Elvis for President: Der King und die amerikanischen Präsidentschaftswahlen

Der Endspurt der amerikanischen Präsidentschaftswahlen 2020 ist eingeläutet. Wenige Tage vor dem entscheidenden 3. November feuern der republikanische Amtsinhaber Donald Trump und der demokratische Herausforderer Joe Biden aus allen Rohren, um die jetzt noch unentschlossenen Wähler für sich zu gewinnen. Dabei sind sie trotz ihres fortgeschrittenen Alters – 74 und 77 Jahre – alles andere als zimperlich in ihren Verbal-Attacken.

Wahlkampf 2020: Amtsinhaber Donald Trump gegen Joe Biden (links) – Foto: CTV

Aktuell beschuldigt Trump Biden, den er in seinen Tweets als schmuddeligen und korrupten „Sleepy Joe“ (Schlafmütze) bezeichnet, das Oberste Verfassungsgericht der Vereinigten Staaten mit einer Justizreform zu einer Hochburg der Linken zu machen und damit der kommunistischen Unterwanderung des amerikanischen Staates Vorschub zu leisten. Starker Tobak.

Biden hingegen spricht von Trump als unverantwortlichen Chaoten und Spalter der Nation, der auf Polizeigewalt gegenüber Afroamerikanern mit noch mehr Gewalt reagiert, zudem bei der Eindämmung der Corona-Pandemie mit rekordverdächtig vielen Toten in den USA völlig versagt und Wahlkampveranstaltungen als „Superspreader-Events“ abhält. Keine Frage: Die beiden Präsidentschaftskandidaten schenken sich nichts.

Experten fürchten außerdem, Trump könne im Fall einer Niederlage das Wahlergebnis schlicht nicht anerkennen – seit Monaten weist der republikanische Amtsinhaber auf die angebliche Unzuverlässigkeit des amerikanischen Briefwahlsystems hin – und das Land damit endgültig ins Chaos stürzen.

Die „Elvis-Karte“ in der Politik

Stellt sich die Frage: Was hat das alles mit Elvis Presley zu tun, der seit mehr als 40 Jahren tot ist? Auf den ersten Blick wenig – auf den zweiten sehr viel. Denn seit der Demokrat Jimmy Carter am 17. August 1977 in seiner Funktion als 39. US-Präsident sein vielbeachtetes Statement zum Tode Elvis Presleys abgab…

„Elvis Presley’s death deprives our country of a part of itself. He was unique and irreplaceable. More than 20 years ago, he burst upon the scene with an impact that was unprecedented and will probably never be equaled. His music and his personality, fusing the styles of white country and black rhythm and blues, permanently changed the face of American popular culture. His following was immense, and he was a symbol to people the world over of the vitality, rebelliousness, and good humor of his country.“

Jimmy Carter, 39. Präsident der Vereinigten Staaten (1977-1981)

… welches der wahrscheinlich am besten formulierte Nachruf auf den King überhaupt ist, und damit den Tod Elvis Presleys als bedeutsamen Verlust für die amerikanische Nation quasi zementierte, spielt Elvis in der US-Politik immer wieder eine große Rolle. Posthum.

Kannten sich persönlich: Elvis Presley mit dem späteren US-Präsidenten Jimmy Carter und dessen Frau Rosalynn in den 1970ern.

Besonders deutlich wird das regelmäßig bei den Präsidentschaftswahlen, bei denen sowohl republikanische als auch demokratische Kandidaten ihn für ihre politischen Zwecke vereinnahmen, obwohl  – oder vielleicht auch gerade weil – der Musiker sich zu Lebzeiten aus Überzeugung nie öffentlich politisch äußerte und man daher auch nicht mit Bestimmtheit sagen kann, welcher der beiden amerikanischen Parteien er am ehesten zugeneigt war. Auch der vielzitierte Überraschungsbesuch bei Richard Nixon im Oval Office 1970 gibt dazu letztlich wenig Aufschluss.

