Beiträge

Buchtipp: Elvis Destined To Die Young von Sally Hoedel

Navigation » Startseite » Search for '%'

Es gibt Bücher über Elvis Presley, bei denen ich mir ziemlich sicher war, dass sie niemals geschrieben werden. Warum? Ganz einfach, weil ich mir bislang nicht vorstellen konnte, dass ihr durchaus wichtiges Thema je einen Autor finden würde.

Die Amerikanerin Sally Hoedel – Journalistin, vierfache Mutter und langjähriger Elvis-Fan – hat mich eines Besseren belehrt. Vor wenigen Wochen hat sie im Selbstverlag ihr erstes Buch mit dem Titel Elvis Destined To Die Young veröffentlicht, was übersetzt so viel heißt wie: „Elvis, dazu bestimmt, jung zu sterben“.

Cover und Titel wirken geschmackvoll, aber unspektakulär. Als ich das erste Mal drauf gestoßen bin, dachte ich ehrlich gesagt: Ach, das ist wieder so eine Mythos-Geschichte entlang der Idee, dass die ganz Großen nun mal jung sterben. Über Elvis gibt es sie wie Sand am Meer.

Buchcover von Sally Hoedels „Elvis Destined To Die Young“.

Aber die Annahme war falsch, denn das ist keineswegs der Ansatz von Hoedels Buch. Worum geht es also?

Zurück zum Anfang

Sally Hoedel geht in ihrem rund 340 Seiten umfassenden Buch (inkl. umfangreichen Quellenverzeichnis) der Krankheitsgeschichte Elvis Presleys von den Kindertagen bis zu seinem frühen Tod 1977 im Alter von 42 Jahren auf den Grund, indem sie sehr gründlich in seiner Familiengeschichte recherchiert.

Zu diesem Zweck hat die Autorin nicht nur umfänglich die gängige Elvis-Literatur durchforstet, sondern auch Mitglieder und Nachbarn der Familien Smith (Elvis‘ Familie mütterlicherseits) und Presley aus Tupeloer Tagen ebenso befragt wie Schulkameraden Elvis Presleys in Tupelo sowie Memphis. Dazu gehört beispielsweise die Tochter des Arztes der Presleys in Memphis, der Elvis‘ Mutter Gladys (1912-1958) wegen ihrer anhaltenden gesundheitlichen Probleme, z.B. vermutete Herzschwäche, in den Jahren vor ihrem Tod am 14. August 1958 behandelte. Gladys Presley wurde nur wenige Jahre älter als ihr Sohn Elvis.

Ausgangspunkt für Hoedels Recherchen sind zum einen die Erkenntnisse aus der Autopsie Elvis Presleys, die noch am Tag seines Todes, also dem 16. August 1977,  im Baptist Memorial Hospital in Memphis durchgeführt wurde, zum anderen die hohe Sterblichkeitsrate von noch jungen Familienmitgliedern vor allem aus der mütterlichen Linie.

Kleiner Mangel mit großen Folgen

So gelingt es Hoedel, einen direkten Zusammenhang herzustellen zwischen der Erbkrankheit Alpha-1-Antitrypsin-Mangel, die bei der Autopsie Elvis Presleys erstmals festgestellt wurde, und den häufig auftretenden Erkrankungen der inneren Organe bei Mitgliedern der Familie Smith – darunter Gladys, die die Erkrankung an ihren Sohn weitervererbte.

Diese erbliche Stoffwechselerkrankung ist gar nicht so selten, gilt aber wegen ihrer diffusen Symptomatik bis heute als schwierig für Ärzte zu diagnostizieren. Häufig bleibt sie gänzlich unentdeckt. Und das, obwohl sie gravierende gesundheitliche Probleme mit sich bringt. In aller Kürze: Die Erkrankung bewirkt, dass die Leberzellen das Enzym Alpha-1-Antitrypsin fehlerhaft oder in zu geringer Menge bilden oder freisetzen. Unbehandelt macht sich die Erkrankung je nach Ausprägung früher oder später vor allem an Lunge und Leber – in selteneren Fällen auch auf der Haut und weiteren Organen – bemerkbar.

Bei Erwachsenen geht „Alpha-1“ unter anderem mit einem erhöhten Risiko einher, neben häufigen Atemwegserkrankungen auch die Lungenkrankheit COPD zu entwickeln, da die Lunge aufgrund des Enzymmangels nicht ausreichend geschützt ist. Außerdem gehen Lebererkrankungen wie Leberentzündung (Hepatitis) und Leberzirrhose (in diesem Fall nicht durch Alkoholmissbrauch hervorgerufen), die bei Gladys sowie Elvis Presley im Alter ab etwa Mitte Dreißig in unterschiedlicher Ausprägung festgestellt wurden, mit diesem Krankheitsbild einher. Die Krankheit gilt als unheilbar.

