Memphis Beat – Elvis-Krimiserie ab Mai 2012 auf TNT

Ab 7. Mai 2012 gibt’s wieder Elvis auf TNT Deutschland mit dem Start der amerikanischen Krimiserie Memphis Beat. Immer montags ab 21 Uhr ermittelt Detective Dwight Hendricks in Elvis Presleys Heimatstadt Memphis/Tennessee.

Hendricks, gespielt von dem vielseitigen Schauspieler Jason Lee (My Name is Earl, Vanilla Sky), ist ein ausgeprägter Individualist, ein Polizist mit einer ebenso innigen Beziehung zur seiner Stadt wie zu seiner Mutter, mit der er seine Liebe zur Musik teilt. Er hegt eine große Leidenschaft für den Blues und einer noch größere für den Memphis Flash. Wenn er nicht gerade als „Hüter von Memphis“ ermittelt, dann kann man ihn todsicher in seiner Lieblingskneipe finden, wo er gerne selbst auftritt und die Songs des King zum Leben erweckt.

Klarer Fall, Hendricks ist als Charakter stark an Elvis Presley angelegt. Ein gefühlvoller Macho mit viel Charme, ein echter Südstaatler aus Überzeugung, der seine Mama verehrt und sich verantwortlich fühlt für Recht und Ordnung in „seiner Stadt“.

Elvis Presley unterhielt zeitlebens enge freundschaftliche Beziehungen zum Memphis Police Department, war Ehrenmitglied, leidenschaftlicher Polizeimarkensammler mit einer ausgeprägten Vorliebe für Schusswaffen. Und dann natürlich die Musik, die im Leben Elvis Presleys die Hauptrolle und in der Serie sicher keine Nebenrolle spielt. So sind alle 10 Folgen der 1. Staffel an Titel berühmter Elvis Songs angelehnt. Weiterlesen

Radiosendung „It’s Elvis Time“: 40 Jahre “Elvis On Tour”

Am 6. April 2012 ab 22.00 Uhr geht Elvis-Kenner Thomas Weiß wieder auf Sendung mit It’s Elvis Time beim bermuda.funk – 2 Stunden randvoll mit Elvis und vor allem vielen Informationen über Elvis‘ Musik und seine Musiker. Diesmal im Fokus der Sendung: die sog. „Mock-Session“ vom Frühjahr 1972, also genau vor 40 Jahren, die von MGM für die Konzertdokumentation Elvis On Tour gefilmt wurde.

Poster Dokumentarfilm "Elvis On Tour"

Die Dokumentation Elvis On Tour, an der u.a. der bekannte Regisseur Martin Scorsese mitarbeitete, wurde übrigens mit einem Golden Globe Award ausgezeichnet. Hier nun Thomas in seinen eigenen Worten über den Hintergrund der „Mock-Session“ und dazu, was es in seiner Radiosendung am 6. April noch alles zu hören gibt: Weiterlesen

Elvis in Concert rockt Deutschland 2012

Es gibt ein paar Dinge auf dieser Welt, die wohl tatsächlich nur ein Elvis Presley fertigbringt. Erfolgreich auf Europa-Tournee zu gehen, und das 35 Jahre nach dem eigenen Tod, gehört zu diesen Dingen. 2012 ist Elvis in Concert „back in the building“, am 26. März in der Frankfurter Festhalle, am 27. März in Hamburg.

Elvis in Concert

Elvis in Concert ist eine Show, die Elvis Presleys Live-Auftritte der Jahre 1968 bis 1973 eindrucksvoll wieder aufleben lässt. Elvis‘ Original-Musiker dieser Zeit – darunter Lead-Gitarrist James Burton, Pianist Glen D. Hardin, Schlagzeuger Ronnie Tutt, erstmals auch Bassist Norbert Putnam, Orchesterleiter Joe Guercio, Background-Sängerin Estelle Brown von den Sweet Inspirations sowie die Gospelquartett-Mitglieder Joe Moscheo und Terry Blackwood von den Imperials – spielen live, während ihr Boss per Großleinwand zugespielt wird.

Fotos v.l.n.r.: Elvis mit den Imperials, die Sweet Inspirations, Elvis mit TCB-Band, Orchesterleiter Joe Guercio

Schräg? Vielleicht. Funktioniert es? Und ob! Der Show gelingt es tatsächlich, die Dynamik eines typischen Elvis-Konzerts authentisch zu transportieren.  Verwendet wird hierfür Videomaterial der Konzertdokumentationen Elvis That’s The Way It Is (1970), Elvis On Tour (1972) sowie der beiden TV-Specials ELVIS (1968, besser bekannt als 68er Comeback-Special) und Aloha From Hawaii (1973). Von diesen Aufnahmen wurde für die Show alles an Sound entfernt bis auf Elvis‘ Stimme, die live von TCB-Band, British Philharmonic Orchestra und Backgroundsängern begleitet wird.

