Lisa Marie Presley

Des Königs Prinzessin, Lisa Marie Presley ( *1. Februar 1968), hat heute Geburtstag – einen runden noch dazu. Mensch, wie die Zeit vergeht. Herzlichen Glückwunsch zum 50, Lisa Marie!

Schön und glücklos in der Liebe: Lisa Marie Presley

Doch mit wem feiert Lisa Marie ihren runden Geburtstag? Ganz sicher nicht mit dem Noch-Ehemann Nr. 4, Musiker und Produzent Michael Lockwood, mit dem sie sich seit der Trennung Mitte 2016 einen erbitterten Scheidungskrieg liefert.

Glückliche Zeiten: Lisa Marie Presley und Ehemann Nr. 4, Michael Lockwood, 2011

Es geht dabei u.a. um die Rechtmäßigkeit eines Ehevertrags, Unterhaltszahlungen für Lockwood, Missbrauchsvorwürfe und ein Gerücht, der Ehemann sei zumindest zeitweise im Besitz kinderpornographischen Materials gewesen. Kurz: Eine Menge schmutzige Wäsche wird gewaschen – ein gefundenes Fressen für die Boulevardpresse.

Auf der Flucht vor der Presse: Lisa Marie mit Ehemann Michael Lockwood und den Zwillingen Finley und Harper

Wie viel davon wahr ist, ist schwierig auszumachen. 2016 soll Lisa Marie sich in der Entzugsklinik The Hills Treatment Center in Los Angeles wegen ihrer Abhängigkeit von Alkohol und Tabletten behandelt lassen haben. In dieser Zeit kamen die Zwillingstöchter Harper und Finley (*2008) aus der Ehe mit Lockwood in die Obhut von Großmama Priscilla Presley (*1945), die das über ihre Social Media Accounts bestätigte.

Oma Priscilla Presley hat Spaß mit ihren Enkelinnen Finley und Harper

Mama Priscilla wird also sicher zum runden Geburtstag ihres einzigen Kindes aus der Ehe mit dem King of Rock ‘n’ Roll vorbeischauen – mit ihren jüngsten Enkeln im Schlepptau. Ebenso wie Lisa Maries schon erwachsene Tochter Riley (*1989), inzwischen selbst verheiratet und eine erfolgreiche Schauspielerin, und Sohn Benjamin (*1992) – beide stammen aus Lisas erster Ehe mit dem Musiker Danny Keough.

Familie Presley: Lisa Marie umringt von ihren älteren Kinden Benjamin und Riley mit Priscilla bei einer Gedenkfeier zu Ehren des berühmten Großvaters in Graceland

 

Drei Generationen Presley auf dem Cover der Vogue: Priscilla, Riley und Lisa Marie

 

Lisa Marie Presley mit Ehemann Nr. 1: Musiker Danny Keough

Zu ihrer Mutter Priscilla Presley hat Lisa nach eigener Aussage heute ein gutes Verhältnis – das war längst nicht immer so, zu unterschiedlich sind die beiden Frauen.

Das wird auch im folgenden Interview der beiden in der Oprah Winfrey Show 2005 deutlich. Lisa Marie hatte ihre Mutter bei ihren beiden ersten Eheschließungen schlicht vor vollendete Tatsachen gestellt. Und die war alles andere als begeistert.

Daddy’s Girl

Lisa Marie ist offensichtlich, wie so viel Töchter, ein richtiges “Papa-Kind”. Das Verhältnis zum Vater, dem sie auf verblüffende Weise ähnlich sieht, war sehr eng, auch nach der Scheidung der Eltern (1973) nach nur 6 Jahren Ehe.

Weiterlesen

Revisited: Meet and Greet the King in Vegas

Was haben Rockmusiker Alice Cooper, Musicalstar Liza Minelli, Robert Plant von der legendären Band Led Zeppelin, US-Komiker Steve Martin, Donald Rumsfeld – Ex-Verteidigungsminister der USA – und die viel zu früh verstorbene Whitney Houston gemeinsam? Nicht wirklich viel, will man meinen.

