Stop, look and… LISTEN!

Jetzt ist er rum – Elvis’ vierzigster Todestag am 16. August 2017. Was bleibt? Neben dem Spaß der immer noch beachtlich großen internationalen Fangemeinde, die den King – und vor allem sich selbst – auf Veranstaltungen wie der Elvis Week in Memphis und dem European Elvis Festival in Bad Nauheim feiert, eine Flut an Presseveröffentlichungen.

Im Web, im Print, im Radio, im TV und auf sämtlichen Social-Media-Plattformen: Elvis war rund um seinen Todestag (mal wieder) in vieler Munde! Das könnte einen wahrlich freuen, wäre da nicht der kleine, von Jahr zu Jahr, von Jubiläum zu Jubiläum deutlicher werdende Schönheitsfehler: Die wenigsten Stimmen haben wirklich etwas zu sagen.

Die “Elvis lebt”- und die “Elvis has left the building”-Fraktion rauschte im August ungehemmt durch Blätterwald und Netz. Das Dauerrauschen – üppig bebildert mit farbigen und historisch anmutenden Schwarz-Weiß-Fotos – übertönt, was längst offensichtlich geworden ist: die große allgemeine Sprachlosigkeit, wenn es um Elvis Presley geht. Besonders, wenn es um Elvis den Musiker geht.

Presley, Elvis A.: Verhaftet von der großen allgemeinen Sprachlosigkeit

Erstaunlich – schließlich hat doch ursprünglich mal alles mit der Musik angefangen. Bevor es die vielen Fotos, lautstarken Tralalas, das unentwegte Dauerrauschen gab, war da vor allem eine Stimme – verletztlich und selbstsicher zugleich, schmeichelnd und lebendig – mit hohem Wiedererkennungswert. Und auch den Gitarristen gab es, den Pianisten, den Manchmal-Schlagzeuger und -Bassisten, den spontanen Akkordeonspieler. Wo sind die nur alle hin? Wer kann dazu etwas sagen – zum 40. Todestag oder an irgendeinem anderen Tag?

Elvis, der Rolling Stone und die große allgemeine Sprachlosigkeit

Vielleicht kann es das Musikmagazin Rolling Stone, dachte ich mir Anfang August. Da müsste ein Elvis doch sozusagen zu Hause sein. Die haben den bestimmt mit der Muttermilch aufgesogen…

Und in der Tat warb der deutsche Rolling Stone in seiner Augustausgabe mit einem überrascht-amüsiert dreinblickenden Elvis auf dem Cover und einem 30-seitigen (!) Special inkl. Elvis’ SUN Single Good Rockin’ Tonight/Blue Moon (1954) zum Reinhören sowie einer CD mit Coverversionen bekannter Elvis-Titel. Uff! Na, das muss doch was sein, dachte ich mir und kaufte die Ausgabe.

Allein der Ankündigungstext auf dem Cover hätte mich misstrauisch machen können: “40 Jahre nach seinem Tod: Elvis lebt”. Ist denen nichts Besseres eingefallen als dieser reichlich abgegriffene Spruch? Selbst Elvis scheint sprachlos – das Coverfoto zeigt ihn 1969, wie er beide Hände vor den Mund hält. Ob er schon wusste, was ihm da wieder blüht?

Im Editorial der Ausgabe erläutert Sebastian Zabel dann, dass sich die Redaktion diesmal mit der geballten Kraft von gleich mehreren Autoren dem späten Elvis widmen wolle – auf 30 Seiten. Den jungen Elvis hätte man ja schon durch mit dem Special zum 80. Geburtstag 2015. Oha. Bleibt allerdings die Frage, wieso der “alte” Elvis mit einem Bildmotiv des 34-jährigen und einer Single des 19-jährigen Elvis auf dem Cover glänzt?

Jetzt sei mal nicht so erbsenzählerisch, rufe ich mich selbst zur Ordnung und widme mich dem Innenteil des Specials in freudiger Erwartung, dass der Rolling Stone sich wie versprochen dem späten Elvis (wo immer der beginnen möge – wo er aufhört, ist klar) musikalisch widmet. Aber da kommt nix. Rein gar nichts. Jetzt bin ich so sprachlos wie Elvis auf dem Cover.