Cousin und Cousine ersten Grades: Bob und Doll Smith – Elvis Presleys Großeltern mütterlicherseits – bei ihrer Hochzeit 1903

Hoedel führt die Erbkrankheit, unter deren Symptomen Elvis Presley vor allem in den 1970ern zunehmend zu kämpfen hatte (das belegt die Autorin mit Aussagen von Ärzten, die ihn behandelten), auf Elvis Presleys Großeltern Robert „Bob“ Smith (ca.1877-1931) und Octavia Mansell (1876-1935), genannt „Doll“, zurück. Bob und Doll waren nämlich Cousin und Cousine ersten Grades, was dazu führte, dass sich die Erbkrankheit besonders stark bei ihren unmittelbaren Nachkommen – hier vor allem den männlichen – manifestierte.

Von den neun Kindern, die Bob und Doll bekamen, so führt Hoedel aus, starb eins bereits als Kleinkind und drei von den restlichen acht in ihren Vierzigern (darunter auch Gladys). Ein weiterer Sohn verstarb in seinen Fünfzigern.

Nach Aussagen von Familienangehörigen gingen diese Todesfälle jeweils mit einer längeren Phase des diffusen „Nie-Völlig-Gesundseins“, gefolgt von einer kürzeren akuten und letztlich tödlichen endenden Krankheitsphase einher. Als Todesursache wurden bei allen Familienangehörigen nicht exakt diagnostizierbare Komplikationen mit den inneren Organen, vor allem Leber, Herz und Nieren festgestellt. Im Fall von Doll Smith, die bereits als junge Frau als schwer lungenkrank galt, argumentiert Sally Hoedel nachvollziehbar, dass es sich bei ihrer Erkrankung viel eher um Alpha-1 gehandelt haben muss als um Tuberkulose, wie es in der Familienhistorie bis heute heißt.

Die teils recht komplexen genetischen Zusammenhänge werden in Sally Hoedels Elvis Destined to Die Young übersichtlich und nachvollziehbar in verschiedenen Grafiken dargestellt, sodass auch ein Leser, der im Biounterricht bei der Genetik nicht so gut folgen konnte, hier mitkommt.

Als nächstes widmet sich Sally Hoedel in ihrem Buch den anderen Krankheitsbildern Elvis Presleys, deren Auswirkungen zu seinen Lebzeiten entweder gar nicht oder nur im Ansatz bekannt waren und die erst bei der Autopsie teilweise ans Licht kamen. Es sind Erkrankungen, die sich laut Hoedel bis in die frühe Kindheit Elvis Presleys zurückverfolgen lassen: chronische Verstopfung und Insomnie (Schlaflosigkeit).

Weiterlesen

Alwin Bressler oder Elvis Presleys deutsche Vorfahren

Navigation » Startseite » Search for '%'

Alwin Bressler! Hätte Elvis Presley mit diesem sehr deutsch klingenden Namen auch der King of Rock ’n‘ Roll werden können? Oder hätte er sich für eine Megakarriere im Showbiz doch besser rechtzeitig umbenannt?

Alwin Bressler alias Elvis Presley hat deutsche Vorfahren

Alwin Bressler alias Elvis Presley – allwissender, edler Freund mit deutschen Vorfahren

Wie auch immer, diese Entscheidung wurde Alwin, was – zusammengesetzt aus den althochdeutschen Wörtern „adal“ (edel, vornehm) und „wini“ (Freund) – so viel heißt wie “edler Freund”, schon gut 200 Jahre vor seiner Geburt abgenommen. Denn die deutschen Vorfahren des King sind zwar 1710 als Bresslers in die USA emigriert, haben sich dann aber bald umbenannt in die im englischen Sprachraum leichter von der Zunge laufenden Namensvarianten Preslar, Presler, Presley.

Logischerweise zogen die Vornamen von Alwins Vorfahren ebenfalls um: Aus Andreas und Peter wurden Andrew und Pieter. Man darf annehmen, dass auch ein Alwin sich beizeiten in die englische Richtung Elwin oder Elvis entwickelt hätte, schließlich war der Name im Altenglischen schon geläufig als Alviss (all-viss = allwissend, weise).

