Spotlight 5. Juli 1954: “I just loved music… all type of music!”

Der 5. Juli 1954 ist ein Montag. Es ist unsagbar heiß und schwül in Memphis. Das Thermometer zeigt fast 40 Grad, die Luftfeuchtigkeit liegt bei über 80 Prozent, die Hitze nimmt den Bürgern der Stadt am Mississippi die Luft zum Atmen. An diesem heißen Montag  nimmt der 19-jährige Elvis Presley mit That’s All Right (Mama) in Sam Phillips SUN-Studio, 706 Union Avenue in Memphis, die A-Seite seiner ersten kommerziellen Single auf… und schreibt Musikgeschichte.

Audio That’s All Right (Mama) – Complete Masters Collection

Elvis_2014_60_Years_celebration_Logo

Elvis’ Aufnahme von Arthur Crudups R&B-Song That’s All Right an diesem 5. Juli 1954 wird gerne plakativ als die Geburtsstunde des Rock ‘n’ Roll bezeichnet – besonders, wenn ein Jubiläum gefeiert werden will, wie etwa aktuell der 60. Jahrestag. Dabei ist das nicht mehr als eine sehr vereinfachte Zuspitzung, die andere einflussreiche Aufnahmen, wie etwa Jackie Brenstons und Ike Turners Rocket 88 – 1951 ebenfalls in Sam Phillips SUN-Studio alias Memphis Recording Service entstanden -, außer Acht lässt.

Die Geburtsstunde einer Musikrichtung lässt sich nicht so einfach auf den Punkt bestimmen wie so manch einer – auf der Suche nach einer griffigen Schlagzeile – es gerne hätte. Zu viele Geburtshelfer, die alle ihre musikalischen Einflüsse einbringen, sind daran beteiligt. Zu komplex ist die musikalische Wirkungsgeschichte.

Dennoch markiert die Aufnahme von That’s All Right am 5. Juli  1954 eine Geburtsstunde, ist der schwül-heiße Montag musik- und kulturhistorisch bedeutsam, denn er markiert den Startschuss der Karriere Elvis Presleys, durch dessen gigantischen Erfolg die Rock ‘n’ Roll-Revolution erst ihre volle Wucht entfalten und sich die Welt der Unterhaltungsmusik für immer verändern wird. Gewissermaßen ein Urknall der Popkultur, wie Ernst Hofacker es in seinem Buch “Von Edison bis Elvis: Wie die Popmusik erfunden wurde” (2012) formuliert. Und nicht gerade wenige Leute sind davon überzeugt, dass dieser Urknall nirgendwo anders als in Memphis hätte stattfinden können. Sie könnten Recht haben.

Memphis Recording Studio alongside the Sun Records label at 706 Union Avenue – See more at: http://rockhall.com/blog/post/jackie-brenston-rocket-88-first-rock-song/#sthash.LzJaLvJT.dpuf

Elvis unterwegs in Memphis am 5. Juli 1954

Elvis mit seinem Lincoln vor dem Haus in der Alabama Street

Der 19-jährige Elvis Presley mit seinem Lincoln vor dem Haus in der Alabama Street

Doch von alldem ahnt der musikbegeisterte 19-jährige Elvis Presley nichts am Morgen dieses heißen 5. Juli. Gerade erst hat er die Wohnung in der Alabama Street in Memphis, wo er seit kurzem mit seinen Eltern Gladys und Vernon lebt, verlassen und ist in seinen alten klapprigen Lincoln gestiegen, um zu seiner Arbeitsstelle bei der Firma Crown Electric zu fahren.

Bei dem Elektounternehmen des Ehepaars Tipler arbeitet er seit ein paar Monaten als LKW-Fahrer, versorgt die Elektriker auf den Baustellen mit Material und geht ihnen bei Bedarf aushilfsweise zur Hand. Der freundliche, zurückhaltende Teenager, der durch seine langen, zum Entenschwanz frisierten Haare und sein Faible für ungewöhnliche Outfits auffällt, ist beliebt bei seinen Arbeitgebern – und er spielt mit dem Gedanken, eine Ausbildung zum Elektriker zu machen.

