Elvis Presleys 4 Konzerte im Madison Square Garden im Juni 1972 waren allererste Sahne und sind zu Recht legendär. Vor ein paar Monaten erst hat Sony die Nachmittags- und die Abendshow vom 10. Juni 1972 neu abgemischt von Grammy-Gewinner Michael Brauer  auf CD in dem Deluxe-Boxset Prince From Another Planet (→ Elvis Prince From Another Planet – Wooowww!)  herausgebracht. Mit im Paket: seltene, restaurierte Super- 8-Filmaufnahmen eines Fans, der mit Kamera und Stativ live dabei war.

Soweit zum 10. Juni 1972. Eine tolle Ergänzung zum Boxset Prince From Another Planet ist das folgende Video, bei dem es die vollständige Show der sog. Opening Night vom 9. Juni, d.h. das erste der legendären Konzerte im Madison Square Garden, als Publikumsmitschnitt zu hören gibt. Viel Spaß dabei ;-).

[youtube]http://youtu.be/i8e0B8UQmes[/youtube]

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Elvis Presleys Konzert Aloha From Hawaii, das am 14. Januar 1973 im Honolulu International Center (HIC) stattfand, gilt als Meilenstein in der Karriere des internationalen Superstars.

Aloha From Hawaii: der amerikanische Adler hebt ab zu seinem Flug um die Welt

2 Monate vor dem Mega-Event Aloha From Hawaii machte Elvis Presley in einer Pressekonferenz eine interessante Bemerkung zu seinem Konzertprogramm, die eine nähere Betrachtung lohnt. Der King, nicht gerade dafür bekannt, gerne Reden zu halten oder Interviews zu geben, in denen er mehr als die unbedingt nötigen Antworten auf Fragen zu seiner Person oder seinen Vorhaben gab, meldete sich hier erstaunlicherweise ungefragt selbst zu Wort:

„Es ist eine große Ehre, dieses Satellitenprogramm machen zu dürfen und ich werde mein Bestes geben, um zusammen mit meinen Leuten, eine gute Show zu liefern: einfach reine Unterhaltung, kein Dies und Das, keine Botschaften. Wir wollen versuchen, die Zuschauer mit dieser einstündigen Show glücklich zu machen. Wenn wir das schaffen, haben wir unseren Aufgabe erfüllt.“

Pressekonferenz Hilton Hawaian Village, 20. November 1972

Warum betonte er die reine Unterhaltungsprogrammatik seines Satellitenkonzerts eigentlich so stark? Warum war es ihm wichtig, eben keine „Botschaft“ kommunizieren zu wollen und das schon im Vorfeld sehr deutlich zu machen? Steckte am Ende mehr dahinter, und vor allem: stimmte es überhaupt? Gibt es einen Zusammenhang zu Elvis‘ Überraschungsbesuch bei Präsident Nixon im Weißen Haus (1970) und der Verleihung des  Jaycee-Awards kurz darauf? Weiterlesen

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Am 8. Januar 1955 feierte Elvis Presley seinen 20. Geburtstag. Das allerdings nicht mit Familie und Freunden auf einer großen Sause zuhause in Memphis, sondern auf Tournee. Am 8. Januar traf er gemeinsam mit seiner Band, den Blue Moon Boys, in Shreveport/Louisiana ein, um dort am Abend einen Auftritt beim legendären Louisiana Hayride zu absolvieren. Im Gepäck hatte er eine lustige Postkarte mit einer unglücklichen Kuh drauf. Was es damit wohl auf sich hatte?

Auf dem Weg nach oben: Elvis mit seinen ‚Blue Moon Boys‘: Gitarrist Scotty Moore (links) und Bassist Bill Black (rechts); Foto: A Boy From Tupelo-Boxset

Der Louisiana Hayride jedenfalls war eine damals sehr bekannte Radio-Show (später auch TV) für Country-Musik des Senders KWKH, die ab 1948 wöchentlich live vom Municipal Memorial Auditorium in Shreveport/Louisiana aus auf Sendung ging. Der Hayride galt als „Wiege der Stars“, da er vielen namhaften Musikern der amerikanischen Country & Western-Szene zum Durchbruch verhalf.

Elvis‘ Anfänge beim Louisiana Hayride

Als praktisch völlig unbekannter Newcomer stand auch Elvis Presley erstmals Mitte Oktober 1954 auf der Bühne des Hayrides, als international bekannter King of Rock ’n‘ Roll ein letztes Mal Mitte Dezember 1956 ( → unbekannte Elvis-Aufnahme vom Louisiana Hayride entdeckt). Anfang Januar 1955 war er also schon eine Weile dabei, stand aber noch am Anfang seiner Karriere.

An den 3 Tagen vor dem 8. Januar 1955 waren Elvis, Scotty und Bill zusammen mit den Country-Sängern Jimmy Walker, Jimmy & Johnny und einem Komödianten mit dem kuriosen Künstlernamen „Peach Seed Jones“ – eigentlich Tillman Franks, sog. Talent-Koordinator beim Louisiana Hayride, außerdem Manager von Jimmy & Johnny, Slim Whitman und Webb Pierce – im Westen von Texas auf Tournee gewesen, wo sie kleine Auftritte in Stadthallen und High School-Hörsälen in San Angelo, Lubbock und Midland hatten.

Der künftige King hat also auch ganz schön klein mit Mini-Gigs angefangen. Die Zeiten, in denen er als internationaler Quotengarant vor einem Millionenpublikum auftreten sollte (Elvis Aloha From Hawaii 1973), waren für den Zwanzigjährigen Anfang 1955 noch unvorstellbare Zukunftsmusik. Beim Louisiana Hayride jedoch waren Elvis und die Blue Moon Boys Anfang Januar 1955  fast schon so etwas wie alte Bekannte, denn hier hatten sie sofort einen Jahresvertrag bekommen, nachdem schon ein erster Auftritt am 16. Oktober 1954 ein Erfolg gewesen war.

Be Happy Go Lucky: Elvis, die ‚Blue Moon Boys‘ und ein Pianist des ‚Louisiana Hayride‘ rocken die Bühne in Shreveport (etwa 22. Januar 1955)

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