Ein Spaßvogel aus Überzeugung: Elvis Presley 1970 bei den Proben zum Dokumentarfilm 'That's The Wy It Is'

Ein Spaßvogel aus Überzeugung: Elvis Presley 1970 bei den Proben zum Dokumentarfilm ‘That’s The Wy It Is’

Aber eine Sache gibt es doch: Sie hatten alle in den 1970ern eine exklusive Einladung zum Meet & Greet mit dem King in Las Vegas und ein unvergessliches Erlebnis mit einem sehr humorvollen Gastgeber. Und hier erzählen sie in gleich mehreren Videos davon: → Elvis in Vegas: Meet and Greet the King. Viel Spaß damit.

Gladys Love Presley

Am 14. August 1958 verstarb Gladys Love Presley (25.4.1912 – 14.8.1958) im Alter von nur 46 Jahren an Herzversagen infolge einer Hepatitiserkrankung: fast auf den Tag genau 19 Jahre vor ihrem berühmten Sohn Elvis.

Gladys und Vernon Presley mit Ihrem 2 Jahre alten Sohn Elvis 1937

Gladys und Vernon Presley mit Ihrem 2 Jahre alten Sohn Elvis 1937

Kaum jemand bezweifelt heute, dass Mutter Gladys eine der wichtigsten Personen, wenn nicht die wichtigste Person überhaupt, im Leben Elvis Presleys war. Dennoch wird sie von den meisten seiner Biografen als eine Person geschildert, deren Bedeutung vor allem im großen Verlust durch ihren frühen Tod 1958 und ihrer zwangsläufigen Abwesenheit im Leben des erwachsenen Sohnes liegt. Kurz: Gladys als tragischer Verlust mit fatalen Folgen.

Diese Perspektive ist nachvollziehbar, doch sie greift  zu kurz. Es lohnt sich, einen genaueren Blick auf Elvis’ Mutter Gladys – wie überhaupt auf seine Vorfahren mütterlicherseits – zu werfen. Vorhang auf für eine wahrlich illustre Familiengeschichte mit Charakteren, die auf ihre Art einen ähnlich guten Stoff für ein Südstaatenepos abgeben wie die Figuren in Margret Mitchells berühmten Roman Vom Winde verweht. Und so ganz nebenbei gewährt die Familiengeschichte der Mansell-Smith tiefe Einblicke in die Historie der amerikanischen Südstaaten des 18., 19. und 20. Jahrhunderts.

Some of you never been down South too much…

Tony Joe Whites Südstaaten-Song Polk Salad Annie, aus dem diese Textzeile stammt, ab 1970  fester Bestandteil in Elvis Presleys Live-Repertoire, könnte auch gut ein Song über Gladys Smith und ihre Familie sein. Kein Wunder also, dass der King einmal selbst zu Tony Joe White sagte: “Man, I feel like I wrote this song myself”.

Gladys Vorfahren jedenfalls lassen sich auf die Familie der Mansells zurückverfolgen, die sich schon im 18. Jahrhundert in den amerikanischen Südstaaten ansiedelten. Der Name Mansell ist eigentlich französicher Herkunft und heißt so viel wie “Mann aus Le Mans”. Im Zuge der normannischen Eroberung kamen die “Männer aus Le Mans” zunächst nach England, wo sie sich mit der dortigen Bevölkerung mischten – im Falle von Elvis Presleys Vorfahren mütterlicherseits vor allem mit Schotten und Iren.

Der Familienstammbaum mütterlicherseits

Der Familienstammbaum mütterlicherseits

Irgendwann im 18. Jahrhundert wanderte Gladys’ schottisch-irischer Familienzweig dann nach Amerika aus, wo Richard Mansell aus South Carolina als Soldat im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg diente. Kriegerisch ging es zunächst auch für seinen Sein Sohn William (1795 – 1842) weiter, der unter dem Oberbefehl Andrew Jacksons, General der Tennessee-Miliz und späterer 7. Präsident der Vereinigten Staaten, an der Vertreibung der Muskogee (Creek)-Indianer und der berühmt-berüchtigten Schlacht am Horseshoe Bend 1814 beteiligt war. Man sieht schon, die Presleyschen Vorfahren haben von Anfang an  Spuren in den amerikanischen Geschichtsbüchern hinterlassen ;-).