Das Ergebnis ist eine Zeitreise der ganz besonderen Art, kann man die Profimusiker auf der Großleinwand zusammen mit Elvis in den 1970ern und dann hautnah auf der Bühne 40 Jahre später erleben. Und der King selbst? Stimmlich ohnehin eine Klasse für sich, als Live-Performer fast schon außerirdisch charismatisch. Das Ganze ist so mitreißend, dass man als Zuschauer nach kurzer Zeit einfach vergisst, dass die Hauptattraktion gar nicht physisch anwesend ist. Wahrscheinlich kann man ihn heute sowieso besser sehen als in den 1970ern, in denen die Elvis Presley Show ohne Großleinwände arbeitete. Besser hören kann man ihn wohl heute auch angesichts der Qualität moderner Soundsysteme. Weiterlesen

Elvis Presley oder Werner und die 5 besten Alben des King!

Mein Freund Werner ist sicher kein Fan von Elvis Presley! Genau genommen fragt Werner sich seit gefühlten 100 Jahren, was an dem Typ nur dran ist. Okay, der Pelvis (O-Ton Werner) sah ganz gut aus, Nachsatz: wenn man auf Weicheier steht. Gegen die Stimme kann man auch nix sagen, Nachsatz Werner: vorausgesetzt, man mag Schmalzstullen. Aber die weißen Strampelanzüge – auch Jumpsuits genannt – aus den 1970ern, das geht einfach überhaupt nicht, total uncool, keine Entschuldigung dafür, sagt Werner.

So hin und wieder kann Werner mich auch überraschen. Meint er doch die Tage, er ist jetzt bereit, dem Pelvis eine Chance zu geben. Ich soll ihm 5 Studioalben empfehlen, die zu Lebzeiten erschienen sind (!) und die man wirklich gehört haben sollte. Und dass ich ihm ja nicht mit Kram wie Greatest Hits-Zusammenstellungen kommen soll. Originale, ehrliche Alben (?) sollen es sein.

Ich darauf: Bist Du verrückt, weißt Du, was der Mann für eine Diskographie hat? Werner: Ist mir egal, 5 Alben = 5 Chancen, mehr gebe ich ihm nicht. Top oder Flop. Da lässt er nicht mit sich verhandeln, der Werner. Okay, Elvis geh’ in die Startlöcher und zeig‘ dem Werner, wo der King hängt! Hier kommen meine 5 besten Alben Elvis Presleys – exklusiv empfohlen für alle Werners dieser Welt ;-)! Weiterlesen

Elvis Presley – Heartbreak Hotel

Heartbreak Hotel – Elvis Presleys 1. Monster-Hit aus dem Jahr 1956 – ist ein Meisterwerk in Sachen Minimalismus. Am ehesten ein Blues, wird die düstere, selbstmordlastige Atmosphäre des Songs in erster Linie durch den Gesang Elvis Presleys getragen. Es ist die Intensität der Stimme, in der sich trotzige Entschlossenheit mit Verletztlichkeit paart, die den Song definiert.

Heute gilt Heartbreak Hotel als absoluter Klassiker, 1956 jedoch waren längst nicht alle vom Potenzial des Songs und des damals noch sehr jungen, weitgehend unbekannten Interpreten Elvis Presley überzeugt.

 

Elvis Presley: Heartbreak Hotel 1956

1-13 Heartbreak Hotel

 

Heartbreak Hotel – I walk a lonely street

Heartbreak Hotel wurde von Mae Boren Axton und ihrem Partner Tommy Durden 1955 speziell für Elvis Presley geschrieben. Mae Axton arbeitete Mitte der 1950er unter anderem als Promoterin und lernte Elvis über dessen damaligen Manager Bob Neal kennen, als sie den Nachwuchsstar 1955 für eine Hank-Snow-Show in Florida buchte. Vom Talent des Memphis Flash überzeugt, den sie außerdem sehr sympathisch fand, versprach sie ihm einen Top-Hit, der ihm zum Durchbruch verhelfen sollte.

Die zündende Idee zu Heartbreak Hotel hatten Axton und Durden von einem Zeitungsartikel über einen Mann, der Selbstmord verübt und einen Abschiedsbrief mit nur einer einzigen verzweifelten Zeile, nämlich I walk a lonely street, hinterlassen hatte. Das traurige Schicksal des Unbekannten inspirierte die beiden so, dass sie Heartbreak Hotel in kaum mehr als 20 Minuten komponierten und den Discjockey Glenn Reeves gleich eine Demoversion für Elvis anfertigen ließen.

Elvis Presley war von Heartbreak Hotel offensichtlich sofort begeistert, denn er nahm den Song schon 1955 – noch bevor es eine Plattenaufnahme gab – in sein Live-Repertoire auf und äußerte, er sei sich sicher, dass dies sein erster großer Hit werden würde. Andere waren davon längst nicht so überzeugt, wie sich schnell herausstellen sollte…

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Elvis und die Grammys

Seit ein paar Tagen ist es offiziell, Elvis Presley hat eine weitere Grammy-Nominierung eingefahren, posthum natürlich ;-). Wenn man’s ganz genau nimmt, wurde nicht der King selbst nominiert, sondern vielmehr das 2011 von RCA/Legacy Recordings (Sony) herausgegebene Deluxe-Box-Set Young Man with the Big Beat: The Complete ’56 Elvis Presley Masters – nominiert in der Kategorie Best Historical Album.

