Elvis Presley: Merry Christmas Baby

Weihnachtssongs von Elvis Presley gehören mittlerweile zu den Klassikern und werden entsprechend oft  in der Vorweihnachtszeit gespielt. Da wundert es nicht, dass die Recording Industry Association of America (RIAA) 2011 einen Diamond-Award für 10 Mio. allein in den USA verkaufte Exemplare des Elvis Christmas Album (Camden-Version von 1970) verliehen hat.

Elvis Christmas Album, Cover 1970

Und das ist nur ein Album! Die ganzen Compilations, die es weltweit seit Jahrzehnten sonst noch gab und gibt, sind nicht berücksichtigt. Nicht schlecht, Herr Specht! Damit soll Elvis Christmas Album bis heute das erfolgreichste Weihnachtsalbum aller Zeiten in den USA sein.

Einer der, wenn nicht DER bekannteste Elvis-Christmassong, der erstmals 1957 erschien und natürlich auch auf dem Topseller Elvis’ Christmas Album nicht fehlt, ist Blue Christmas. Bing Crosby hat seinen White Christmas-, Elvis seinen Blue Christmas-Klassiker, passt schon und beide hat wohl jeder irgendwann irgendwo schon mal gehört. Man kann ihnen in der Vorweihnachtszeit eigentlich nicht entkommen ;-).

Aber mein ganz persönlicher Favorit unter den Elvis-Weihnachtssongs ist nicht Blue Christmas, sondern einer, den gar nicht so viele außerhalb der Fangemeinde kennen und der auch nicht auf dem Camden-Album zu finden ist, denn er wurde erst 1971 aufgenommen: Merry Christmas Baby, eine der besten Blues-Interpretationen des Memphis Flash. Weiterlesen

Elvis Presley rockt – 48 Hours To Memphis

Als Elvis Presley am 18. März 1974 unter Blitzlichtgewitter und donnerndem Applaus zu den Klängen von Also Sprach Zarathustra die Bühne des Coliseum in Richmond/Virginia betrat waren es noch genau 48 Stunden bis zu dem legendären Konzert in seiner Wahlheimatstadt, erstmals 1974 verewigt auf der LP Elvis Recorded Live On Stage In Memphis.

Lange ahnte kaum jemand, dass auch von dem kompletten Konzert in Richmond eine professionelle Multitrack-Aufnahme realisiert wurde, von der wiederum eine Kopie – versehen mit nicht mehr als dem unspektakulären Aufdruck “All Star Shows, Madison Tennessee” – 1990 über Umwege in die Hände des Fans und Sammlers Robert Frieser kam.

Follow That Dream Records: 48 Hours To Memphis

Erst jetzt, über 20 Jahre später, hat Frieser diese Kopie des Mitschnitts  (das Original gilt weiterhin als verschollen) für die Veröffentlichung durch das Elvis Presley-Sammlerlabel Follow That Dream Records zur Verfügung gestellt, für das Ernst Jorgensen und Roger Semon seit 1999 mit vielen erstklassigen Elvis-Publikationen verantwortlich zeichnen. Zuvor kursierte das Konzert nur als Import unter dem Titel „Guaranteed To Blow Your Mind“.

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