Speedway: Vom Studio auf die Kinoleinwand

Die Musikkomödie Speedway (1968) war Elvis Presleys 27. Kinofilm und sein neunter für Metro-Goldwyn-Mayer (MGM).

Elvis Presley in seinem neunten Film für Metro-Goldwyn-Mayer: Speedway (1968).

Von den insgesamt 33 Filmen Elvis Presleys, die zwischen 1956 und 1972 gedreht wurden, waren 14 MGM-Produktionen. Mit Jailhouse Rock (1957) und Viva Las Vegas (1964) gehören zwei Musikfilme dazu, die heute zu den Klassikern des amerikanischen Kinos gezählt werden. Allerdings sind auch zwei Filme, die als absoluter Tiefpunkt der Presleyschen Filmkarriere gelten, bei MGM entstanden: Harum Scarum (Verschollen im Harum, 1965) und Double Trouble (Zoff für Zwei, 1967).

Ebenfalls unter dem Dach von MGM produziert wurden später die Konzertdokumentation Elvis That’s The Way It Is (1970) und der Golden Globe-Gewinner Elvis On Tour (1972).

Offensichtlich hatten die Bosse bei MGM hatten eine besondere Vorliebe für Elvis als singenden Rennfahrer, denn alle drei Rennfahrer-Streifen mit dem King in der Hauptrolle – Viva Las Vegas (Tolle Nächte in Las Vegas, 1964), Spinout (Sag’ niemals ja, 1966) und Speedway (1968) – sind MGM-Produktionen.

Elvis gibt alles als Rennfahrer in Speedway (1968).

Insgesamt ist Metro-Goldwyn-Mayer mit Abstand die Filmgesellschaft mit den meisten Elvis-Filmen im Portfolio – und zwar mit beträchtlichem Abstand vor Paramount (9), United Artists (4) und Twentieth Century Fox (3).

Die 14 MGM-Filme Elvis Presleys waren in sechs verschiedenen Verträgen geregelt und gehören zu den lukrativsten Filmdeals seines Managers Colonel Tom Parker (alias Andreas van Kuijk). Für Speedway (1968) erhielt Elvis Presley eine Gage von 850.000 USD sowie eine 50-prozentige Beteiligung am Gewinn. Bei Jailhouse Rock (1957) hatte die Gage für den Star mit 250.000 USD noch beträchtlich niedriger gelegen. Allerdings sah auch dieser Vertrag schon eine Gewinnbeteiligung von 50 Prozent vor.

Am Filmset von Speedway 1967: Elvis mit Gesangskollege Eddy Arnold (links) und seinem Manager Tom Parker (rechts).

Man sieht: MGM glaubte lange an Elvis Presley als Kinokassenmagnet. Sonst hätte man sich – Verhandlungsgeschick des Presleyschen Managements hin oder her – wohl nicht auf diese Verträge eingelassen.

Eingespielt haben soll Speedway an der Kinokasse in den USA 3 Mio. USD (siehe James L. Neibaur: The Elvis Movies; Helmut Radermacher: Das Große Elvis Presley Filmbuch; IMDB-Filmdatenbank). Damit ließ Speedway die Kinokasse in den USA fast doppelt so häufig klingeln wie die schon erwähnte, eher enttäuschende MGM-Produktion Double Trouble (1,6 Mio. USD), allerdings auch weit weniger als das sehr erfolgreiche Musical Viva Las Vegas von 1964 (mehr als 5 Mio USD).

Zudem lief Speedway in den Kinos einiger südamerikanischer, europäischer und asiatischer Länder – Auslandseinnahmen gab es also auch. Hierzulande kam Speedway allerdings nicht auf die große Leinwand, sondern wurde erstmals im Fernsehen gezeigt – und zwar im Dezember 1976.

Zu den Produktionskosten von Speedway gibt es unterschiedliche Angaben, die weit auseinandergehen: Sie werden zwischen 1,5 Mio USD (Neibaur, IMDB-Filmdatenbank) und rund 3 Mio. USD (Michael A. Hoey: Elvis’ Favorite Director) geschätzt. Liegen Autor James Neibaur und die IMDB-Filmdatenbank mit ihrer Schätzung in etwa richtig – dafür sprechen die Budgets anderer Elvis-Filme aus dieser Zeit – dann war Elvis’ drittes RennfahrerMusical kein Verlustprojekt. Und das weder für den Star und seinen Manager, der wiederum prozentual an den Einnahmen Elvis Presleys beteiligt war, noch die Produktionsfirma. Sollte Michael Hoey mit seiner Schätzung recht haben, sähe das allerdings schon wieder anders aus.