Die Ausbildung bedeutet Abendschule, worauf er wenig Lust hat, ist er doch gerade ein knappes Jahr fertig mit der High School. Aber es bedeutet auch ein gutes Einkommen – 3 USD Stundenlohn sind ein Argument, wie er fast 20 Jahre später den Dokumentarfilmern Abel und Adidge erzählen wird. Und ein ordentliches Gehalt kann er gut gebrauchen, wenn er weiter seine Eltern finanziell unterstützen und seine hübsche, patente Freundin Dixie Locke (*1938) heiraten möchte.

Elvis mit Freundin Dixie Locke

Schnappschuss: Elvis mit Freundin Dixie Locke ca. 1954

Der 5. Juli 1954 wird diese Option einer bürgerlichen Existenz ein für alle Mal über den Haufen werfen. Aber daran wagt der Junge nicht wirklich zu denken. Längst sitzt er hinter dem Steuer seines Trucks und macht sich auf zur 1. Station seiner montäglichen Lieferroute.

Und doch… da gibt es diesen Traum, der so irre ist, dass er darüber nicht einmal offen mit Dixie spricht. Vielleicht kann er es ja auch als Musiker schaffen. Schon seit einem Jahr versucht er immer wieder neben Gigs in kleinen Clubs oder auf Schulveranstaltungen Sam Phillips (1923-2003), den leidenschaftlichen Inhaber des Memphis Recording Service und Plattenlabels SUN, von seinen Gesangsqualitäten zu überzeugen. Bislang mit mäßigem Erfolg. Phillips hat sich einen Namen gemacht als weißer Studioinhaber, der vor allem afroamerikanische Musiker wie B.B. King, Rufus Thomas und Howlin’ Wolf produziert.

Elvis Presley mit Scotty Moore (links) und Bill Black (rechts) im Sommer 1954 in Memphis

Elvis Presley mit Scotty Moore (links) und Bill Black (rechts) im Sommer 1954 in Memphis

Heute Abend hat Elvis eine erste Aufnahmesession mit Scotty Moore (*1931) und Bill Black (1926-1965) – dem Gitarristen und Bassisten der Band Starlite Wranglers – im Studio in der Union Avenue. Die Jungs kennt er erst seit einem Tag, sie sind beide älter und erfahrener als er. Scotty hatte ihn am Tag zuvor im Auftrag Sam Phillips zur Probe mit Bill zu sich nach Hause eingeladen. Und heute Abend würden sie erstmals zusammen vor Sam spielen… Doch erst muss er seine Route für die Tiplers erledigen.

Das Memphis, durch das Elvis Presley an diesem 5. Juli 1954 mit seinem Lieferwagen fährt, ist auch fast 100 Jahre nach dem Ende des Amerikanischen Bürgerkriegs immer noch von Rassentrennung geprägt. Auf den ersten Blick gibt es kaum Anzeichen dafür, dass das Ende dieser Ära bereits unaufhaltsam eingeläutet ist. Am 17. Mai 1954 hatte das Oberste Verfassungsgericht der Vereinigten Staaten das finale Urteil im Rechtsstreit Brown v. Board of Education gesprochen und die Rassentrennung an öffentlichen Schulen als verfassungswidrig erklärt. Zu spüren ist von dem Urteil in Memphis wenige Wochen später noch nicht viel.

Historische Karte der Innenstadt von Memphis

Historische Karte von Memphis

Doch etwas anderes ist schon seit Jahren im Gange in der Stadt am Mississippi (lange weltgrößter Marktplatz für Baumwolle), die 1954 etwa 400.000 Einwohner zählt, 40% davon Afroamerikaner. Es ist eine Entwicklung, die stärker als jede Gesetzgebung von oben das Verhältnis der weißen und schwarzen Bevölkerungsgruppen in einer von Rassismus geprägten Gesellschaft langsam verändert: Integration über Musik.

