Der doppelte Elvis

Wie kann man einem ohnehin schon erfolgreichen Konzept wie dem Elvis-Musical noch die Krone aufsetzen? Schließlich lebt ein Starvehikel – wie Filmdozentin Susan Doll von Turner Classic Movies nachvollziehbar argumentiert – in erster Linie von der Persona des Stars und die ist nun mal einzigartig. Eine ebenso einfache wie geniale Antwort auf diese Frage haben in den frühren 1960ern die → Macher von Viva Las Vegas  gefunden: die Doppelung des Stars.

Viva Las Vegas: Elvis hoch 2 in Action

Der doppelte Elvis: Ann-Margret Olsson und Elvis Presley geben alles in Viva Las Vegas

Anders ausgedrückt: Im Pop Art Klassiker Viva Las Vegas (1964) trifft der King auf sein weibliches Pendant: die ebenso talentierte wie schöne Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin Ann-Margret Olsson. Zum Zeitpunkt der Dreharbeiten für Viva Las Vegas, die vom 15. Juli bis 16. September 1963 im US-Bundesstaat Nevada und auf dem MGM-Studiogelände in Hollywood stattfinden, gilt die 22-jährige gebürtige Schwedin (*1941 in Valsjöbyn) bereits als weiblicher Elvis.

Das hat wesentlich mit ihrer Hauptrolle als Kim McAfee in der Verfilmung des Broadway-Musicals Bye Bye Birdie (1963) zu tun, in dem es um einen amerikanischen Sänger und Teenieschwarm geht, der zum Militär eingezogen wird. Kurz: Das Drehbuch – ebenfalls verfilmt unter der Regie von Viva Las Vegas-Regisseur George Sidney – ist deutlich an die Biografie Elvis Presleys angelehnt. Für die Rolle der Kim fuhr Ann-Margret 1964 u.a. eine Golden Globe-Nominierung als beste Hauptdarstellerin ein.

Doch das ist längst noch nicht der einzige Elvis-Bezug, denn Ann-Margret bringt 1961 ihr Debütalbum And here she is: Ann-Margret ausgerechnet bei Elvis‘ Plattenfirma RCA raus. 1962 versucht sie sich zudem an einem → Cover von Elvis Megahit Heartbreak Hotel (1956).

Die Idee der Hollywoodindustrie, dem King in Viva Las Vegas ausgerechnet sexy Ann-Margret, bekannt für ihre heißen Tanzeinlagen, als weiblichen Elvis an die Seite zu stellen und damit sozusagen einen doppelten Elvis zu schaffen, ist also naheliegend.

Aber ob die Filmverantwortlichen, die sich dieses clevere Konzept ausdenken, auch ahnen, was die gelungene Zusammenführung für die beiden Hauptdarsteller privat bedeutet? Wohl eher nicht.

Zwischen Elvis Presley und Ann-Margret entwickelt sich während der Dreharbeiten zu Viva Las Vegas eine intensive Liebesbeziehung, die viel mehr ist als nur eine heiße Affäre und – nach Aussage der schönen Schwedin in ihrer Autobiografie Ann-Margret My Story (1994) – etwa ein Jahr lang dauert.

Nach dem Ende der Beziehung bleiben Freundschaft und gegenseitige Faszination, obwohl beide Stars – anders als vom Hollywooddrehbuch vorgesehen – 1967 fast zeitgleich andere Partner heiraten: Elvis seine langjährige Freundin Priscilla Beaulieu, Ann-Margret ihren Manager Roger Smith.

Doch es ist Ann-Margret, die in ihrer lesenswerten Autobiografie dokumentiert, dass sie Elvis Presley – und zwar nicht den Superstar, sondern die Privatperson – wahrscheinlich besser versteht als die meisten anderen Menschen seines persönlichen Umfelds.

Der Grund dafür ist einfach: Elvis und Ann – der doppelte Elvis – sind sich im wirklichen Leben tatsächlich unglaublich ähnlich. Das hätte sich so kein Drehbuchautor ausdenken können. „We were indeed soul mates, shy outside, but unbridled within“ , beschreibt es Ann-Margret in ihrer Autobiografie.