Mit auf der Rennstrecke: Produzent – Drehbuchautor – Regisseur

Als Produzent von Speedway fungierte Douglas Laurence (1918-2012), der später noch mit den  Elvis-Streifen Stay Away Joe (Harte Fäuste, heiße Lieder, 1968), Live A Little, Love A Little (Liebling, laß das Lügen, 1968) sowie The Trouble With Girls (Immer Ärger mit den Mädchen, 1969) für den King ins Rennen ging.

Produzent Douglas Laurence (Mitte) mit Elvis Presley und Nancy Sinatra bei den Dreharbeiten zu Speedway (1967).

Laurence war einige Zeit Entertainment-Direktor des bekannten Flamingo Hotels in Las Vegas (das Flamingo wird in der Eingangssequenz  von Viva Las Vegas gezeigt), hatte sich als Musikproduzent für Judy Garland verdient gemacht und 1966 den Film Mister Buddwing mit James Garner in der Hauptrolle produziert, der zwei Oscar-Nominierungen einfuhr.

Zu Elvis Presley hatte Laurence von Beginn an einen guten Draht. Laurence beschrieb den King später als eine “sehr freundliche und überraschend bescheidene Persönlichkeit, wenn man das Ausmaß seines Ruhms bedenkt”. Mit Laurence sprach der Star offen darüber, dass er mit der Art seiner Filmrollen nicht zufrieden war und sich andere Rollen wünschte als die des ewig singenden Sonnyboys. Wohl aus deshalb waren die drei nach Speedway von Laurence produzierten Elvis-Filme keine klassischen Elvis-Musicals mehr.

Mit an Bord von Speedway waren außerdem Norman Taurog (1899-1981), von dem man sagt, er sei Elvis Presleys liebster Regisseur gewesen, und dessen Assistent, der britische Drehbuchautor und Regisseur Michael A. Hoey (1934-2014).

Norman Taurog war in der Stummfilmära selbst Schauspieler, wechselte aber bald schon hinter die Kamera. In seiner langen Karriere führte er bei etwa 100 Kurzfilmen der Stummfilmära und 78 Kinofilmen Regie. In seinen Hollywoodfilmen arbeitete er mit den bekanntesten Schauspielern der Zeit, darunter u.a. Fred Astaire, Bing Crosby, Cary Grant, Deborah Kerr, Eleanor Powell, David Niven, Spencer Tracy, Mickey Rooney, Maria Lanza, Judy Garland, Dean Martin und Jerry Lewis.

Norman Taurog in jungen Jahren – Foto: Paramount

Taurog war sowohl für Musicals als auch Dramen im Einsatz und fuhr zwei Oscar-Nominierungen für seine Regie ein. 1931 gewann er die begehrte Auszeichnung für den Film Skippy. Als Regisseur war er bekannt für seine ruhige, natürliche Autorität am Filmset und ein besonderes Händchen für das Genre der leichten Komödie.

Zwischen 1960 und seiner Pensionierung 1968 führte Taurog bei neun Elvis-Musicals Regie: G.I. Blues (1960), Blue Hawaii (1961), Girls Girls Girls (1962), It Happened At The World’s Fair (1962), Tickle Me (1964), Spinout (1966), Double Trouble (1967), Speedway (1968) und Live A Little Love A Little (1968).

Norman Taurog gibt Elvis Regieanweisungen bei den Dreharbeiten zum Film Speedway – Michael A. Hoey (links) und Nancy Sinatra schauen aufmerksam zu.

Elvis Presley und Norman Taurog sollen sich über das rein berufliche hinaus sehr gemocht haben. Und beide waren gleichermaßen wenig begeistert von der Qualität der Drehbücher, mit denen sie für die Elvis-Komödien ab Mitte der 1960er arbeiten mussten. Mehrfach beauftragte Taurog Michael Hoey damit, die Drehbücher durch Nachjustieren sozusagen zu “entschärfen”. So auch im Falle von Speedway.

Das Drehbuch für Speedway (Arbeitstitel “Pot Luck”) hatte der Autor Phillip Shuken (1911-1978) realisiert, der zuvor schon das der MGM-Komödie Doctor You’ve Got To Be Kidding! (Doktor, Sie machen Witze, 1967) mit Sandra Dee und George Hamilton in den Hauptrollen zu Papier gebracht und für die TV-Serie The Beverly Hillbillies (1962-63) geschrieben hatte.