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The Death of Elvis – Freundin Ginger Alden erzählt

Am 16. August 1977 verstirbt Elvis Presley in seinem Wohnsitz Graceland in Memphis/Tennessee. Er wird nur 42 Jahre alt. Seine Freundin Ginger Alden, eine 20-jährige Kunststudentin, findet ihn in den frühen Nachmittagsstunden des 16. August in seinem Badezimmer leblos auf dem Boden liegend. Es folgt ihre Version der letzten 24 Stunden des King of Rock ‘n’ Roll – beschrieben in ihrem 2014 veröffentlichten Buch Elvis and Ginger.

Elvis Presley und Ginger Alden im Urlaub auf Hawaii 1977

Der 15. August 1977 ist ein Montag, schwüle 34 Grad warm, wie meistens zu dieser Jahreszeit in Memphis. Am Nachmittag ist es wolkig – es nieselt. Elvis, seine neunjährige Tochter Lisa Marie, Ginger und ihre Nichte Amber vertreiben sich die Zeit, indem sie mit Golf Carts über die Grünflächen Gracelands fahren – ein beliebter Zeitvertreib der Presleys.

Elvis mit einem seiner Golf Carts in Graceland

 

Der Spaß am Golf Cart wurde Lisa Marie Presley – hier mit ihren Eltern – sozusagen in die Wiege gelegt

 

Lisa Marie Presley im Golf Cart mit Freunden

Lisa Marie, die seit der Scheidung der Eltern bei ihrer Mutter Priscilla in Kalifornien lebt, hat die Schulferien bei ihrem Vater verbracht. Heute ist ihr letzter Tag in Memphis – morgen soll sie nach Hause fliegen, denn ihr Vater beginnt seine nächste Tournee mit einem Konzert in Portland/Maine. Ginger möchte ihn begleiten, ihr Bruder und eine ihrer Schwestern sind ebenfalls eingeladen.

Am Abend schauen Elvis und Ginger fern, als sie Krämpfe bekommt – Vorboten ihrer Menstruationsbeschwerden, unter denen sie stark leidet. Ausgerechnet jetzt. Als es nicht besser wird, bittet sie ihren Freund um sein Einverständnis, ein bis zwei Tage später auf die Tournee nachkommen zu können, wenn sich ihre Beschwerden gebessert haben.

Wenig begeistert stimmt Elvis zu, wenn es ihr bis zum nächsten Tag wirklich nicht besser gehen sollte. Er sähe es lieber, wenn sie von Anfang an dabei wäre, denn er hat gerne weibliche Begleitung, wenn er auf Tournee geht.

Ginger und Elvis Presley unterwegs

Später erledigt Elvis einige Telefonanrufe. Der Kinofan möchte sich den neuen Film Mc Arthur – Held des Pazifik (1977)  anschauen und versucht, eine private Kinovorstellung in einem seiner Lieblingskinos in Memphis zu arrangieren. Diesmal leider vergeblich. Dann bemerkt er, dass an einem seiner Zähne ein Stück abgebrochen ist und vereinbart für später am Abend einen Termin bei seinem Zahnarzt Dr. Hoffman.

Gegen 22:30 Uhr verlassen Ginger, Elvis, sein Cousin und enger Vertrauter Billy Smith sowie Weggefährte Charlie Hodge in Elvis’ Stutz Blackhawk Graceland und fahren zu Dr. Hoffmann. Elvis ist guter Laune und scherzt mit dem Zahnarzt, der das Problem mit dem kaputten Zahn behebt. Gegen 00:30 Uhr des 16. August treffen die Vier wieder in zu Hause ein.

Der wahrscheinlich letzte Schnappschuss von Elvis Presley wenige Stunden vor seinem Tod

Gleich im Anschluss hat Elvis eine Besprechung mit einigen Angestellten, die ihn auf Tournee begleiten werden. Ginger schaut derweil nach Lisa Marie und Nichte Amber, die sie nicht im Schlafzimmer im 1. Stock der Villa vorfindet – die beiden Mädchen genießen viel Freiheit im Umfeld des nachtaktiven Hausherrn. Die Mädchen sind wohl im Haus unterwegs.

Kurze Zeit darauf hat Elvis seine Besprechung beendet und schaut ihm Schlafzimmer fern. Das Bett wird auf seine Bitte hin von Hausangestellten gemacht. Währenddessen ziehen er und Ginger sich in Lisa Maries Schafzimmer zurück, das sich in unmittelbarer Nähe des ihres Vaters befindet.