Andrew Jackson, der auch als Begründer der Demokratischen Partei gilt, setzte sich vehement für die Vertreibung der amerikanischen Urbevölkerung ein, nachdem Indianer im 2. Unabhängigkeitskrieg zwischen dem Vereinten Königreich und den Vereinten Staaten von Amerika auf der Seite der Briten gekämpft hatten. In William Mansell hatte er offensichtlich einen treuen Gefolgsmann, denn dieser zog auch noch mit in den Krieg gegen den Stamm der Seminolen, bevor er die Waffe endgültig gegen den Pflug eintauschte und sich 1820 auf einer Farm in Marian County/Alabama niederließ.

Nun könnte man meine, dass William Mansell ein ausgesprochener Indianerhasser war, was aber ganz offensichtlich nicht der Fall war, denn der Gute suchte sich flugs eine Frau und heiratete eine waschechte Cherokee-Indianerin mit dem schönen Namen Morning White Dove (ca. 1800 – 1835). Das war gar nicht so ungewöhnlich in den Südstaaten, denn längst nicht alle indianischen Ureinwohner befanden sich im Krieg mit den weißen Siedlern – die Cherokees waren teilweise schon früh zum Christentum übergetreten und hatten sich assimiliert. Für einen jungen Farmer war eine Cherokee-Frau, die jahrhundertealtes Wissen um die Geheimnisse der Natur dieses wilden Landes mit in die Ehe brachte, pures Gold wert.

Clan-Chef Elvis 1976 im Jumpsuit 'Indian Chief'

Clan-Chef Elvis 1976 im Jumpsuit ‘Indian Chief’

Und es lief gut für William und Morning White Dove – sie bewirtschafteten erfolgreich ihre Farm und brachten trotz hoher Kindersterblichkeit drei Kinder durch: John, Morning Dizenie und James J. Mansell. Tochter Morning Dizenie konnte ihren sozialen Status verbessern, indem sie den angesehenen Arzt und Großgrundbesitzer Dr. Russell Palmer heiratete.

Im Gegensatz zu ihr war der älteste Sohn John Mansell, der die Farm erbte, ein ganz wilder Zeitgenosse, den die Familie euphemistisch als “wholly wild Injun” beschrieb. Er war wohl kein besonders guter Farmer, dafür aber ein Womanizer erster Güte, der neben den Kindern, die er mit seiner Frau Betsy und wahrscheinlich auch deren Schwester Rebecca hatte, zudem eine große Menge illegitimer Nachfahren in die Welt setzte,  bevor er 1880 die Farm ganz verlor, mit einer weiteren Dame durchbrannte und sich fortan Colonel Lee Mansell nannte. Die Versorgung von Ehefrau, Schwägerin und erklecklicher Nachkommenschaft überließ John einfach seinem ältesten Sohn: White Mansell.

White Mansell heiratete 1870 Martha Tackett aus Tennessee und mauserte sich zum veritablen Clan-Chef, der das Konzept der Großfamilie wirklich lebte. Zu einem Viertel indianischer Abstammung sorgte der Great White Father of the Mansells schon 1880 nicht nur für Frau und vier Kinder (es sollten noch mehr werden), sondern auch für die Großmutter mütterlicherseits, die eigene Mutter, zwei Schwestern und eine Tante sowie die zwei Kinder der Tante. Gleich nebenan lebten außerdem seine beiden Brüder William und George mit ihren Familien. Nachtigall ick hör dir trapsen: Elvis Presley war wohl nicht der Erste in seiner Familie, der die Hütte gerne so richtig voll hatte!

Der Mansell-Clan zog unter dem Kommando des White Chief um 1900 auf die Hussey Farm in Richmond, wo die Familienmitglieder als Baumwollpflücker arbeiteten. Eine der Töchter Whites und Marthas war die schöne, lebenslustige Octavia Luvenia Mansell (1876 – 1935), die von allen nur “Doll” (Puppe) genannt wurde. Die schöne Octavia war fast schon so etwas wie ein “spätes Mädchen” als sie mit 27 Jahren 1903 ihren Cousin Robert (Bob) Smith, Sohn von Whites Schwester Anna Mansell und Milege Obediah Smith, heiratete.

Gladys Eltern Bob und Doll Smith

Gladys Eltern Bob und Doll Smith

Und dieses schöne Paar waren Gladys Eltern bzw. Elvis Presleys Großeltern mütterlicherseits. Leider meinte es das Schicksal mit den Smith’ nicht ganz so gut wie noch fast 100 Jahre zuvor mit William Mansell und Morning White Dove. Viel war passiert seitdem. Gelbfieberepedemien hatten die Bevölkerung dahingerafft und was das Gelbfieber nicht vermochte, hatten der Mexikanische Krieg und der Amerikanische Bürgerkrieg besorgt.

