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»God Is The Bigger Elvis« ist der Titel einer berührenden Dokumentation über Elvis Presleys Schauspielkollegin Dolores Hart, die ihre erfolgreiche Karriere an den Nagel hing, um fortan als Nonne in einem Benedektinerinnenorden zu leben. »God is the bigger Elvis« war 2012 für den Oscar in der Kategorie Kurzdokumentation nominiert.

Dolores Hart als Nellie in King Creole

Dolores Hart (*20.10.1938), eigentlich Dolores Hicks, stammt aus einer Schauspielerfamilie und wuchs teils bei ihren Eltern in Los Angeles, teils bei den Großeltern in Chicago auf. Verwandt ist sie auch mit dem früh verstorbenen Sänger Mario Lanza, einem Gesangsidol Elvis Presleys.

Schon im zarten Alter von 9 Jahren stand Dolores zum ersten Mal für den Film Forever Amber (1947) in einer kleinen Rolle vor der Kamera. Filmproduzent Hal Wallis nahm die hübsche Jungschauspielerin, die zeitweise als die nächste Grace Kelly galt, 1956 unter Vertrag und gab ihr eine weibliche Hauptrolle neben Elvis Presley in dessen 2. Kinofilm Loving You (Gold aus heißer Kehle, 1957). Weiterlesen

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Wer erinnert sich nicht an den sympathischen Elvis-Fan und seine Wackel-Elvis-Figur mit Saugnapf für die Windschutzscheibe aus der Audi-Werbung? Dieser witzige TV-Spot bewarb 2001 das neue stufenlose Multitronic-Getriebe von Audi, löste dabei einen unglaublichen Boom auf die kultige Elvis-Plastikfigur aus und belegte eindrucksvoll, dass Elvis für gelebte „Auto Emoción“ steht.

 

Lass’ es wackeln, Elvis!

Witzigerweise traf Audi der Run auf den Wackel-Elvis völlig überraschend und auch ziemlich unvorbereitet. Die Werbeagentur Saatchi & Saatchi, deren Kreative auf die witzige Idee mit dem Elvis-Spot gekommen waren, hatte nur einen Dummy der Elvis-Figur für den Spot anfertigen lassen – auf Serienproduktion war man gar nicht eingerichtet. Auch eine flugs von der Audi-Unternehmenskommunikation eingerichtete Service-Hotline wurde des Nachfrageansturms auf den Wackel-Elvis nicht wirklich Herr, sie brach regelmäßig zusammen.

Zudem wollten die Rechteinhaber Elvis Presleys für die Erlaubnis, ihre Marke zu verwenden, ein fettes Sümmchen kassieren, weswegen der Original-Wackel-Elvis ja blond ist (ähem) und keine allzu große äußerliche Ähnlichkeit mit dem King haben sollte. Der Song King of the Road, den man im TV-Spot The Fan hört, ist ja auch nicht von Elvis.

Vor allem aber durfte der Wackel-Elvis nicht Wackel-Elvis heißen, was die Legion an Kaufwilligen natürlich null interessierte. Sie wollten ihren Wackel-Elvis – das Teil hatte seinen Namen sofort weg. Wen sollte das denn wohl sonst auch darstellen? Audi jedenfalls nahm die Herausforderung an und stieg in die Scherzartikel-Serienproduktion ein. Mehr als 550.000 Mal soll Wackel-Elvis von Audi produziert worden sein. Kopien anderer Anbieter fanden ebenfalls reißenden Absatz.

Tja, hätte Audi in der Schule besser in Elviskunde aufgepasst ;-), dann hätte man natürlich gleich ahnen können, dass Elvis und Auto eine gigantisch gute Kombination ist. In diesem Fall allerdings fast schon zu gut, stellte die Marke Elvis die Marke Audi fast in den Schatten.

Elvis = gelebte Auto Emoción

Elvis Presleys Liebe zum Automobil ist legendär. Man könnte auch sagen, Elvis steht für gelebte Auto Emoción. Sah er ein Modell, das ihm gefiel, musste er es sofort haben – lange Lieferfristen waren nichts für den King. Sich verlieben, kaufen, einsteigen, losfahren, Kumpel abholen, Vollgas geben – so sollte es idealerweise sein. Weiterlesen

Elvis geht leider wieder leer aus – auch 2012 gibt es keinen 4. Grammy für den King! Die 54. Grammy-Verleihung, die ganz unter dem Zeichen des plötzlichen Todes von Whitney Houston stand, hat Elvis und dem Team um Ernst Jorgensen bei RCA/Sony keinen Grammy in der Kategorie Best Historical Album gebracht.

Nominiert war dieses wirklich phantastische Box-Set Young Man With The Big Beat von 2011, das ganz den bahnbrechenden, Musikgeschichte schreibenden Studioaufnahmen und Liveauftritten Elvis Presleys 1956 gewidmet ist.

