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Einer meiner Elvis-Lieblingssongs ist einer, den man auf den Hit-Zusammenstellungen des Memphis Flash eher vergeblich sucht: Guitar Man (1967). Kunststück, schließlich war Guitar Man zumindest chartmäßig kein Hit für Elvis Presley – und ist es auf den zweiten Blick doch.

Guitar Man Elvis: Eröffnungsszene des ’68 Comeback Specials 1968

Elvis Presleys Guitar Man (1967)

Die meisten werden den Song am ehesten mit dem legendären Comeback-Special ELVIS (1968) verbinden, wo er in einer abgewandelten Form das musikalische Grundthema, den erzählerischen roten Faden bildet: hier erzählt Guitar Man vom Aufstieg des Musikers zum Superstar, den Jahren in Hollywood und der musikalischen Wiederauferstehung nach langer Zeit der ausschließlichen Kinoleinwandpräsenz.

Guitar Man ist also vor allem auf der symbolischen Ebene ein Hit. Umso mehr, wenn man sich anschaut, wann und wie es tatsächlich zu Elvis‘ Aufnahme dieses Songs und seiner engen Zusammenarbeit mit Gitarrist und Songschreiber Jerry Reed kam.

Elvis, Guitar Man und das Comeback ’68

Wenn von Elvis‘ Comeback Ende der 1960er die Rede ist, dann bezieht sich das meist auf das schon erwähnte TV-Special ELVIS, das Anfang Dezember 1968 in den USA beim Sender NBC auf Sendung ging und die satte Einschaltquote von 42 Prozent erreichte. Eigentlich startete das musikalische Comeback des Memphis Flash aber schon ein paar Jahre früher.

Elvis selbst sagte in einem Interview einmal, dass er sich schon 1965 entschloss, seiner Karriere, die Mitte der 1960er auf langfristige Hollywoodfilmverträge und die dazugehörigen Soundtrack-Alben beschränkt war, eine neue Wendung zu geben. Und das kommt zeitlich auch hin, blieb aber zunächst weitgehend unbemerkt, genauso wie der Song Guitar Man, der dabei eine Rolle spielte.

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Praktisch noch druckfrisch ist die neueste Buchveröffentlichung des Elvis-Sammlerlabels Follow That Dream (FTD): Elvis Presley – Summer of ’61.

Elvis Presley: Summer of '61, FTD Books 2013

Elvis Presley: Summer of ’61, FTD Books 2013

Der rund 390 Seiten starke Bildband im Format 24,5 x 24,5 cm, zusammengestellt von David English und dem bekannten norwegischen Foto-Sammler Pål Granlund (→ Elvis Presley – King Creole Frame by Frame), dokumentiert die Ereignisse rund um die Außenaufnahmen zu Elvis Presleys 9. Kinofilm Follow That Dream (dt. Ein Sommer in Florida). Der wurde im schwülwarmen Juli/August 1961 in Florida gedreht – und zwar vor allem in der Region um Inverness, Ocala, Inglis und Yankeetown – und kam 1962 in die Kinos.

Elvis Presley – Summer of ’61 folgt vom Konzept her in mancherlei Hinsicht dem bahnbrechenden → A Boy From Tupelo-Boxset, das FTD-Sammlerchef Ernst Jørgensen erst 2012 herausgebracht hat. So ist der Hauptteil des neuen FTD-Bildbands ebenfalls chronologisch nach Kalenderdaten angeordnet, denen die zahlreichen, meist schwarz-weißen Fotos (sehr gute Qualität auf hochwertigem Papier) zusammen mit Zeitungsartikeln aus der Region, Interviews mit der Film-Crew, Stories von Anwohnern, Securitymitgliedern und Fans, die bei den Dreharbeiten hautnah mit dabei waren, zugeordnet sind. 200 der Fotos in Summer of ’61 sollen bislang unveröffentlicht sein.

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Helmut Radermacher, Deutschlands wohl bekanntester Elvis-Fan und -Kenner der ersten Stunde, erzählt noch mehr über den Soundtrack seines Lebens hier im zweiten Teil seines Interviews mit The Memphis Flash (→ Radermacher-Interview Teil 1).

Und Action! Helmut alias Scotty (Mitte) mit seiner Band ‚The Silver Strings‘ vor Elvis-Filmplakaten, frühe 1960er; Foto: Sammlung Radermacher

The Memphis Flash: Nach fast 60 Jahren unermüdlicher Beschäftigung mit der Musik und Karriere Elvis Presleys ist es sicher nicht übertrieben zu sagen, dass der King den Soundtrack Deines Lebens bildet. Was fasziniert Dich bis heute an dem Mann aus Memphis, was treibt Dich an, weiter viel Freizeit und Energie in dieses Hobby zu investieren?