Die Smith lebten von der Hand in den Mund, Doll litt unter Tuberkulose – damals in der armen Bevölkerung praktisch unheilbar –  und war die meiste Zeit bettlägrig. Trotzdem bekam sie in knapp 20 Jahren neun Kinder, von denen acht überlebten – ihre Tochter Gladys Love kam als viertes Kind am 25. April 1912 in Pontotoc County, Mississippi zur Welt, wo sich die Smith-Familie unter der Führung von Clan-Chef White Mansells inzwischen niedergelassen hatte.

Die junge Gladys Smith

Die junge Gladys wuchs mit ihren Geschwistern Lillian, Levalle, Retha, Travis, Clettes, John und Tracy in sehr ärmlichen Verhältnissen auf. Alle Kinder schliefen mit den Eltern in einem Raum – die Kinder, bis auf das jeweils jüngste, das im Bett mit den Eltern schlafen durfte, auf dem Boden.

Weiterlesen

Lansky Bros. on Beale Street – Clothier to the King

You gotta dress for success, das wusste Elvis Presley schon im zarten Alter von 17! Also suchte der künftige King sich noch bevor die Musikkarriere richtig am Start war und namhafte Designer Schlange standen, um ihm die Garderobe auf die begehrten Hüften zu schneidern, einen Herrenausstatter mit möglichst coolen “cat clothes”.

Fündig wurde Elvis bei Bernard Lansky von Lansky Bros. auf der kultigen Beale Street in Memphis (→ Kleider machen Leute – Elvis Presley und Bernard Lansky). Aus der ersten Begegnung im Jahr 1952 wurde eine langjährige Kundenbeziehung, die Bernard Lanskys Geschäft weltberühmt machte, denn der King trug die kultigen Klamotten bei seinen Auftritten, auf der Kinoleinwand und privat.

Werbung mit Elvis im Ballonhemd von Lansky

Werbung mit Elvis im Ballonhemd von Lansky

Seit dem Tod von Bernard Lansky im November 2012 führt die jüngere Generation das Geschäft in Memphis erfolgreich fort, wie in diesem aktuellen Video mit Hal Lansky zu sehen ist.

Mehr zu Elvis dem Dandy Rocker → Kleider machen Leute

Elvis und Anita – Once Upon A Time… Fortsetzung

Es war einmal…, so beginnen die schönsten Märchen und genau so hat Anita Wood Brewer ihr 2012 erschienenes Buch über ihre fünfjährige Beziehung (1957 – 1962) mit Elvis Presley, dem King of Rock ‘n’ Roll, genannt.

G.I. Elvis Presley und Anita Wood am 17. Mai 1958 in Waco/Texas

Wie Anita den King nach einer ersten Abfuhr doch noch in Memphis kennenlernte, wie sie für 5 Jahre seine Freundin und fast seine Ehefrau wurde, das könnt ihr jetzt lesen im ergänzten Beitrag → Once Upon A Time.

Happy Birthday Lisa Marie Presley

Des Königs Prinzessin, Lisa Marie Presley ( *1. Februar 1968), hat heute Geburtstag. Mensch, wie die Zeit vergeht. Herzlichen Glückwunsch, Lisa Marie!

Lisa Marie Presley

Lisa Marie Presley zum 50. Geburtstag

 

Elvis Presley und Anita Wood: Once Upon A Time…

Es war einmal…, so beginnen die schönsten Märchen und genau so hat Anita Wood Brewer ihr 2012 erschienenes Buch über ihre fünfjährige Beziehung (1957 – 1962) zu Elvis Presley, dem King of Rock ‘n’ Roll, genannt.

Lange sah es so aus, als würde Once Upon A Time: Elvis and Anita, so der englische Buchtitel, nie geschrieben werden. Erst nach dem Tod  von Footballspieler Johnny Brewer, mit dem Anita fast ein halbes Jahrhundert verheiratet war und mit dem sie drei Kinder hat, fasste sie den Entschluss, die Geschichte ihrer ersten großen Liebe doch noch zu Papier zu bringen.