Der edle Freund hätte sich also in den allwissenden Weisen verwandelt. Mit beiden Namensbedeutungen braucht man sich nicht zu verstecken, man kann sie sogar sehr schön kombinieren, was aus Elvis so etwas wie den „allwissenden, edlen Freund“ macht. Also, wenn man mit diesem Namen nicht zu Höherem berufen ist, dann weiß ich es auch nicht…

Alle Mann an Bord: die Bresslers aus Deutschland wandern aus

Für all dies hat ein gewisser Johannes Valentine Bressler den Grundstock gelegt. Johannes, dem gerne nachgesagt wird, dass er aus Hochstadt stammt, erblickte laut Lorina Boligs geradezu erschlagendem Ahnenforschungswerk Ancestors of Elvis Presley 50 Generations 1669 in Walburg, Kreis Witzenhausen, also im heutigen Hessen, das Licht der Welt.

Weiterlesen

Der doppelte Elvis

Navigation » Startseite » Search for '%'

Wie kann man einem ohnehin schon erfolgreichen Konzept wie dem Elvis-Musical noch die Krone aufsetzen? Schließlich lebt ein Starvehikel in erster Linie von der Person des Stars und die ist nun mal einzigartig. Eine ebenso einfache wie geniale Antwort auf diese Frage haben in den frühren 1960ern die Macher von Viva Las Vegas  gefunden: die Doppelung des Stars.

Viva Las Vegas: Elvis hoch 2 in Action

Der doppelte Elvis: Ann-Margret Olsson und Elvis Presley geben alles in Viva Las Vegas

Anders ausgedrückt: Im Pop Art Klassiker Viva Las Vegas (1964) trifft der King auf sein weibliches Pendant: die ebenso talentierte wie schöne Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin Ann-Margret Olsson. Zum Zeitpunkt der Dreharbeiten für Viva Las Vegas, die vom 15. Juli bis 16. September 1963 im US-Bundesstaat Nevada und auf dem MGM-Studiogelände in Hollywood stattfinden, gilt die 22-jährige gebürtige Schwedin (*1941 in Valsjöbyn) bereits als weiblicher Elvis.

Das hat wesentlich mit ihrer Hauptrolle als Kim McAfee in der Verfilmung des Broadway-Musicals Bye Bye Birdie (1963) zu tun, in dem es um einen amerikanischen Sänger und Teenieschwarm geht, der zum Militär eingezogen wird. Kurz: Das Drehbuch – ebenfalls verfilmt unter der Regie von Viva Las Vegas-Regisseur George Sidney – ist deutlich an die Biografie Elvis Presleys angelehnt. Für die Rolle der Kim fuhr Ann-Margret 1964 u.a. eine Golden Globe-Nominierung als beste Hauptdarstellerin ein.

Doch das ist längst noch nicht der einzige Elvis-Bezug, denn Ann-Margret bringt 1961 ihr Debütalbum And here she is: Ann-Margret ausgerechnet bei Elvis‘ Plattenfirma RCA raus. 1962 versucht sie sich zudem an einem → Cover von Elvis Megahit Heartbreak Hotel (1956).

Die Idee der Hollywoodindustrie, dem King in Viva Las Vegas ausgerechnet sexy Ann-Margret, bekannt für ihre heißen Tanzeinlagen, als weiblichen Elvis an die Seite zu stellen und damit sozusagen einen doppelten Elvis zu schaffen, ist also naheliegend.

Aber ob die Filmverantwortlichen, die sich dieses clevere Konzept ausdenken, auch ahnen, was die gelungene Zusammenführung für die beiden Hauptdarsteller privat bedeutet? Wohl eher nicht.

Zwischen Elvis Presley und Ann-Margret entwickelt sich während der Dreharbeiten zu Viva Las Vegas eine intensive Liebesbeziehung, die viel mehr ist als nur eine heiße Affäre und – nach Aussage der schönen Schwedin in ihrer Autobiografie Ann-Margret My Story (1994) – etwa ein Jahr lang dauert.

Nach dem Ende der Beziehung bleiben Freundschaft und gegenseitige Faszination, obwohl beide Stars – anders als vom Hollywooddrehbuch vorgesehen – 1967 fast zeitgleich andere Partner heiraten: Elvis seine langjährige Freundin Priscilla Beaulieu, Ann-Margret ihren Manager Roger Smith.

Doch es ist Ann-Margret, die in ihrer lesenswerten Autobiografie dokumentiert, dass sie Elvis Presley – und zwar nicht den Superstar, sondern die Privatperson – wahrscheinlich besser versteht als die meisten anderen Menschen seines persönlichen Umfelds.