Hoey, wenig angetan von Shukens Drehbuchstil, stellte schnell fest, dass der Autor die etablierte Formel für ein klassisches Elvis-Musical praktisch aus dem Stehgreif “drauf” hatte, obwohl er vorher noch für keinen Elvis-Film tätig gewesen war. Leider bedeutete das auch, wie Hoey in seinem Buch Elvis’ Favorite Director beschreibt, dass Taurogs Anmerkungen zum Drehbuch, die Hoey zusammen mit Shuken einarbeiten sollte, um Elvis Presleys Wunsch nach anderen als den immer gleichen Rollen zumindest im Ansatz nachzukommen, letztlich wenig ausrichten konnten. Es blieb weitgehend beim Versuch.

Wahrscheinlich war dieses Vorspiel der Grund, weshalb Norman Taurog während der Außenaufnahmen zu Speedway in Charlotte in einem Interview die Gelegenheit nutzte, auf das verborgene Potenzial Elvis Presleys als Schauspieler besonders hinzuweisen:

“I’ve  done a lot of pictures with Elvis and I feel he still has talent to give which hasn’t been touched yet. To me he’s a fine light comedian. He’s not an actor, but a reactor. He always tackles his roles with a comedic tongue-in-cheek. I feel as he matures he could turn into a very fine character actor.”

– Norman Taurog, zitiert nach Michael A. Hoey

Die Dreharbeiten für Speedway begannen für Taurog, Produzent Laurence sowie die Kameracrew einen Monat früher als für Elvis, nämlich schon Ende Mai 1967 mit den Außenaufnahmen an der bekannten Stockcar-Rennstrecke The Charlotte Motor Speedway in Charlotte/North Carolina. Dort filmte die Crew die echten Rennstars der damaligen Stockcar-Szene, darunter Cale Yarborough und Richard Petty, beim Charlotte World 600-Rennen mit sechs verschiedenen Kameras entlang der Strecke und zwei weiteren direkt auf den Rennwagen.

Stock Car-Rennfahrer Cale Yarborough bei seinem Gastauftritt in Film Speedway.

Nach dem Rennen filmte das Team mit verschiedenen Stuntmen der MGM weitere Rennszenen, vor allem die mit reichlich Action, in denen Rennwagen kollidieren oder sich überschlagen. Dabei wurde Elvis Presley gedoubelt. Zwei Monate später wurden Szenen mit Elvis im Stockcar auf dem MGM-Studiogelände in Hollywood gedreht, wo man einen Teil der Rennstrecke nachgebaut hatte.

Für den King begann die Arbeit auf dem MGM-Filmgelände am 19. Juni 1967 weniger aufregend mit einer Besprechung zum Soundtrack des Films, bei der neben ihm selbst u.a. sein Manager, Regisseur Taurog und Produzent Laurence teilnahmen. Daran schloss sich nahtlos die Kostümprobe an und dann – bevor es am 26. Juni endlich mit den eigentlichen Dreharbeiten losging – am 20. und 21. Juni die Aufnahme des Soundtracks in den MGM Studios.

Die letzte Klappe für Speedway fiel Ende Juli 1967. Im amerikanischen Kino lief der Film erst fast ein Jahr später Mitte Juni 1968 an. Die Kinopremiere von Speedway gab es in Dänemark, und zwar am 15. April 1968.

Nicht von schlechten Eltern: Elvis’ Schauspielkollegen in Speedway

Mit dem Drehbuch für Speedway mag es aus Sicht von Hauptdarsteller und Regie nicht optimal gelaufen sein, dafür konnte sich die Schauspielcrew des Musicals sehen lassen. Neben Elvis als Rennfahrer Steve Grayson spielte Nancy Sinatra (*1940), älteste Tochter von Sänger und Schauspieler Frank Sinatra, die weibliche Hauptrolle als Susan Jacks, die sich laut Drehbuch im Auftrag des amerikanischen Finanzamts an die Fersen des lebenslustigen, aber steuersäumigen Sonnyboys Elvis/Steve heftet.

Zum Zeitpunkt der Dreharbeiten war Nancy Sinatra, die Elvis Presley seit des TV-Specials Welcome Home Elvis, das Vater Frank 1960 anlässlich der Rückkehr von Soldat Presley aus dem Wehrdienst in Deutschland ausgerichtet hatte, persönlich kannte, selbst als Sängerin sehr erfolgreich.