Laut Ginger beginnt Elvis eine Unterhaltung mit ihr darüber, dass er in letzter Zeit viel darüber nachdenke, wieder zu heiraten. Ein Heiratsantrag liegt in der Luft… Den Antrag gibt es so direkt nicht, aber der King beschreibt seiner jungen Freundin, die er erst neun Monate kennt, in allen Einzelheiten, wie er sich die Trauung vorstellt.

Diesmal möchte er in Memphis heiraten – in einer nicht konfessionsgebundenen Kirche und nur in Anwesenheit der engsten Freunde. Kein PR-Zirkus. Offensichtlich hat er schon alles vom Brautkleid bis zur Limousine durchgeplant. Die beiden einigen sich auf Weihnachten als Hochzeitstermin. Die Verlobung möchte Elvis am Ende der nächste Tournee verkünden.

Anschließend hat Elvis eine weitere Besprechung mit einem seiner Angestellten. Worum es dabei geht, erfährt Ginger ebensowenig wie bei der Besprechung zuvor. Es ist inzwischen 4:00 Uhr morgens am 16. August 1977. Elvis beschließt, sich noch mit ein bisschen Squash die Zeit zu vertreiben. Cousin Billy und seine Frau Jo werden angerufen, um Elvis und Ginger in die Squashhalle zu begleiten, die der King sich erst vor kurzem auf seinem Grundstück hat bauen lassen.

So soll der Lounge-Bereich der Squash-Halle 1977 ausgesehen haben

Die Halle ist mit allen Schikanen ausgestattet: Neben Fitnessgeräten, Spa und Umkleidekabinen enthält sie auch eine Lounge mit Jukebox, Klavier und Pinball-Maschinen. Auf dem Dach gibt es eine Joggingbahn. All das sieht Ginger heute zum ersten Mal. Elvis spricht mit ihr darüber, ihr auf dem Dach ein eigenes Studio zum Malen einzurichten. Ginger freut sich riesig. Erst der Quasi-Heiratsantrag und jetzt das.

Die Viererrunde spielt eine Weile Squash, blödelt dann noch ein bisschen rum – bis Elvis sich ans Klavier setzt: Unchained Melody und Blue Eyes Crying In The Rain werden gespielt.

Gegen 6:00 Uhr morgens kehren Ginger und Elvis ins Haus zurück. Sie schauen nach Lisa Marie und Nichte Amber, die inzwischen fest in Lisas Zimmer schlafen. Das Paar duscht – jeder in seinem eigenen Bad – und ziehen ihre Pyjamas an. Inzwischen ist es 6:45 Uhr am frühen Morgen des 16. August 1977.

Elvis leidet seit langem unter chronischer Schlaflosigkeit und bekommt seine Medikamente von seinem Hausarzt und einer Krankenschwester zugeteilt, um Überdosierungen zu vermeiden. Er ruft die Krankenschwester Tish Henley an, die mit ihrem Mann in einem Trailer auf dem Grundstück lebt, um die erste Ration seiner Schlafmedikamente zu erhalten. Sie wird ihm von einem seiner Angestellten, Stiefbruder Ricky Smith, gebracht.

Ginger leidet inzwischen wieder unter heftigen Krämpfen und bringt erneut das Thema auf, lieber ein oder zwei Tage später zur Tournee nachzukommen. Elvis ist diesmal sofort einverstanden und schlägt vor, sie solle sich vorher noch etwas Schickes zum Anziehen kaufen, schließlich wollen sie ja ihre Heiratsabsichten am Ende der Tour offiziell verkünden.

Gegen ihre Krämpfe nimmt Ginger eine Tylenol-Tablette ein. Das Paar geht ins Bett und unterhält sich noch eine Weile über Elvis’ neueste Buchinteressen: A Scientific Search for the Face of Jesus von Frank O Adams über das Tuch von Turin und Betty Bethards Sex and Psychic Energy. Kurz darauf schlafen beide ein.

Elvis mit Ginger 1977

Ginger kann nicht genau sagen, wie lange sie geschlafen hat, als sie halb aufwacht und bemerkt, dass Elvis einen weiteren Anruf tätigt und nach einer zweiten Ration Schlafmittel verlangt. Vor Beginn einer Tournee sind seine Schlafbeschwerden noch stärker ausgeprägt als sonst.

