Elvis macht den Ampelmann

Seit heute regelt Elvis Presley auch in Bad Nauheim als Fußgänger-Ampelmännchen den Verkehr. In Friedberg darf er das schon seit Ende 2018. Hintergrund: Der King diente als amerikanischer Soldat vom Oktober 1958 bis März 1960 in der ehemaligen Friedberger Kaserne Ray Barracks und wohnte in dieser Zeit im benachbarten Bad Nauheim.

Bad Nauheimer und Friedberger Stadtväter (und -mütter) haben Spaß bei der Einweihung der neuen Elvis-Ampeln in Bad Nauheim. Foto: Bad Nauheim Stadtmarketing und Tourismus GmbH

Zum Dienst bei der Truppe fuhr Elvis mit dem Auto – also jeden Tag mindestens einmal hin und her zwischen Bad Nauheim und Friedberg, wenn er nicht gerade auf Manöver in Grafenwöhr war. Macht also durchaus Sinn, dem King als einem aktiven Verkehrsteilnehmer in der Wetterau Ampeln einzurichten – zwei in Friedberg und seit heute zwei weitere in Bad Nauheim.

Zusätzlich hat er in unmittelbarer Nähe zum Gelände der Ray Barracks seit Jahren schon einen eigenen Verkehrskreisel – und in Bad Nauheim seit kurzem eine eigene Bushaltestelle. (Rock-)Adel verpflichtet.

Elvis-Ampelmotiv in Friedberg – Foto: dpa/Frank Rumpenhorst.

In Friedberg zeigt Elvis als rockender Vince Everett aus dem Filmklassiker Jailhouse Rock (1957) die grüne Ampel und bewegungslos vor dem Mikrofon stehend die rote an. Ein legendäres und extrem gut ausgewähltes Motiv mit zeitlicher Nähe zu seinem Deutschlandaufenthalt. 100 Punkte dafür.

In Bad Nauheim regelt Elvis singend mit Gitarre den Fußgängerverkehr – unverkennbar er, aber zeitloser, da nicht einem bestimmten Jahr seiner Karriere zuzuordnen. Clever gemacht. Die Bad Nauheimer und Friedberger Stadtväter haben sich hierbei offensichtlich gut abgestimmt, um für Abwechslung zu sorgen.

Elvis sagt: Los geht’s – Foto: Bad Nauheim Stadtmarketing und Tourismus GmbH.

 

Und wie das Gruppenfoto oben zeigt, hatten die Vertreter beider Städte heute mächtig Spaß bei der Einweihung der Bad Nauheimer Ampeln – sie kamen gleich im stilechten Outfit. Vergessen scheint die einstige Rivalität zwischen den beiden Städten und ihren Vertretern. Elvis hat eben etwas Verbindendes.

Zuerst wurde die Fußgängerampel an der unteren Parkstraße/ Ecke Zanderstraße durch Bad Nauheims Bürgermeister Klaus Kreß, Ersten Stadtrat Peter Krank, Sponsorin Edith Siegesmund vom Hotel Spöttel sowie Friedbergs Erster Stadträtin Marion Götz eingeweiht.

Dabei kam die Truppe wohl so ins Elvis-Fieber, dass der Erste Stadtrat Peter Krank den spontanen Vorschlag, als „Zeichen der interkommunalen Zusammenarbeit zwischen Bad Nauheim und Friedberg“ gleich noch eine zweite Elvis-Ampel einzurichten, sofort umsetzen ließ. Ursprünglich war nämlich nur eine in Bad Nauheim geplant. Jetzt regelt Elvis zusätzlich den Verkehr in der Schwalheimer Straße Richtung Friedberg.

Elvis sagt: STOP in Bad Nauheim – Foto: Bad Nauheim Stadtmarketing und Tourismus GmbH

Ins Rollen gekommen war die Elvis-Ampeleritis durch Fans. „Die Idee fanden wir klasse und haben sie gerne aufgenommen“, freut sich Bürgermeister Klaus Kreß. Kein Wunder, die ist nämlich richtig lebensnah. Der King war nämlich nicht nur ein bekennender Autonarr und Motoradfan, sondern auch ein echter Spaßvogel, dem man nachsagt, dass er schon mal spontan als Verkehrspolizist einsprang und mitten auf der Kreuzung stehend den Verkehr regelte.

Bevor die Ampeln in Bad Nauheim installiert werden konnten, mussten natürlich viele rechtlichen sowie technischen Rahmenbedingungen geprüft werden. „Da haben wir bei unserer Kollegin in Friedberg, Frau Götz, Anregungen holen können“, erzählte Bürgermeister Kreß und dankte noch einmal ausdrücklich der Ersten Stadträtin Götz für die angenehme Zusammenarbeit.

Und ich wette mal, die beiden werden ganz sicher auf dem European Elvis Festival, das vom 16- bis 18. August in Bad Nauheim stattfindet, den ein oder anderen Schoppen auf das Wohl des King trinken. Wohl bekomm’s ;-).

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