Der Grund dafür ist einfach: Elvis und Ann – der doppelte Elvis – sind sich im wirklichen Leben tatsächlich unglaublich ähnlich. Das hätte sich so kein Drehbuchautor ausdenken können. „We were indeed soul mates, shy outside, but unbridled within“ , beschreibt es Ann-Margret in ihrer Autobiografie.

Der doppelte Elvis: Der King trifft seine Queen

Dabei verläuft die erste Begegnung der 22-jährigen Schwedin mit dem 28-jährigen King of Rock ’n‘ Roll Anfang Juli 1963 eher unspektakulär. Die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit des Filmstudios arrangiert ein Treffen, bei dem einige Pressefotos gemacht werden. Regisseur George Sidney, dem nachgesagt wird, selbst ein Auge auf die rothaarige Schwedin geworfen zu haben, stellt seine beiden Hauptdarsteller einander vor.

Ann-Margret und Elvis beäugen sich erst einmal vorsichtig, beide sind – trotz ihres lebhaften öffentlichen Images – sehr zurückhaltend, fast schüchtern, insgesamt sehr vorsichtig, was persönliche Beziehungen angeht. Genau das schafft sofort eine Verbindung, die Chemie zwischen den beiden stimmt von Anfang an. Ann-Margret schreibt über die erste Begegnung in Ann-Margret My Story:

“It also allowed me to catch a glimpse of Elvis’ famous smile, set off to the left, slightly crooked, very warm and nice. In a few month, the posters advertising Viva Las Vegas would tout us as ‘that Go-Go guy and that Bye-bye gal’ but that day we looked rather straitlaced. […] We were both very conservative, very correct. Little did we know we both shared a devil within. […] We left with a good sense of each other. I realized Elvis was as shy and ill-at-ease meeting new people as I was. Later, he told me that he, too, thought that he detected a kindred soul in me. He sensed something was there, some kind of chemistry. But neither of us was the type who would’ve risked our sensitive egos with any remark that showed inner feeilings. We were very quiet, polite, and careful. But I knew what was going to happen once we got to know each other. Elvis did, too. We both felt a current, an electricity that went straight through us. It would become a force we couldn’t control”

Zitat: Ann-Margret My Story, S. 108/109

Nur wenige Tage später treffen Ann-Margret und Elvis bei Radio Recorders in Hollywood erneut aufeinander. Der Soundtrack zum Film wird dort vor Drehbeginn eingespielt und am 11. Juli 1963 stehen drei Duette für den „Go Go guy und das Bye Bye gal“ auf dem Programm: The Lady Loves Me, Today Tomorrow and Forever und You’re The Boss. Ann-Margret wird später sagen, es war genau dieser Tag, an dem sie beide realisierten, dass es etwas Ernstes zwischen ihnen werden würde – das verbindende Element ist ihre Leidenschaft für Musik:

“That day, we discovered two things about each other. Once the music started, neither of us could stand still. Also, we experienced music in the same visceral way. Music ignited a fiery pent-up passion inside Elvis and inside me. It was an odd, embarrassing, funny, inspiring, and wonderful sensation. We looked at each other move and saw virtual mirror images. When Elvis thrust his pelvis, mine slammed forward too. When his shoulders dropped, I was down there with him. When he whirled, I was already on my heel.”

Zitat: Ann-Margret My Story, S. 110

Die Funken sprühen nur so an diesem 11. Juli 1963 – und das ist unverkennbar in der Aufnahme der Leiber und Stoller-Komposition You’re The Boss, die leider nicht im Film zu sehen ist – sie wird erst Jahrzehnte später veröffentlicht:

Elvis mit Ann-Margret im Duett: You’re The Boss

Der doppelte Elvis: zwei Seiten einer Medaille

Als die Dreharbeiten mit den Außenaufnahmen in Las Vegas beginnen, nimmt die Beziehung schnell an Fahrt auf. Elvis nimmt die Eroberung in Angriff, nachdem er sich rückversichert hat, dass Ann-Margret nicht in einer festen Beziehung lebt. Er selbst ist es zwar alles andere als single – Priscilla Beaulieu, die er 1959 in Deutschland kennengelernt hat, ist erst erst kurz zuvor im Frühjahr 1963 bei ihm in Memphis eingezogen, wartet dort sehnsüchtig und ob seines schönen neuen Costars hochgradig eifersüchtig auf ihn –, aber das zählt jetzt nicht wirklich.