Der doppelte Elvis: Der King trifft seine Queen

Dabei verläuft die erste Begegnung der 22-jährigen Schwedin mit dem 28-jährigen King of Rock ’n‘ Roll Anfang Juli 1963 eher unspektakulär. Die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit des Filmstudios arrangiert ein Treffen, bei dem einige Pressefotos gemacht werden. Regisseur George Sidney, dem nachgesagt wird, selbst ein Auge auf die rothaarige Schwedin geworfen zu haben, stellt seine beiden Hauptdarsteller einander vor.

Ann-Margret und Elvis beäugen sich erst einmal vorsichtig, beide sind – trotz ihres lebhaften öffentlichen Images – sehr zurückhaltend, fast schüchtern, insgesamt sehr vorsichtig, was persönliche Beziehungen angeht. Genau das schafft sofort eine Verbindung, die Chemie zwischen den beiden stimmt von Anfang an. Ann-Margret schreibt über die erste Begegnung in Ann-Margret My Story:

“It also allowed me to catch a glimpse of Elvis’ famous smile, set off to the left, slightly crooked, very warm and nice. In a few month, the posters advertising Viva Las Vegas would tout us as ‘that Go-Go guy and that Bye-bye gal’ but that day we looked rather straitlaced. […] We were both very conservative, very correct. Little did we know we both shared a devil within. […] We left with a good sense of each other. I realized Elvis was as shy and ill-at-ease meeting new people as I was. Later, he told me that he, too, thought that he detected a kindred soul in me. He sensed something was there, some kind of chemistry. But neither of us was the type who would’ve risked our sensitive egos with any remark that showed inner feeilings. We were very quiet, polite, and careful. But I knew what was going to happen once we got to know each other. Elvis did, too. We both felt a current, an electricity that went straight through us. It would become a force we couldn’t control”

Zitat: Ann-Margret My Story, S. 108/109

Nur wenige Tage später treffen Ann-Margret und Elvis bei Radio Recorders in Hollywood erneut aufeinander. Der Soundtrack zum Film wird dort vor Drehbeginn eingespielt und am 11. Juli 1963 stehen drei Duette für den „Go Go guy und das Bye Bye gal“ auf dem Programm: The Lady Loves Me, Today Tomorrow and Forever und You’re The Boss. Ann-Margret wird später sagen, es war genau dieser Tag, an dem sie beide realisierten, dass es etwas Ernstes zwischen ihnen werden würde – das verbindende Element ist ihre Leidenschaft für Musik:

“That day, we discovered two things about each other. Once the music started, neither of us could stand still. Also, we experienced music in the same visceral way. Music ignited a fiery pent-up passion inside Elvis and inside me. It was an odd, embarrassing, funny, inspiring, and wonderful sensation. We looked at each other move and saw virtual mirror images. When Elvis thrust his pelvis, mine slammed forward too. When his shoulders dropped, I was down there with him. When he whirled, I was already on my heel.”

Zitat: Ann-Margret My Story, S. 110

Die Funken sprühen nur so an diesem 11. Juli 1963 – und das ist unverkennbar in der Aufnahme der Leiber und Stoller-Komposition You’re The Boss, die leider nicht im Film zu sehen ist – sie wird erst Jahrzehnte später veröffentlicht:

Der doppelte Elvis: zwei Seiten einer Medaille

Als die Dreharbeiten mit den Außenaufnahmen in Las Vegas beginnen, nimmt die Beziehung schnell an Fahrt auf. Elvis nimmt die Eroberung in Angriff, nachdem er sich rückversichert hat, dass Ann-Margret nicht in einer festen Beziehung lebt. Er selbst ist es zwar alles andere als single – Priscilla Beaulieu, die er 1959 in Deutschland kennengelernt hat, ist erst erst kurz zuvor im Frühjahr 1963 bei ihm in Memphis eingezogen, wartet dort sehnsüchtig und ob seines schönen neuen Costars hochgradig eifersüchtig auf ihn –, aber das zählt jetzt nicht wirklich.

