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Spotlight: Elvis Presley beim Louisiana Hayride: 8. Januar 1955

Am 8. Januar 1955 feierte Elvis Presley seinen 20. Geburtstag, allerdings nicht – wie man annehmen könnte – mit Familie und Freunden auf einer großen Sause zuhause in Memphis, sondern auf Tournee. Nein, an diesem Tag traf der Memphis Flash mit seinen Bandmitgliedern Scotty Moore und Bill Black, auch die Blue Moon Boys genannt, in Shreveport/Louisiana ein, um dort am Abend einen Auftritt beim legendären Louisiana Hayride zu absolvieren.

Auf dem Weg nach oben: Elvis mit seinen ‚Blue Moon Boys‘: Gitarrist Scotty Moore (links) und Bassist Bill Black (rechts); Foto: A Boy From Tupelo-Boxset

Der Louisiana Hayride war eine damals sehr bekannte Radio-Show (später auch TV) für Country-Musik des Senders KWKH, die ab 1948 wöchentlich live vom Municipal Memorial Auditorium in Shreveport/Louisiana aus auf Sendung ging. Der Hayride galt als „Wiege der Stars“, da er vielen namhaften Musikern der amerikanischen Country & Western-Szene zum Durchbruch verhalf.

Als praktisch völlig unbekannter Newcomer stand auch Elvis Presley erstmals Mitte Oktober 1954 auf der Bühne des Hayrides, als international bekannter King of Rock ’n‘ Roll ein letztes Mal Mitte Dezember 1956 ( → unbekannte Elvis-Aufnahme vom Louisiana Hayride entdeckt). Anfang Januar 1955 war er also schon eine Weile dabei, stand aber noch am Anfang seiner Karriere.

An den 3 Tagen vor dem 8. Januar 1955 waren Elvis, Scotty und Bill zusammen mit den Country-Sängern Jimmy Walker, Jimmy & Johnny und einem Komödianten mit dem kuriosen Künstlernamen „Peach Seed Jones“ – eigentlich Tillman Franks, sog. Talent-Koordinator beim Louisiana Hayride, außerdem Manager von Jimmy & Johnny, Slim Whitman und Webb Pierce – im Westen von Texas auf Tournee gewesen, wo sie kleine Auftritte in Stadthallen und High School-Hörsälen in San Angelo, Lubbock und Midland hatten.

Der künftige King hat also auch ganz schön klein mit Mini-Gigs angefangen, die Zeiten, in denen er als internationaler Quotengarant vor einem Millionenpublikum auftreten sollte (→ Elvis Aloha From Hawaii 1973), waren für den Zwanzigjährigen Anfang 1955 noch unvorstellbare Zukunftsmusik. Beim Louisiana Hayride jedoch waren Elvis und die Blue Moon Boys Anfang Januar 1955  fast schon so etwas wie alte Bekannte, denn hier hatten sie sofort einen Jahresvertrag bekommen, nachdem schon ein erster Auftritt am 16. Oktober 1954 ein Erfolg gewesen war.

Be Happy Go Lucky: Elvis, die ‚Blue Moon Boys‘ und ein Pianist des ‚Louisiana Hayride‘ rocken die Bühne in Shreveport (etwa 22. Januar 1955)

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Elvis Presley oder Werner und die 5 besten Alben des King!

Mein Freund Werner ist sicher kein Fan von Elvis Presley! Genau genommen fragt Werner sich seit gefühlten 100 Jahren, was an dem Typ nur dran ist. Okay, der Pelvis (O-Ton Werner) sah ganz gut aus, Nachsatz: wenn man auf Weicheier steht. Gegen die Stimme kann man auch nix sagen, Nachsatz Werner: vorausgesetzt, man mag Schmalzstullen. Aber die weißen Strampelanzüge – auch Jumpsuits genannt – aus den 1970ern, das geht einfach überhaupt nicht, total uncool, keine Entschuldigung dafür, sagt Werner.

So hin und wieder kann Werner mich auch überraschen. Meint er doch die Tage, er ist jetzt bereit, dem Pelvis eine Chance zu geben. Ich soll ihm 5 Studioalben empfehlen, die zu Lebzeiten erschienen sind (!) und die man wirklich gehört haben sollte. Und dass ich ihm ja nicht mit Kram wie Greatest Hits-Zusammenstellungen kommen soll. Originale, ehrliche Alben (?) sollen es sein.

Ich darauf: Bist Du verrückt, weißt Du, was der Mann für eine Diskographie hat? Werner: Ist mir egal, 5 Alben = 5 Chancen, mehr gebe ich ihm nicht. Top oder Flop. Da lässt er nicht mit sich verhandeln, der Werner. Okay, Elvis geh’ in die Startlöcher und zeig‘ dem Werner, wo der King hängt! Hier kommen meine 5 besten Alben Elvis Presleys – exklusiv empfohlen für alle Werners dieser Welt ;-)! Weiterlesen

Elvis Presley – Heartbreak Hotel

Heartbreak Hotel – Elvis Presleys 1. Monster-Hit aus dem Jahr 1956 – ist ein Meisterwerk in Sachen Minimalismus. Am ehesten ein Blues, wird die düstere, selbstmordlastige Atmosphäre des Songs in erster Linie durch den Gesang Elvis Presleys getragen. Es ist die Intensität der Stimme, in der sich trotzige Entschlossenheit mit Verletztlichkeit paart, die den Song definiert.

Heute gilt Heartbreak Hotel als absoluter Klassiker, 1956 jedoch waren längst nicht alle vom Potenzial des Songs und des damals noch sehr jungen, weitgehend unbekannten Interpreten Elvis Presley überzeugt.

 

Elvis Presley: Heartbreak Hotel 1956

1-13 Heartbreak Hotel

 

Heartbreak Hotel – I walk a lonely street

Heartbreak Hotel wurde von Mae Boren Axton und ihrem Partner Tommy Durden 1955 speziell für Elvis Presley geschrieben. Mae Axton arbeitete Mitte der 1950er unter anderem als Promoterin und lernte Elvis über dessen damaligen Manager Bob Neal kennen, als sie den Nachwuchsstar 1955 für eine Hank-Snow-Show in Florida buchte. Vom Talent des Memphis Flash überzeugt, den sie außerdem sehr sympathisch fand, versprach sie ihm einen Top-Hit, der ihm zum Durchbruch verhelfen sollte.

Die zündende Idee zu Heartbreak Hotel hatten Axton und Durden von einem Zeitungsartikel über einen Mann, der Selbstmord verübt und einen Abschiedsbrief mit nur einer einzigen verzweifelten Zeile, nämlich I walk a lonely street, hinterlassen hatte. Das traurige Schicksal des Unbekannten inspirierte die beiden so, dass sie Heartbreak Hotel in kaum mehr als 20 Minuten komponierten und den Discjockey Glenn Reeves gleich eine Demoversion für Elvis anfertigen ließen.

Elvis Presley war von Heartbreak Hotel offensichtlich sofort begeistert, denn er nahm den Song schon 1955 – noch bevor es eine Plattenaufnahme gab – in sein Live-Repertoire auf und äußerte, er sei sich sicher, dass dies sein erster großer Hit werden würde. Andere waren davon längst nicht so überzeugt, wie sich schnell herausstellen sollte…

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