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Elvis Presleys Fun In Acapulco: Drehbuch und Soundtrack

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Ein gutes Drehbuch für ein Elvis-Musical wie Fun In Acapulco (1963) zu schreiben, war selbst für einen Wiederholungstäter wie Allan Weiss kein reines Kinderspiel. Schließlich gab es in den 1960ern eine maßgebliche  Rahmenbedingung, die in jedem Fall für einen Elvis-Film erfüllt werden musste: Es sollte eine albumfüllende Menge an Songs in der Handlung untergebracht werden – und zwar möglichst so, dass es auch logische Anlässe für die Gesangsnummern gab. Und das stellte selbst den erfahrenen Autor Weiss, der zuvor schon an Blue Hawaii (Blaues Hawai, 1961) sowie Girls, Girls, Girls (1962) beteiligt und später noch für Roustabout (König der heißen Rhythmen, 1964), Paradise Hawaian Style (Südseeparadies, 1966) sowie Easy Come, Easy Go (Seemann Ahoi, 1967) tätig wurde, vor einige Herausforderungen.

Seit dem Megaerfolg von Blue Hawaii 1961 waren sich nämlich Elvis Presleys Manager, die Anzugträger in Elvis‘ Plattenfirma RCA und die Hollywood-Produzenten auffällig einig: Es gab finanziell einfach keine sicherere Bank als ein Elvis-Musical mit begleitendem Soundtrackalbum. Schließlich bewarben sich Film und Soundtrack gegenseitig, wenn man es richtig anfing, und das bedeutete $$$ für alle Beteiligten, auch für den Hauptdarsteller.

In der Falle: Kein Elvis-Film ohne Soundtrackalbum

Nach der Etablierung des kommerziell erfolgreichen Elvis-Musicals mit Soundtrackalbum trat Elvis Presleys ursprüngliche Ziesetzung, sich neben seiner Gesangskarriere ein 2. Standbein als ernstzunehmender Schauspieler in eher dramatischen Rollen mit wenig bis keinen Gesangsnummern zu etablieren, völlig in den Hintergrund, obwohl er vor dem Erfolg von Blue Hawaii (1961) mit einem Soundtarck von sage und schreibe 14 Songs durchaus in solchen Rollen zu sehen gewesen war.

Zwar gab es auch zu seinen frühen Filmen meist einen Soundtrack, aber mit wesentlich weniger Liedern. Statt Alben wurden Singles und EPs (Extended Plays) veröffentlicht, auf  denen von vornherein weniger Titel – im Fall der Jailhouse Rock-EP waren es 5 – Platz fanden. Das ließ im Film selbst neben den Songs naturgemäß mehr Raum für die Entwicklung von Handlung und Charakteren – Jailhouse Rock (1957) und vor allem King Creole (1958) sind gute Beispiele dafür.

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