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Elvis’ Pianist Glen D. Hardin

Glen D. Hardin, Elvis’ langjähriger Pianist aus der TCB-Band, ist wieder mit von der Partie, wenn es vom 18. bis 20. August 2017 beim 16. European Elvis Festival in Bad Nauheim heißt: It’s Elvis Time!

Pianist Glen D. Hardin umringt von Fans in Bad Nauheim 2013

Kein Zweifel, der Texaner hat Feuer gefangen für die idyllische Kurstadt in der Wetterau, in der sein berühmter Boss während seiner Stationierung als GI in der Ray Barracks-Kaserne im benachbarten Friedberg für anderthalb Jahre wohnte.

Seit 2002 wird hier im Herzen der Wetterau von der Elvis Presley Gesellschaft jährlich das European Elvis Festival veranstaltet, das sich zu einem Anziehungspunkt für Fans des King aus aller Welt entwickelt hat. Und Glen Hardin ist als Festival-Gast ein gern gesehener Wiederholungstäter.

In diesem Jahr wird der Pianist mit der TCB-Band und Dennis Jale eine neue Show auf die Festival-Bühne bringen, und zwar am 18. August die Living-Room-Sessions, bei der es Elvis’ Band (nahezu) unplugged zu erleben gibt. Klingt spannend – ist aber weit weitem nicht das einzige musikalische Highlight des diesjährigen Festivals → das komplette Programm.

Am Festivalsamstag (19. August) wird der sympathische Glen in einer Talkshow aus seiner Zeit mit Elvis erzählen. Aber wer ist dieser Glen eigentlich genau?

On piano: Glen D. Hardin

Glen D. Hardin (* 18.4.1939 in Texas) ist der Clown unter den TCBlern. Selten ist er um einen Gag oder eine lustige Geschichte verlegen, er hat auf eine sehr sympathische Weise ein sonniges Gemüt.

Den Rummel um ihn scheint er nicht allzu ernst zu nehmen. Gerne lässt er seinem langjährigen Weggefährten und Vorzeige-TCBler James Burton den Vortritt… schließlich ist er selbst ja “nur” der Pianist!

Auf den ersten Blick wirkt Glen unscheinbar, man kann sich nicht gleich vorstellen, dass er laut Bandkollegen ein ziemlicher Womanizer gewesen sein soll. Erst wenn man direkt mit ihm spricht, lassen der langgedehnte Tonfall und der Charme des Texaners erahnen, dass das sehr wohl mehr als nur ein Gerücht sein könnte.

Glen D. stammt aus Texas und begann im Alter von acht Jahren mit dem Klavierspiel, zunächst jedoch ohne die Absicht, daraus je einen Beruf zu machen. Das änderte sich, als er nach seinem Dienst in der Navy 1959 begann, im bekannten Palomino Club in Hollywood – “Country Music’s most important West Coast club” – zu spielen. Hier traf sich die Country-Szene und Glen war mittendrin.

Glen D. Hardin mit Elvis bei den Proben zum Dokumentarfilm 'Elvis That's The Way It Is' (1970)

Glen D. Hardin mit Elvis bei den Proben zum Dokumentarfilm ‘Elvis That’s The Way It Is‘ (1970)

Seine Karriere bekam richtig Auftrieb, als er 1962 Mitglied der Crickets wurde, die zuvor Buddy Hollys Band gewesen waren. In dieser Zeit begann Glen für die Crickets und andere Musiker Songs zu komponieren. 1965 hatten Gary Lewis and The Playboys mit Glens Song Count Me In einen Nr. 1-Hit.

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Happy Birthday: Elvis Presley wird 82!

Happy, Happy Birthday! Es darf wieder gefeiert werden: Der King wird heute 82! Zeit für ein kleines Geburtstags-Special, bevor es zeitnah im Blog weitergeht mit dem neuen Beitrag “Dolle Tolle” und der Fortsetzung zu Elvis & Nixon – der Film, den man heute – am 8. Januar 2017 – und in den nächsten Tagen u.a. im Bad Nauheimer Fantasia Filmtheater anschauen kann.

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Elvis Presley Geburtstags-Special:

Spotlight 8. Januar 1935: A King is born

Spotlight 8. Januar 1955: Elvis rockt den Louisiana Hayride

Spotlight 8. Januar 1961: Happy Birthday King Karate!

Viel Spaß beim Mitfeiern!