Fest steht, Elvis hat bis heute gleichermaßen Fans in liberalen als auch konservativen Kreisen – Demokraten mögen ihn ebenso wie Republikaner. Ein wesentlicher Grund dafür steckt bereits in Jimmy Carters Nachruf: Elvis ist ein Symbol für Amerika – ein Amerika, so wie es sich selbst gerne sieht: einzigartig, einflussreich, erfolgreich, Rassengrenzen überwindend, rebellisch, vital und humorvoll. Alles Eigenschaften, die sich in einem Wahlkampf gut machen, weswegen Kandidaten aller Couleur bis heute die „Elvis-Karte“ immer wieder gerne ziehen. Allerdings ist das nicht immer  von Erfolg gekrönt.

Einer der Fälle, bei dem die „Elvis-Karte“ richtig nach hinten losging, ist der der Politikerin Michele Bachmann, die in der Vorrunde zu den Präsidentschaftswahlen 2012 für den ultrarechten Flügel der Republikaner in den Ring stieg und den Fehler beging, bei einer Wahlkampfveranstaltung am 16. August 2011 in South Carolina dem King zum Geburtstag zu gratulieren.

Dieser Fauxpas, den Todestag mit dem Geburtstag Elvis Presleys zu verwechseln, ging groß durch die amerikanische Presse (selbst einige deutsche Blätter berichteten) und wurde sogar im TV-Sender CNN diskutiert. Man war sich einig: Ob man Elvis nun mag oder nicht, diese beiden Termine zu verwechseln, geht gar nicht – und schon dreimal nicht bei jemandem, der ein Auge auf das Präsidentenamt hat.

Weit gekommen ist Bachmann, die von 2007 bis 2015 im Kongresswahlbezirk Minnesota dem Repräsentantenhaus angehörte, danach in der Politik nicht mehr.

Junger Elvis oder alter Elvis?

Der Präsidentschaftswahlkampf, den Elvis Presley so dominierte, dass er ihn mehr oder weniger für sich entschied, war der von 1992. Wir erinnern uns: Hier trat der republikanische Amtsinhaber Georg Bush senior (1989-1993) gegen den demokratischen Herausforderer Bill Clinton (42. Präsident, 1993-2001) an… und verlor, weil er an Elvis schlicht nicht vorbeikam. Was war passiert?

Zu allererst passierte, dass der amerikanischen Post im Frühjahr 1992 – also in der Endphase des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfs – ein regelrechter Coup gelang: Sie startete als Gegenprogramm einen eigenen Wahlkampf, bei dem sie die amerikanische Bevölkerung dazu aufforderte, zwischen zwei Elvis-Porträts zu wählen, die als Motiv für eine Briefmarke in Frage kamen. Eine schöne Idee für eine Marketingkampagne, schließlich ist Elvis‘ weltweit bekannter Hit Return to Sender von 1962 sozusagen der Post gewidmet.

Wählen konnte man bei der Briefmarkenkampagne zwischen „young Elvis“ und „mature Elvis“ oder – wie es im Volksmund schnell hieß – „thin/dünner Elvis“ oder „fat/fetter Elvis“, die die Künstler Mark Stutzman und John Berkey nach Fotos von Elvis Presley aus den Jahren 1956 respektive 1973 kreiert hatten.

Wahlplakat der amerikanischen Post 1992: Welchen Elvis‘ hättens denn gern?

Abstimmen konnten die Amerikaner in den Postniederlassungen oder über eine Anzeige im Magazin People. Die Kampagne war sehr erfolgreich – 1,2, Millionen Amerikaner/innen stimmten ab – und sie sorgte für reichlich Diskussion in der Politik und in den Medien.

Kongressabgeordnete diskutieren die Köpfe heiß, ob es Elvis Presley überhaupt wert sei, eine amerikanische Briefmarke zu zieren, und Comedians und Cartoonisten hatten ihren Spaß, Politiker, die Post und Elvis selbst deswegen ordentlich durch den Kakao zu ziehen.

Kurz: Die Frage, welcher Elvis denn nun auf die Briefmarke sollte, war viel interessanter als der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf, was Bill Clinton dazu animierte, sein Votum in den Ring zu werfen: Er gab dem jungen Elvis seine Stimme. Damit lag Clinton auf Linie mit dem Wahlvolk, denn 75 Prozent aller abgegebenen Stimmen sprachen sich für das Briefmarkenmotiv Elvis 1956 aus.

