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Anfang Februar 1960 war Panzerspäher Elvis Presley auf Manöver in der Oberpfalz und landete dabei in dem beschaulichen Örtchen Hirschau, wo er zufällig auf den Lokalreporter Sepp (Josef Andreas) Müller traf.

  • G.I. Elvis gibt volles Rohr im Manöver. © Ira Jones und Bill E. Burk: Soldier Boy Elvis, 1992

Die bei dieser Gelegenheit von Sepp Müller gemachten Fotos, die Elvis mit jungen Fans im Hirschauer Gasthaus Goldenes Lamm zeigen, waren im Sommer 2012 in der sehenswerten Ausstellung Elvis Presley gut getarnt in der Oberpfalz im Oberpfälzer Volkskundemuseum in Burglengenfeld zu sehen.

In Burglengenfeld ausgestellt war auch ein Zeitungsartikel vom 8. Februar 1960 mit einem handschriftlichen Gruß Elvis Presleys an den Nabburger Volksboten, den Sammler Oskar Hentschel, der in Düsseldorf bis 2013 ein Elvis-Museum betrieb, für eine Fälschung hielt.

The Memphis Flash ist der Sache daraufhin auf den Grund gegangen und hat mit dem bekannten Elvis-Sammler und Journalisten Wolfgang Houschka gesprochen, aus dessen Besitz gleich eine ganze Reihe der Ausstellungsstücke in Burglengenfeld stammten.

Und was Houschka – langjähriger Chefreporter der Amberger Zeitung – über die Begegnung Elvis Presleys mit Sepp Müller in Hirschau, das Zustandekommen des Grußes und die Rolle, die dabei ein DKW und ein Goggomobil spielten, bei dieser Gelegenheit erzählen hat, das ist immer noch eine wirklich spannende Geschichte. Weiterlesen

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Original oder Fälschung? Am 5. Februar 1960 hatte der Reporter Josef Andreas Müller (alias Sepp Anderl Müller, wie er in der Oberpfalz heißt), der damals als freier Journalist u.a. für die Amberger Zeitung arbeitete, G.I. Elvis Presley interviewt und fotografiert.

G.I. Elvis Presley mit deutschen Frolleins im Gasthaus Goldenes Lamm in Hirschau am 5. Februar 1960, fotografiert von Josef Andreas Müller

Müllers Fotos wurden am 8. Februar 1960 auch für einen Beitrag im Nabburger Volksboten verwendet, in dem außerdem ein handschriftlicher Gruß Elvis Presleys veröffentlicht wurde. Fotos und Artikel im Nabburger Volksboten sind noch bis zum 19. August 2012 in der sehenswerten Ausstellung Elvis Presley gut getarnt in der Oberpfalz des Volkskundemuseums Burglengenfeld ausgestellt, die der Historiker Peter Heigl betreut.

Original oder Fälschung? Gruß von Elvis, veröffentlicht im Nabburger Volksboten am 8. Februar 1960

Der bekannte Sammler Oskar Hentschel, der seit Ende 2011 in der Düsseldorfer Altstadt mit Michael Knorr und Andreas Schröer ein Elvis-Museum betreibt, hat sich jetzt zu Wort gemeldet – er ist sich sicher, dass es sich bei dem im Nabburger Volksboten veröffentlichten Gruß um eine ziemlich platte Fälschung handelt. Hentschels Argument: „Selbst Volksschüler Elvis Presley hätte geschrieben ‚In 23 days I will be home‘ statt das Volksschul-Englisch ‚I‘ am to house‘.“ Könnte Hentschel da recht haben?

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Elvis Presley gut getarnt in der Oberpfalz ist der geheimnisvolle Titel einer Ausstellung, die im Sommer 2012 im Oberpfälzer Volkskundemuseum in Burglengenfeld bei Regensburg zu sehen war. Ich habe die Ausstellung damals besucht und viel Neues über die Amerikaner in der Region Grafenwöhr sowie Elvis Presleys Zeit auf Manöver erfahren.

