European Elvis Festival 2012 – Nachlese

Viel Spaß, ein buntes Rahmenprogramm (→ Wandeln auf Elvis‘ Pfaden in Bad Nauheim, Impressionen vom Fackellauf) und natürlich richtig gute Musik gab es auf dem European Elvis Festival in Bad Nauheim Mitte August 2012 anlässlich des 35. Todestages des King of Rock ’n‘ Roll zu erleben. Als Nachlese gibt’s hier ein paar Impressionen für alle, die diesmal nicht mit von der Partie sein konnten.

In der Tat, 35 Jahre später sind die Besucher des European Elvis Festivals in Bad Nauheim immer noch „All Shook Up“, wie es in einem Megahit des King aus den 1950ern so schön heißt. Stilecht im 50s-Stil gekleidet zu sein, gehört für einige Fans einfach dazu…

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Wandeln auf Elvis‘ Pfaden in Bad Nauheim

Auf den Spuren von Elvis in Bad Nauheim wandelt man am besten zu Fuß mit Tourguide und Elvis-Fan Hans-Ulrich Halwe. Der kennt nicht nur alle Orte, an denen Elvis Presley seine Freizeit verbrachte, sondern hat auch mit vielen Zeitzeugen Kontakt, die den King zum Teil täglich gesehen und gesprochen haben. So weiß Halwe von Dingen zu berichten, die sich so schnell in keinem Buch nachlesen lassen.

Foto: Auf Elvis‘ Pfaden in Bad Nauheim mit Hans-Ulrich Halwe; www.memphisflash.de

 

Diesen Anblick verehren die meisten Elvis-Fans, aber nicht wegen der immer noch schönen Jugendstilfassade und stilechten Einrichtung des Hotel Grunewald. Denn hier wohnte nach einer kurzen Stippvisite im Park-Hotel von Oktober 1958 bis Januar 1959 der King in Zimmer Nr. 10, gut zu erkennen durch den Balkon im obersten Stockwerk.

Foto: Hotel Grunewald heute; www.memphisflash.de

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European Elvis Festival – Impressionen vom Fackellauf

Am 16. August 2012 eröffnete das European Elvis Festival in Bad Nauheim (→ Der King hält Hof beim European Elvis Festival) mit einem wunderbar stimmungsvollen Fackellauf zum Gedenken an den King of Rock ’n‘ Roll, der an diesem Tag vor 35 Jahren in Memphis/Tennessee viel zu früh verstarb.

16. August 2012: Elvis-Fans auf dem stimmungsvollen Fackellauf in Bad Nauheim

Bei herrlich warmen Temperaturen führte Zeitzeuge Hans-Ulrich Halwe Elvis-Fans aus Deutschland, England, Skandinavien, Niederlande und Belgien den Johannisberg hinauf, wo man einen herrlichen Ausblick über die Region bis nach Frankfurt hat.

Klar, dass Halwe dabei so manche Elvis-Anekdote zu berichten wusste, soll G.I. Presley die Aussicht vom Johannisberg auf sein „European Home“, wo er von Oktober 1958 bis Anfang März 1960 wohnte, doch selbst so manches Mal genossen haben. Weiterlesen

Der King hält Hof beim European Elvis Festival 2012

Am 16. August 2012 jährt sich der Todestag Elvis Presleys zum 35. Mal. Und wenn man nicht genau wüsste, dass der King of Rock ’n‘ Roll – allen Verschwörungstheorien zum Trotz –  tatsächlich 1977 viel zu früh verstorben ist, dann würde man es einfach nicht glauben wollen. Jedenfalls dann nicht, wenn es einen zwischen dem 16. und 19. August in die beschauliche hessische Kurstadt Bad Nauheim verschlägt, in der für volle 4 Tage das European Elvis Festival 2012 steigt. Elvis lebt, hält Hof und lässt sich feiern!

