„Wake-up, Put“: Mit Elvis Presley im Aufnahmestudio

, ,

Navigation » Startseite » Musik » 1970er » Musik 1970er » „Wake-up, Put“: Mit Elvis Presley im Aufnahmestudio

Einmal mit Elvis Presley zusammen im Aufnahmestudio sein, hautnah miterleben, wie der King seine Songs einspielte. Das ist ein ganz großer unerfüllter Traum vieler Musiker – von den Fans einmal ganz zu schweigen. Einer, der diesen Traum ab 1970 gleich mehrfach erlebt hat, ist der bekannte Bassist und Plattenproduzent Norbert Putnam (*1942) – von Elvis humorvoll »Put« genannt.

Hatte einen Platz in der ersten Reihe: Elvis‘ Bassist Norbert Putnam

Als Bassist ist Norbert Putnam auf bekannten Alben wie etwa Elvis Country (1971) zu hören, war im Juni 1970 bei der berühmten Nashville-Marathon-Session ebenso mit von der Partie wie im Dezember 1973 im Stax-Studio  (Elvis At Stax). Außerdem spielte er 1976 mit Migliedern der berühmten TCB-Band in Gracelands Jungle Room und ist für immer mit Elvis‘ humorvollen Weckruf »Wake-up, Put« auf dem Klassiker Merry Christmas Baby verewigt.

Gute Stimmung in Nashville 1970: Elvis mit Bassist Norbert Putnam zu seiner Linken

Bevor Norbert Putnam Mitte der 1960er nach Nashville kam und sich dort als exzellenter Rock-/Soul-Bassist etablierte, hatte er sich schon als junger Musiker der Muscle Shoals-Crew in Alabama auf Aufnahmen von Arthur Alexander, The Tams und Tommy Roe einen Namen gemacht. Über den frühen Einfluss von Elvis und den seines ersten Bassisten Bill Black sowie seine Anfänge bei Muscle Shoals erzählt der sympathische, redegewandte Putnam in diesem Video.

Am bekanntesten ist Putnam aber vielleicht als Produzent von Joan Baez Riesenhit The Night They Drove Old Dixie Down, was ihn auf einen Schlag zu einem sehr gefragten Plattenproduzenten machte. Wie er selbst erzählt, wollte er danach eigentlich den Bass  endgültig in die Ecke stellen und nur noch produzieren, aber dann meldete sich Elvis‘ (Co-)Produzent Felton Jarvis und sprach das Zauberwort: »Elvis loves your playing – Elvis mag, wie du spielst«.

Putnam folgte dem Ruf des Memphis Flash und hat es niemals bereut. Wie er von Muscle Shoals nach Nashville kam und wie seine erste Aufnahmesession mit Elvis – der „Nashville Marathon“ (Juni 1970) – ablief, das gibt’s hier zu hören.

Bei allem Spaß war Elvis Presley laut Putnam nicht nur ein intelligenter, besonnener Typ, sondern selbst ein ausgezeichneter Plattenproduzent – einer, der wusste, worauf es letztlich wirklich ankommt.

Viele Entscheidungen, die normalerweise vor einer Aufnahmesessions getroffen werden, wie zum Beispiel die Songauswahl, fand bei Elvis‘ Sessions laut Putnam oft erst währenddessen statt. Und lief dann ziemlich witzig ab, vor allem wenn Elvis die Songs, die seine Verleger ihm vorstellten, nicht mochte.

Abschließend Norbert Putnams ganz persönlicher Eindruck von der Aufnahmesession im Stax Studio, Memphis, Dezember 1973, die Ende 2013 mit dem wunderbaren Box-Set Elvis At Stax geadelt wurde.

Nach eigener Aussage hat Norbert Putnam ab 1970 auf 122 Aufnahmen Elvis Presleys gespielt. Wow! Ich habe sie nicht nachgezählt, aber das kann tatsächlich hinkommen.

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.