Dabei wählte sie eine ziemlich interessante Erzählperspektive: Sie schreibt nämlich nicht selbst, sondern lässt ihre Geschichte durch ihre Tochter – Jonnita Brewer Barrett – erzählen. Jonnita ist also die eigentliche Autorin des Buches, die ihre gar nicht so einfache Aufgabe – schließlich schreibt sie hier über die Beziehung ihrer Mutter zu einem Mann, der eben nicht ihr Vater ist – gekonnt meistert.

Schwer verliebt: Elvis Presley und Anita Wood im September 1957 in Memphis

Durch die ungewöhnliche Erzählperspektive wird eins von vornherein deutlich: Die Liebesgeschichte, die hier erzählt wird, ist vor allem auch eine Familiengeschichte – die der Wood-Brewers und auch die der Presleys. Schon im Prolog des Buches begegnen sich Weihnachten 1977, wenige Monate nach dem Tod Elvis Presleys, nicht nur die ehemaligen Rivalinnen Anita Wood und Priscilla Presley in Graceland, sondern deren beider Familien treffen (wieder) aufeinander.

Deutlich wird zudem, dass Anita Wood sich auch 50 Jahre nach dem Ende ihrer Beziehung zu Elvis Presley einer indirekten, zurückhaltenden Erzählweise verpflichtet fühlt, verlangte doch vor allem das Management ihres berühmten Freundes permanent von ihr, ihre Liebe in der Öffentlichkeit zu leugnen, um der Karriere des singenden Frauenschwarms nicht zu schaden. Das sitzt offensichtlich, auch Jahrzehnte später noch, tief.

1957: Elvis Presley steht der Presse im Memphis Rede und Antwort – Anita (links im Bild) schaut weg, wie dies für öffentliche Auftritte vereinbart war; hinten rechts im Bild: Elvis’ Freund Radio-DJ George Klein

Dabei hatte Anita Wood als junge Frau selbst eine vielversprechende Karriere im Showbusiness am Start. Weiterlesen

Elvis Presley der Spaßvogel

Leben und arbeiten mit Elvis Presley bedeutete vor allem eine Menge Spiel und Spaß, wie Dick Grob – in den 1970ern für den Personenschutz des King verantwortlich – bei einer unterhaltsamen Talkrunde auf dem 6. Elvis-Weekend in Bischofsgrün erzählte.

Elvis Presley: lebenslustig, spontan und für (fast) jeden Blödsinn zu haben

Elvis war ein lebenslustiger Zeitgenosse, der spontane Einfälle liebte und sich den Spaß auch durch die Einschränkungen, die sein Weltruhm zwangsläufig mit sich brachte, nicht verderben ließ. Gerne nahme er Mitarbeiter und Freunde “auf den Arm”, und die ließen keine Gelegenheit aus, es ihm heimzuzahlen.

Das ging auch, denn Mr. Presley konnte nicht nur ordentlich austeilen, sondern auch einstecken. “Look for a fool in another town, because you won’t find one here” (frei übersetzt: Such’ den Dorftrottel woanders, denn hier wirst Du keinen finden) war das geflügelte Wort der lustigen Truppe.

Was die alles so in Sachen Blödsinn anstellte, um Langeweile und Routine gar nicht erst aufkommen zu lassen, erzählt Dick Grob, der seinen späteren Boss im Mai 1967 kennenlernte (→ Videos zum Kennenlernen),  in den folgenden 8 Videomitschnitten der Talkrunde vom 17. November 2012 (Videos mit deutscher Übersetzung – Videos kurz anklicken, dann starten Bild und Ton).

Spaß beim Squash

Gatorade on tour

Elvis geht auf die Piste

Weiterlesen

Elvis’ Herrenausstatter Bernard Lansky gestorben

Herrenausstatter Bernard Lansky, der Elvis Presleys Kleidungsstil als Dandy-Rocker vor allem in den 1950ern wie kein anderer prägte, ist am Donnerstag im hohen Alter von 85 Jahren in Memphis gestorben.

Foto: Der King und Bernard Lansky bei der Anprobe.

Mehr über Bernard Lanskys Beziehung zu Elvis Presley → Kleider machen Leute – Elvis Presley und Bernard Lansky.

Elvis Presley grüßt die Oberpfälzer – Original oder Fälschung?

Original oder Fälschung? Am 5. Februar 1960 hatte der Reporter Josef Andreas Müller (alias Sepp Anderl Müller, wie er in der Oberpfalz heißt), der damals als freier Journalist u.a. für die Amberger Zeitung arbeitete, G.I. Elvis Presley interviewt und fotografiert.