3. März 1960: Nancy Sinatra empfängt G.I. Elvis bei seiner Rückkehr aus Deutschland in Fort Dix.

Nach ihrer Scheidung von Gesangskollege Tommy Sands Mitte der 1960er brachte Nancy in Zusammenarbeit mit dem Musikproduzenten Lee Hazlewood eine ganze Reihe bis heute bekannter Hits in die amerikanischen Charts, darunter das kultige These Boots Are Made For Walkin‘, 1966 ein Nummer-Eins-Hit in den USA…

… oder ihr Duett mit Vater Frank in Something Stupid, ein weiterer Nummer-Eins-Hit aus dem Jahr 1967:

In Jackson ist sie gemeinsam mit ihrem Produzenten, dem Country-Sänger und Komponisten Lee Hazlewood zu hören:

Kaum zu glauben, dass Nancy nur die “zweite Wahl” für die Besetzung der Hauptrolle nach der eigentlich vorgesehenen britischen Sängerin Petula Clark war. Nancys Auftritte als Susan Jacks mit Elvis alias Steve in Speedways kultigem Hangout-Club inspirierte Regisseur und Elvis-Aficionado Quentin Tarantino zu einer seiner berühmtesten Szenen im Film Pulp Fiction (1994) mit Uma Thurman und John Travolta in den Hauptrollen.

Neben Nancy glänzte Schaupieler Bill Bixby (1934-1993) als Elvis’/Steves Kumpel Kenny Donford in Speedway. Bill Bixby wurde bekannt als Reporter Tim O’Hara in der Serie Mein Onkel vom Mars, die ab 1976 auch im deutschen Fernsehen lief. Er hatte vor Speedway 1967 schon einen weiteren Film mit Elvis Presley gedreht, und zwar Clambake (Nur nicht Millionär sein), in dem er eine ganz ähnliche Rolle als Kumpel des Hauptdarstellers spielt.

Bill Bixby (links) mit Elvis Presley und Schaupielkollege Gale Gordon als R.W. Hepworth.

Neben Bixby war außerdem Schaupieler Gale Gordon alias Charles T. Aldrich Junior (1906-1995) in Speedway mit von der Partie. Er spielt den Finanzbeamten R.W. Hepworth, also Susan Jacks/Nancy Sinatras Chef, der Elvis/Steve und Bill/Donny wegen der Steuererklärung die Leviten liest. Heute ist Gale Gordon vielen vor allem wegen seiner TV-Rollen an der Seite von Lucille Ball (Hoppla Lucy, Here is Lucy) ein Begriff.

In erster Linie als Nebendarsteller trat auch William Schallert (1922-2016) in Erscheinung. Bevor er in Speedway den verwitweten Ex-Rennfahrer Abel Esterlake mit vier kleinen Töchtern spielte, war er u.a. neben Rock Hudson und Doris Day im Klassiker Pillow Talk (Bettgeflüster, 1959) zu sehen.

William Schallert (links) als Abel Esterlake neben Nancy Sinatra und Viktoria Page Meyerink (rechts neben Sinatra).

Für den erhöhten Niedlichkeitsfaktor sorgte in Speedway der Kinderstar Viktoria Page Meyerink (*1960) als Ellie Esterlake, die älteste der Esterlake-Töchter. Meyerink ist heute eine erfolgreiche Filmproduzentin.

Und wer hätte eigentlich gedacht, dass der Tänzer und lanjährige MGM-Choreograph Alex Romero (alias Alexander Bernard Quiroga, 1913-2007) nicht nur für die berühmte Jaihouse Rock-Tanzszene verantwortlich zeichnete, sondern 10 Jahre später auch für diese wirklich kuriose Broadway-Nummer in Speedway:

An der Kinokasse und in der Filmkritik: Resonanz auf Speedway

Aber wie kam Speedway denn nun eigentlich bei den Kinobetreibern und der Filmkritik im Sommer 1968 an? Sehr unterschiedlich. Schaut man sich das Feedback der Kinobetreiber an, dann ahnt man, weshalb sich das Genre des Elvis-Musicals doch so lange halten konnte, auch wenn es Ende der 1960er nichts Neues bot:

“This is one of the best Elvis Presley pictures. Song, speed, comedy. This one has it all. The music score is tthe best one of the year. And Nancy Sinatra is double WOW. Good business. Kids loved it.”

