Buchtipp – Elvis im Kino von Björn Eckerl

Elvis in Speedway (1967)

Elvis Presley hat zwischen 1956 und 1969 in 31 Kinofilmen gespielt und zählte zeitweise zu den bestbezahlten Schauspielern Hollywoods. Doch wenn von Elvis Presleys Filmkarriere, von Elvis dem Schauspieler die Rede ist, dann sind sich Biografen, Fans und Kritiker überraschend einig: die Filme markieren den künstlerischen Tiefpunkt einer ansonsten fast makellosen Karriere.

Seit kurzem gibt es eine interessante Neuerscheinung zum Thema aus dem Stroemfeld Verlag mit dem Titel Elvis im Kino: Was wir von Elvis-Filmen über Elvis und das Kino lernen können. Verfasst hat sie der Mittdreißiger Björn Eckerl, Filmwissenschaftler und Gesellschafter einer Frankfurter Werbeagentur » Interview mit Björn Eckerl.

Was dieses Buch bemerkenswert macht, ist, dass der Autor darin überzeugt, die Filmkarriere als ein Kontinuum des Phänomens Elvis Presley zu sehen, und eben nicht, wie im Elvis-Kanon üblich, als einen nicht nachvollziehbaren Bruch. Weiterlesen

Elvis Presley – Heartbreak Hotel

Heartbreak Hotel – Elvis Presleys 1. Monster-Hit aus dem Jahr 1956 – ist ein Meisterwerk in Sachen Minimalismus. Am ehesten ein Blues, wird die düstere, selbstmordlastige Atmosphäre des Songs in erster Linie durch den Gesang Elvis Presleys getragen. Es ist die Intensität der Stimme, in der sich trotzige Entschlossenheit mit Verletztlichkeit paart, die den Song definiert.

Heute gilt Heartbreak Hotel als absoluter Klassiker, 1956 jedoch waren längst nicht alle vom Potenzial des Songs und des damals noch sehr jungen, weitgehend unbekannten Interpreten Elvis Presley überzeugt.

 

Elvis Presley: Heartbreak Hotel 1956

1-13 Heartbreak Hotel

 

Heartbreak Hotel – I walk a lonely street

Heartbreak Hotel wurde von Mae Boren Axton und ihrem Partner Tommy Durden 1955 speziell für Elvis Presley geschrieben. Mae Axton arbeitete Mitte der 1950er unter anderem als Promoterin und lernte Elvis über dessen damaligen Manager Bob Neal kennen, als sie den Nachwuchsstar 1955 für eine Hank-Snow-Show in Florida buchte. Vom Talent des Memphis Flash überzeugt, den sie außerdem sehr sympathisch fand, versprach sie ihm einen Top-Hit, der ihm zum Durchbruch verhelfen sollte.

Die zündende Idee zu Heartbreak Hotel hatten Axton und Durden von einem Zeitungsartikel über einen Mann, der Selbstmord verübt und einen Abschiedsbrief mit nur einer einzigen verzweifelten Zeile, nämlich I walk a lonely street, hinterlassen hatte. Das traurige Schicksal des Unbekannten inspirierte die beiden so, dass sie Heartbreak Hotel in kaum mehr als 20 Minuten komponierten und den Discjockey Glenn Reeves gleich eine Demoversion für Elvis anfertigen ließen.

Elvis Presley war von Heartbreak Hotel offensichtlich sofort begeistert, denn er nahm den Song schon 1955 – noch bevor es eine Plattenaufnahme gab – in sein Live-Repertoire auf und äußerte, er sei sich sicher, dass dies sein erster großer Hit werden würde. Andere waren davon längst nicht so überzeugt, wie sich schnell herausstellen sollte…

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Happy Birthday Mr. Presley

Am 8. Januar 2012 würde Elvis Presley seinen 77. Geburtstag feiern. Und wie jedes Jahr (→ Elvis Presleys Geburtstag: 8. Januar 1955) könnte er sich an seinem Ehrentag ein himmlisch leckeres Stück Kuchen gönnen. Denn seit jeher kriegt er gerne was gebacken – von Familie, Freunden und natürlich seinen Fans!

 

Der King war ne Süßschnut, weiß seine Köchin Nancy Rooks zu berichten. Ganz besonders gerne mochte er hausgemachte Kuchen, so wie sie in den Südstaaten der USA traditionell gebacken werden – gehaltvoll und süß. Weiterlesen

Elvis und die Grammys

Seit ein paar Tagen ist es offiziell, Elvis Presley hat eine weitere Grammy-Nominierung eingefahren, posthum natürlich ;-). Wenn man’s ganz genau nimmt, wurde nicht der King selbst nominiert, sondern vielmehr das 2011 von RCA/Legacy Recordings (Sony) herausgegebene Deluxe-Box-Set Young Man with the Big Beat: The Complete ’56 Elvis Presley Masters – nominiert in der Kategorie Best Historical Album.