The Memphis Flash 2015

Jetzt ist es schon wieder vorbei, das große Elvis-Jubiläumsjahr 2015. Und es war ein sehr erfolgreiches Jahr für den King, der am 8. Januar 2015 seinen 80. Geburtstag hätte feiern können, wäre er nicht schon 1977  allzu früh verstorben.

Der runde Geburtstag bescherte Elvis Presley gleich am Jahresanfang viel mediale Aufmerksamkeit und katapultierte ihn zum Jahresende mit If I Can Dream: Elvis Presley with the Royal Philharmonic Orchestra in mehreren Ländern an die Spitze der Charts. Ein schöner Abschluss für ein Jahr, das reich an Elvis-Festivitäten aller Art war. Die kann man hier unmöglich alle aufführen.

Elvis lässt als Lucky Jackson in Viva Las Vegas die Sektkorken knallen

Elvis lässt als Lucky Jackson in Viva Las Vegas die Sektkorken knallen

Sehr erfolgreich war 2015 auch für The Memphis Flash – Elvis Presley Blog, der 2016 schon ins fünfte Jahr geht. Ich kann’s manchmal selbst nicht glauben… Dabei freut mich besonders, dass der Relaunch des Blogs mitten im Jubliäumsjahr so gut angenommen wurde. Viele neue Nutzer aus aller Herren Länder haben 2015 ihren Weg zum Memphis Flash gefunden und ihm geradezu phantastische Seitenzugriffszahlen von rund 300.000 beschert. Dafür ein ganz herzliches Danke!

Bevor es jetzt alle Elvis in Viva Las Vegas nachmachen und die Sektkorken knallen lassen, um 2016 standesgemäß zu begrüßen, hier die Top 5 der populärsten Blogbeiträge in 2015, also die, die im Verlauf des Jahres die meisten Seitenaufrufe hatten. Sie stammen aus den Jahren 2013 bis 2015. Ganz unabhängig von der Beliebtheitsskala der Blogbesucher sind meine 5 aktuellen, ganz persönlichen “hidden champions”.

Populärste Blog-Beiträge in 2015

  1. Elvis: Are You… Laughing Tonight
  2. Priscilla Beaulieu Presley: Elvis and Me
  3. Vernon Elvis Presley
  4. Buchtipp Elvis & Ginger von Ginger Alden
  5. TCB: Taking Care of Business in a Flash

Meine ganz persönlichen “hidden champions”

  1. Elviras Sonntag mit Elvis
  2. Spotlight 5. Juli 1954: I just loved music… all type of music!
  3. Elvis’ Fotograf Alfred Wertheimer: Reise in die Vergangenheit
  4. White N.I.G.G.E.R.S and Black A.N.G.E.L.S
  5. Rassismus im Western Flaming Star: Elvis als Pacer Burton

Einen tollen Rutsch ins Jahr 2016 wünscht Euch allen The Memphis Flash! Und schaut auch in 2016 wieder vorbei.

14. European Elvis Festival 2015 oder TCB in Graceland East

Taking Care of Business  heißt es für Elvis Presley vom 14. bis 16. August 2015. Denn an diesem verlängerten Wochenende hat er eine der wichtigsten Verabredungen im Jahr, und zwar die mit seiner immer noch stattlichen europäischen Fangemeinde in der schönen deutschen Wetterau. Also genau dort, wo er vom 1. Oktober 1958 bis 2. März 1960 als G.I. der 3. US-Panzerdivision stationiert war. Dienst tat der King damals in den Friedberger Ray Barracks, als Wohnort wählte er Bad Nauheim (→ Wandeln auf Elvis’ Pfaden in Bad Nauheim). So wurde die beschauliche Kurstadt schon in den 1950ern zu → Kings Town – zu Elvis Presleys Graceland East.

  • European Elvis Festival in Bad Nauheim: Selbst das Rathaus hisst die Elvis-Flagge

Das wiederholt sich seit 2002 jedes Jahr Mitte August, wenn Bad Nauheim das European Elvis Festival feiert. Dann werden in Bad Nauheim die Elvis-Fahnen gehisst und ein buntes Festivalprogramm bietet Fans und solchen, die vom King noch erobert werden wollen – ein paar Widerspenstige soll’s ja geben 😉 -, viel Unterhaltung und noch mehr Spaß mit Auftritten von Elvis’ ehemaligen Bandmitgliedern, Elvis-Kino-Sessions, Cadillac-Corsos und Führungen zu Elvis‘ Lieblingsplätzen in Bad Nauheim.

