Elvis Recorded Live On Stage 1974

Am 1. März 1974 startete Elvis Presley in Tulsa/Oklahoma eine Tournee durch die amerikanischen Südstaaten, die mit zu seinen besten gezählt wird. 25 Konzerte in 20 Tagen, fast jeden Tag in einer anderen Stadt, gab der Flash im März ’74: gut gelaunt, energiegeladen und stimmlich in Top-Form! 40 Jahre ist das jetzt schon her!

Elvis Presley im März 1974 - Foto: Recorded Live On Stage In Memphis (FTD), 2004

Dynamisch: Elvis Presley im März 1974 – Foto: Recorded Live On Stage In Memphis (FTD), 2004

Gerade mal 2 Monate waren seit der berühmten 2. Aufnahmesession im Stax Studio in Memphis (→ Elvis At Stax) vergangen und nur 3 Wochen zuvor hatte er seine inzwischen 10. Saison in Las Vegas mit 29 Shows erfolgreich beendet. Ein ordentliches straffes Programm.

Hier die Tourdaten vom März ’74 im Überblick:

  • 1 + 2. März: Mabee Special Events Center, Oral Roberts University, Tulsa/Oklahoma
  • 3. März: Astrodome, Houston/Texas – 2 Konzerte
  • 4. März: Civic Center, Monroe/Louisiana
  • 5. März: Memorial Coliseum, Auburn University, Auburn/Alabama
  • 6. März: Garrett Coliseum, Montgomery/Alabama
  • 7. + 8. März: Civic Center, Monroe/Louisiana
  • 9. März: Coliseum, Charlotte/North Carolina – 2 Konzerte
  • 10. März: Civic Center, Roanoke/Virginia
  • 11. März: Coliseum, Hampton Roads/Virginia
  • 12. März: Coliseum, Richmond/Virginia
  • 13. März: Coliseum, Greensboro/North Carolina
  • 14. März: Middle Tennessee State University Athletic Center, Murfreesboro/Tenn.
  • 15. März: Stokely Athletic Center, Univ. of Tennessee, Knoxville – 2 Konzerte
  • 16. + 17. März: Mid-South Coliseum, Memphis/Tenn. – je 2 Konzerte
  • 18. März: Coliseum, Richmond/Virginia
  • 19. März: Middle Tennessee State University Athletic Center, Murfreesboro/Tenn.
  • 20. März: Mid-South Coliseum, Memphis/Tenn.

Die Nachfrage nach Tickets war bei dieser Tournee enorm: die Eintrittskarten gingen weg wie warme Semmeln. Elvis brach seinen eigenen Zuschauerrekord von 1970 am 3. März 1974 im Houston Astrodome mit über 44.000 Konzertbesuchern.

Gut in Form: Elvis im März 1974

Einen Grammy gibt’s für die eher leiseren Töne: Elvis im März 1974 – Foto: Elvis Recorded Live On Stage in Memphis  (FTD), 2004

In seiner Wahlheimatstadt Memphis, wo er das erste Mal nach 13 Jahren wieder live auftrat, wurden 2 Zusatzkonzerte angesetzt, um die Nachfrage halbwegs zu befriedigen. Teilweise soll das 10-fache an Ticketbestellungen als normalerweise üblich eingegangen sein. Und das Südstaaten-Publikum ging ab wie Schmitz Katze, vor allem bei Songs wie → American Trilogy herrschte Ausnahmezustand!

cd_ftd_recordedlivonstageinmemphis_4Das letzte der  insgesamt 5 Konzerte in Memphis am 20. März 1974 wurde von Plattenfirma RCA mitgeschnitten und auf dem Live Album Elvis Recorded Live On Stage in Memphis im Sommer 1974 veröffentlicht – allerdings nicht das vollständige Konzert, da einiges aus dem Repertoire schon anderweitig erschienen war.

Es reichte aber für Platz 2 in den Billboard-Country-Charts (Quelle: Joel Whitburns Chartstatistiken) und einen 3. Grammy für Elvis‘ Live-Version von How Great Thou Art (→ Elvis und die Grammys). Fast vollständig erschienen ist das Konzert 2004 beim inzwischen legendären Elvis Sammlerlabel Follow That Dream (FTD), dessen Veröffentlichungen meist nicht über den regulären Handel zu bekommen sind. Daraus stammt diese Hörprobe:

 

Audio: Grammy-Gewinner How Great Thou Art

 

Cover_48hourstoMemphisNicht schlecht, oder? Noch besser gefällt mir persönlich aber das Konzert vom 18. März 1974 in Richmond/Virginia, das als Probelauf professionell mitgeschnitten wurde, aber lange nicht mit einer offiziellen Erscheinung gewürdigt wurde – bis es 2011 unter dem Titel Elvis Forty Eight Hours To Memphis ebenfalls bei Follow That Dream erschien.

Warum besser? Weil Elvis Presley ausgelassener, ungehemmter mit dem Publikum agiert. Die Stimmung kommt authentischer rüber. 2011 habe ich dieses 2. wirklich tolle Live-Album von der Märztournee 1974 auch besprochen – aktuell „aufgehübscht“ mit ein paar Audios zum Reinhören → Forty Eight Hours To Memphis Revisited!

Wer die beiden Konzerte bis heute nicht hat, kann sie ab Mitte März 2014 –  zum 40-jährigen Jubiläum – preiswert als Doppel-CD im Rahmen der Sony Legacy-Reihe ganz regulär über Amazon erwerben, sich selbst einen Eindruck vom Repertoire des King im Frühjahr 1974 verschaffen und die beiden Konzert-Performances vergleichen. Viel Spaß dabei.

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  1. […] Gospel und Balladen. Beim Richmond-Konzert fehlen allerdings der Klassiker My Baby Left Me und → How Great Thou Art, die beeindruckende Live-Interpretation vom 20. März 1974, die Elvis Presley einen weiteren Grammy […]

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