Denn Elvis Presley ist bis über beide Ohren verknallt in die rothaarige Ann, die nicht nur eine beeindruckende Entertainerin ist, sondern auch viele seiner privaten Interessen teilt. So ist die lebhafte Schwedin etwa eine begeisterte Bikerin. Doch am wichtigsten ist wohl, dass sie Eigenschaften verbindet, auf die der King nun mal steht: Sie ist sehr gutaussehend, vom Typ her ausgesprochen weiblich und trotzdem ein Kumpeltyp, mit dem man Pferde stehlen kann. Ann ist gerne ganz Frau und möchte einen Partner an ihrer Seite, der die Rolle des starken Mannes und Beschützers übernimmt – das passt. In ihrer Autobiografie schreibt Ann-Margret:

„We were so alike, so compatible. Elvis didn’t like strong, aggressive women and I posed no threat there. He, on the other hand, was strong, gentle, exciting, and protective. Just the qualities I liked. In terms of our careers, there was no conflict, only respect.“

Zitat: Ann-Margret My Story, S. 110

Dabei ist gerade der Punkt mit der Karriere der Frau an seiner Seite etwas, was Elvis Presley eigentlich rundheraus ablehnt. Der King ist fest überzeugt, dass Showbusiness-Beziehungen auf Dauer einfach nicht funktionieren, es gibt zu viele abschreckende Beispiele, die das belegen. Und da er nun mal die Karriere hat, heißt das für die Frau an seiner Seite vor allem, ihm zu Hause den Rücken frei zu halten. Keep the home fires burning, ist einer seiner Lieblingssprüche. Ann-Margret stellt dieses Prinzip auf den Kopf.

Auch ist Ann-Margret einige der wenigen Frauen, die sehr gut mit der Männerwirtschaft um Elvis Presley – der berühmt-berüchtigten Memphis Mafia – klarkommt. Man könnte auch sagen, der ganze Presley-Haushalt ist in die Dame aus Schweden verknallt und sie weiß es mit Humor zu nehmen. Personen, die Elvis und Ann-Margret zusammen erleben, sind sich einig: Das harmoniert EXTREM. Beide sind charismatische Persönlichkeiten, die strahlen – ein Star im Doppel.

  • Zärtliche Gesten: Der King und seine Queen in einer Drehpause zu Viva Las Vegas 1963

Sie sind wie zwei Seiten einer Medaille, was sich nicht nur bei privaten improvisierten Entertainmenteinlagen, sondern auch bei den Tanzsenen für den Film Viva Las Vegas zeigt, wie Ann-Margret erzählt. Für Choreograph David Winters gibt es hier nicht viel zu tun, da der doppelte Elvis die Szenen fast komplett improvisiert. Und dabei ist das Doppel vor allem eins: wild.

Weiterlesen

That’s Someone You Never Forget: A song for Gladys?

Navigation » Startseite » Search for '%'

Der 25. April ist ein Datum, das sich Elvis Presley sicher nicht extra im Kalender markieren musste, um es nicht zu vergessen. Denn am 25. April hatte die vielleicht wichtigste Person im Leben des King Geburtstag: → Gladys Love Presley (25.4.1912–14.8.1958).

Über das besondere Verhältnis von Elvis zu seiner früh verstorbenen Mutter ist schon viel geschrieben worden, ein Aspekt blieb dabei bislang allerdings weitgehend außen vor: Inwieweit gibt es Songinterpretationen, die Elvis seiner geliebten Mutter gewidmet hat?

Dieser spannenden Frage geht der englische Journalist und Autor Paul Simpson (→ Buchtipp Elvis Films FAQElvis in Hollywood: Interview mit Paul Simpson) in seinem ersten englischsprachigen Gastbeitrag für The Memphis Flash Elvis Presley Blog nach. Thank you, Paul ;-).


 A song for Gladys by Paul Simpson

Written by his friend Red West, Elvis’s criminally underrated ballad That’s Someone You Never Forget sounds like a haunting ode to his much mourned mother.  In the spring of 1961, Elvis Presley asked his friend Red West: “How about coming up with a song with the title of That’s Someone You Never Forget?”

West sat down at the piano and did just that. He worked out the melody first and then penned lyrics that, as Peter Guralnick noted in Careless Love, the second volume of his Elvis biography, “contained sentiments that under ordinary circumstances would have been assumed to be about an ex-lover, but in this case it wasn’t much of a stretch to imagine that Elvis might be singing of his mother.”

  • Elvis mit seiner Mutter Gladys in Memphis 1956 - Foto: Michael Rose: Elvis Presley A Moment In Time

Red was desperate to succeed as a songwriter – Presley had already mentioned his friend’s ambitions to publisher Freddie Bienstock. Knowing how mercurial Elvis could be, West took the song to Gold Star Recording in Hollywood and made a demo that Presley promised to record.

Weiterlesen