Helmut Radermacher: Das ist nicht so einfach zu beantworten, weil es viele Faktoren gibt. Der Mann sah gut aus, hatte Stimme, gute Musiker und perfekte Lieder. Er wirkte auf Frauen, aber – wie ich an mir und meinen Freunden merkte – auch auf Männer. Die Stimme war einfach passend, zu allen Liedern, die ich hörte. Er wurde einfach nie langweilig. Während andere Sänger hauptsächlich Balladen oder eben nur Rock ’n‘ Roll sangen, brachte Elvis eine Abwechslung, die zu bewundern war. Meine  erste LP von Elvis war sein Weihnachtsalbum.

The Memphis Flash: Du meinst das legendäre Elvis Christmas Album von 1957 mit Santa Claus Is Back in Town und Blue Christmas drauf?

Helmut Radermacher: Genau. Da war kein einziges Lied dabei, das ich nicht mochte, im Gegenteil. Ob nun Weihnachtslied, Country, ob Blues oder Rhythm & Blues, ob Pop, Balladen, Gospels oder Rock ’n‘ Roll, auf jedem Gebiet war er besser als die anderen Sänger, die ich kannte und von denen ich auch Platten kaufte.

The Memphis Flash: Im → ersten Teil unseres Interviews hast Du erzählt, wie Elvis Dich dazu inspiriert hat, selbst Musiker zu werden. Du warst in den 1960er Jahren erfolgreich als Scotty mit Deiner Band The Silver Strings in deutschen Clubs unterwegs, bis Du in Coburg Deine Frau Karin kennengelernt hast, sozusagen„sesshaft“ wurdest ;-), lange als Schallplatten-Disponent für die Kaufhof AG gearbeitet hast, um dann – auch wieder über Elvis – als Radiomoderator entdeckt zu werden.

Beim 6. Elvis-Weekend letzten November in Bischofsgrün hast Du erzählt, wie es durch einen glücklichen Zufall dazu kam, dass Du plötzlich bei Europawelle Saar und Radio Luxemburg moderiertest und mit der Sendung HALLO ELVIS 1985 sogar im Ersten Deutschen Fernsehen gelandet bist. Als Elvis-Fan kann man richtig Karriere machen, das steht mal fest. Was viele gar nicht mehr wissen ist, dass Du 1985 mit Radio Schleswig Holstein (RSH) in Kiel auch den ersten deutschen Privatsender mitbegründet hast. Und Du hast neben Gründung  und langjähriger Tätigkeit für den größten Elvis-Fanclub in Deutschland – die Elvis Presley Gesellschaft – über Jahre als freier Berater für Elvis‘ Plattenfirma hier in Deutschland gearbeitet. Erzähle, wie kam es dazu?

Helmut mit Radiomoderator Wolfgang Hellmann im Studio bei einem ihrer vielen Elvis-Specials; Foto: Sammlung Radermacher

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Helmut Radermacher (* 1943) ist seit über fünf Jahrzehnten einer der bekanntesten deutschen Elvis-Kenner und -Aficionados. Der Düsseldorfer, der heute in Coburg lebt,  hatte lange erfolgreich eine eigene Band, gründete 1958 den ersten Elvis-Fanclub in Deutschland, war 1978 Mitbegründer und langjähriges Vorstandsmitglied der Elvis Presley Gesellschaft, ist leidenschaftlicher Elvis-Sammler und zeichnete jahrelang als freier Berater von Elvis Presleys Plattenfirma für erfolgreiche LP-Veröffentlichungen in Deutschland verantwortlich. Helmut ist sozusagen der deutsche Ernst Jørgensen (→ zu Jorgensen u.a.: Elvis Presley – A Boy From Tupelo).

Wer hat die schönste Tolle? Das könnte richtig knapp werden für den King! Helmut Radermacher neben einem besonders seltenen großformatigen Filmplakat zu G.I. Blues (Café Europa) Anfang der 1960er; Foto: Radermacher

Heute gibt Helmut Radermacher in Eigenregie ein vereinsunabhängiges Fanmagazin – Golden Boy Elvis – heraus, hat sich als Buchautor u.a. mit dem Großen Elvis Presley Filmbuch einen Namen gemacht, arbeitet als DJ und führt deutsche Reisegruppen an die vielen Elvis-Kultstätten in den USA (→ Von New York nach Graceland 2013). The Memphis Flash hat Helmut Radermacher, einen der treuesten, kenntnisreichsten und sympathischsten Fans des King, interviewt.