Kommentar eines Kinobetreibers gegenüber Fachmedium Box Office, zitiert nach James Neibaur: The Elvis Movies

Schaut man in Richtung Filmkritik, dann wird allerdings auch deutlich, warum das Elvis-Musical 1968 unausweichlich das Ende seines Lebenszyklus’ erreicht hatte. Die New York Times bedauerte unumwunden, dass auch dieser Elvis-Film wieder einmal wenig aus dem großen Talent des Hauptdarstellers macht…

SPEEDWAY,” which opened yesterday at the Lyric and other neighborhood theaters, is the latest Elvis Presley picture. It stars Nancy Sinatra, as a blonde, and Mr. Presley with hair dyed black, and it has to do with stock car racing at the Charlotte, N.C., Speedway.
The movie has some high lunatic moments — as when a man being investigated by the Internal Revenue Service assures Mr. Presley that he has nothing to worry about, or when a waitress at a drive-in hamburger stand, a profoundly depressed person, who is always terrifically moved by everything, begins to sob over a side order of tomatoes and becomes almost uncontrollable over the rest of the order. ‘Hold the onions,” she repeats weeping. “How thoughtful.”
Miss Sinatra, however, is far better singing than dancing or acting; the “These Boots Were Made for Walking” spirit is just too formidable in a dancer. And this is after all, just another Presley movie — which makes no great use at all of one of the most talented, important and durable performers of our time. Music, youth and customs were much changed by Elvis Presley 12 years ago; from the 26 movies he has made since he sang “Heartbreak Hotel” you would never guess it.

Filmbesprechung Speedway von Renata Adler in der New York Times 1968

… im Magazin Variety fand man die Komödie gerade einmal “okay”. Und dies vor allem dank der Regie des erfahrenen Norman Taurogs und Elvis’ besonderer Leichtigkeit, die über die Albernheit des Drehbuchs hinweghilft, wie es hieß:

“Under Norman Taurog’s know-how comedy direction even some of the silliness in the Phillip Shuken script gets by as entertainment, but the story lacks the legitimacy of better Presley starrers. However, with Presley in there swinging in his usual style and his own particular brand of lightness, the feature stacks up as an okay entry.”

Filmbesprechung Speedway im Magazin Variety 1968

Eine ausführliche und inhaltlich interessante Besprechung steuerte Robert Ebert im Sommer 1968 bei. Sie geht der Frage nach, weshalb diese Art Filme sich 1968 immer noch beachtlicher Beliebtheit beim Kinopublikum, vor allem in den amerikanischen Südstaaten, erfreuten, obwohl sie längst aus der Zeit gefallen waren:

“I hadn’t seen an Elvis movie since last summer’s Easy Come, Easy Go, and after a week of war movies (Mexican, Second and Vietnam) the idea of a nice, relaxed, simple musical held allure […] Speedway is the late show of 20 years from now, I suppose. What will it tell the insomniacs of 1988 about our society? For one thing, they will probably wonder why we considered Elvis a sex symbol. He is as respectable on the screen as Dick Powell ever was, and his recent movies hold no hint of the swivel hips my generation remembers from the Ed Sullivan shows of 1956. Viewers will also find a catalog of the recreations and material possessions prized in 1968, especially by Southerners. Elvis’ films are quite successful in the South, and “Speedway” seems to have been made with that market in mind. Stock-car racing is far and away the most popular Southern sport (see Tom Wolfe’s “The Kandy-Kolored Tangerine-Flake Streamline Baby”). So in Speedway, Elvis races a Barracuda around the Charlotte Speedway, lives in an expensive mobile home, drinks pop and keeps his hair combed.
Speedway also reflects the ground rules of courtship established in old Ozzie and Harriet shows. Elvis is excessively proper in behavior with his various dates […]. There is a lot of coyness. ‘You locked us in here on purpose,’ Nancy pouts, and Elvis gets his extra key to prove he didn’t mean to. Meanwhile, Nancy climbs out the trailer’s window, which seems excessive under the circumstances. But maybe not. At least one of the girls in Speedway is convinced by tape-recorded animal roars that the lions have escaped from the zoo, and that Elvis’ trailer is the only safe haven. And so it goes, with Elvis buying a station wagon for a poor family, and Elvis arguing with the tax man, and Elvis climbing into his Plymouth, and Nancy Sinatra still desperately trying, at this late stage of her career, to sing. Speedway is pleasant, kind, polite, sweet and noble, and if the late show viewers of 1988 will not discover from it what American society was like in the summer of 1968, at least they will discover what it was not like.”

Filmkritiker Roger Ebert über Speedway, Juni 1968


Speedway (1968)

Teil 1: Elvis-Musical Speedway: Elvis und Nancy auf der Piste
Teil 2: Gib Gas! Vom Studio auf die Kinoleinwand
Teil 3: Sing it! Der Speedway-Soundtrack (in Arbeit)
Teil 4: Elvis, Nancy… und Frank (in Arbeit)

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