Was hat es damit auf sich? In der Dokumentation erzählen Wade Robson und James Safechuck – im Wechsel mit verschiedenen Familienmitgliedern – von ihrem jahrelangen sexuellen Kindesmissbrauch (ab dem Alter von sieben Jahren) durch Michael Jackson und den daraus resultierenden Folgen für ihr weiteres Leben.

Dabei ist es vor allem die ruhige Erzählweise der Dokumentation, das Nicht-Sensationalistische, der Fokus auf die Opfer und weniger den Täter, was die Dokumentation wie einen Schlag in die Magengrube des Zuschauers wirken lässt.

Besonders schwierig für den Zuschauer sind die Passagen, in denen Safechuck und Robson – sichtlich mitgenommen – die sexuellen Handlungen beschreiben, die Jackson an ihnen vollzog – bevorzugt auf dem Areal seines „Peter-Pan-Kinderspielplatzes“ Neverland. Die beiden Teile der Leaving Neverland-Dokumentation waren bis Juni 2019 auf YouTube verfügbar – jetzt kann man sie via Amazon Prime anschauen.

Nun ist der Verdacht, Michael Jackson könnte pädophile Neigungen gehabt haben, nicht gerade neu. Schon Anfang der 1990er wurde er erstmals von Eltern eines minderjährigen Jungen verklagt, konnte sich aber außergerichtlich einigen und heiratete PR-wirksam ausgerechnet Lisa Marie Presley, die Tochter des „anderen King“.

Die Ehe war von kurzer Dauer – und zehn Jahre später kam es wegen neuer Verdachtsmomente dann doch noch zum medienwirksamen Prozess gegen Jackson. Der endete 2005 mit einem Freispruch, auch weil Safechuck und Robson damals, wie sie sagen, nicht in der Lage waren, über den Missbrauch zu sprechen – nicht mit der eigenen Familie und schon gar nicht öffentlich. Dass Missbrauchsopfer die Taten lange verdrängen und den Täter sogar in Schutz nehmen, ist dabei nicht ungewöhnlich.

Der Prozess und das immer bizarrer erscheinende Aussehen und Auftreten Michael Jacksons haben dem Image des Megastars in den 2000er Jahren zwar sehr geschadet, aber all das schien nach dem angekündigten Comeback und plötzlichem Tod im Juni 2009 vergessen. Die Songs des toten Michael Jackson liefen weltweit die Kanäle rauf und runter, jeder B-Promi beeilte sich, sein tiefe Bewunderung zu dokumentieren, und der Wert des King-of-Pop-Nachlasses stieg beträchtlich. Was ist zehn Jahre später anders?

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Wise Men Say…

Die romantische Ballade Can’t Help Falling In Love aus dem Film Blue Hawaii (dt. Blaues Hawai, 1961) ist der weltweit beliebteste Elvis-Song. Von den mehr als 700 Songs, die der King im Laufe seiner Karriere aufgenommen hat, ist es dieses gefühlvolle Liebeslied, das heute (2019) die meisten Hörer begeistert. Ablesbar ist das u.a. an der beachtlichen Anzahl der Streams und Downloads.

Dabei dürften die zeitgenössischen Hörer meist gar nicht wissen, dass Can’t Help Falling in Love ausgerechnet einer der bis heute eher kritisch gesehenen Filmsongs des King ist. Also eines der Lieder, die auf die Handlung der zwar durchaus unterhaltsamen, aber nicht gerade tiefschürfenden Elvis-Musicals der 1960er Jahre zugeschnitten waren.

Wer sich mit der Diskussion um die Elvis-Filmsongs ein bisschen auskennt und zudem weiß, wie Elvis Presley selbst dazu stand, dürfte überrascht sein, dass gerade sie diesen Klassiker hervorgebracht haben.

Wer hingegen unvoreingenommen mit der Distanz von mehr als einem halben Jahrhundert einfach nur zuhört, kommt zu einem anderen Ergebnis. Kein Wunder, denn hinter den Filmsongs steckten oft erfahrene und erfolgreiche Komponisten, während an den Aufnahmen die besten Studiomusiker ihrer Zeit beteiligt waren. So auch bei Can’t Help Falling In Love – aufgenommen am 23. März 1961 bei Radio Recorders in Hollywood.