Die Elvis-Clinton-Affäre aus Sicht eines Cartoonisten Anfang der 1990er.

Man ahnt es schon: „Thin Elvis“ ist bis heute die erfolgreichste Gedenkbriefmarke aller Zeiten in den USA. In den Verkauf kam sie zu Elvis‘ Geburtstag am 8. Januar 1993 – knappe 14 Tage, bevor der 42. Präsident der Vereinigten Staaten seine Antrittsrede hielt.

Clinton alias Elvis vs. Bush

Doch bevor es soweit war, brachte der ganze Bohei um die Elvis-Gedenkbriefmarke die Präsidentschaftskandidaten Bush und Clinton so ins mediale Hintertreffen, dass sie sich was einfallen lassen mussten. Sie sprangen auf den Elvis-Zug auf. Und dabei hatte Clinton, der bis dahin hinter Bush und einem dritten parteilosen Kandidaten – Milliardär Ross Perot – zurücklag, mit Start der Briefmarkenkampagne schlicht die besseren Karten.

Wenn einer der drei Kandidaten als eine Art Elvis im Präsidentschaftswahlkampf in Frage kam, dann Clinton, der sich früh als Presley-Fan outete und bei Pressevertretern schnell den Spitznamen „Elvis mit Taschenrechner“ weg hatte. So richtig nach Sieg klang das aber noch nicht.

Das Blatt zu seinen Gunsten wenden konnte Bill Clinton, damals Gouverneur von Arkansas, erst im Juni 1992 mit einem heute als legendär geltenden Auftritt in der Arsenio Hall-Talkshow, wo er eine erstaunlich gute Version von Elvis‘ Hit Heartbreak Hotel auf dem Saxofon zum Besten gab und damit eine Seite von sich zeigte, die die wenigsten Wähler je zuvor an ihm wahrgenommen hatten.

Und auf die Frage von Arsenio Hall, welchem Briefmarken-Elvis er denn den Vorzug geben würde, antwortete er in einer Art und Weise, die sowohl echte Überzeugung als auch Selbstironie erkennen ließ – das brachte ihm entscheidende Sympathien beim Wahlvolk ein:

„Ich führe einen nationalen Feldzug für den jungen Elvis. Ich meine, wenn du älter wirst, wirst du eben fett wie ich. Es muss einfach der junge Elvis sein, denn das war die Zeit, in der er all die Energie, diese echte, rohe, unverbrauchte Power hatte. Es wäre einfach nicht richtig, die ältere Briefmarke zu wählen.“

Bill Clinton in der Arsenio Hall Show 1992

Dieser Auftritt von Clinton als Elvis-Bewunderer brachte Amtinhaber George Bush sofort in die Defensive. Er musste sich von nun an quasi als „Gegenkandidat zu Clinton-Elvis“ positionieren und kam im folgenden politischen „Elvis-Schlagabtausch“ mit seinem Herausforderer meist ziemlich säuerlich rüber – als ein Spielverderber, dem die Leichtigkeit abging.

Obwohl er sich durchaus als ebenbürtiger Elvis-Kenner erwies – George Bush war Elvis Presley 1971 bei der Verleihung des Jaycee Awards zumindest einmal persönlich begegnet – gelang es ihm nicht, die „Elvis-Karte“ zu seinen Gunsten auszuspielen. So sprach er über Clintons Wirtschaftsprogramm abwertend als „Elvis Economics“, das ganz Amerika schneller ins „Heartbreak Hotel“ bringen würde als so manchem lieb sei. Ein andermal hieß es mit Verweis auf Elvis Presleys Performance-Stil:

„Endlich habe ich herausgefunden, wieso er [Clinton] sich so gerne mit Elvis vergleicht. Immer wenn er Position beziehen muss, fängt er an zu wackeln.“

George Bush 1992, zitiert nach Greil Marcus: Dead Elvis

Clinton zeigte sich hingegen lässig und mit einem besseren Gespür dafür, was das Wahlvolk offenbar hören wollte:

Bush vergleicht mich ständig auf wenig schmeichelhafte Weise mit Elvis. Also, ich glaube, dass Bush Elvis nie sonderlich gemocht hat – und das ist ein weiterer Punkt, der gegen Bush spricht.“

George Bush 1992, zitiert nach Greil Marcus: Dead Elvis

Das Ende vom Lied war, dass Bush seine Wiederwahl verlor und Clinton mit „thin Elvis“ ins Weiße Haus einzog. Seitdem hat Elvis einen festen Platz im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf, mal auf der demokratischen und dann wieder auf der republikanischen Seite. Elvis ist der amerikanische Wechselwähler schlechthin.

