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Priscilla Presley: Für immer 14

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Im Januar 2020 wäre Elvis Presley 85 Jahre alt geworden. Und wie bei allen Jubiläen, die der King nicht mehr erlebt, ist er auch diesmal wieder ordentlich gefeiert worden – unter tatkräftiger Mithilfe von Exfrau Priscilla. Schließlich ist sie eine der Schlüsselpersonen in der posthumen Vermarktung ihres Göttergatten.

Was beim Jubiläums-Hype auch in diesem Jahr wieder völlig untergeht, ist die Tatsache, dass auch Priscilla Beaulieu Presley – von 1967 bis 1973 mit dem King verheiratet – einen feiernswerten Geburtstag begeht. Die Queen wird am 24. Mai 2020 stolze 75 Lenze alt. Da kann man doch wirklich gratulieren, oder?

Priscilla Presley am 2. März 1960 in Frankfurt

Für immer 14: Priscilla Presley am 2. März 1960 in Frankfurt

Was, so alt ist die schon, denkt sich so mancher jetzt… und beginnt zu rechnen… zurück… weit zurück. War die nicht erst 14, als sie den G.I. Elvis in Deutschland kennenlernte? Genau!

Dieses Alter hat sich dergestalt ins kollektive Gedächtnis eingebrannt, dass es für immer mit ihr verbunden wird. Irgendwie ist Priscilla für immer 14 – sehr unschuldig und sehr schön. Und die Ex des King tut so einiges, um ihr wahres Alter zu verschleiern. Dank zahlreicher kosmetischer Eingriffe wirkt die einstmals so schöne Mrs. Presley heute ähnlich zeitlos wie ihr früh verstorbener Ex-Ehemann.

Wenn man in das alterslose Gesicht Priscilla Presleys schaut, das nicht einmal den Ansatz einer Sorgenfalte erkennen lässt, dann könnte man fast vergessen, dass sie eine sehr mächtige Frau ist. Seit sie Ende der 1970er – und hier spielt der Zufall durchaus eine Rolle – nach dem Tod ihres geschiedenen Mannes († 1977) und dem ihres Ex-Schwiegervaters Vernon Presley († 1979) in die Rolle der Vermögensverwalterin für die damals noch minderjährige Alleinerbin Lisa Marie nachrückte, bestimmt die zierliche Frau wie kaum jemand sonst die öffentliche Wahrnehmung des King.

Alterslos: Priscilla Presley 2019 – Foto: Demotix

Obwohl Tochter Lisa Marie (*1968) – dem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten – heute mittlerweile deutlich über 50 ihr Erbe schon vor Jahrzehnten angetreten hat, ist Priscilla immer noch die erste Adresse, wenn für Dokumentationen, Filme und Publikationen aller Art Aussagen über Elvis Presley benötigt werden. Dem kommt Priscilla, die eine zentrale Rolle im Ausbau Gracelands – Elvis Presleys Hauptwohnsitz von 1957 bis 1977 – zu einer der größten Touristenattraktionen in den USA spielte, gerne nach.

Das hat seit den 1980ern fast zwangsläufig dazu geführt, dass Priscillas Liebes- und Ehegeschichte mit dem King in der öffentlichen Wahrnehmung im Vordergrund steht. Mit der Zeit ist der Eindruck entstanden, die Beziehung zu ihr sei überhaupt die einzige längere, ernstzunehmende Elvis Presleys zu einer Frau gewesen, das Scheitern dieser Beziehung die Hauptursache für seinen frühen Tod und Priscilla habe insgesamt eine wichtige Rolle in der Karriere des King gespielt. Sicher: Elvis Presley hat nur ein einziges Mal geheiratet… Trotzdem sind diese Annahmen viel zu vereinfachend, treffen nicht den Kern.

Denn Priscillas Macht heute kontrastiert verblüffend mit ihrer Machtlosigkeit während der Dauer ihrer Beziehung zu Elvis Presley – einer Beziehung, in der er zu ihrem Leidwesen völlig dominierte und sie schlicht wenig zu melden hatte. Nachzulesen ist das in Priscilla Presleys 1985 erschienenen Buch Elvis and Me.