Wie Can’t Help Falling in Love entsteht

Text und Melodie von Can’t Help Falling In Love ist eine Gemeinschaftsproduktion, und zwar von Luigi Federico Creatore (1921-2015), Hugo E. Peretti (1916-1986) und George David Weiss (1921-2010). Die Italo-Amerikaner Creatore und Peretti waren Cousins, die in den 1950ern zunächst als Songwriter-Duo Hugo & Luigi in New York bekannt wurden, später aber auch als Plattenproduzenten in Erscheinung traten.

Das Songwriter-Duo Luigi Creatore und Hugo Peretti.

Als Songwriter arbeiteten die beiden u.a. für Mercury Records, bevor sie für Elvis‘ New Yorker Plattenlabel RCA Hits für bekannte Sänger/innen wie Perry Como, Sam Cooke und Peggy March komponierten. Wie oft bei Komponisten, die im Duo arbeiten (→ Writing for the King: Sid Tepper und Roy Bennett, → Jerry Leiber und Mike Stoller), gab es eine Arbeitsaufteilung: Luigi war eher für die Texte und Hugo eher für die Melodien zuständig.

Komponist und Arrangeur George David Weiss.

In ihrer Zeit bei RCA arbeiteten sie hin und wieder, so auch bei The Lion Sleeps Tonight – 1961 ein Nummer-Eins-Hit für die Doo-Wop-Formation The Tokens -, mit George David Weiss zusammen, der im Team sowohl Texte als auch Melodien beisteuerte. Weiss, Creatore und Peretti hatten ein Händchen dafür, internationale Melodien als Basis für ihre eigenen Kompositionen zu adaptieren.

Bei The Lion Sleeps Tonight war es das afrikanische Lied Mbube Wimoweh (Der Löwe schläft) und bei Can’t Help Falling in Love lehnten sie sich an das französische Liebeslied Plaisir d’Amour an, dessen Melodie Jean-Paul-Égide Martini (auch Johann Paul Aegidius Schwarzendorf) im späten 18. Jahrhundert komponierte.

Einen Song für den Film Blue Hawaii zu schreiben, war nicht der erst Auftrag, den das Trio 1961 von Elvis‘ Musikverlegern – den Brüdern Aberbach von Hill & Range in New York – erhielt. Sie waren zuvor schon für den Titelsong des Films Wild In The Country (Lied des Rebellen, 1961), der im Jahr zuvor gedreht worden war, erfolgreich im Rennen gewesen.

Somit kannten Creatore, Peretti und Weiss auch das Prozedere schon, an das die Komponisten von Elvis-Filmsongs sich halten mussten. Das bestand im Wesentlichen darin, dass es keinen festen Auftrag mit garantierter Abnahme der Kompositionen gab, sondern mehrere Songwriter (-Teams) im Wettbewerb um die Soundtrack-Kompositionen standen (→ Elvis‘ Fun In Acapulco: Drehbuch und Soundtrack).

Die Teams wurden meist von Freddy Bienstock beim Musikverlag Hill & Range beauftragt. Anschließend wurden die in Form von Demobändern angelieferten Kompositionen von Elvis selbst angehört und für die Aufnahme seines Soundtracks ausgewählt – oder eben nicht. Persönlichen Kontakt zu den Komponisten hatte Elvis Presley in der Regel nicht. Luigi Creatore beschreibt das Verfahren so:

„They didn’t give you an assignment. They said: ‚We want a song for the title of the movie.‘ They gave it to us [Drehbuch], gave it to other songwriting teams, maybe six or eight writers. Then they would pick what they liked. All the writers were writing on spec because it was Presley. The writers that they were approaching were never writing on spec but with Presley you did because he was big enough to take the shot. Nobody was paying you and nobody was assuring you that once you wrote the song it would be in the movie.“

Luigi Creatore, zitiert nach Ken Sharp: Elvis Presley Writing for the King, FTD Books, 2006

Trotz des Risikos, vielleicht für umsonst zu arbeiten, nahmen Creatore, Peretti und Weiss 1961 den Auftrag der Musikverleger an, eine Ballade mit „europäischem Flair“ für eine ganz besondere Filmszene in Blue Hawaii (Blaues Hawai) zu komponieren und ein Demo aufzunehmen.

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Elvis, was bleibt?

