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Alwin Bressler oder Elvis Presleys deutsche Vorfahren

Alwin Bressler! Hätte Elvis Presley mit diesem sehr deutsch klingenden Namen auch der King of Rock ’n‘ Roll werden können? Oder hätte er sich für eine Megakarriere im Showbiz doch besser rechtzeitig umbenannt?

Alwin Bressler alias Elvis Presley hat deutsche Vorfahren

Alwin Bressler alias Elvis Presley – allwissender, edler Freund mit deutschen Vorfahren

Wie auch immer, diese Entscheidung wurde Alwin, was – zusammengesetzt aus den althochdeutschen Wörtern „adal“ (edel, vornehm) und „wini“ (Freund) – so viel heißt wie „edler Freund“ schon gut 200 Jahre vor seiner Geburt abgenommen. Denn die deutschen Vorfahren des King sind zwar 1710 als Bresslers in die USA emigriert, haben sich dann aber bald umbenannt in die im englischen Sprachraum leichter von der Zunge laufenden Namensvarianten Preslar, Presler, Presley.

Logischerweise zogen die Vornamen von Alwins Vorfahren ebenfalls um: Aus Andreas und Peter wurden Andrew und Pieter. Man darf annehmen, dass auch ein Alwin sich beizeiten in die englische Richtung Elwin oder Elvis entwickelt hätte, schließlich war der Name im Altenglischen schon geläufig als Alviss (all-viss = allwissend, weise).

Der edle Freund hätte sich also in den allwissenden Weisen verwandelt. Mit beiden Namensbedeutungen braucht man sich nicht zu verstecken, man kann sie sogar sehr schön kombinieren, was aus Elvis so etwas wie den „allwissenden, edlen Freund“ macht. Also, wenn man mit diesem Namen nicht zu Höherem berufen ist, dann weiß ich es auch nicht… 😉

Alle Mann an Bord: die Bresslers aus Deutschland wandern aus

Für all dies hat ein gewisser Johannes Valentine Bressler den Grundstock gelegt. Johannes, dem gerne nachgesagt wird, dass er aus Hochstadt stammt, erblickte laut Lorina Boligs geradezu erschlagendem Ahnenforschungswerk Ancestors of Elvis Presley 50 Generations 1669 in Walburg, Kreis Witzenhausen, also im heutigen Hessen, das Licht der Welt.

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Vernon Elvis Presley

Für Eltern kann es kaum etwas Schlimmeres geben, als den Tod des eigenen Kindes zu erleben. Mit dem eigenen Kind stirbt unwiderruflich ein Teil von einem selbst. Als Vernon Presley 1977 ein letztes Mal für die CBSKonzertdokumentation Elvis in Concert vor die Kamera tritt, um der Welt für ihre überwältigende Anteilnahme am Tod seines Sohnes zu danken, ist er sichtlich ein schwer kranker und gebrochener Mann.

In dem mit Kondolenzbriefen gefüllten Büro in Graceland, das über fast 2 Jahrzehnte sein Reich war, kann der einst so stattliche, nun beängstigend fragile Vernon sich kaum aufrecht halten für seine kleine Dankesrede. Das Sprechen fällt ihm sicht- und hörbar schwer. Nach mehreren Herzinfarkten und dem frühen Tod seines einzigen Sohnes fehlt ihm schlicht die Kraft.

Dennoch strahlt er eine gewisse Entschlossenheit aus: Dies ist etwas, das er einfach tun muss, ein letzter Dienst, ganz genau so wie seine Entscheidung – trotz aller Sicherheitsbedenken der Security – am Tag vor der Beerdigung die Tore Gracelands zu öffnen, damit möglichst viele Leute, die zum Teil von weither angereist sind, persönlich Abschied von seinem aufgebahrten Sohn nehmen können. Elvis hätte es so gewollt, nur das zählt jetzt noch.

Wenig überraschend wird Vernon Elvis Presley seinen berühmten Sohn keine zwei Jahre überleben. Er stirbt am 26. Juni 1979  im Alter von 63 Jahren und wird neben Sohn und seiner 1958 verstorbenen 1. Ehefrau → Gladys Love Presley im Meditationsgarten Gracelands in Memphis zu letzten Ruhe gebettet. Die Presleys sind wieder vereint.

Vernon und Elvis Presley: Wenn der Vater mit dem Sohne…

Aber wer war Vernon Presley eigentlich? Wenn es um die Eltern Elvis Presleys geht, dann steht im Grunde immer Mutter Gladys im Zentrum des Interesses. Dabei hatten Vater und Sohn Presley ebenfalls ein sehr enges Verhältnis –  letztendlich auch die längere gemeinsame Geschichte. Bis zum Tod Elvis Presleys lebten sie mehr oder weniger ständig unter einem Dach, zumindest aber Tür an Tür. 42 Jahre lang.

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Fotos: Auch in Deutschland immer an der Seite seines Sohnes: Vernon Presley

 

Der Vater war bei seinem Sohn seit den frühen Tagen des Erfolgs angestellt, führte dessen Büro, kümmerte sich um die Angestellten und die privaten Finanzen. Diese Aufgaben nahm er auch in Deutschland war, wo Elvis Presley von 1958 bis 1960 als regulärer GI der U.S. Army diente.

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