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Elvis’ Gitarrist James Burton

„Ich war gerne mit ihm zusammen, er war witzig, hatte gerne Spaß, konnte aber auch ernst und tiefsinnig sein – er war einfach großartig in der Zusammenarbeit… einer der größten Künstler unter den vielen, mit denen ich gearbeitet habe. Ein klasse Typ”. Das sagt James Burton über seinen ehemaligen Boss Elvis Presley.

Was Elvis’ langjähriger Gitarrist –  laut Magazin Rolling Stone die Nummer 19 unter den 100 besten Gitarristen aller Zeiten – noch so alles über den King zu sagen weiß, wird im Rahmen des European Elvis Festival 2017, das vom 18. bis 20. August 2017 zum 16. Mal in Bad Nauheim stattfindet, zu hören sein. Und natürlich heißt es dann auch wieder frei nach Elvis: Play it, James!

In diesem Jahr wird der Gitarrist mit der TCB-Band und Dennis Jale eine neue Show auf die Festival-Bühne bringen, und zwar die Living-Room-Sessions, bei der es Elvis’ Band (nahezu) unplugged zu erleben gibt → hier geht’s zum Festival-Programm. Am Festivalsamstag (19. August) wird James zusammen mit Glen D. Hardin, dem langjährigen Pianisten der TCB-Band, in einer Talkshow aus seiner Zeit mit Elvis erzählen. Aber wer ist James Burton eigentlich?

Play it, James!

James Burton (* 21.8.1939 in Louisiana) – Lead-Gitarrist und so etwas wie der Leitwolf in Elvis’ TCB-Band – spielt seit seinem 13. Lebensjahr Gitarre, nach eigener Aussage hat er sich das Spielen selbst beigebracht. Schon mit 14 Jahren wurde er für die Hausband der sehr populären Radio-Show Louisiana Hayride engagiert, wo er – rein theoretisch – damals schon auf Elvis Presley hätte trennen können, der dort von 1954 bis 1956 regelmäßig auftrat – mit seinem damaligen Gitarristen Scotty Moore.

Es kam aber wohl zu keiner persönlichen Begegnung in dieser Zeit, auch wenn James eine ganze Reihe witziger Insider-Geschichten vom Hayride parat hat – etwa die, wie es dazu kam, dass George Jones von Elvis himselvis hinter der Bühne eine ordentliche Abreibung verpasst kam. In dieser Talkshow-Runde erzählt er es:

James jedenfalls verfolgte in den Folgejahren weiter seine eigene Karriere, spielte 1957 in der Band von Dale Hawkins und erlangte früh eigene Berühmtheit durch sein Gitarrensolo in dessen Hit Suzie Q, heute bewertet als einer der 500 größten Rock ‘n’ Roll Songs überhaupt.

Zwischen 1958 und 1964 war Burton Mitglied in der Band von Rickie Nelson (Hello Mary Lou), entwickelte sich zu einem der gefragtesten Session-Gitarristen im amerikanischen Musikgeschäft, der viele Country- und Rockgitarristen beeinflusst hat. Burton spielt am liebsten die Fender Telecaster und ist für seine Spielweise des „Chicken-Picking“ legendär.

1964 war Burton erstmals musikalisch an einer Elvis-Session beteiligt, und zwar dem Soundtrack zum Film Viva Las Vegas.

Er spielte außerdem bei Aufnahmen von Frank Sinatra, Bobby Darin, den Everly Brothers und Dean Martin – war von 1964 bis 1966 Mitglied der Rockband Shindogs – fester Bestandteil der sehr populären TV-Serie Shindig! des Sender ABC. Hier gaben sich viele Musikstars der damaligen Zeit die Klinke in die Hand – afroamerikanische ebenso wie weiße, was längst keine Selbstverständlichkeit war. Auch Pianist Glen D. Hardin war hier schon mit von der Partie.

Wer so eine musikalische Reputation hat, der ist einem Elvis Presley natürlich nicht entgangen. Als der Memphis Flash 1968 zu seinem Comeback anhob, rief er James Burton an, um ihn für sein TV-Special ELVIS zu engagieren. Aber James musste ablehnen, weil er schon ein aktuelles Projekt mit Sinatra hatte.