Elvis Presley wäre heute 84 Jahre alt. Also genau doppelt so alt, wie er tatsächlich geworden ist. Als er 1977 im Alter von nur 42 Jahren starb, war er bereits die Hälfte seines Lebens ein internationaler Superstar – und in den Augen (und Ohren) vieler Zeitgenossen der weltweit bekannteste, mit zahllosen Hits wahrscheinlich auch beliebteste und erfolgreichste amerikanische Sänger seiner Ära.

Elvis Presley: 166 Millionen YouTuber can’t help falling in love.

Doch was ist von der Musik Elvis Presleys bis heute geblieben – 65 Jahre nachdem er in Memphis seine erste kommerzielle Platte aufnahm? Was fördert das Gedächtnis einer breiten Öffentlichkeit in 2019 zutage, wenn gefragt wird: Nenne den bekanntesten Elvis-Song? Oder nenne zumindest irgendeinen Elvis-Song?

Können Musikhörer in 2019 diese Frage überhaupt beantworten? Schließlich stand die Musikwelt in den letzten 40 Jahren alles andere als still, sondern hat immer wieder neue Megastars hervorgebracht. Jede Generation hat ihre eigenen musikalischen Lieblinge unterschiedlicher Stilrichtungen. Es lebe die Vielfalt.

Außerdem wird Musik heute anders konsumiert als in der Ära Elvis Presleys. Seine Songs kamen übers Radio (später auch Kino) und als Schallplatte via Single, Extended Play und Album an den Hörer. Es folgten Musikkassette und CD. Das Auslaufmodell CD hat der King schon gar nicht mehr erlebt. Heute wird Musik vor allem gestreamed – Streaming-Dienste wie Spotify haben nicht nur bei der jüngeren Generation zunehmend die Nase vorn.

Angebote wie YouTube bringen längst ihre eigenen Stars hervor – so mancher verzichtet gleich ganz auf ein Plattenlabel und vermarktet sich selbst. Wo sollte in dieser Welt Platz sein für die Musik Elvis Presleys, der aufhörte, Musik zu machen, als all das noch nicht einmal ein ferner Gedanke war?

166 Millionen YouTuber can’t help falling in love

Tatsächlich haben die Hörer von heute den King nicht nur längst fest auf Spotify und YouTube etabliert, sondern sorgen in der schönen neuen Musikwelt durch die Anzahl ihrer „Views“ und ihre vielsprachigen Kommentare für Transparenz im Hinblick darauf, was denn nun der weltweit beliebteste Elvis-Song ist, warum sie ihn mögen und warum „Elvis bleibt“.

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Ah… die Annie!

Ah… die Annie. Wenn ich meine Lieblings-Elvis-Songs der 1970er benennen soll, dann steht Polk Salad Annie ganz hoch im Kurs. Rockt ordentlich – krieg‘ ich nie leid – geht einfach immer!

Ein schneller Blick auf YouTube verrät, dass ich damit ganz und gar nicht alleine bin. Tony Joe Whites (1943-2018) Swamp-Rock-Klassiker von 1969 hatte ab 1970 einen festen Platz in Elvis‘ Konzertrepertoire und ist vor allem durch diese legendäre Performance vom August 1970 – festgehalten im Dokumentarfilm Elvis That’s The Way It Is – weltbekannt.

Eine Studioversion des King gibt es von Polk Salad Annie nicht. Wer sich das Video anschaut, ahnt wieso – die Annie ist ganz großes Elvis-Kino. Ohne die Optik ist sie immer noch beachtlich, aber trotzdem nur die halbe Miete. Subtil ist die Annie – grandios begleitet von der TCB-Band – kein Stück. Der Gegensatz zu einem anderen großen Elvis-Klassiker wie In The Ghetto (1969) könnte kaum größer sein.

Trotzdem ist Polk Salad Annie Elvis in Reinkultur, wie schon die Kommentare zum YouTube-Video verraten. Aber warum das so ist – von der leidenschaftlichen Performance mit vollem Körpereinsatz mal abgesehen – verraten sie nicht. Es lohnt sich, Komponist und Liedtext näher unter die Lupe zu nehmen.