Für das 5-CD-Set, das den kometenhaften Aufstieg des Memphis Flash im Jahr 1956 musikalisch dokumentiert → siehe auch Blogbeitrag zu Bildband A Moment In Time, zeichnen – wie kann es anders sein – Ernst Jorgensen als Produzent und Vic Anesini als Tontechniker verantwortlich.

Grammy-nominiert: Young Man With The Big Beat

Die Nominierung für die Grammys 2012 ist natürlich eine tolle Nachricht, zumal Elvis Presley für seine bahnbrechenden frühen Studio- und Live-Aufnahmen zu Lebzeiten nie eine Nominierung erhielt. Das schon ganz einfach deswegen nicht, weil die Grammys erst seit 1958 von der National Academy of Recording Arts and Sciences (NARAS) in den USA vergeben werden. Lässt sich so das Fehlen von Grammys für die super erfolgreichen und Musikgeschichte schreibenden Singles und Alben der Jahre 1956/57 noch nachvollziehbar erklären, sieht das für die Jahre ab 1958 komplett anders aus. Weiterlesen

Elvis Presley: Merry Christmas Baby

Weihnachtssongs von Elvis Presley gehören mittlerweile zu den Klassikern und werden entsprechend oft  in der Vorweihnachtszeit gespielt. Da wundert es nicht, dass die Recording Industry Association of America (RIAA) 2011 einen Diamond-Award für 10 Mio. allein in den USA verkaufte Exemplare des Elvis Christmas Album (Camden-Version von 1970) verliehen hat.

Elvis Christmas Album, Cover 1970

Und das ist nur ein Album! Die ganzen Compilations, die es weltweit seit Jahrzehnten sonst noch gab und gibt, sind nicht berücksichtigt. Nicht schlecht, Herr Specht! Damit soll Elvis Christmas Album bis heute das erfolgreichste Weihnachtsalbum aller Zeiten in den USA sein.

Einer der, wenn nicht DER bekannteste Elvis-Christmassong, der erstmals 1957 erschien und natürlich auch auf dem Topseller Elvis‘ Christmas Album nicht fehlt, ist Blue Christmas. Bing Crosby hat seinen White Christmas-, Elvis seinen Blue Christmas-Klassiker, passt schon und beide hat wohl jeder irgendwann irgendwo schon mal gehört. Man kann ihnen in der Vorweihnachtszeit eigentlich nicht entkommen ;-).

Aber mein ganz persönlicher Favorit unter den Elvis-Weihnachtssongs ist nicht Blue Christmas, sondern einer, den gar nicht so viele außerhalb der Fangemeinde kennen und der auch nicht auf dem Camden-Album zu finden ist, denn er wurde erst 1971 aufgenommen: Merry Christmas Baby, eine der besten Blues-Interpretationen des Memphis Flash. Weiterlesen

Kurioses Elvis-Video: The Walls Have Ears

Hätte nicht gedacht, dass ausgerechnet der Song „The Walls Have Ears“ aus dem Film „Girls, Girls, Girls“ von 1962 zu einem witzigen Video inspiriert.

♥I found Time Machine to Dance with♥Elvis Presley on His Birthday;-))Explore!

Elvis Presley rockt – 48 Hours To Memphis

Als Elvis Presley am 18. März 1974 unter Blitzlichtgewitter und donnerndem Applaus zu den Klängen von Also Sprach Zarathustra die Bühne des Coliseum in Richmond/Virginia betrat waren es noch genau 48 Stunden bis zu dem legendären Konzert in seiner Wahlheimatstadt, erstmals 1974 verewigt auf der LP Elvis Recorded Live On Stage In Memphis.

Lange ahnte kaum jemand, dass auch von dem kompletten Konzert in Richmond eine professionelle Multitrack-Aufnahme realisiert wurde, von der wiederum eine Kopie – versehen mit nicht mehr als dem unspektakulären Aufdruck „All Star Shows, Madison Tennessee“ – 1990 über Umwege in die Hände des Fans und Sammlers Robert Frieser kam.

Follow That Dream Records: 48 Hours To Memphis

Erst jetzt, über 20 Jahre später, hat Frieser diese Kopie des Mitschnitts  (das Original gilt weiterhin als verschollen) für die Veröffentlichung durch das Elvis Presley-Sammlerlabel Follow That Dream Records zur Verfügung gestellt, für das Ernst Jorgensen und Roger Semon seit 1999 mit vielen erstklassigen Elvis-Publikationen verantwortlich zeichnen. Zuvor kursierte das Konzert nur als Import unter dem Titel „Guaranteed To Blow Your Mind“.

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