Denn Elvis Presley ist bis über beide Ohren verknallt in die rothaarige Ann, die nicht nur eine beeindruckende Entertainerin ist, sondern auch viele seiner privaten Interessen teilt. So ist die lebhafte Schwedin etwa eine begeisterte Bikerin. Doch am wichtigsten ist wohl, dass sie Eigenschaften verbindet, auf die der King nun mal steht: Sie ist sehr gutaussehend, vom Typ her ausgesprochen weiblich und trotzdem ein Kumpeltyp mit dem man Pferde stehlen kann. Ann ist gerne ganz Frau und möchte einen Partner an ihrer Seite, der die Rolle des starken Mannes und Beschützers übernimmt – das passt. In ihrer Autobiografie schreibt Ann-Margret:

„We were so alike, so compatible. Elvis didn’t like strong, aggressive women and I posed no threat there. He, on the other hand, was strong, gentle, exciting, and protective. Just the qualities I liked. In terms of our careers, there was no conflict, only respect.“

Zitat: Ann-Margret My Story, S. 110

Dabei ist gerade der Punkt mit der Karriere der Frau an seiner Seite etwas, was Elvis Presley eigentlich rundheraus ablehnt. Der King ist fest überzeugt, dass Showbusiness-Beziehungen auf Dauer einfach nicht funktionieren, es gibt zu viele abschreckende Beispiele, die das belegen. Und da er nun mal die Karriere hat, heißt das für die Frau an seiner Seite vor allem, ihm zu Hause den Rücken frei zu halten. Keep the home fires burning, ist einer seiner Lieblingssprüche. Ann-Margret stellt dieses Prinzip auf den Kopf.

Auch ist Ann-Margret einige der wenigen Frauen, die sehr gut mit der Männerwirtschaft um Elvis Presley – der berühmt-berüchtigten Memphis Mafia – klarkommt. Man könnte auch sagen, der ganze Presley-Haushalt ist in die Dame aus Schweden verknallt und sie weiß es mit Humor zu nehmen. Personen, die Elvis und Ann-Margret zusammen erleben, sind sich einig: Das harmoniert EXTREM. Beide sind charismatische Persönlichkeiten, die strahlen – ein Star im Doppel.

  • Zärtliche Gesten: Der King und seine Queen in einer Drehpause zu Viva Las Vegas 1963

Sie sind wie zwei Seiten einer Medaille, was sich nicht nur bei privaten improvisierten Entertainmenteinlagen, sondern auch bei den Tanzsenen für den Film Viva Las Vegas zeigt, wie Ann-Margret erzählt. Für Choreograph David Winters gibt es hier nicht viel zu tun, da der doppelte Elvis die Szenen fast komplett improvisiert. Und dabei ist das Doppel vor allem eins: wild.

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Viva Las Vegas: Starvehikel mit Kultcharakter

Böse Zungen behaupten ja gerne, dass die meisten Filme mit Elvis Presley in der Hauptrolle keine richtige Handlung haben… Das mag überspitzt ausgedrückt sein, grundsätzlich falsch ist es aber nicht. Denn in in einem klassischen Elvis-Musical, wie etwa dem Pop Art-Klassiker Viva Las Vegas (Tolle Nächte in Las Vegas, 1964), sind Handlung und fiktive Hauptfigur des Films dem Star Elvis Presley klar untergeordnet. Und das ist auch so gewollt – vor allem vom Publikum.

Auch als Rennfahrer Lucky Jackson in 'Viva Las Vegas' bleibt Elvis Presley immer Elvis

Auch als Rennfahrer Lucky Jackson in ‚Viva Las Vegas‘ bleibt Elvis unverkennbar Elvis

Man kann daher auch sagen: Elvis ist die Handlung: Ohne ihn gäbe es die meisten seiner Filme nicht. Remakes von klassischen Elvis-Musicals sind deshalb nicht zu erwarten, obwohl die Filme lange sehr erfolgreich waren (→  Elvis in Hollywood: Interview mit Paul Simpson), bis heute regelmäßig im TV laufen, Hollywood Erfolgsrezepte bekanntermaßen gerne unendlich reproduziert und Elvis Presley nach wie vor als Superstar gilt. Aber ein Starvehikel ohne den originären Star? Das funktioniert nicht.