Das ist nicht über Nacht passiert. In Memphis hatte der hohe afroamerikanische Bevölkerungsanteil seit Ende des 19. Jahrhunderts auch dazu geführt, dass sich eine gebildete afroamerikanische Oberschicht mit Ärzten, Anwälten und Bankern bildete, die trotz Rassentrennung in der Lage war, ihren Einfluss in der Stadt geltend zu machen.

Zu ihren wichtigsten Vertretern gehörten Robert R. Church Sr. (1839-1912), durch Immobiliengeschäfte einer der reichsten Unternehmer in Tennessee, und sein Sohn Robert R. Church Jr. (1885-1952), der als einflussreicher Politiker der Republikaner u.a. die Bürgerrechtsorganisation NAACP (National Association for the Advancement of Colored People) in Memphis etablierte.

Als Elvis am 5. Juli 1954 mit seinem Lieferwagen durch die Beale Street fährt, damals das soziale und kulturelle Epizentrum der afroamerikanischen Gemeinschaft, kommt er auch an der Solvent Savings Bank vorbei, einer der wichtigsten Errungenschaften der Church-Familie. Denn die 1906 gegründete Solvent Savings war die erste von Afroamerikanern geführte Bank in Memphis.

Durch ihre Macht waren Familien wie die Churchs in der Lage trotz Rassentrennung afroamerikanische Interessen, etwa gegenüber dem weißen Demokraten Edward H. “Boss” Crump (1874-1954), der die Geschicke der Stadt über 4 Jahrzehnte geradezu absolutistisch bestimmte, durchzusetzen. In Verhandlungen mit Crump erreichten sie die weitgehende Aufhebung zahlreicher Wahlbeschränkungen, die in den restlichen Südstaaten noch bis in die Bürgerrechtsära hinein galten – Crump bekam im Gegenzug Wählerstimmen der afroamerikanischen Gemeinde. Eine Hand wäscht die andere…

Vor diesem Hintergrund ist es auch gar nicht überraschend, dass 1949 ausgerechnet in Memphis der erste Radiosender  der USA – WDIA – sein Programm komplett auf die Hörgewohnheiten afroamerikanischer Zuhörer umstellt – mit durchschlagendem Erfolg. Bei WDIA, übrigens im Besitz weißer Eigentümer, moderieren ausschließlich Farbige. WDIA trägt durch seine Musikauswahl ab 1949 entscheidend zur Verbreitung von R&B bei… und hat in Elvis Presley auch einen Fan außerhalb seiner eigentlicher Hörerzielgruppe. Schnell folgen andere Radiosender dem Beispiel WDIAs.

Elvis Presley: “I just loved music… all type of music!”

Lansky Brothers in der Beale Street 126, Memphis/Tennessee

Lansky Brothers in der Beale Street

Begeistert ist der 19-jährigen Elvis 1954 nicht nur von WDIA, sondern auch von der Live-Musik, die ein den vielen Clubs auf der Beale Streat zu hören ist. Schießlich hat genau hier der “Vater des Blues”, Trompeter und Bandleader W.C. Handy, 1912 den Memphis Blues komponiert. Und wahrscheinlich kommt er auf seiner Route an diesem heißen Montag auch beim Herrenausstatter Lansky Brothers in der Beale Street vorbei, wo er seit einiger Zeit – wie viele farbige Musiker des Viertels – seine auffälligen Outfits im Lansky-Stil kauft.

Vielleicht gönnt er sich auch eine kleine Pause auf seiner Route und legt einen Stopp bei Charlie’s Record Shop ein, gegenüber dem Kino Suzore No. 2, in dem er sich mit Dixie häufig Filme ansieht. Die Besitzer von Charlie’s Record Shop mögen den 19-Jährigen und erlauben ihm, sich im Laden stundenlang, ohne etwas zu kaufen, durch ihr umfangreiches Angebot an Neuerscheinungen und alten längst vergessenen Platten zu hören. “I just loved music… all type of music“, wird Elvis fast 20 Jahre später über seine frühen Jahre, bevor er weltberühmt wurde, für den Film Elvis On Tour dokumentieren.