Für das 5-CD-Set, das den kometenhaften Aufstieg des Memphis Flash im Jahr 1956 musikalisch dokumentiert → siehe auch Blogbeitrag zu Bildband A Moment In Time, zeichnen – wie kann es anders sein – Ernst Jorgensen als Produzent und Vic Anesini als Tontechniker verantwortlich.

Grammy-nominiert: Young Man With The Big Beat

Die Nominierung für die Grammys 2012 ist natürlich eine tolle Nachricht, zumal Elvis Presley für seine bahnbrechenden frühen Studio- und Live-Aufnahmen zu Lebzeiten nie eine Nominierung erhielt. Das schon ganz einfach deswegen nicht, weil die Grammys erst seit 1958 von der National Academy of Recording Arts and Sciences (NARAS) in den USA vergeben werden. Lässt sich so das Fehlen von Grammys für die super erfolgreichen und Musikgeschichte schreibenden Singles und Alben der Jahre 1956/57 noch nachvollziehbar erklären, sieht das für die Jahre ab 1958 komplett anders aus. Weiterlesen

Elvis Presley: Merry Christmas Baby

Weihnachtssongs von Elvis Presley gehören mittlerweile zu den Klassikern und werden entsprechend oft  in der Vorweihnachtszeit gespielt. Da wundert es nicht, dass die Recording Industry Association of America (RIAA) 2011 einen Diamond-Award für 10 Mio. allein in den USA verkaufte Exemplare des Elvis Christmas Album (Camden-Version von 1970) verliehen hat.

Elvis Christmas Album, Cover 1970

Und das ist nur ein Album! Die ganzen Compilations, die es weltweit seit Jahrzehnten sonst noch gab und gibt, sind nicht berücksichtigt. Nicht schlecht, Herr Specht! Damit soll Elvis Christmas Album bis heute das erfolgreichste Weihnachtsalbum aller Zeiten in den USA sein.

Einer der, wenn nicht DER bekannteste Elvis-Christmassong, der erstmals 1957 erschien und natürlich auch auf dem Topseller Elvis’ Christmas Album nicht fehlt, ist Blue Christmas. Bing Crosby hat seinen White Christmas-, Elvis seinen Blue Christmas-Klassiker, passt schon und beide hat wohl jeder irgendwann irgendwo schon mal gehört. Man kann ihnen in der Vorweihnachtszeit eigentlich nicht entkommen ;-).

Aber mein ganz persönlicher Favorit unter den Elvis-Weihnachtssongs ist nicht Blue Christmas, sondern einer, den gar nicht so viele außerhalb der Fangemeinde kennen und der auch nicht auf dem Camden-Album zu finden ist, denn er wurde erst 1971 aufgenommen: Merry Christmas Baby, eine der besten Blues-Interpretationen des Memphis Flash. Weiterlesen

Elvis Presley: A Moment in Time – 4 Days in ’56 von M. Rose

Elvis Presley: A Moment in Time – 4 Days in ’56 ist eine tolle Neuerscheinung nicht nur für Fans, die Fotobücher lieben. Autor Michael Rose ist ja bereits ein Begriff seit Veröffentlichung seiner wirklich gut recherchierten DVD-Dokumentation Elvis: Return To Tupelo (2008) und hat jetzt mit diesem Bildband nachgelegt, der von Follow That Dream Books vertrieben wird.

A Moment in Time – 4 Days in ’56 konzentriert sich – wie der Titel schon sagt – auf 4 Tage im Mai des ereignisreichen Jahres 1956, in dem sich der gerade mal 21-jährige Elvis Presley vom regionalen Gesangstalent zum absoluten Superstar entwickelte.

Zahlreiche, bislang weithin unbekannte Fotos aus den Archiven der Library of Congress und des Look Magazines sowie ein gelungenes, klassisches Layout machen diesen Band zum Augenschmaus.

Alle Fotos: © Michael Rose Productions 2011

Ein verlängertes Wochenende mit Elvis Presley kann der Leser hier hautnah miterleben, angefangen vom Konzert in Detroit/Michigan am Freitag, den 25. Mai 1956, über die Auftritte in Columbus und Dayton/Ohio am Samstag und Sonntag bis zur kurzen Verschnaufpause, die Elvis in seinem neuen Zuhause im Audubon Drive in Memphis am 28. Mai 1956 einlegte.