Foto: Bad Nauheim Stadtmarketing und Tourismus GmbH

 

Vom Oktober 1958 bis Anfang März 1960 war Deutschland das Zuhause von G.I. Elvis Presley (→ Elvis lebt in Düsseldorf + Elvis Presley gut getarnt in der Oberpfalz) und Bad Nauheim sozusagen sein „Memphis East“. Der King war in den Friedberger Ray Barracks stationiert, wählte aber das benachbarte Bad Nauheim als Wohnort, wo er zunächst mit Vater Vernon und Großmutter Minnie Mae (liebevoll Dodger genannt) sowie zwei Freunden ein paar Tage im Park-Hotel, dann längere Zeit im Hotel Grunewald wohnte, bevor er ein Haus in der Goethestraße 14 mietete. Außer in Deutschland hatte Elvis nie einen festen Wohnsitz außerhalb der USA – das allein macht Bad Nauheim und Friedberg zum Epizentrum der Elvis-Mania in Europa. Hier hat der Memphis Flash viele Spuren hinterlassen, die man heute noch besichtigen kann.

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Elvis Presley in Hirschau: Interview mit Wolfgang Houschka

Anfang Februar 1960 war Panzerspäher Elvis Presley auf Manöver in der Oberpfalz und landete dabei in dem beschaulichen Örtchen Hirschau, wo er zufällig auf den Lokalreporter Sepp (Josef Andreas) Müller traf.

  • G.I. Elvis gibt volles Rohr im Manöver. © Ira Jones und Bill E. Burk: Soldier Boy Elvis, 1992

Die bei dieser Gelegenheit von Sepp Müller gemachten Fotos, die Elvis mit jungen Fans im Hirschauer Gasthaus Goldenes Lamm zeigen, waren im Sommer 2012 in der sehenswerten Ausstellung Elvis Presley gut getarnt in der Oberpfalz im Oberpfälzer Volkskundemuseum in Burglengenfeld zu sehen.

In Burglengenfeld ausgestellt war auch ein Zeitungsartikel vom 8. Februar 1960 mit einem handschriftlichen Gruß Elvis Presleys an den Nabburger Volksboten, den Sammler Oskar Hentschel, der in Düsseldorf bis 2013 ein Elvis-Museum betrieb, schlicht für eine Fälschung hielt (→ Elvis Presley grüßt die Oberpfälzer – Original oder Fälschung?).

The Memphis Flash ist der Sache im Sommer 2012 auf den Grund gegangen und hat mit dem bekannten Elvis-Sammler und Journalisten Wolfgang Houschka gesprochen, aus dessen Besitz gleich eine ganze Reihe der Ausstellungsstücke in Burglengenfeld stammten. Und was Houschka – langjähriger Chefreporter der Amberger Zeitung – über die Begegnung Elvis Presleys mit Sepp Müller in Hirschau, das Zustandekommen des Grußes und die Rolle, die dabei ein DKW und ein Goggomobil spielten, bei dieser Gelegenheit erzählen hat, das ist immer noch eine wirklich spannende Geschichte. Weiterlesen

Elvis Presley grüßt die Oberpfälzer – Original oder Fälschung?

Original oder Fälschung? Am 5. Februar 1960 hatte der Reporter Josef Andreas Müller (alias Sepp Anderl Müller, wie er in der Oberpfalz heißt), der damals als freier Journalist u.a. für die Amberger Zeitung arbeitete, G.I. Elvis Presley interviewt und fotografiert.

G.I. Elvis Presley mit deutschen Frolleins im Gasthaus Goldenes Lamm in Hirschau am 5. Februar 1960, fotografiert von Josef Andreas Müller

Müllers Fotos wurden am 8. Februar 1960 auch für einen Beitrag im Nabburger Volksboten verwendet, in dem außerdem ein handschriftlicher Gruß Elvis Presleys veröffentlicht wurde. Fotos und Artikel im Nabburger Volksboten sind noch bis zum 19. August 2012 in der sehenswerten Ausstellung Elvis Presley gut getarnt in der Oberpfalz des Volkskundemuseums Burglengenfeld ausgestellt, die der Historiker Peter Heigl betreut.