Elvis, Tony und die Amerikanische Kermesbeere

Der kürzlich verstorbene Singer/Songwriter Tony Joe White stammte wie Elvis Presley aus den amerikanischen Südstaaten. Er wuchs auf einer Baumwollfarm in Louisiana auf, war in seiner Jugend stark vom Blues und der Musik Elvis Presleys beeinflusst, den er sehr verehrte, wie er u.a. dem Autor Ken Sharp („Writing for the King“, 2006) erzählte.

In den 1960ern zog es White nach Texas, wo er in verschiedenen Nachtclubs spielte und selbst zu komponieren begann. 1969 brachte er mit Black and White sein erstes Album heraus. Darauf befand sich auch Polk Salad Annie, neben Rainy Night in Georgia, bekannt geworden durch die Version Brook Bentons, sein bis heute vielleicht bekanntester Song.

Zum Liedtext inspiriert hatte White dabei ein „Arme-Leute-Essen“ aus seiner Kindheit in Louisiana – nämlich Polk Salad alias Poke Sallet, wie es richtig heißt. Und hier ist das, was White selbst dazu sagt:

I was brought up down in Goodwill, Louisiana on a cotton farm by the river. I ate a lot polk salad growing up. Polk salad is a big leafy plant that grows wild down by the river and in the woods. My mother was half-Cherokee and in the spring she’d always boil up polk salad. She made sure us kids ate a lot of it. It kind of tastes like spinach and has a lot of vitamins in it. You boil it in water like turnip greens, add a little bacon rind to give it some flavor and it has a good taste. You eat it with corn bread, green spring onions, and a little pepper sauce. I’ve got it growing in my backyard right now.

Tony Joe White, zitiert nach Ken Sharp: Writing for the King, 2006

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Elvis Presley: In The Ghetto (1969)

Viele Songs werden zu Hits, aber nur wenige auch zu Klassikern. Ein Hit lebt im Moment – ein Klassiker beinahe unendlich. Er ist zeitlos. Elvis Presleys In The Ghetto von 1969 ist ein solcher Klassiker.

Ein nachdenklicher Elvis Presley Anfang 1969, als er In The Ghetto aufnahm.

Bleibt die Frage, was In The Ghetto – Elvis Presleys einzige Nr. 1 in den deutschen Charts – so zeitlos macht? Ist es vor allem der Liedtext von Countrysänger und Komponist Mac Davies (Pseudonym Scott Davis)…

IN THE GHETTO
As the snow flies
On a cold and gray Chicago mornin‘
A poor little baby child is born
In the ghetto (in the ghetto)
And his mama cries
‚Cause if there’s one thing that she don’t need
It’s another hungry mouth to feed
In the ghetto (in the ghetto)
People, don’t you understand
The child needs a helping hand
Or he’ll grow to be an angry young man some day?
Take a look at you and me
Are we too blind to see
Do we simply turn our heads, and look the other way?
Well, the world turns
And a hungry little boy with a runny nose
Plays in the street as the cold wind blows
In the ghetto (in the ghetto)
And his hunger burns
So he starts to roam the streets at night
And he learns how to steal, and he learns how to fight
In the ghetto (in the ghetto)
Then one night in desperation
A young man breaks away
He buys a gun, steals a car
Tries to run, but he don’t get far
And his mama cries
As a crowd gathers ‚round an angry young man
Face down on the street with a gun in his hand
In the ghetto (in the ghetto)
And as her young man dies
On a cold and gray Chicago mornin‘
Another little baby child is born
In the ghetto (in the ghetto)
And his mama cries (in the ghetto)
(In the ghetto)
(Aah-aah)

… oder doch eher die Interpretation des King – aufgenommen am 20. Januar 1969 – in Chip Momans American Sound Studio in Memphis?

In The Ghetto – Quelle: Elvis Presley Complete Masters

Es ist beides. In The Ghetto ist ein schönes Beispiel dafür, dass ein guter Song genau dann zu einem großartigen wird, wenn er auf einen erstklassigen Interpreten trifft. Ein perfektes Paar.

Elvis‘ ruhige, geradezu minimalistische, Darbietung, die für jeden seiner mehr als 20 im Januar 1969 eingespielten Takes kennzeichnend ist, transportiert eindringlich emotional die ausweglose Situation, von der im Liedtext die Rede ist. Und zwar ohne dass der Song ins Kitschige abrutscht.