Seit der King 2002 mit dem Remix des Songs A Little Less Conversation (A Little More Action) einen posthumen Superhit landete, haben diverse  Politiker/innen beider großen Parteien von John Kerry über Hilary Clinton und George W. Bush bis hin zum Team John McCain und Sarah Palin die eingängige Liedbotschaft vom „weniger reden, dafür mehr tun“ immer wieder für ihre Kampagnen genutzt.

So ist aus einem ursprünglich völlig unpolitischen, jahrzehntelang fast vergessenen Song aus dem Elvis-Film Live A Little, Love A Little (dt. Liebling, lass‘ das Lügen, 1968) eine politische Botschaft geworden, die jeder versteht und mit der beide Parteien offenbar punkten können.

Trump goes Elvis

Im aktuellen Rennen um das Präsidentenamt wird die „Elvis-Karte“ auf der republikanischen Seite gespielt. Und wie so oft im Wahlkampf ist das vor allem eine Reaktion auf den politischen Gegner, in diesem Fall der politischen Linken in den USA.

Seit Eugene Jareckis während des Wahlkampfs 2016 gedrehte Dokumentation The King – Mit Elvis durch Amerika (ursprünglicher Titel Promised Land) in den Kinos lief und damit einem breiteren Publikum bekannt wurde, war es nur eine Frage der Zeit, bis Elvis im Wahlkampf Donald Trumps eine Rolle spielen würde. Schließlich geht es in der Dokumentation um die gesellschaftliche Spaltung in den USA und den Niedergang des amerikanischen Wertesystems, die in der Wahl Trumps zum Präsidenten ihren Höhepunkt erreicht.

Der American Dream, so ist die Botschaft von Jareckis Dokumentation, hat sich zu einem Albtraum erster Güte entwickelt – Elvis‘ Lebensgeschichte dient in The King – Mit Elvis durch Amerika als Metapher für den verlorenen American Dream. Und auch hier – wie schon zu George Bushs und Bill Clintons Zeit – spielt das Bild von „young/thin Elvis“ (goldene Zeiten) und „old/fat Elvis“ (Albtraum) eine Rolle, wie anhand von Jareckis Aussagen im folgenden Video „How America turned into fat Elvis/Wie sich Amerika in den fetten Elvis vewandelt hat“ zu hören ist.

Eine ganz schön provokante Botschaft, die Jarecki hier – auf dem Rücken von „fat Elvis“ – austrägt. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis die konservativen „Make America Great Again“-Trumpianer zum Elvis-Gegenschlag ausholten. Sie taten es im November 2018 (fast zeitgleich mit den sogenannten „midterm elections“, bei denen Trumps Republikaner die Mehrheit im Repräsentantenhaus an die Demokraten abtreten mussten), indem sie ausgerechnet Elvis Presley posthum mit einer der höchsten Auszeichnungen ehrten, die der amerikanische Präsident zu vergeben hat: der Presidential Medal of Freedom – der Freiheitsmedaille des Präsidenten.

Die Presidential Medal of Freedom, die in der aktuellen Form von Präsident John F. Kennedy 1963 ins Leben gerufen wurde, ist zusammen mit der vom amerikanischen Kongress vergebenen Congressional Gold Medal, die höchste Auszeichnung der U.S.-Regierung an einen ihrer Bürger – und sie kann auch posthum vergeben werden. Sie ehrt Persönlichkeiten, die einen besonderen Beitrag etwa zur Sicherheit und den nationalen Interessen der Vereinigten Staaten, zum Frieden in der Welt oder zur Kultur des Landes geleistet haben.