1969 meldete Elvis sich wieder – echt hartnäckig der Mann 😉 – mit der Neuigkeit, dass er wieder live auftreten wolle und daher eine richtig gute Band brauchte. Er bat James in einem stundenlangen Telefonat darum, ihn bei der Suche nach passenden Musikern zu unterstützen. Gesagt, getan: die legendäre TCB-Band wurde 1969 gegründet – James war führendes Mitglied bis zu Elvis Presleys Tod 1977. Weitere Mitglieder waren neben Burton 1969 zunächst Larry Muhoberac (Piano), Ronnie Tutt (Schlagzeug) und Jerry Scheff (Bass).

Geradezu zum geflügelten Wort geworden ist Elvis Presleys auf zahllosen Aufnahmen zu hörender Ausruf: Play it, James!, der unmissverständlich eins von Burtons Solos ankündigte. Wie James Burton heute über seinen ehemaligen “Ansager” denkt, erzählt er hier:

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Einmal in Elvis’ Bett schlafen

Einmal in Elvis’ Bett schlafen oder auf demselben grünen Sofa ein Nickerchen halten. Diesen Traum können sich die deutschen Fans des King demnächst ganz leicht erfüllen.

Elvis lesend auf dem grünen Sofa im Bad Nauheimer Hotel Grunewald – Foto: Elvis As Any Other Soldier von Jerry Osborne

Der Clou: Sie müssen dafür nicht weit reisen. Es reicht ein Trip in die Wetterauer Kurstadt Bad Nauheim, wo Elvis während seines Militärdienstes in Deutschland vom Oktober 1958 bis Anfang März 1960 seine Zelte aufschlug.

Rechtzeitig vor dem 40. Todestag des King wird dort nämlich im August 2017 die Villa Grunewald nach Jahren des Leerstandes als Hotel und Boarding House neu eröffnet, wie die Bad Nauheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH mitteilt.

Das Hotel Grunewald in unmittelbarer Nähe des Kurparks in Bad Nauheim heute – Foto: www.memphisflash.de.

Das Grunewald ist das Hotel, in dem Elvis mit seinem Vater, seiner Großmutter und den Freunden Lamar Fike und Red West vom Herbst 1958 bis Anfang 1959 für etwa vier Monate wohnte, bevor er das Haus in der Goethestraße 14 anmietete.

Im Grunewald hatte der King eines der schönsten Zimmer mit Blick auf den Kurpark – das Zimmer Nummer 10 im obersten Stockwerk des alterwürdigen Hotels. Und genau dieses Zimmer kann man ab August 2017 wieder als Hotelgast bewohnen.

Elvis’ Zimmer Nr. 10 im Hotel Grunewald – Foto aus 2011: Winfried Eberhardt

 

Zum Vergleich: Red West hat es sich auf Elvis’ Bett im Zimmer Nr. 10 gemütlich gemacht – 1958/59 – Foto: Jerry Osborne: Elvis As Any Other Soldier, 2010.

Villa Grunewald: King’s Castle

Vor zwei Jahren war das Grunewald, das heute noch fast genau so aussieht wie zu der Zeit, als Elvis hier residierte, von den Bad Nauheimer Architekten Alfred und Christian Möller gekauft worden.

Das stadtbildprägende Haus in der Terrassenstraße 10 aus dem Jahr 1888 hatte nach dem Auszug der inzwischen verstorbenen früheren Eigentümerin Rita Issberner-Haldane seit 2011 leer gestanden. Eine Wiedereröffnung als Hotel unter Beibehaltung des historischen Ambientes bot sich an.

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Elvis, ein Biest und zwei Frolleinwunder

“Jetzt drück’ mal richtig auf die Tube. Ich will sehen, was das Biest drauf hat.” William Taylor, First Lieutenant (Oberleutnant) der US-Armee, hat den Satz noch nicht ganz beendet, als sein Fahrer, der auf diesen Befehl offensichtlich gewartet hat, das Gaspedal des schwarzen 1952er-Fords bis unten durchtritt und zum Überholen ansetzt. Die Tachonadel schnellt nach oben, die Landschaft entlang der A5 fliegt nur so vorbei.

“Das nenn’ ich fahren”, freut sich Taylor und schaut rüber zum Mann hinter dem Steuer. Dessen blau-graue Augen blitzen übermütig, die auffallend vollen Lippen haben sich zu einem schiefen Lächeln verzogen, das eine Reihe makelloser Zähne freilegt. Er weiß: Der Wagen, in dem Taylor und er an diesem Sonntag im Frühjahr 1959 die A5 in Richtung Frankfurt entlang brausen, ist ebensowenig ein normaler Ford wie er ein normaler Fahrer ist. Der Mann am Steuer ist Private First Class (Obergefreiter) Elvis Presley, hauptamtlich King of Rock ‘n’ Roll, der Ford – von seinem Besitzer Taylor liebevoll “das Biest” genannt, ein verkappter Cadillac mit V8-Motor.

