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Jetzt ist es schon wieder vorbei, das große Elvis-Jubiläumsjahr 2015. Und es war ein sehr erfolgreiches Jahr für den King, der am 8. Januar 2015 seinen 80. Geburtstag hätte feiern können, wäre er nicht schon 1977  allzu früh verstorben.

Der runde Geburtstag bescherte Elvis Presley gleich am Jahresanfang viel mediale Aufmerksamkeit und katapultierte ihn zum Jahresende mit If I Can Dream: Elvis Presley with the Royal Philharmonic Orchestra in mehreren Ländern an die Spitze der Charts. Ein schöner Abschluss für ein Jahr, das reich an Elvis-Festivitäten aller Art war. Die kann man hier unmöglich alle aufführen.

Elvis lässt als Lucky Jackson in Viva Las Vegas die Sektkorken knallen

Elvis lässt als Lucky Jackson in Viva Las Vegas die Sektkorken knallen

Sehr erfolgreich war 2015 auch für The Memphis Flash – Elvis Presley Blog, der 2016 schon ins fünfte Jahr geht. Ich kann’s manchmal selbst nicht glauben… Dabei freut mich besonders, dass der Relaunch des Blogs mitten im Jubliäumsjahr so gut angenommen wurde. Viele neue Nutzer aus aller Herren Länder haben 2015 ihren Weg zum Memphis Flash gefunden und ihm geradezu phantastische Seitenzugriffszahlen von rund 300.000 beschert. Dafür ein ganz herzliches Danke!

Bevor es jetzt alle Elvis in Viva Las Vegas nachmachen und die Sektkorken knallen lassen, um 2016 standesgemäß zu begrüßen, hier die Top 5 der populärsten Blogbeiträge in 2015, also die, die im Verlauf des Jahres die meisten Seitenaufrufe hatten. Sie stammen aus den Jahren 2013 bis 2015. Ganz unabhängig von der Beliebtheitsskala der Blogbesucher sind meine 5 aktuellen, ganz persönlichen „hidden champions“.

Populärste Blog-Beiträge in 2015

  1. Elvis: Are You… Laughing Tonight
  2. Priscilla Beaulieu Presley: Elvis and Me
  3. Vernon Elvis Presley
  4. Buchtipp Elvis & Ginger von Ginger Alden
  5. TCB: Taking Care of Business in a Flash

Meine ganz persönlichen „hidden champions“

  1. Elviras Sonntag mit Elvis
  2. Spotlight 5. Juli 1954: I just loved music… all type of music!
  3. Elvis‘ Fotograf Alfred Wertheimer: Reise in die Vergangenheit
  4. White N.I.G.G.E.R.S and Black A.N.G.E.L.S
  5. Rassismus im Western Flaming Star: Elvis als Pacer Burton

Einen tollen Rutsch ins Jahr 2016 wünscht Euch allen The Memphis Flash! Und schaut auch in 2016 wieder vorbei.

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Die stimmungsvollsten Weihnachtssongs entstehen in der Vorweihnachtszeit, wenn es draußen knusprig kalt, drinnen dafür mollig warm und gemütlich ist. So könnte man annehmen. Falsch gedacht. Tatsächlich werden sie häufig im heißen Sommer komponiert und auch eingespielt, damit sie rechtzeitig vor dem Fest der Freude ihre Käufer und Hörer finden. So auch Elvis Presleys »If Every Day Was Like Christmas« aus dem Jahr 1966.

Bei sommerlicher Hitze in Stimmung kommen für Weihnachten? Gar nicht so einfach. Gelungen ist das einem Freund Elvis Presleys aus Schultagen an der Humes High School in Memphis:  Robert Gene „Red“ West (1936-2017).

 

Ehemals gute Kumpels: Elvis mit Red West 1961

Ehemals gute und vor allem musikalische Kumpels: Elvis mit Red West 1961

West ist vor allem bekannt geworden als früher Elvis-Wegbegleiter, etwa auf den ersten Tourneen Mitte der 1950er durch die amerikanischen Südstaaten, später als handfester „Bodyguard“, der G.I. Elvis auch in Deutschland zur Seite stand.  Ab den 1960ern war West als Statist in vielen Elvis-Filmen im Einsatz, in den 1970ern wieder als Bodyguard in las Vegas und auf Tourneen.