Überhaupt das „Starvehikel“. Von Filmkritikern wird es in der Regel abgetan als nicht weiter erwähnenswertes Massenprodukt für das „einfache Volk“, das keinen höheren künstlerischen Ansprüchen genügen kann, weil es ja nur um einen Star geht, der einfach sich selbst spielt – immer wieder, quasi in Serie.

Diese bestens etablierte Sichtweise wird heute zunehmend kritisch hinterfragt (→  Viva Las Vegas – ein Pop Art-Klassiker wird 50, James L. Neibaur: The Elvis Movies, → Björn Eckerl: Elvis im Kino), etwa von der Filmdozentin Susan M. Doll, die u.a. für Turner Classic Movies schreibt und sich auch mit den Filmen Elvis Presleys intensiv auseinandergesetzt hat. Hier ein längeres Zitat aus dem Filmkapitel ihrer sehr empfehlenswerten, aber leider wenig bekannten Veröffentlichung Understanding Elvis: Southern roots vs. star image (1998):

„Because most of Presley’s films were vehicles, his star image overshadows any fictional character he might play, which is precisely the point. Audiences went to see Elvis Presley, not to see him submerged into the personality of a fictional character. Presley’s star image defined his movie roles and vice versa. […]

A star’s appearance in a vehicle works in a specific fashion. The consistent use of a star and his/her image in a series of films tailored to the star’s talents establishes expectations in regard to subsequent films. Audiences expect each new film with that star to contain certain aspects associated with him/her. The star’s image provides direct entry into the vehicle. The narrative needs little in the way of exposition. Also by continually associating a star with a series of vehicles, the star’s image merges or fuses into the character type associated with those vehicles. Thus, the star’s image slides connotatively into character, and by extension, into narrative function. Star image, then, can act as the synopsis of the plot of any vehicle in which that star appears. […]

Film reviewers and other culture critics have inferred from this tendency that the star of a vehicle never really engages in acting, but merely plays himself. The star is generally criticized for this. Also the repetition of similar characteristics from vehicle to vehicle invites severe criticism from reviewers. The more the audience responds to a vehicular formula by making these films hits at the box office, the less likely the conventions for a star’s vehicles will change.

The narrow scope of a set of vehicles in terms of conventions, the blurring of star’s image into character, and the frequent repetition of conventions are inherent in the nature of the film vehicle. High-brow reviewers – or, in the case of Presley, rock music historians and certain biographers – who consider film vehicles inferior because of these characteristics are naive. Criticizing the star of a vehicle for playing himself, or attacking a film vehicle for being repetititve, is like criticizing a tiger for having stripes. It is the nature of the beast.“

– zitiert nach Susan M. Doll: Understanding Elvis: Southern roots vs. star image, 1998

Was heißt das nun aber genau für das klassische Elvis-Musical, für einen Film wie Viva Las Vegas? Es bedeutet, dass man den Film innerhalb seines Genres bewerten muss, also danach wie gut oder schlecht er sein Ziel erreicht, nämlich das bestimmende Handlungselement, den Star bzw. dessen Starimage, überzeugend zu präsentieren. Alles andere macht, wie Susan Doll nachvollziehbar ausführt, schlicht keinen Sinn.

Viva Las Vegas: Elvis hoch 2 in Action

Noch viel besser als 1 Elvis sind 2: Ann-Margret und Elvis als doppelter Elvis in Viva Las Vegas

Und bei Viva Las Vegas haben sich der musicalerfahrene Co-Produzent/Regisseur George Sidney und sein Team ganz schön was einfallen lassen, um dem Anfang der 1960er etablierten Elvis-Musical noch mal ordentlich auf die Sprünge zu helfen und dabei dennoch das Elvis-Image dieser Zeit gekonnt einzubinden. Schon in den ersten Minuten des Films wird das Starimage Elvis Presleys und damit die Handlung auf den Punkt genau gesetzt.