  • Im Gleichschritt eins, zwo, drei, vier: GI Elvis Presley in Deutschland.

Kurz bevor Elvis, der seinen Wehrdienst im Spähtrupp einer amerikanischen Panzerdivision – genauer gesagt der Company C der 3rd Armored Division – im hessischen Friedberg  leistet, und sein Vorgesetzter bei Friedberg auf die A5 gefahren sind, haben sie sich zum Schrauben am “Biest” in Little Texas getroffen. In der Wohnsiedlung für amerikanische GIs in der Nähe der Ray Barracks-Kaserne wohnt der 26-jährige William Taylor mit seiner Frau Peggy und den beiden Kindern.

Elvis selbst, zwei Jahre jünger als sein”Lootenet”, hat seine Zelte in der nahegelegenen Kurstadt Bad Nauheim aufgeschlagen, wo er erst vor wenigen Wochen für sich, seinen Vater, die Großmutter und zwei Freunde ein Einfamilienhaus in der Goethestraße 14 angemietet hat.

An diesem Sonntagnachmittag hat der King das wöchentliche Football-Spiel mit seinen Kumpels auf der grünen Wiese in der Nähe vom Bad Nauheimer Gradierwerk IV extra kurz gehalten, um Taylor dabei zu helfen, in den getunten Ford Baujahr 1952, der neben dem besagten V8-Motor noch so allerlei weitere Optimierungen aufweist, einen neuen Zündkondensator einzubauen.

Taylor ist ganz schön überrascht, als sein berühmter Gast, der noch in seiner Sportkleidung bei ihm auftaucht, ihm nicht nur zur Hand geht, sondern das Teil gleich selbst einbaut. Er habe, so erklärt Autonarr Elvis, schon als Jugendlicher, wann immer sich die Gelegenheit ergab, an Hot Rods geschraubt. Benzin liege ihm einfach im Blut.

Nach so viel tatkräftiger Hilfe bleibt Zeit für eine Runde Geschwindigkeitsrausch auf der “German Autobahn”. “Hammer, wie das Teil beschleunigt”, bemerkt Elvis, als von hinten ein Mercedes-Cabrio kommt und an ihnen vorbei zieht, als sie gerade die nächste Ausfahrt nehmen wollen.

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Talking Elvis: George Klein beim 15. European Elvis Festival 2016

Keine Frage, Elvis’ Schulfreund und langjähriger Weggefährte George Klein hat eine Menge zu erzählen. Und genau das tat er auch auf dem 15. European Elvis Festival in Bad Nauheim, zu dem die Elvis Presley Gesellschaft ihn Mitte August auf das rote Sofa zum Talk eingeladen hatte.

Da Radiomoderator George ein veritabler Dampfplauderer ist, der am liebsten nonstop selber redet, war der Talk zwar sehr unterhaltsam, wurde aber für Moderatorin Maria Hesterberg, die alle Aussagen ins Deutsche übersetzen musste, zu einer echten Bewährungsprobe. Aber Maria hat reichlich Erfahrung mit illustren Elvis-Zeitzeugen und meisterte die Situation wie immer ganz ausgezeichnet.

Hier der Auftakt zum Talk mit George Klein – Maria Hesterbergs Übersetzungen habe ich diesmal nicht mit aufgenommen, um Wiederholungen zu vermeiden. In nachfolgender Erzählung von George geht es darum, wie er Elvis Presley in ihrer gemeinsamen Zeit an der Humes High School in Memphis  kennenlernte.

Im zweiten Teil erzählt George, wie er als Rock ‘n’ Roll-DJ in den 1950ern durchstartete und 1957 eine Zeit lang für Elvis arbeitete, nachdem seinen Job verloren hatte. Glück im Unglück für George: Seinen Job als DJ war er zwar los, dafür konnte er dabei sein, als Elvis in Hollywood den Film Jailhouse Rock mit der berühmten Tanzszene drehte und einen seiner bekanntesten Soundtracks aufnahm.