Seine Stimme trägt den Song nicht nur – sie ist der Song. Das kann man besonders gut an den Originalaufnahmen mit minimalistischer Begleitung der Hausband des American Sound Studio hören, bevor diese Aufnahmen von Chips Moman mit den sogenannten Overdubs, also Backgroundsängerinnen und anderem Tralala, angereichert wurden.

In The Ghetto undubbed – Quelle: From Elvis in Memphis (Sammlerlabel FTD)

In dem Liedtext, der ursprünglich The Vicious Circle (Der Teufelskreis) hieß, geht es um das Schicksal eines jungen Mannes, der aufgrund seines sozialen Umfelds, also dem Leben im Getto, das ihm keinerlei Perspektive bietet, zwangsläufig in der Kriminalität landet und viel zu früh den Tod findet – wie viele vor und nach ihm.

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Gekippt: Der Mythos von Elvis Presleys Tonträgerverkäufen

Elvis Presley hat mehr als 1 Milliarde Tonträger weltweit verkauft, so heißt es. Diese monströse Zahl ist seit Jahrzehnten in Umlauf, sie gilt als gesetzt. Erst kürzlich spielte sie bei der posthumen Verleihung der Freiheitsmedaille des amerikanischen Präsisdenten Donald Trump an Elvis Presley eine Rolle in der Laudatio. Aber lässt sich die Milliarde auch faktisch belegen… oder widerlegen?

Elvis Presley hat gut lachen, denn er gilt als Megaseller der Musikgeschichte. Ob er tatsächlich 1 Milliarde Tonträger verkauft hat, darf allerdings bezweifelt werden.

Elvis‘ Plattenlabel RCA – heute unter dem Dach von Riese Sony zuhause – dürfte kaum ein Interesse an der Veröffentlichung ungeschminkter Verkaufszahlen haben, so viel ist sicher. Wer lässt sich schon gerne in die Karten schauen? Schließlich wurden und werden dort wie in der Branche üblich hohe Verkaufszahlen seit Jahrzehnten gerne für Marketingzwecke eingesetzt. Frei nach dem Grundsatz, dass ein bisschen Hype auch den Großen der Branche nicht schaden kann – zu viel Transparenz hingegen schon.

Fairerweise muss man sagen, dass Sony den Milliarden-Hype im Falle von Elvis wohl in erster Linie geerbt hat: Die Milliarde soll auf einen ehemaligen Produktmanager zurückgehen, der – bevor Elvis‘ langjähriges Plattenlabel RCA zu Sony gehörte – die Zahl offensichtlich in Umlauf gebracht hat, ohne sie je näher zu erläutern. Seitdem – und das ist schon ein gutes Weilchen her – steht die Milliarde sozusagen im Raum. Wie Elvis selbst ist sie einfach nicht tot zu kriegen.

Dabei spricht längst einiges dafür, dass die Angaben zu Elvis‘ Tonträgerverkäufen ähnlich wie die sagenumwobene Einschaltquote von angeblich mehr als 1 Milliarde Fernsehzuschauern für das 1973 via Satellit übertragene TV-Konzert Elvis Aloha From Hawaii vor allem auf Hochrechnungen und der Annahme beruht, dass der King schon aufgrund seines globalen Bekanntheitsgrades einfach ein Megaseller sein muss.

Der Unbedarfte sagt sich jetzt: Das zu recherchieren, kann nicht so schwierig sein: Ein Blick auf die Alben, die er veröffentlicht hat, dazu die Zertifizierungen der Recording Industry Association of America (R.I.A.A.) und die von Nielsen Soundscan erfassten Verkäufe, das müsste doch zumindest einen ersten Anhaltspunkt bringen. Guter Plan, aber leider ist es nicht ganz so einfach.

Die R.I.A.A. erfasst nämlich nur die Verkäufe in den USA (der Rest der Welt fehlt) – und das auch noch nach einem System, das Spielraum für Interpretationen lässt. Nielsen Soundscan startete 1991 mit seinen Erhebungen, da war Elvis Presley, der seine erste Single 1954 veröffentlichte, schon 14 Jahre tot. Und dazu kommt noch die Mutter aller Probleme, nämlich die unübersichtliche Diskografie Elvis Presleys mit einer Vielzahl von Kompilationen über Jahrzehnte hinweg.

In den letzten Jahren sind auch noch Downloads und Streamings dazu gekommen. Die meisten Leute verlieren schon nach einem kurzen Blick auf das Chaos spontan die Lust auf weitere Recherchen und legen stattdessen lieber gleich einen bekannten Elvis-Klassiker auf. Nicht die schlechteste Idee.

