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Tipp: Elvis – King Creole – Düsseldorf – 9. März 2013

Für alle die Lust haben, Elvis Presleys vierten und atmosphärisch dichtesten Kinoklassiker King Creole (dt. Mein Leben ist der Rhythmus) von 1958 einmal auf der Großleinwand zu sehen, die sollten sich unbedingt den 9. März 2013 für einen Ausflug in die Düsseldorfer Altstadt vormerken.

Elvis Presley und Carolyn Jones in dem Klassiker 'King Creole' 1958

Denn dort läuft der Film, bei dem Elvis unter der einfühlsamen Anleitung von Kultregisseur Michael Curtiz (u.a. Casablanca) in der Rolle des Danny Fisher zur Hochform auflief, am 9. März ab 17:00 Uhr im Lichtspieltheater Cinema  (Schneider-Wibbel-Gasse) im Rahmen einer Kombi-Veranstaltung, die von den Machern der sehenswerten Elvis Presley-Ausstellung  (→ Elvis lebt in Düsseldorf) organisiert wird. King Creole wird im Original mit deutschen Untertiteln gezeigt.

Michael Curtiz (links im Bild) gibt Anweisungen für eine zentrale Filmszene in 'King Creole'

Im Anschluss an den Kinofilm gibt es gegen 19.00 Uhr noch eine Führung durch die nur 50 Meter vom Kino entfernte Elvis-Ausstellung in der Flinger Str. 11, die von den deutschen Elvis-Aficionados Oskar Hentschel, Michael Knorr und Andreas Schröer 2011 ins Leben gerufen wurde. Abgerundet wird der Themenabend ab 21.00 Uhr mit den Jelly Rolls, die live mit heißem Rock ‘n’ Roll das Elvis-Museum zum Beben bringen. Als kleiner Vorgeschmack vorab hier schon mal Elvis Presley mit dem Dixieland Rock aus King Creole:

Hört sich nach einer runden Veranstaltung an, wenn ihr mich fragt. Für Kino, Führung und Konzert der Jelly Rolls wird ein Kombiticket zum Preis von nur 15.- Euro angeboten, das man ab sofort auch vorbestellen kann. Weitere Informationen & Reservierung → Elvis-Ausstellung alias Elvis-Museum Düsseldorf.

Lesetipp vom Memphis Flash:

Wer sich vorab schon einmal seelisch und moralisch auf die Veranstaltung rundum King Creole einstimmen möchte:

King Creole Frame by Frame
Elvis lebt in Düsseldorf
Elvis im Kino – Filmwissenschaftler Björn Eckerl im Interview

Elvis Presley grüßt die Oberpfälzer – Original oder Fälschung?

Original oder Fälschung? Am 5. Februar 1960 hatte der Reporter Josef Andreas Müller (alias Sepp Anderl Müller, wie er in der Oberpfalz heißt), der damals als freier Journalist u.a. für die Amberger Zeitung arbeitete, G.I. Elvis Presley interviewt und fotografiert.

G.I. Elvis Presley mit deutschen Frolleins im Gasthaus Goldenes Lamm in Hirschau am 5. Februar 1960, fotografiert von Josef Andreas Müller

Müllers Fotos wurden am 8. Februar 1960 auch für einen Beitrag im Nabburger Volksboten verwendet, in dem außerdem ein handschriftlicher Gruß Elvis Presleys veröffentlicht wurde. Fotos und Artikel im Nabburger Volksboten sind noch bis zum 19. August 2012 in der sehenswerten Ausstellung Elvis Presley gut getarnt in der Oberpfalz des Volkskundemuseums Burglengenfeld ausgestellt, die der Historiker Peter Heigl betreut.

Original oder Fälschung? Gruß von Elvis, veröffentlicht im Nabburger Volksboten am 8. Februar 1960

Der bekannte Sammler Oskar Hentschel, der seit Ende 2011 in der Düsseldorfer Altstadt mit Michael Knorr und Andreas Schröer ein Elvis-Museum betreibt, hat sich jetzt zu Wort gemeldet – er ist sich sicher, dass es sich bei dem im Nabburger Volksboten veröffentlichten Gruß um eine ziemlich platte Fälschung handelt. Hentschels Argument: “Selbst Volksschüler Elvis Presley hätte geschrieben ‘In 23 days I will be home’ statt das Volksschul-Englisch ‘I’ am to house’.” Könnte Hentschel da recht haben?

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Elvis Presley-Museum in Düsseldorf

Für eine kleine Weile hatte Elvis Presley eine zweite Heimat in der Düsseldorfer Altstadt. Denn genau dort hatten sich die bekannten deutschen Elvis-Sammler Oskar Hentschel, Michael Knorr und Andreas Schröer knapp 2 Jahre lang einen großen Traum erfüllt und gemeinsam mit Torsten Meck ihre über Jahrzehnte liebevoll zusammengetragene Schätze in einer eigenfinanzierten, permanenten Elvis-Ausstellung gebündelt. Mit etwa 1.500 Sammlerstücken sollen Hentschel, Schröer und Knorr die größte private Sammlung von Besitzstücken des King of Rock ‘n’ Roll außerhalb der USA ihr eigen nennen.

Über 600 Exponate aus den 1950er, 1960er und 1970er Jahren waren von Ende 2011 bis August 2013 in der Elvis-Ausstellung in der Flinger Str. 11 zu bewundern. Ich habe das Museum in der Düsseldorfer Altstadt im März 2012 besucht: Mein Beitrag aus dieser Zeit gibt einen kleinen Einblick in die umfangreiche Sammlung der drei Elvis-Aficionados – eine Sammlung, die aktuell leider keine feste Heimat hat.

  

Fotos: Eingang zur Elvis-Ausstellung in Düsseldorf, Sammler Oskar Hentschel
 

Doch was diese Elvis-Ausstellung von anderen ihrer Art unterscheidet – man denke an die wohl größte auf dem Gelände von Elvis Presleys ehemaligem Wohnsitz Graceland in Memphis, Tennessee – ist weniger die Menge an Exponaten als deren Art. Hier in Düsseldorf hatte man anhand der vielen, bislang unbekannten Ausstellungsstücke aus dem persönlichen Besitz Elvis Presleys die einmalige Gelegenheit, mehr als nur einen Blick hinter die Fassade des Superstars auf die Privatperson zu werfen.

Foto: Elvis Presley war kein großer Briefeschreiber, dennoch sind mehr handschriftliche Briefe von ihm erhalten als gerne kolportiert wird. Die Sammlung Hentschel, Schröer, Knorr besitzt alleine 12 davon. Dies ist ein Brief vom 14.11.1958 an Freunde zuhause, indem es u.a. heißt: “Well I don’t even know what made me decide to write a letter but I guess I’m so homesick and lonely.”

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