Längst hat das Festival Kultstatus erreicht und zieht Fans aus ganz Europa und sogar Australien und den USA an. Veranstaltet wird das European Elvis Festival übrigens von der Bad Nauheim Stadtmarketing und Tourismus GmbH in Zusammenarbeit mit der Elvis Presley Gesellschaft e.V., die ihren Sitz in Bonn hat. Mehr zum Konzept des Festivals in meinem  → Interview mit den Machern aus 2014.

Das diesjährige Festivalprogramm (siehe unten) gleicht dem des Festivaljahres 2013. Das liegt vor allem an dem Highlight, nämlich Konzert, Talkrunde und Autogrammstunde mit Mitgliedern von Elvis Presleys berühmter → TCB-Band. Das ist die Band, mit der der King von 1969 bis 1977 praktisch all seine Live-Konzerte bestritt und mit der er in den Dokumentarfilmen Elvis That’s The Way It Is (1970), Elvis On Tour (1972) sowie dem berühmten Satelliten-Special Aloha From Hawaii (1973) zu sehen ist. Diese rüstigen und dabei sehr witzigen Herren sollte man sich nicht entgehen lassen. Mit dabei in diesem Jahr außerdem mit Terry Blackwood ein Originalmitglied der Gospel-Gesangsgruppe The Imperials, die Elvis nicht nur auf dem Weg zu seinem ersten → Grammy begleitet hat.

Nicht mit von der Partie ist diesmal allerdings TCB-Schlagzeuger Ron Tutt, denn der ist wegen einer Tournee mit Neil Diamond leider verhindert. Kein Witz: Die noch aktiven Mitglieder der TCB-Band haben Elvis’ Motto Taking Care of Business in a Flash längst verinnerlicht und sind selbst im Alter von über 70 noch ganz vorne mit dabei.

Als Ersatz für Ron Tutt ist Sam Thompson am Start. Er arbeitete in den 1970ern als Bodyguard Elvis Presleys und ist außerdem Bruder von Linda Thompson, Lebensgefährtin des King zwischen 1972 und 1976. Hier darf man sich auf viele Anekdoten aus der königlichen Privatschatulle gefasst machen. Sam ist eloquent, sehr umgänglich und hat einen interessanten Werdegang.

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The Memphis Flash Elvis Presley Blog: Relaunch

Elvis wäre in diesem Jahr 80 Jahre alt geworden. Mein Blog The Memphis Flash, der ihm gewidmet ist, bringt es jetzt immerhin schon auf fast 4 Jahre. Damit ist der Flash kein Baby mehr, sondern ein manchmal ganz schön eigenwilliges Kleinkind mit der Tendenz sich zu verselbständigen. Als The Memphis Flash Ende 2011 online gegangen ist, habe ich ehrlich gesagt nicht daran geglaubt, dass wir es so lange miteinander aushalten würden.

Es steckt ganz schön viel Arbeit in einem Blog, vor allem wenn er wie der Memphis Flash von nur einer Person gemacht wird. Neben den Texten, die erst einmal geschrieben sein wollen und dann mit passenden Fotos, Videos und Audios ergänzt werden müssen, gibt es noch die Administration der Website, die eine ganz eigene Herausforderung darstellt. Wer selbst eine Website betreut, der kann es nachvollziehen. Aber es lohnt sich. Es lohnt sich, weil es so unglaublich viel Spaß bringt! Und das liegt natürlich vor allem am Thema: Elvis.

Dass der Flash so erfolgreich sein würde, das konnte ich mir anfangs gar nicht vorstellen. The Memphis Flash hat inzwischen Zugriffszahlen aus aller Welt, von der selbst so manche Firmenwebsite nur träumen kann. Suchmaschinen und Google-Übersetzungshilfe sei Dank. Damit das auch so bleibt, war es jetzt Zeit, dem Blog ein neues, zeitgemäßeres Layout (Theme genannt) zu verpassen, das mehr audiovisuelle Möglichkeiten bietet, noch besser für Suchmaschinen optimierbar und auf mobilen Geräten wie iPads und Smartphones gut zu lesen ist.