Die Chartmasters kommen

Wer sich davon nicht hat abschrecken lassen, ist eine kleine Gruppe von Musikstatistik-Enthusiasten um den französischen Informatiker Guillaume Vieira, die auf der englischsprachigen Website Chartmasters.org neben vielen anderen Informationen die Verkaufszahlen von Musikgrößen der Vergangenheit und Gegenwart über die vorhandenen physischen und digitalen Musikformate hinweg unter die Lupe nehmen.

Dafür nutzen sie ein eigens dafür entwickelten System, das sie Commensurate Sales to Popularity Concept (CSPC) nennen. CSPC dient dazu, die Verkäufe von verschiedenen analogen und digitalen Musikformaten vergleichbar zu machen, indem sie in „equivalent album sales“ (EAS), also äquivalente Albumverkäufe, umgerechnet werden. Zum „Umrechnungskurs“ siehe Legende zur Tabelle weiter unten.

In 2018 war die Evaluation von Elvis Presleys musikalischem Output zu Lebzeiten und posthum dran – ein monatelanges Unterfangen, dass das Chartmasters-Team laut Vieira an den Rand seiner Kapazitäten brachte. Herausgekommen ist dabei eine hochinteressante, wenn auch teilweise sehr komplexe und überraschende Analyse der Verkaufszahlen des King, die nicht fangetrieben ist und auch nicht in erster Linie darum kreist, ob der King nun die 1 Milliarde geknackt hat oder nicht.

Allerdings hat sich das Team unter Führung von Vieira schon mit den Hochrechnungen diverser Autoren der Elvis-Szene befasst und die Mechanismen, mit denen die Milliarde zu beweisen versucht wird, kritisch hinterfragt.

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Revisited: If Every Day Was Like Christmas (1966)

Die stimmungsvollsten Weihnachtssongs entstehen in der Vorweihnachtszeit, wenn es draußen knusprig kalt, drinnen dafür mollig warm und gemütlich ist. So könnte man annehmen. Falsch gedacht. Tatsächlich werden sie häufig im heißen Sommer komponiert und auch eingespielt, damit sie rechtzeitig vor dem Fest der Freude ihre Käufer und Hörer finden.

Bei sommerlicher Hitze in Stimmung kommen für Weihnachten? Gar nicht so einfach. Gelungen ist das einem Freund Elvis Presleys aus Schultagen an der Humes High School in Memphis:  Robert Gene „Red“ West (1936-2017). West ist vor allem bekannt als früher Elvis-Wegbegleiter, etwa auf ersten Tourneen durch die amerikanischen Südstaaten, später als handfester „Bodyguard“, der G.I. Elvis auch in Deutschland zur Seite stand, in den 1960ern als Statist in vielen Elvis-Filmen und noch viel später und weitaus weniger rühmlich als maßgeblicher Informant für das 1977 veröffentlichte Enthüllungsbuch Elvis: What Happened. Letzteres besiegelte das Ende der Freundschaft.

Ehemals gute Kumpels: Elvis mit Red West 1961

Ehemals gute und vor allem musikalische Kumpels: Elvis mit Red West 1961

Davon mal abgesehen war und ist West nicht nur selbst musikalisch und im Alter erfolgreich als Schauspieler, sondern hat sich schon früh seine Sporen auch als Liedtexter verdient. Gleich 11 Aufnahmen des King stammen aus der Feder seines Ex-Kumpels Red West, die dieser teilweise zusammen mit anderen Komponisten verfasst hat.

Zu den bekannten Titeln gehören etwa der „Scheidungssong“ Separate Ways (1972) und That’s Someone You’ll Never Forget (1961), ein Lied, das Elvis‘ Mutter Gladys Presley gewidmet sein soll.

Aber auch zwei sehr schöne Weihnachtssongs zauberte Red West einst aus seiner Feder, nämlich Holly Leaves And Christmas Trees (1971) und If Every Day Was Like Christmas (1966), um das es hier geht. Wie er die Idee zu letzterem bekam und zunächst nicht erfolgreich damit war, erzählt er u.a. in Ken Sharps überaus lesenwertem Buch Elvis Presley Writing For The King (2006).

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