Legendär: Daddy-O-Dewey im Sender WHBQ in Memphis

Legendär: Daddy-O-Dewey im Sender WHBQ in Memphis

Einer, der mindestens ebenso musikbegeistert und wie Elvis Kunde bei Lanskys ist, geht seit 1949 nur einen Steinwurf von der Beale Street entfernt, quasi als Konkurrenz zum Sender WDIA, jeden Abend im Chisca Hotel bei WHBQ mit Red, Hot & Blue auf Sendung: Dewey Phillips (1926-1968).

Phillips ist nicht verwandt, aber befreundet mit Studioinhaber Sam Phillips, mit dem er die Leidenschaft für R&B und afroamerikanische Musiker teilt. Doch anders als die DJs bei WDIA ist Dewey weiß.

Schnell ist Daddy-O-Dewey weit über die Stadtgrenzen von Memphis hinaus bekannt wegen seines (vorsichtig ausgedrückt) unkonventionellen, ultracoolen Moderationsstils, bei dem öfters Studio-Equiqment zu Bruch geht, und seiner ungehemmten, dabei absolut authentischen Begeisterung für R&B, für race music. Und genau das legt Dewey in erster Linie auf den Plattenteller in seiner 3-stündigen Radiosendung.

Ungewöhnlich ist, dass er weiße und afroamerikanische Zuhörer gleichermaßen anspricht. Besonders junge Leute, darunter Elvis und seine Freundin Dixie, lieben Dewey. Dewey gilt als “color blind“, als “transracial” (→ white n.i.g.g.e.r.s. and black a.n.g.e.l.s) und ist laut B.B. King und Rufus Thomas voll anerkannt in der afroamerikanischen Beale-Street-Szene. Bei all dem hat Dewey keine politische Agenda – Daddy-O-Dewey steht einfach auf gute Musik. Dennoch ist seine Bedeutung für die Rolle, die Musik und Radio bei der Aufweichung der Rassentrennung in Memphis spielen, nicht zu unterschätzen, wie der bekannte Journalist David Halberstam betont:

“[Memphis] political boss Ed Crump might keep the streets and schools and public buildings segregated, but at night Dewey Phillips integrated the air waves.”

– David Halberstam in The Fifties

Elvis mit Dewey Phillips am 4. Juli 1956 - fast genau 2 Jahre nach dem Debut von That's All Right bei Red, Hot & Blue

Elvis mit Dewey Phillips am 4. Juli 1956 – fast auf den Tag genau 2 Jahre nach dem Debut von That’s All Right bei Red, Hot & Blue

Als Elvis an diesem 5. Juli 1954 mit seinem Lieferwagen bei WHBQ vorbei fährt, ahnen weder er noch der berühmte DJ, dass Dewey nur 3 Tages später eine Demoaufnahme von That’s All Right in seiner Sendung Red, Hot & Blue spielen und dem 19-jährigen Newcomer damit zum Durchbruch verhelfen wird. Dewey wird sich schnell in vielerlei Hinsicht zu einem Mentor des jungen Elvis Presley entwickeln, aber das ist wieder eine andere Geschichte… → The Making of Daddy-O-Dewey.

Doch musikalische Integration findet in Memphis längst nicht nur im Radio statt. Auf seiner Route für die Tiplers kommt Elvis an diesem 5. Juli 1954 auch an seiner Kirchengemeinde, der Assembly of God Church, im Süden von Memphis vorbei.

Hier hat er Anfang des Jahres seine Freundin Dixie kennengelernt, die jetzt mit ihrer Familie Urlaub in Florida macht. Doch eigentlich geht 19-jährige nicht in erster Linie wegen des Gottesdienstes zur Kirche – seit seine Familie aus Tupelo weggezogen ist, hat er nur unregelmäßig daran teilgenommen. Nein, er kommt aus einem anderen Grund: Musik. Prominentes Mitglied der Gemeinde von Pastor James Hamill ist das berühmte Gospelquartett der Blackwood Brothers, das hin und wieder bei den Gottesdiensten Hamills auftritt.