Was ist neu? Startseite und Themen-Specials

Neu ist vor allem die Startseite. Neben der Kurzpräsentation der neuesten Blogbeiträge oben gibt es auf der Startseite jetzt immer wieder neue, wechselnde Themen-Specials, in denen Blog-Inhalte kombiniert und mit weiterführenden Audios und Videos ergänzt werden. Auf der neuen Startseite zu stöbern, lohnt sich also auch dann, wenn aktuell kein neuer Textbeitrag online gegangen ist.

 

Bsp. eines Themen-Specials auf der Startseite - aus aktuellem Anlass dem 70. Geburtstag von Priscilla Presley gewidmet

Bsp. eines Themen-Specials auf der Startseite zum 70. Geburtstag von Priscilla Presley

 

Die blogtypische, einfache chronologische Darstellung der Beiträge (die sogenannte Timeline)  findet sich jetzt in der Rubrik “alle Beiträge”. Der jeweils neueste Beitrag ist hier ganz oben gelistet und dann geht’s rückwärts bis zum 1. Beitrag des Blogs in 2011. In dieser Standardansicht sind die Themen also thematisch kunterbunt einfach danach geordnet, wann sie online gegangen sind. Jeder Beitrag wird mit individuellem Foto und Einleitung angezeigt. Wenn man auf die jeweilige Beitragsüberschrift klickt, erscheint in der Detailansicht der vollständige Artikel.

 

Blog-Rubrik "alle Beiträge" in der chronologischen Standardansicht

Blog-Rubrik “alle Beiträge” in der chronologischen Standardansicht

 

Die chronologische Standardansicht unter “alle Beiträge” kann man verändern, indem man in der rechten Navigation auf Blog-Archiv geht und einen bestimmten Zeitraum auwählt. Dann werden nur die Beiträge angezeigt, die z.B. im Januar 2015 veröffentlich wurden.

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Revisited: Meet and Greet the King in Vegas

Was haben Rockmusiker Alice Cooper, Musicalstar Liza Minelli, Robert Plant von der legendären Band Led Zeppelin, US-Komiker Steve Martin, Donald Rumsfeld – Ex-Verteidigungsminister der USA – und die viel zu früh verstorbene Whitney Houston gemeinsam? Nicht wirklich viel, will man meinen.

Ein Spaßvogel aus Überzeugung: Elvis Presley 1970 bei den Proben zum Dokumentarfilm 'That's The Wy It Is'

Ein Spaßvogel aus Überzeugung: Elvis Presley 1970 bei den Proben zum Dokumentarfilm ‘That’s The Wy It Is’

Aber eine Sache gibt es doch: Sie hatten alle in den 1970ern eine exklusive Einladung zum Meet & Greet mit dem King in Las Vegas und ein unvergessliches Erlebnis mit einem sehr humorvollen Gastgeber. Und hier erzählen sie in gleich mehreren Videos davon: → Elvis in Vegas: Meet and Greet the King. Viel Spaß damit.

Happy Birthday Elvis: Der King wird 80!

Heute wird Elvis Presley 80! Besser gesagt: Der King of Rock ‘n‘ Roll würde heute seinen 80. Geburtstag feiern, wenn er nicht schon am 16. August 1977 – also vor fast 40 Jahren – viel zu früh verstorben wäre. Die Welt kann das immer noch so recht nicht glauben. Elvis lebt, so heißt es nicht nur bei uns in mehrstündigen TV-Dokumentation von VOX bis ARTE, in Sondersendungen des Hörfunks, in den vielen Specials der gedruckten Medien und natürlich im Internet, das Mr. Presley posthum längst erobert hat.

Happy Birthday, Elvis Presley! Jetzt fehlt nur noch das Ständchen. Da der King das Singen aber entschieden besser konnte als ich, gibt’s hier jetzt statt meiner Trällerei eine Privataufnahme vom Mai 1958, in der G.I. Presley seiner damaligen Freundin Anita Wood alles Gute zum Geburtstag wünscht: Happy, Happy Birthday Baby! Schmelz.

Mehr zu der bezaubernden Anita Wood, die fast Mrs. Elvis Presley geworden wäre → Elvis und Anita: Once Upon A Time.

Kings Town!