Columbus/Ohio 26. Mai 1956_Rose

Columbus/Ohio 26. Mai 1956

Action in Columbus 26. Mai 1956

Mit Gitarrist Scotty Moore 26.Mai 1956

Zu sehen ist Elvis in Action auf der Bühne, hinter der Bühne mit Fans, seinen Musikern und Cousin Gene Smith, auf einer Party mit aktuellem Date und zuhause mit seinen Eltern. So ungezwungen, natürlich und vor allem megacool kennt man Elvis sonst fast nur auf den berühmten Fotos von Alfred Wertheimer (→ Elvis Presleys Sweetheart) aus demselben Jahr.

Backstage mit Cousin Gene Smith – 27. Mai 1956

Mit Date Dolores Miklas (Pipski) auf einer Party am 25. Mai 1956

Anstrengend so ein Leben als Superstar – Elvis und Mama Gladys 28. Mai 1956

Elvis führt seinen 1956 Messerschmitt KR200 vor – Memphis 28. Mai 1956

Gut eingebunden sind die Fotos durch den informativen Begleittext, zeitgenössische Besprechungen der Konzerte aus der Tagespresse und Augenzeugenberichten von Fans, die Gelegenheit hatten, diese Konzerte zu besuchen und den künftigen King im Backstage-Bereich persönlich kennen zu lernen.

Mit Fans vor dem Konzert in Detroit 25. Mai 1956

Elvis hautnah – Dayton 27. Mai 1956

Der King geht auf Tuchfühlung – 25. Mai 1956

Und WOW, was muss das für ein Erlebnis gewesen sein! Die Aufregung springt einem aus manchen Fotos geradezu ins Gesicht.

Fans außer sich in Dayton – 27. Mai 1956

Elvis charmiert Fan Toni Thomas – Dayton 27. Mai 1956

Elvis steht Rede und Antwort in Detroit – 25. Mai 1956

Fazit Elvis Presley: A Moment in Time – 4 Days in ’56:

Klare Kaufempfehlung! Tolle Ergänzung zu → Alfred Wertheimers hochwertigen Bildbänden und natürlich auch zum kürzlich erschienenen, Grammy-nominierten Box-Set “Young Man With The Big Beat”, das ganz dem Wahnsinnsjahr 1956 gewidmet ist.

Nur wenige Fotos aus Michael Roses Buch sind schon aus diesem Box-Set bekannt, so dass sich die Anschaffung in jedem Fall lohnt. Es bleibt zu hoffen, dass dies nicht das letzte Elvis-Projekt von Michael Rose ist, denn Veröffentlichungen in dieser Liga kann die Elvis-Welt gut gebrauchen.

Buchcover Elvis Presley: A Moment In Time

Michael Rose: Elvis Presley: A Moment in Time – 4 Days in ’56
Hardcover 24,5 x 24,5 cm, rund 190 Seiten mit zahlreichen s/w-Fotos
Michael Rose Productions 2011
Vertrieb: FTD Books

Kurioses Elvis-Video: The Walls Have Ears

Hätte nicht gedacht, dass ausgerechnet der Song “The Walls Have Ears” aus dem Film “Girls, Girls, Girls” von 1962 zu einem witzigen Video inspiriert.

♥I found Time Machine to Dance with♥Elvis Presley on His Birthday;-))Explore!

Elvis Presley rockt – 48 Hours To Memphis

Als Elvis Presley am 18. März 1974 unter Blitzlichtgewitter und donnerndem Applaus zu den Klängen von Also Sprach Zarathustra die Bühne des Coliseum in Richmond/Virginia betrat waren es noch genau 48 Stunden bis zu dem legendären Konzert in seiner Wahlheimatstadt, erstmals 1974 verewigt auf der LP Elvis Recorded Live On Stage In Memphis.

Lange ahnte kaum jemand, dass auch von dem kompletten Konzert in Richmond eine professionelle Multitrack-Aufnahme realisiert wurde, von der wiederum eine Kopie – versehen mit nicht mehr als dem unspektakulären Aufdruck “All Star Shows, Madison Tennessee” – 1990 über Umwege in die Hände des Fans und Sammlers Robert Frieser kam.

Follow That Dream Records: 48 Hours To Memphis

Erst jetzt, über 20 Jahre später, hat Frieser diese Kopie des Mitschnitts  (das Original gilt weiterhin als verschollen) für die Veröffentlichung durch das Elvis Presley-Sammlerlabel Follow That Dream Records zur Verfügung gestellt, für das Ernst Jorgensen und Roger Semon seit 1999 mit vielen erstklassigen Elvis-Publikationen verantwortlich zeichnen. Zuvor kursierte das Konzert nur als Import unter dem Titel „Guaranteed To Blow Your Mind“.

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