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Elvis, Donald Trump und die Presidential Medal of Freedom

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Seit Eugene Jareckis Dokumentation The King – Mit Elvis durch Amerika (ursprünglicher Titel Promised Land, 2017) in den Kinos angelaufen ist und damit einem breiteren Publikum bekannt wurde, war es nur eine Frage der Zeit, bis Elvis im Wahlkampf Donald Trumps eine Rolle spielen würde. Schließlich geht es in der Dokumentation um die gesellschaftliche Spaltung und den Niedergang Amerikas.

Der American Dream, so Jareckis Dokumentation, habe sich längst zu einem Albtraum erster Güte entwickelt, was letztlich in die Wahl Donald Trumps zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika mündete. Elvis‘ Lebensgeschichte wird in The King – Mit Elvis durch Amerika als Metapher für den verlorenen American Dream präsentiert.

Kann es da ein Zufall sein, dass die Trump-Administration ausgerechnet jetzt im November 2018 – fast zeitgleich mit den sogenannten „midterm elections“, bei denen Trumps Republikaner die Mehrheit im Repräsentantenhaus an die Demokraten abtreten mussten – einen Gegenpol setzt, indem sie ausgerechnet Elvis Presley posthum mit einer der höchsten Auszeichnungen ehrt, die der amerikanische Präsident zu vergeben hat?

Elvis trifft Trump: Ein Elvis-Fan auf einer Wahlkampfveranstaltung Donald Trumps 2016

Wie gestern bekannt wurde, wird Donald Trump erstmals am 16. November 2018 die „Presidential Medal of Freedom“ an sieben herausragende Persönlichkeiten vergeben, die einen besonderen Beitrag etwa zur Sicherheit und den nationalen Interessen der Vereinigten Staaten, zum Frieden in der Welt oder zur Kultur des Landes geleistet haben.

Elvis Presley ist 41 Jahre nach seinem Tod einer der sieben Empfänger der Freiheitsmedaille des Präsidenten 2018.

Die Presidential Medal of Freedom, die in der aktuellen Form von Präsident John F. Kennedy 1963 ins Leben gerufen wurde, ist zusammen mit der vom amerikanischen Kongress vergebenen Congressional Gold Medal, die höchste Auszeichnung der U.S.-Regierung an einen ihrer Bürger – und sie kann auch posthum vergeben werden.

Gehört zu den höchsten Ehrungen eines amerikanischen Bürgers und wird vom Präsidenten persönlich vergeben: Presidential Medal of Freedom

Von den 40 Musikern – die Medaille wird in verschiedenen Kategorien vergeben – ist Elvis Presley erst die dritte Musiker-Persönlichkeit nach Count Basie (1985) und Meredith Wilson (1987), die diese hohe Auszeichnung posthum erhält.

Basie und Wilson wurden ihre Medaillen durch den republikanischen Präsidenten Ronald Reagan verliehen, der während seiner Amtszeit mehr als 100 Personen mit der Medaille bedachte, darunter 10 Musiker. Er wird übertroffen einzig von Trumps demokratischem Vorgänger Barack Obama, auf dessen Konto mit mehr als 120 bislang die meisten Presidential Medals of Freedom gehen, davon 13 an Musiker, etwa Stevie Wonder, Bob Dylan, Barbra Streisand und Bruce Springsteen.

Vorgeschlagen werden dem Präsidenten auszuzeichnende Persönlichkeiten übrigens durch das speziell hierfür ins Leben gerufene sogenannte „Distinguished Civilian Service Awards Board“. Man darf davon ausgehen, im Komitee wird dem Volk durchaus aufs Maul geschaut.

Wie die Auszeichung Elvis Presleys begründet wird?

“Elvis Presley defined American culture to billions of adoring fans around the world. Elvis fused gospel, country, and rhythm and blues to create a sound all his own, selling more than a billion records. Elvis also served nearly 2 years in the United States Army, humbly accepting the call to serve despite his fame. He later starred in 31 films, drew record-breaking audiences to his shows, sent television ratings soaring, and earned 14 Grammy Award nominations. He ultimately won 3 Grammy Awards for his gospel music. Elvis Presley remains an enduring American icon four decades after his death.”