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Viva Las Vegas: ein Pop Art-Klassiker wird 50!

Vor 50 Jahren, am 20. Mai 1964, lief Viva Las Vegas – Elvis Presleys 15. Hollywoodfilm – in den amerikanischen Kinos an. Deutschlandpremiere war am 24. Juli unter dem Titel Tolle Nächte in Las Vegas. Höchste Zeit für eine Hommage an einen unterhaltsamen Filmklassiker und seine beiden charismatischen Hauptdarsteller: Elvis Presley und Ann-Margret Olsson!

Nose to nose: Ann-Magret als Rusty mit Elvis Presley alias Lucky Jackson in Viva Las Vegas

Ann-Margret als Rusty mit Elvis Presley alias Lucky Jackson in ‚Viva Las Vegas‘ (1964)

2 echte Klassiker hat Elvis Presleys vielgeschmähte Hollywoodkarriere (→ Elvis in Hollywood, → Elvis im Kino) hervorgebracht, da sind sich Filmhistoriker mittlerweile ziemlich einig: → Jailhouse Rock (1957), der Rock ’n‘ Roll-Film schlechthin – 2004 ins Nationale Filmregister der USA als kulturell, historisch und ästhetisch besonders relevanter Film aufgenommen – und… Viva Las Vegas (1964), ein klassisches Elvis-Musical der 1960er.

Nun könnten die Filme auf den ersten Blick unterschiedlicher gar nicht sein: der eine ein musikalisch unterlegtes Drama um einen „angry young man“ in der Tradition von Dean und Brando, der andere eine farbenfrohe Musikkomödie um einen Rennfahrer, der sein Glück ausgerechnet in Las Vegas findet. Können die wirklich in einer Liga spielen? Und ob. Viva Las Vegas gilt unter amerikanischen Filmhistorikern heute als „a visionary cultural artifact“, konkreter ausgedrückt als:

„A fully realized example for the early- to mid-’60s pop art movement, in its cinematic specifics it signifies every American fantasy of innocence and lust, flawless beauty and easy money, good times and charmed lives.“

– zitiert nach Douglas Brode: Elvis Cinema and Popular Culture, 2006

Viva Las Vegas wird also als filmische Pop Art erster Güte geschätzt, was Andy Warhols guten Riecher (→ Elvis und Andy Warhol: Kings of Popular Art) einmal mehr bestätigt. Eine Bewertung, der sich – in anderen Worten – auch Filmhistoriker James Neibaur → The Elvis Movies und Film-Aficionado → Paul Simpson in ihren Veröffentlichungen anschließen.

Viva Las Vegas: Spotlight Filmcrew

Diese Einschätzung kommt nicht von ungefähr, denn bei Viva Las Vegas – eine Produktion der MGM unter der Regie des Filmproduzenten und Regisseurs George Sidney – war eine Filmcrew am Werk, die den Auftrag, eine unterhaltsame, zeitgemäße Musikkomödie zu schaffen offensichtlich nicht nur ernst nahm, sondern mit den vorhandenen Mitteln auch kreativ umzusetzen wusste.Das ist vor allem bei den Gesangs- und Tanznummern von Elvis und Ann-Margret zu sehen.

Herausgekommen ist ein Film-Musical, das dem Team um Hollywoodproduzent Hal Wallis, der als eigentlicher Erfinder des Elvis-Musicals (G.I. Blues, Blue Hawaii, → Fun In Acapulco) gilt, zeigte, wie man’s besser machen kann.

My baby loves me: Ann-Magret und Elvis legen eine flotte Sohle aufs Parkett

My baby loves me: Ann-Margret und Elvis legen eine flotte Sohle aufs Parkett

Mit Ann-Margret Olsson besetzte Viva Las Vegas nur 1 weibliche Hauptrolle, während sich sonst in einem Elvis-Film gleich eine ganze Riege mehr oder minder bekannter (und begabter) Darstellerinnen die Klinke in die Hand gaben. Ann-Margret jedoch war 1963 selbst schon ein Star und konnte dem King das Wasser reichen, was Leinwandpräsenz und Musikalität anging.

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