Am Rathaus sind die Elvis-Fahnen gehisst, ein → pinkfarbener Cadillac biegt langsam in die Terrassenstraße ein und eine hübsche Frau überquert mit wippendem Petticoat den Zebrastreifen Richtung Kurpark. Klarer Fall: Der Startschuss für das → 13. European Elvis Festival ist gefallen. Der King hat den Bürgermeister kurzerhand in Urlaub geschickt und vom 15. bis 17. August 2014 die Amtsgeschäfte in Bad Nauheim übernommen… Das Ganze mit ordentlich Wumms, wie sich das gehört für den King of Rock ‘n’ Roll. Für 3 volle Tage wird Bad Nauheim zu Kings Town.

13. European Elvis Festival: Bad Nauheim hisst die Elvis-Fahne

13. European Elvis Festival: Das Bad Nauheimer Rathaus hisst die Elvis-Fahne – Foto: The Memphis Flash

Im Schlepptau hat der King nicht nur alte Weggefährten wie den Fotografen und Dokumentarfilmer Alfred Wertheimer, sondern auch ein Gefolge von etwa 6.000 Fans aus ganz Europa und sogar den USA, das wie ein gut gelaunter Heuschreckenschwarm in die ansonsten beschauliche Kurstadt einfällt und ihr den Stempel aufdrückt. Kings Town eben.

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European Elvis Festival 2014: Frauenpower für den King!

Maria Hesterbergs Schopf mit den feuerroten Haaren hat Signalwirkung. Begeisterung und Dynamik bis in die Haarspitzen strahlt die 1. Vorsitzende der Elvis Presley Gesellschaft e.V. aus, als sie gut 4 Wochen vor dem Start des 13. European Elvis Festivals 2014 in Bad Nauheim mit Katja Heiderich, der attraktiven Geschäftsführerin der Bad Nauheim Stadtmarketing und Tourismus GmbH, zusammensitzt, um  letzte Vorbereitungen für das wohl bedeutendste Elvis-Festival in Europa zu besprechen.

Ein starkes Team: Maria Hesterberg, 1. Vorsitzende der Elvis Presley Gesellschaft, und Katja Heiderich, Geschäftsführerin der Bad Nauheim Stadmarketing und Tourismus GmbH

Ein starkes Team: Maria Hesterberg (links), 1. Vorsitzende der Elvis Presley Gesellschaft e.V., und Katja Heiderich, Geschäftsführerin der Bad Nauheim Stadtmarketing und Tourismus GmbH, im Juli 2014; Foto: www.memphisflash.de

Viel zu besprechen gibt es zwischen den beiden Powerfrauen, die sich ganz offensichtlich ausgezeichnet verstehen, in der Tat. Denn das 3-tägige Programm des 2002 ursprünglich von einem lokalen Fanclub ins Leben gerufenen Festivals ist in 2014 wieder prall gefüllt. Der Startschuss fällt in diesem Jahr schon am 14. August mit der beliebten Führung Hans Ulrich Halwes auf den Spuren Elvis Presleys durch Bad Nauheim und endet mit einem stimmungsvollen Fackelzug zum Johannisberg am 17. August 2014.

Dazwischen liegen 3 Tage Spaß, Unterhaltung und viel Musik vom legendären Original, von bekannten Cover-Bands, Fotoausstellungen, Kinoveranstaltungen, Talkrunden mit Weggefährten Elvis Presleys, Oldtimerparaden, Modenschauen und vielem mehr → Nachlese European Elvis Festival 2012, → Talkrunde mit Elvis Presleys Originalmusikern 2013. Wer in das Lebensgefühl der 1950er bis 1970er eintauchen möchte, findet hier ausreichend Gelegenheit dazu.

Hauptanlaufpunkt ist das Festivalzentrum auf dem Gelände des Hotel Dolce, wo die meisten Veranstaltungen stattfinden und wo sich auch der beliebte Fan-Markt befindet – mit allem, was Elvis-Aficionados lieben →  hier geht’s zum detaillierten Programm des European Elvis Festivals 2014.

Frauenpower: im Gespräch mit Maria Hesterberg und Katja Heiderich

Was aber macht das Elvis-Festival in Bad Nauheim so einzigartig im Vergleich zu ähnlichen Veranstaltungen, die jedes Jahr in aller Herren Länder stattfinden, will ich bei einem Gespräch im Vorfeld des Festivals von Katja Heiderich und Maria Hesterberg wissen. Schließlich repräsentieren die beiden Powerfrauen mit der Stadt Bad Nauheim und der Bonner Elvis Presley Gesellschaft (EPG) die ideellen und finanziellen Hauptträger des jährlichen Festivals.

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