Die Blackwood Brothers haben auch Anhänger in der afroamerikanischen Gemeinde. Als zwei ihrer Mitglieder im Juni 1954 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kommen, sind nicht nur Elvis und Dixie untröstlich, auch die afroamerikanische Bevölkerung nimmt regen Anteil und nach Erteilung einer Sondergenehmigung an den Trauerfeierlichkeiten teil. Und Elvis? Der hat Pläne. Parallel zu seinen Bemühungen, Studioinhaber Sam Phillips von sich zu überzeugen, versucht er bei der Nachwuchsgruppe der Blackwood Brothers, den Songfellows, unterzukommen. Vergeblich.

Oft setzen Elvis und Dixie sich bei Hamills Sonntagsgottesdienst absichtlich in die letzte Reihe, damit sie sich unbemerkt rausschleichen können, um schnell mit Elvis’ altem Lincoln zur nahen East Trigg Avenue Baptist Church zu fahren, wo der charismatische Rev. William Herbert Brewster (1897-1987) seiner afroamerikanischen Gemeinde das Wort Gottes predigt.

Der Grund? Die Musik ist in Brewsters Gemeinde – Brewster hat selbst 200 Gospelsongs komponiert und eine Reihe religiöser Musikdramen verfasst – noch inspirierender. Der black gospel vor allem der Brewster Singers mit Sängerin Queen C. Anderson ist ein Erlebnis, das man nicht verpassen darf.

Und dabei sind Dixie und Elvis an diesen Sonntagen längst nicht die einzigen Bleichgesichter in Rev. Brewsters Kirche, denn Brewster praktiziert klar eine Politik der “offenen Tür für alle Rassen”. Da er außerdem verschiedene Radiosendungen bei den Sendern WDIA und WHBQ moderiert, werden seine Gottesdienste gleichermaßen von weißen und farbigen Kirchgängern besucht. Ein Novum in Memphis. Dabei setzt Brewster seine Musik gezielt ein, um “gefährliche” Botschaften zu verpacken… Jahre bevor die Bürgerrechtsbewegung hohe Wellen schlägt:

Reverend Brewster

“I wrote these songs for these common people who could not understand political language, common people who didn’t know anything about economics … I was trying to inspire black people to move up higher, don’t be satisfied with the mediocre. That was 1946, before the freedom fights started, before Martin Luther King days, I had to lead a lot of protest meetings. In order to get my message over, there were things that were almost dangerous to say, but you could sing it.”

– Zitat Reverend Herbert Brewster

Inzwischen ist es Abend geworden. Es ist immer noch brütend heiß in Memphis an diesem 5. Juli 1954. Elvis hat seine Route für Crown Electric beendet, ist nach Hause gefahren, hat sich  in eins seiner auffälligen Outfits geschmissen, vielleicht die kurze Jacke im Bolerostil und die dunklen Hosen mit den rosa Streifen an der Seite angezogen. Er hat die Tolle in Form gebracht, die Gitarre geschnappt und ist nun mit seinem alten klapprigen Lincoln auf dem Weg in die Union Avenue zu Sam Phillips.

Elvis, Bill, Scotty und Sam im SUN-Studio 1955

Elvis, Bill, Scotty und Sam im SUN-Studio 1955

Er ist spät dran, Sam, Scotty und Bill warten schon auf ihn im Studio. Aufgeregt, aber bemüht, möglichst cool zu wirken, betritt er das kleine Aufnahmestudio, begrüßt freundlich Sams Mitarbeiterin, Radiomoderatorin Marion Keisker (1917-1989), und geht in den hinteren Raum zu den anderen.

Nur noch wenige Stunden trennen ihn vom Start eines völlig neuen Leben, einer Weltkarriere, die mit einer Single in Memphis startet, deren A- und B-Seite – originäre Neuinterpretationen eines R&B- und eines Country-Songs – musikalische Integration vollzieht. Aber er ahnt es nicht. Alles, was er weiß und was in diesem Augenblick wirklich zählt, ist: “I just love music… all type of music!”

 

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.