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European Elvis Festival 2013 – der King rockt Bad Nauheim

Vom 15. bis 18. August 2013 ist es wieder so weit – Elvis Presley erobert Bad Nauheim! Elvis in der Kur- und Rosenstadt Bad Nauheim? Wie geht das denn? Ganz einfach: Hier wohnte der King vom 1. Oktober 1958 bis 2. März 1960, als er als regulärer G.I. der US-Armee – genauer 3. US-Panzerdivision – in den Ray Barracks der Nachbarstadt Friedberg stationiert war (→ siehe auch: Elvis gut getarnt in der Oberpfalz).

Foto: Bad Nauheim Stadmarketing und Tourismus GmbH

Foto: Bad Nauheim Stadmarketing und Tourismus GmbH

Außer in Deutschland hat Elvis Presley nie außerhalb der USA gelebt. Und weil der King in Bad Nauheim und Friedberg eine Menge erlebt hat, gibt es seit 2002 das European Elvis Festival, das von der Stadt Bad Nauheim in Zusammenarbeit mit der Elvis Presley Gesellschaft e.V. mit Sitz in Bonn und dem Elvis Presley-Verein Bad Nauheim-Friedberg veranstaltet wird.

Mittlerweile hat das Festival Kultstatus erreicht und Fans aus ganz Europa reisen jedes Jahr im August an, um 4 Tage lang mit Gleichgesinnten bei einem bunten musikalischen Rahmenprogramm, Elvis-Kino-Sessions, Cadillac-Corsos und Führungen zu Elvis‘ Lieblingsplätzen ordentlich Spaß zu haben.

The Memphis Flash war schon letztes Jahr beim European Elvis Festival mit von der Partie und wird natürlich auch dieses Jahr wieder berichten. Hier ein paar Impressionen aus 2012:

Das vollständige Programm des 12. European Elvis Festivals, das am verlängerten Wochenende vom 15. bis 18. August 2013 stattfindet, gibt’s in deutscher und englischer Sprache sowie zum Download auf der → Website der Stadt Bad Nauheim. Wie immer gibt es einen bunten Mix an kostenfreien Veranstaltung und solchen, die (meist geringen) Eintritt kosten. Die kostenpflichtigen Veranstaltungen kann man einzeln oder komplett über einen Festivalpass buchen.

Absolutes Highlight im Programm 2013 dürften die Veranstaltungen am 17. August mit Elvis berühmter TCB-Band sein – also der Band, mit der der King von 1969 bis 1977 praktisch all seine Live-Konzerte bestritt und mit der er in den Dokumentarfilmen Elvis That’s The Way It Is (1970), Elvis On Tour (1972) sowie dem berühmten Satelliten-Special Aloha From Hawaii (1973) zu sehen ist. Prädikat besonders empfehlenswert!

Wir sehen uns in Bad Nauheim!

Der King hält Hof beim European Elvis Festival 2012

Am 16. August 2012 jährt sich der Todestag Elvis Presleys zum 35. Mal. Und wenn man nicht genau wüsste, dass der King of Rock ‘n‘ Roll – allen Verschwörungstheorien zum Trotz –  tatsächlich 1977 viel zu früh verstorben ist, dann würde man es einfach nicht glauben wollen. Jedenfalls dann nicht, wenn es einen zwischen dem 16. und 19. August in die beschauliche hessische Kurstadt Bad Nauheim verschlägt, in der für volle 4 Tage das European Elvis Festival 2012 steigt. Elvis lebt, hält Hof und lässt sich feiern!

Foto: Bad Nauheim Stadtmarketing und Tourismus GmbH

 

Vom Oktober 1958 bis Anfang März 1960 war Deutschland das Zuhause von G.I. Elvis Presley (→ Elvis lebt in Düsseldorf + Elvis Presley gut getarnt in der Oberpfalz) und Bad Nauheim sozusagen sein „Memphis East“. Der King war in den Friedberger Ray Barracks stationiert, wählte aber das benachbarte Bad Nauheim als Wohnort, wo er zunächst mit Vater Vernon und Großmutter Minnie Mae (liebevoll Dodger genannt) sowie zwei Freunden ein paar Tage im Park-Hotel, dann längere Zeit im Hotel Grunewald wohnte, bevor er ein Haus in der Goethestraße 14 mietete. Außer in Deutschland hatte Elvis nie einen festen Wohnsitz außerhalb der USA – das allein macht Bad Nauheim und Friedberg zum Epizentrum der Elvis-Mania in Europa. Hier hat der Memphis Flash viele Spuren hinterlassen, die man heute noch besichtigen kann.

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