Original oder Fälschung? Gruß von Elvis, veröffentlicht im Nabburger Volksboten am 8. Februar 1960

Der bekannte Sammler Oskar Hentschel, der seit Ende 2011 in der Düsseldorfer Altstadt mit Michael Knorr und Andreas Schröer ein Elvis-Museum betreibt, hat sich jetzt zu Wort gemeldet – er ist sich sicher, dass es sich bei dem im Nabburger Volksboten veröffentlichten Gruß um eine ziemlich platte Fälschung handelt. Hentschels Argument: „Selbst Volksschüler Elvis Presley hätte geschrieben ‚In 23 days I will be home‘ statt das Volksschul-Englisch ‚I‘ am to house‘.“ Könnte Hentschel da recht haben?

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Elvis Presley gut getarnt in der Oberpfalz

Elvis Presley gut getarnt in der Oberpfalz ist der geheimnisvolle Titel einer Ausstellung, die im Sommer 2012 im Oberpfälzer Volkskundemuseum in Burglengenfeld bei Regensburg zu sehen war. Ich habe die Ausstellung damals besucht und viel Neues über die Amerikaner in der Region Grafenwöhr sowie Elvis Presleys Zeit auf Manöver erfahren.

Oberpfalz, Burglengenfeld, Volkskundemuseum? Was hat das alles mit Elvis Presley, dem King of Rock ’n‘ Roll, zu tun? Eine ganze Menge, denn Elvis Presley war vom 1. Oktober 1958 bis 2. März 1960 als regulärer Soldat der U.S. Army, genauer der 3rd Armored Division, im besetzten Nachkriegsdeutschland stationiert. Eigentlich in Friedberg nördlich von Frankfurt gelandet, nahm Panzerspäher Elvis Presley mit seiner Truppe an mehrwöchigen Manövern auf dem damals wichtigsten Truppenübungsplatz der Amerikaner in Grafenwöhr, nahe der tschechischen Grenze, teil. Grafenwöhr ist nur etwa 1 Autostunde von Burglengenfeld entfernt.

Spähtruppführer Elvis Presley auf Manöver mit der 3rd Armored Division in Grafenwöhr

Als Elvis Presley in der 3rd Armored Division in Deutschland diente, war der Kalte Krieg zwischen den USA und der Sowjetunion in vollem Gange. Aufwendige Manöver der Amerikaner unter möglichst kriegsähnlichen Bedingungen auf den Truppenübungsplätzen Grafenwöhr, Wildflecken und Hohenfels, teilweise mit Unterstützung anderer NATO-Verbände, sollten fit machen für den Ernstfall: dem befürchteten Vormarsch der Truppen des Warschauer Paktes in westdeutsches Gebiet.

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Elvis Presley-Museum in Düsseldorf

Für eine kleine Weile hatte Elvis Presley eine zweite Heimat in der Düsseldorfer Altstadt. Denn genau dort hatten sich die bekannten deutschen Elvis-Sammler Oskar Hentschel, Michael Knorr und Andreas Schröer knapp 2 Jahre lang einen großen Traum erfüllt und gemeinsam mit Torsten Meck ihre über Jahrzehnte liebevoll zusammengetragene Schätze in einer eigenfinanzierten, permanenten Elvis-Ausstellung gebündelt. Mit etwa 1.500 Sammlerstücken sollen Hentschel, Schröer und Knorr die größte private Sammlung von Besitzstücken des King of Rock ’n‘ Roll außerhalb der USA ihr eigen nennen.

Über 600 Exponate aus den 1950er, 1960er und 1970er Jahren waren von Ende 2011 bis August 2013 in der Elvis-Ausstellung in der Flinger Str. 11 zu bewundern. Ich habe das Museum in der Düsseldorfer Altstadt im März 2012 besucht: Mein Beitrag aus dieser Zeit gibt einen kleinen Einblick in die umfangreiche Sammlung der drei Elvis-Aficionados – eine Sammlung, die aktuell leider keine feste Heimat hat.