G.I. Elvis Presley mit deutschen Frolleins im Gasthaus Goldenes Lamm in Hirschau am 5. Februar 1960, fotografiert von Josef Andreas Müller

Müllers Fotos wurden am 8. Februar 1960 auch für einen Beitrag im Nabburger Volksboten verwendet, in dem außerdem ein handschriftlicher Gruß Elvis Presleys veröffentlicht wurde. Fotos und Artikel im Nabburger Volksboten sind noch bis zum 19. August 2012 in der sehenswerten Ausstellung Elvis Presley gut getarnt in der Oberpfalz des Volkskundemuseums Burglengenfeld ausgestellt, die der Historiker Peter Heigl betreut.

Original oder Fälschung? Gruß von Elvis, veröffentlicht im Nabburger Volksboten am 8. Februar 1960

Der bekannte Sammler Oskar Hentschel, der seit Ende 2011 in der Düsseldorfer Altstadt mit Michael Knorr und Andreas Schröer ein Elvis-Museum betreibt, hat sich jetzt zu Wort gemeldet – er ist sich sicher, dass es sich bei dem im Nabburger Volksboten veröffentlichten Gruß um eine ziemlich platte Fälschung handelt. Hentschels Argument: “Selbst Volksschüler Elvis Presley hätte geschrieben ‘In 23 days I will be home’ statt das Volksschul-Englisch ‘I’ am to house’.” Könnte Hentschel da recht haben?

Weiterlesen

Kleider machen Leute – Elvis Presley und Bernard Lansky

Was hat Elvis Presley mit dem Schneidergesellen Wenzel Strapinski aus Gottfried Kellers berühmter Novelle Kleider machen Leute gemeinsam? Klarer Fall, beide Herren wussten, dass man für seinen Erfolg nicht nur viel Talent, eine ordentliche Portion Glück, sondern vor allem auch die richtigen Klamotten braucht. Mit anderen Worten: you have to dress for success, baby!

Doch da hört es auch schon auf mit den Parallelen. Denn anders als Schneidergeselle Strapinski hat der King nicht selbst zu Nadel und Faden gegriffen bzw. sich hinter die Nähmaschine geklemmt – und das obwohl Nähmaschinenhersteller Singer später Hauptsponsor des berühmten 68er Comeback-Special werden sollte. Nein, Elvis suchte sich einfach den coolsten Herrenausstatter in ganz Memphis aus: Lansky Brothers auf der berühmten Beale Street.

Elvis Presley “inkognito” in Trenchcoat und Sonnenbrille mit seinem Herrenausstatter Bernard Lansky im Geschäft der Lansky Brothers, Beale Street, Memphis (Foto: Lansky Collection)

 

Lansky Brothers, Elvis und die Beale Street

Die Geschichte von Lanskys mit der Adresse Beale Street 126 in der Innenstadt von Memphis begann 1946, als Samuel Lansky seinen beiden Söhnen Bernard und Guy für 300 Dollar ein Bekleidungsgeschäft kaufte. Der Laden war zunächst auf Armeebekleidung spezialisiert bevor Bernard Lansky den richtigen Riecher für eine echte Marktlücke in Memphis hatte, nämlich High Fashion-Mode.

Lansky Brothers in der Beale Street 126, Memphis/Tennessee

Zunächst hielt jeder das neue Konzept der geschäftstüchtigen Brüder für verrückt, schließlich war die Beale Street vor allem eine Amüsiermeile, auf der sich überwiegend farbige Musiker, Blues-Bands und deren Publikum tummelten. Es gab Theater, Clubs, Bars, Leihhäuser – und dazwischen sollte ein Laden mit ausgefallener, hochwertiger  Herrenmode bestehen?

Doch das Konzept von Bernard Lansky ging auf. Schnell zählten vor allem die Musiker des Viertels zu Lankys Stammkundschaft. Und nicht nur die wurden auf den Laden mit den coolen “cat clothes” aufmerksam. Bald drückte sich auch ein musikbegeisterter siebzehnjähriger Schüler der Humes High School die Nase platt an den einladend dekorierten Schaufenstern der Lansky-Brüder. Er sollte Lanskys weltberühmt machen.

Weiterlesen