Pressestelle des Weißen Hauses zur Ehrung Elvis Presleys 2018

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Die Faszination der Elvis-Filmsongs: Stefanie Tauber im Interview

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Sehr klar und puristisch, begleitet allein vom Klang der Ukulele, scheint Stefanie Taubers Stimme durch den spärlich beleuchteten Saal des Programmkinos Harmonie geradezu zu schweben. Es ist der 16. August 2018, Elvis Presleys 41. Todestag. In der Harmonie in Frankfurt-Sachsenhausen steht an diesem Abend – wie in vielen Kinos deutschlandweit – Elvis auf dem Programm.

  • Stefanie Tauber mit Elvis und ihrer Ukulele - Foto: To Kühne

Das ’68 Comeback Special feiert in diesem Jahr 50. Geburtstag mit einer Special-Edition der legendären TV-Show, die nun auch auf der großen Kinoleinwand zu sehen ist. Doch bevor der King in der Harmonie seine überlebensgroße Magie entfaltet, kommt erst einmal Stefanie Tauber alias Preslisa im Vorprogramm des Kinoabends zum Zuge, und zwar mit ihrer ganz individuellen Interpretation von Songs aus Elvis‘ umfangreichen Filmrepertoire.

Wie? Elvis‘ Filmssongs ausgerechnet im Vorprogramm des legendären ’68 Comeback Specials? Was wie ein Widerspruch erscheint – schließlich läutete das ’68 Comeback Special das wohltuende Ende von Elvis‘ Hollywoodkarriere mit Soundtrackalben in Endlosschleife ein -, ist ein gelungener Kunstgriff.

Denn Taubers Interpretation von Liedern wie I Want To Be Free aus dem Film Jailhouse Rock (1957), Wooden Heart aus G.I. Blues (1960), Forget Me Never (aufgenommen für Wild In The Country, 1961) sowie Song Of A Shrimp (Girls, Girls, Girls, 1962), die es an diesem Abend zu hören gibt, werfen ein ganz eigenes Licht darauf, worin bei aller Skurrilität die Faszination der vielfach belächelten und dennoch beliebten Filmsongs liegt.

Preslisas Forget Me Never – Audio vom Album Back in Bornheim

The Memphis Flash hat Stefanie Tauber alias Preslisa vor ihrem Auftritt im Programmkino Harmonie interviewt.

INTERVIEW

The Memphis Flash: Stefanie, warum ausgerechnet Elvis? Wie kam es zu Deiner Faszination für den King, die dazu geführt hat, dass Du ihm als Preslisa ein musikalisches Soloprogramm widmest und mit Back in Bornheim, Aloha From Neukölln, Preslisa Live gleich mehrere Alben mit seinen Songs veröffentlicht hast?

Stefanie Tauber: Das ist erst einmal so eine einfache Frage, wie es scheint, aber ich könnte Dir da stundenlang drauf antworten. Vielleicht fang‘ ich am besten bei meinem Schlüsselerlebnis an. Ich hab‘ Elvis beim Durchwühlen der Plattensammlung meiner Eltern entdeckt.

The Memphis Flash: Das war 1984?

Stefanie Tauber: Ja, ich war damals acht. Besonders hatten es mir die „kleinen Schallplatten“ angetan, von denen ich noch nicht wusste, dass sie Singles heißen. Von denen gab es einen kleinen Stapel, teilweise mit Hülle, teilweise ohne. Und ich bin an diesem einen Gesicht hängengeblieben. Da stand überall Elvis drauf. Und es klingt vielleicht komisch, aber ich weiß noch genau, was ich damals gedacht habe: Wie kann ein Mann nur so schön sein!

The Memphis Flash: Die Optik hat Dein Interesse also sozusagen getriggert?

Stefanie Tauber: Genau. Dann wollte ich natürlich auch wissen, wer das ist. Mein Vater hat gleich abgewinkt, aber meine Mutter hat es mir bereitwillig erklärt. Zuerst war ich traurig, weil sie mir erzählte, dass Elvis schon gestorben war. Aber ich habe die „kleinen Schallplatten“ trotzdem aufgelegt und damit begann meine eigentliche Faszination, die bis heute anhält: die Begeisterung für diese Stimme. Die Stimme ist das, was das Phänomen Elvis für mich heute in erster Linie ausmacht.

The Memphis Flash: Weißt Du noch, welche Songs Du als erstes gehört hast?

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