  

Fotos: Eingang zur Elvis-Ausstellung in Düsseldorf, Sammler Oskar Hentschel
 

Doch was diese Elvis-Ausstellung von anderen ihrer Art unterscheidet – man denke an die wohl größte auf dem Gelände von Elvis Presleys ehemaligem Wohnsitz Graceland in Memphis, Tennessee – ist weniger die Menge an Exponaten als deren Art. Hier in Düsseldorf hatte man anhand der vielen, bislang unbekannten Ausstellungsstücke aus dem persönlichen Besitz Elvis Presleys die einmalige Gelegenheit, mehr als nur einen Blick hinter die Fassade des Superstars auf die Privatperson zu werfen.

Foto: Elvis Presley war kein großer Briefeschreiber, dennoch sind mehr handschriftliche Briefe von ihm erhalten als gerne kolportiert wird. Die Sammlung Hentschel, Schröer, Knorr besitzt alleine 12 davon. Dies ist ein Brief vom 14.11.1958 an Freunde zuhause, indem es u.a. heißt: „Well I don’t even know what made me decide to write a letter but I guess I’m so homesick and lonely.“

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Elvis in Concert rockt Deutschland 2012

Es gibt ein paar Dinge auf dieser Welt, die wohl tatsächlich nur ein Elvis Presley fertigbringt. Erfolgreich auf Europa-Tournee zu gehen, und das 35 Jahre nach dem eigenen Tod, gehört zu diesen Dingen. 2012 ist Elvis in Concert „back in the building“, am 26. März in der Frankfurter Festhalle, am 27. März in Hamburg.

Elvis in Concert

Elvis in Concert ist eine Show, die Elvis Presleys Live-Auftritte der Jahre 1968 bis 1973 eindrucksvoll wieder aufleben lässt. Elvis‘ Original-Musiker dieser Zeit – darunter Lead-Gitarrist James Burton, Pianist Glen D. Hardin, Schlagzeuger Ronnie Tutt, erstmals auch Bassist Norbert Putnam, Orchesterleiter Joe Guercio, Background-Sängerin Estelle Brown von den Sweet Inspirations sowie die Gospelquartett-Mitglieder Joe Moscheo und Terry Blackwood von den Imperials – spielen live, während ihr Boss per Großleinwand zugespielt wird.

Fotos v.l.n.r.: Elvis mit den Imperials, die Sweet Inspirations, Elvis mit TCB-Band, Orchesterleiter Joe Guercio

Schräg? Vielleicht. Funktioniert es? Und ob! Der Show gelingt es tatsächlich, die Dynamik eines typischen Elvis-Konzerts authentisch zu transportieren.  Verwendet wird hierfür Videomaterial der Konzertdokumentationen Elvis That’s The Way It Is (1970), Elvis On Tour (1972) sowie der beiden TV-Specials ELVIS (1968, besser bekannt als 68er Comeback-Special) und Aloha From Hawaii (1973). Von diesen Aufnahmen wurde für die Show alles an Sound entfernt bis auf Elvis‘ Stimme, die live von TCB-Band, British Philharmonic Orchestra und Backgroundsängern begleitet wird.

Das Ergebnis ist eine Zeitreise der ganz besonderen Art, kann man die Profimusiker auf der Großleinwand zusammen mit Elvis in den 1970ern und dann hautnah auf der Bühne 40 Jahre später erleben. Und der King selbst? Stimmlich ohnehin eine Klasse für sich, als Live-Performer fast schon außerirdisch charismatisch. Das Ganze ist so mitreißend, dass man als Zuschauer nach kurzer Zeit einfach vergisst, dass die Hauptattraktion gar nicht physisch anwesend ist. Wahrscheinlich kann man ihn heute sowieso besser sehen als in den 1970ern, in denen die Elvis Presley Show ohne Großleinwände arbeitete. Besser hören kann man ihn wohl heute auch angesichts der Qualität moderner Soundsysteme. Weiterlesen