Talking Elvis: George Klein beim 15. European Elvis Festival 2016

Keine Frage, Elvis‘ Schulfreund und langjähriger Weggefährte George Klein hat eine Menge zu erzählen. Und genau das tat er auch auf dem 15. European Elvis Festival in Bad Nauheim, zu dem die Elvis Presley Gesellschaft ihn Mitte August auf das rote Sofa zum Talk eingeladen hatte.

Da Radiomoderator George ein veritabler Dampfplauderer ist, der am liebsten nonstop selber redet, war der Talk zwar sehr unterhaltsam, wurde aber für Moderatorin Maria Hesterberg, die alle Aussagen ins Deutsche übersetzen musste, zu einer echten Bewährungsprobe. Aber Maria hat reichlich Erfahrung mit illustren Elvis-Zeitzeugen und meisterte die Situation wie immer ganz ausgezeichnet.

Hier der Auftakt zum Talk mit George Klein – Maria Hesterbergs Übersetzungen habe ich diesmal nicht mit aufgenommen, um Wiederholungen zu vermeiden. In nachfolgender Erzählung von George geht es darum, wie er Elvis Presley in ihrer gemeinsamen Zeit an der Humes High School in Memphis  kennenlernte.

Im zweiten Teil erzählt George, wie er als Rock ’n‘ Roll-DJ in den 1950ern durchstartete und 1957 eine Zeit lang für Elvis arbeitete, nachdem seinen Job verloren hatte. Glück im Unglück für George: Seinen Job als DJ war er zwar los, dafür konnte er dabei sein, als Elvis in Hollywood den Film Jailhouse Rock mit der berühmten Tanzszene drehte und einen seiner bekanntesten Soundtracks aufnahm.

Hier wird George von einem Festivalteilnehmer gefragt, ob er – Klein wird im Oktober immerhin stolze 81 Jahre alt – immer noch seine Sendung bei SiriusXM Elvis Radio hat, einem Satellitenradiosender, der nonstop Elvis spielt. Und man ahnt es schon, wo ein Mikrofon ist, da kann Deejay Geekay, wie Elvis seinen Schulfreund nannte, bis heute nicht widerstehen…

George, der in Memphis als Moderator von den 1950ern an selbst eine Lokalgröße war, wurde von seinem berühmten Freund immer mal wieder damit beauftragt, ihm hübsche junge Frauen für ein Date vorzustellen. Auf diese Weise lernte Elvis Ende 1976 auch Ginger Alden kennen, seine letzte Lebensgefährtin. Im nachfolgenden Video erzählt George, wie es dazu kam.

Leider ist George sich nicht zu schade, gegen Ginger Alden auszukeilen, indem er erzählt, sie hätte sich vor Veröffentlichung ihres 2014 erschienen Buches Elvis & Ginger geweigert, ihr Buch in seiner Radiosendung vorzustellen. Er deutet an, dass ihr Buch wohl auch deswegen nicht sehr erfolgreich sei.

Da hat der gute George wohl verpasst, dass Gingers Memoiren praktisch sofort nach Veröffentlichung zielsicher hoch auf der Bestsellerliste der New York Times gelandet sind. Misserfolg sieht anders aus, zumal es sonst kaum je ein der Elvis-Weggefährten in diese honorige Liste schafft. Neidisch, George?

Im 5. Video geht es um Elvis‘ Meinung über die Beatles und die Rolling Stones. Man darf gespannt sein ;-).

Im Video Nr. 6 antwortet George auf die Frage eines Fans nach Elvis‘ persönlichem Musikgeschmack. Das beantwortet Rock ’n‘ Roll-DJ Klein vorhersehbar im Sinne seiner bevorzugten Musikrichtung. Die private Plattensammlung des King spricht eine weitaus weniger eindimensionale Sprache…

Hier geht es um das Thema, warum Elvis keine eigenen Songs schrieb, aber durchaus immer wieder Songideen an Komponisten herantrug, darunter u.a. That’s Someone You Never Forget.

Im nachfolgenden Videoschnipsel geht George Klein auf drei Lieblingssänger des King ein.

Im Teil 9 des Talks beantwortet George Fragen zu seinem Einsatz als Sargträger bei Elvis‘ Beerdigung…

… und der offensichtlich nicht ganz spannungsfreien Beziehung des King zu Johnny Cash.

In den nachfolgenden beiden Videos geht George auf Elvis‘ früh verstorbene Mutter Gladys Presley ein, die der Radiomoderator persönlich kannte, und Manager Colonel Tom Parker…

… und erzählt von Elvis‘ Liebe zu Deutschland, wo er seine spätere Frau Priscilla Beaulieu, heute eine gute Freundin von George, kennenlernte. Na, ob die beiden darüber tatsächlich häufig gesprochen haben – oder möchte George hier einfach nur nett zum andächtig lauschenden Bad Nauheimer Publikum sein? Ein Schelm, der Böses denkt.

Das war der kleine Einblick in den Talk mit George Klein beim 15. European Elvis Festival. In einem meiner nächsten Beiträge geht es um die zweite Talkrunde beim Festival mit einem Gast, der eine ganz eigene Sicht auf den King of Rock ’n‘ Roll hat. Stay tuned.

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