1977 machte West – weitaus weniger rühmlich – als maßgeblicher Informant für das 1977 veröffentlichte Enthüllungsbuch Elvis: What Happened von sich reden. Letzteres besiegelte das endgültige Aus der Freundschaft.

11 Elvis-Songs aus der Feder von Red West

Davon einmal abgesehen war Red West nicht nur selbst musikalisch und im Alter durchaus selbst erfolgreich als Schauspieler, sondern verdiente sich schon früh seine Sporen auch als Liedtexter. Gleich 11 Aufnahmen Elvis Presleys stammen aus der Feder seines Ex-Kumpels Red West, die dieser teilweise im Duo mit anderen Komponisten verfasste.

Zu den bekannten Titeln gehören etwa der »Scheidungssong« Separate Ways (1972) und That’s Someone You’ll Never Forget (1961), ein Lied, das Elvis‘ Mutter Gladys Presley gewidmet sein soll.

Aber auch zwei sehr schöne Weihnachtssongs zauberte Red West aus seiner Feder, nämlich Holly Leaves And Christmas Trees (1971) und If Every Day Was Like Christmas (1966), um das es hier geht. Wie er die Idee zu letzterem bekam und zunächst nicht erfolgreich damit war, erzählt er Autor Ken Sharps für dessen Buch Elvis Presley Writing For The King (2006).

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He did it again! Im November 2015 hat der amerikanische Musikkritiker und Autor Peter Guralnick (*1943 Boston/Massachusetts) erneut eine umfangreiche Biografie veröffentlicht, die das Zeug zum Standardwerk hat. Ihr Titel: Sam Phillips The Man Who Invented Rock ’n‘ Roll.

Damit hat Peter Guralnick, bekannt vor allem für seine 1.300 Seiten starke zweibändige Elvis Presley-Biografie – der erste Band erschien 1994 unter dem Originaltitel The Last Train To Memphis: The Rise Of Elvis Presley, der zweite unter Careless Love: The Unmaking of Elvis Presley 1999 – und eine weitere lesenswerte über Soullegende Sam Cooke (Dream Boogie, 2005), jetzt die Biografie veröffentlicht, die ihm am meisten am Herzen liegen dürfte.

Peter Guralnick (links) mit Sam Phillips 1999 - Foto: Familie Phillips

A great story: Sam Phillips (rechts) und sein Biograf Guralnick 1999 – Foto: Phillips

Und wie immer bei Guralnick, der nach einem Universitätsabschluss in Creative Writing (also kreativem Schreiben) in den 1960ern erstmals als Autor von Kurzgeschichten von sich reden machte, ist sie hervorragend geschrieben. Kurz: Sam Phillips The Man Who Invented Rock ’n‘ Roll ist kleines literarisches Meisterwerk – „Storytelling“ höchster Güte.

Schon im Vorwort seiner neusten Buchveröffentlichung wird deutlich, dass dies Guralnicks persönlichste Biografie bislang ist. Denn mit Sam Phillips (1923-2003), dem Gründer und manischen Visionär des kleinen, aber feinen Aufnahmestudios Memphis Recording Service sowie des Plattenlabels SUN Records in Memphis, das als Wiege des Rock ’n‘ Roll gilt und in dem vor Elvis Presley, Johnny Cash, Carl Perkins, Jerry Lee Lewis zahlreiche afroamerikanische Musiker wie etwa Howlin Wolf, Ike Turner und Rufus Thomas Musikgeschichte schrieben, verband den Autor eine 25-jährige enge Freundschaft bis zu Phillips‘ Tod 2003. Schon 2000 ist Guralnick als Drehbuchautor für eine TV-Dokumentation über Sam Phillips in Erscheinung getreten, die denselben Titel trägt wie jetzt die Biografie.

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