Oberpfalz, Burglengenfeld, Volkskundemuseum? Was hat das alles mit Elvis Presley, dem King of Rock ’n‘ Roll, zu tun? Eine ganze Menge, denn Elvis Presley war vom 1. Oktober 1958 bis 2. März 1960 als regulärer Soldat der U.S. Army, genauer der 3rd Armored Division, im besetzten Nachkriegsdeutschland stationiert. Eigentlich in Friedberg nördlich von Frankfurt gelandet, nahm Panzerspäher Elvis Presley mit seiner Truppe an mehrwöchigen Manövern auf dem damals wichtigsten Truppenübungsplatz der Amerikaner in Grafenwöhr, nahe der tschechischen Grenze, teil. Grafenwöhr ist nur etwa 1 Autostunde von Burglengenfeld entfernt.

Spähtruppführer Elvis Presley auf Manöver mit der 3rd Armored Division in Grafenwöhr

Als Elvis Presley in der 3rd Armored Division in Deutschland diente, war der Kalte Krieg zwischen den USA und der Sowjetunion in vollem Gange. Aufwendige Manöver der Amerikaner unter möglichst kriegsähnlichen Bedingungen auf den Truppenübungsplätzen Grafenwöhr, Wildflecken und Hohenfels, teilweise mit Unterstützung anderer NATO-Verbände, sollten fit machen für den Ernstfall: dem befürchteten Vormarsch der Truppen des Warschauer Paktes in westdeutsches Gebiet.

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Mein Freund Werner ist sicher kein Fan von Elvis Presley! Genau genommen fragt Werner sich seit gefühlten 100 Jahren, was an dem Typ nur dran ist. Okay, der Pelvis (O-Ton Werner) sah ganz gut aus, Nachsatz: wenn man auf Weicheier steht. Gegen die Stimme kann man auch nix sagen, Nachsatz Werner: vorausgesetzt, man mag Schmalzstullen. Aber die weißen Strampelanzüge – auch Jumpsuits genannt – aus den 1970ern, das geht einfach überhaupt nicht, total uncool, keine Entschuldigung dafür, sagt Werner.

So hin und wieder kann Werner mich auch überraschen. Meint er doch die Tage, er ist jetzt bereit, dem Pelvis eine Chance zu geben. Ich soll ihm 5 Studioalben empfehlen, die zu Lebzeiten erschienen sind (!) und die man wirklich gehört haben sollte. Und dass ich ihm ja nicht mit Kram wie Greatest Hits-Zusammenstellungen kommen soll. Originale, ehrliche Alben (?) sollen es sein.

Ich darauf: Bist Du verrückt, weißt Du, was der Mann für eine Diskographie hat? Werner: Ist mir egal, 5 Alben = 5 Chancen, mehr gebe ich ihm nicht. Top oder Flop. Da lässt er nicht mit sich verhandeln, der Werner. Okay, Elvis geh’ in die Startlöcher und zeig‘ dem Werner, wo der King hängt! Hier kommen meine 5 besten Alben Elvis Presleys – exklusiv empfohlen für alle Werners dieser Welt ;-)! Weiterlesen

Elvis in Speedway (1967)

Elvis Presley hat zwischen 1956 und 1969 in 31 Kinofilmen gespielt und zählte zeitweise zu den bestbezahlten Schauspielern Hollywoods. Doch wenn von Elvis Presleys Filmkarriere, von Elvis dem Schauspieler die Rede ist, dann sind sich Biografen, Fans und Kritiker überraschend einig: die Filme markieren den künstlerischen Tiefpunkt einer ansonsten fast makellosen Karriere.

Seit kurzem gibt es eine interessante Neuerscheinung zum Thema aus dem Stroemfeld Verlag mit dem Titel Elvis im Kino: Was wir von Elvis-Filmen über Elvis und das Kino lernen können. Verfasst hat sie der Mittdreißiger Björn Eckerl, Filmwissenschaftler und Gesellschafter einer Frankfurter Werbeagentur » Interview mit Björn Eckerl.

Was dieses Buch bemerkenswert macht, ist, dass der Autor darin überzeugt, die Filmkarriere als ein Kontinuum des Phänomens Elvis Presley zu sehen, und eben nicht, wie im Elvis-Kanon üblich, als einen nicht nachvollziehbaren Bruch. Weiterlesen