Die Tolle ist weg, aber die Elvis-Leidenschaft ist ungebrochen: Helmut Radermacher beim 6. Elvis-Weekend in Bischofsgrün im November 2012; Foto: The Memphis Flash

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Es war einmal…, so beginnen die schönsten Märchen und genau so hat Anita Wood Brewer ihr 2012 erschienenes Buch über ihre fünfjährige Beziehung (1957 – 1962) mit Elvis Presley, dem King of Rock ’n‘ Roll, genannt.

G.I. Elvis Presley und Anita Wood am 17. Mai 1958 in Waco/Texas

Wie Anita den King nach einer ersten Abfuhr doch noch in Memphis kennenlernte, wie sie für 5 Jahre seine Freundin und fast seine Ehefrau wurde, das könnt ihr jetzt lesen im ergänzten Beitrag → Once Upon A Time.

Veranstalter Markus Henfling hat einmal mehr Grund zur Freude: das 6. Elvis Weekend in Bischofsgrün vom 16. bis 18. November 2012 war ein voller Erfolg. Für alle, die diesmal leider nicht mit von der Partie sein konnten, gibt’s hier ein paar Einblicke in dieses gelungene Wochenende.

Zufriedene Gesichter beim 6. Elvis-Weekend in Bischofsgrün (v.l.n.r.): Stargast Dick Grob, ein glücklicher Fan, Veranstalter Markus Henfling und Elvis-Tribute-Artist Colin Paul

Dick Grob signiert – Veranstalter Markus Henfling und Elvis schauen zu

Stargast Dick Grob: ein gut gelaunter Spaßvogel

Schon bei der 1. Autogrammstunde mit Elvis‘ ehemaligem Security-Chef Dick Grob zeigte sich: der Mann ist nicht nur sehr sympathisch, er hat auch richtig viel Humor…

Spiel und Spaß bei der Autogrammstunde mit Dick Grob

… und offensichtlich keine Berührungsängste im Umgang mit der Fangemeinde.

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Anita Wood Brewer (* 27.5.1938) war Elvis Presleys Freundin für fünf lange Jahre von 1957 bis 1962. Und fast wäre sie auch seine Ehefrau geworden, hätte der King sich während seiner Stationierung als G.I. in Deutschland nicht in die blutjunge Priscilla Beaulieu verguckt.

Das alles ist längst kein Geheimnis mehr. Viel weniger bekannt ist allerdings, dass die schöne Anita nicht nur erfolgreich als Radio- und Fernsehmoderatorin arbeitete, bevor und während sie mit dem Memphis Flash zusammen war, sondern auch als talentierte Sängerin galt.

Anita brachte Ende der 1950er und Anfang der 1960er Jahre selbst mehrere Singles heraus – unter anderem beim Sun-Label im Memphis, wo Elvis Presley einst seine Karriere begann.

Autogrammkarte Anita Wood Brewer – Foto: Anita Brewer/Dr. John Carpenter

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Langsam wird es grau und ungemütlich draußen – der Herbst ist da und damit die perfekte Zeit für gemütliche Kinoabende. Dabei darf der Memphis Flash natürlich nicht fehlen. Und bei 31 Spielfilmen hat man ja auch einiges an Auswahl ;-).

Elvis als Jess Wade in Charro – Fotoquelle: Sanja Meegin

Mein Vorschlag für heute: Charro, ein Spaghetti-Western mit Elvis Presley in einer (nicht singenden!) Hauptrolle aus dem Jahr 1969. Na ja, den Titelsong singt er natürlich schon, aber sonst ist dieser Western garantiert gesangsfrei, was diesem Elvis-Film einen gewissen Seltenheitswert verleiht.

If you’re lookin‘ for trouble…

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Viel Spaß, ein buntes Rahmenprogramm (→ Wandeln auf Elvis‘ Pfaden in Bad Nauheim, Impressionen vom Fackellauf) und natürlich richtig gute Musik gab es auf dem European Elvis Festival in Bad Nauheim Mitte August 2012 anlässlich des 35. Todestages des King of Rock ’n‘ Roll zu erleben. Als Nachlese gibt’s hier ein paar Impressionen für alle, die diesmal nicht mit von der Partie sein konnten.

In der Tat, 35 Jahre später sind die Besucher des European Elvis Festivals in Bad Nauheim immer noch „All Shook Up“, wie es in einem Megahit des King aus den 1950ern so schön heißt. Stilecht im 50s-Stil gekleidet zu sein, gehört für einige Fans einfach dazu…

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