Ein geschickter Schachzug der Republikaner, diese Medaillenvergabe. Denn wäre Amerika tatsächlich in einem so schlechten Zustand wie angeblich „fat Elvis“, dann könnte man ihn wohl kaum mit einer so hohen Auszeichnung ehren. Interessanterweise wählte Trump als Musiktitel zur Ehrung des King auch keinen von Elvis‘ legendären frühen Rockern, sondern den Gospel How Great Thou Art, der dem Jungen aus Tupelo gleich zwei Grammy-Awards bescherte.

Auch lässt Donald Trumps Rede, in der er neben Patriotismus und Religiosität den Erfolg von Elvis Presleys gesamter Karriere in den Fokus rückt,  deutlich erkennen, dass er mit dem Elvis der Vegas-Jahre, der gleichbedeutend mit „fat Elvis“ ist, überhaupt keine Berührungsängste hat – ganz im Gegenteil:

„Tatsächlich war das so, dass die Fans bei seinen Auftritten so wild wurden – und ich hab‘ das selbst erlebt in Vegas, im Hilton Hotel. Die haben den Saal zerlegt, geschrieen, sind total durchgedreht. Deswegen mussten sie damals immer die Durchsage machen ‚Elvis hat das Haus verlassen‘ – wenn sie das nicht gemacht hätten, wäre ich immer noch dort (lacht). Das mussten die einfach machen, die Durchsage ‚Elvis ist weg. Elvis ist gegangen‘.

Donald Trump im November 2018 anlässlich der Vergabe er Presidential Medal of Freedom

Nun wäre Donald Trump nicht Donald Trump, wenn er in seiner Rede bei den Feinheiten letztlich nicht doch noch patzen würde. Mit der Genauigkeit hat er es bekanntermaßen nicht so. Und das fiel einer Elvis-geschulten Öffentlichkeit natürlich sofort auf – und flog dem Präsidenten entsprechend um die Ohren – auch in der deutschen Presse.

Trump spielt in seiner Anekdote von Elvis‘ Vegas-Auftritten auf die Durchsage an, die schon seit den 1950ern am Ende eines Konzerts gemacht wurde und die sich längst zum geflügelten Wort für alles Mögliche entwickelt hat: Elvis has left the building! Was Trump sagt – und damit offenbart auch er eine Bildungslücke – ist „Elvis has left the house“ und „Elvis has gone“.

Komiker Jim Carrey nimmt Elvis-Trump auf die Schippe.

Noch interessanter ist aber, dass Trump sich ganz offenbar mit der Bühnenpersönlichkeit Elvis Presley bestens identifizieren kann. Wenn er eins an dem Mann aus Memphis bewundert, das wird in der oben zitierten Passage der Rede überdeutlich, dann sind es die Reaktionen, die dieser bei seinen Fans auslöste. So wünscht sich das Trump, der seine Wahlkampfauftritte gerne im Rockstarmodus absolviert, von seinen Anhängern auch. Den bekannten Komiker Jim Carrey hat das zu einem eigenen Trump-Cartoon (oben) inspiriert.

Spätestens seit der Vergabe der Freiheistmedaillie ist Trump zum Elvis mutiert. Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Elvis‘ Geburtstadt Tupelo Ende November 2018 spielte der Präsident erneut mit großer Begeisterung die „Elvis-Karte“…

… indem er zum Besten gab, man hätte ihm als junger Mann oft gesagt, abgesehen von den blonden Haaren sähe er aus wie Elvis. Der sich vorhersehbar anchließende Shitstorm im Netz und in den Medien ob dieser grandiösen Selbstüberschätzung dürfte ihn wenig gestört haben.

Fake News: Trumps Ähnlichkeit mit Elvis.

Keine Frage, Trump beherrscht das Elvis-Spiel – er weiß, dass Elvis Presleys Name ihm in jedem Fall Aufmerksamkeit garantiert – so oder so. Vor allem bei der Wählergruppe, die er im Video-Clip unverhohlen umgarnt: die „hart arbeitenden Patrioten“ der weißen Arbeiterklasse Amerikas.

Ob Trump am 3. November 2020 tatsächlich als Reinkarnation des „fat Elvis“ erneut ins Weiße Haus einfährt? Wir wissen es nicht. Aber wir können ja einfach Elvis mal fragen, was er dazu meint.

Einfach unglaublich – Trump ist immer noch Präsident.

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