Grammy-nominiert: Young Man With The Big Beat

Elvis und die Grammys, so viel dürfte nun endgültig klar sein, gehen einfach nicht gut zusammen, die Jury hatte es noch nie mit dem Memphis Flash. Bis 1978 war Elvis 14-mal nominiert, weitere 5 Nominierungen kamen für posthume Box-Sets in den 1990ern und jetzt in 2011/12 hinzu. Nur 3 Grammys hat Elvis tatsächlich bekommen – alle 3 für Gospelaufnahmen.

Trotzdem sendet der Memphis Flash natürlich ganz herzliche Glückwünsche an Sir Paul McCartney, der den Grammy in der Kategorie Best Historical Album in diesem Jahr mit nach Hause nehmen kann für Band On The Run (Paul McCartney Archive Collection – Deluxe Edition). Paul McCartney, der in diesem Jahr 70 wird, wurde schon am Freitag vor der Grammy-Verleihung von der amerikanischen Musikindustrie zum „Mann des Jahres“ gekürt.

Herzlichen Glückwunsch, Paul! Zumindest hat ein ganz großer Fan Elvis Presleys den Grammy gewonnen.

Eine sehr, sehr traurige Nachricht erreicht uns heute: Soulsängerin Whitney Houston wurde gestern tot in ihrem Hotelzimmer in Beverly Hills aufgefunden. Sie wurde nur 48 Jahre alt. Die genaue Todesursache wird zur Zeit noch untersucht. Die 6-fache Grammy-Gewinnerin war zu den Feierlichkeiten der 54. Grammy-Verleihung angereist, die heute Abend im Staples Center in Los Angeles stattfinden soll.

Die Grammy-Verleihung, bei der das 2011 von Sony veröffentliche Elvis Presley-Box-Set Young Man With The Big Beat für den Preis Best Historical Album nominiert ist, wird im deutschen Fernsehen live auf Pro 7 übertragen, und zwar in der Nacht vom 12. auf den 13. Februar ab 2.00 Uhr morgens – ist was für Nachtschwärmer.

Whitney Houstons Mutter Cissy war Gründungsmitglied der Sweet Inspirations, die Elvis Presley von 1969 bis zu seinem Tod 1977 als Backgroundgruppe bei seinen Live-Auftritten begleitete. Ihre hohe Stimme ist es auch, die man während Elvis Presleys berühmter Lachversion von Are You Lonesome Tonight im Hintergrund hört. Cissy Houston verließ die Sweet Inspirations jedoch schon bald nach dem Las Vegas-Engagement Elvis Presleys 1969, u.a. wegen familiärer Verpflichtungen und um eine Solokarriere zu verfolgen.

Trotzdem hatte die kleine Whitney Houston die Gelegenheit, den King persönlich kennenzulernen – ein eindrucksvolles Erlebnis, wie sie in diesem Interview erzählt:

[flv]https://www.memphisflash.de/wp-content/uploads/2012/06/WHITNEY-TALKS-ABOUT-MEETING-ELVIS-Full-Interview.flv[/flv]
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Mein Freund Werner ist sicher kein Fan von Elvis Presley! Genau genommen fragt Werner sich seit gefühlten 100 Jahren, was an dem Typ nur dran ist. Okay, der Pelvis (O-Ton Werner) sah ganz gut aus, Nachsatz: wenn man auf Weicheier steht. Gegen die Stimme kann man auch nix sagen, Nachsatz Werner: vorausgesetzt, man mag Schmalzstullen. Aber die weißen Strampelanzüge – auch Jumpsuits genannt – aus den 1970ern, das geht einfach überhaupt nicht, total uncool, keine Entschuldigung dafür, sagt Werner.

So hin und wieder kann Werner mich auch überraschen. Meint er doch die Tage, er ist jetzt bereit, dem Pelvis eine Chance zu geben. Ich soll ihm 5 Studioalben empfehlen, die zu Lebzeiten erschienen sind (!) und die man wirklich gehört haben sollte. Und dass ich ihm ja nicht mit Kram wie Greatest Hits-Zusammenstellungen kommen soll. Originale, ehrliche Alben (?) sollen es sein.

Ich darauf: Bist Du verrückt, weißt Du, was der Mann für eine Diskographie hat? Werner: Ist mir egal, 5 Alben = 5 Chancen, mehr gebe ich ihm nicht. Top oder Flop. Da lässt er nicht mit sich verhandeln, der Werner. Okay, Elvis geh’ in die Startlöcher und zeig‘ dem Werner, wo der King hängt! Hier kommen meine 5 besten Alben Elvis Presleys – exklusiv empfohlen für alle Werners dieser Welt ;-)! Weiterlesen

Elvis in Speedway (1967)

Elvis Presley hat zwischen 1956 und 1969 in 31 Kinofilmen gespielt und zählte zeitweise zu den bestbezahlten Schauspielern Hollywoods. Doch wenn von Elvis Presleys Filmkarriere, von Elvis dem Schauspieler die Rede ist, dann sind sich Biografen, Fans und Kritiker überraschend einig: die Filme markieren den künstlerischen Tiefpunkt einer ansonsten fast makellosen Karriere.

Seit kurzem gibt es eine interessante Neuerscheinung zum Thema aus dem Stroemfeld Verlag mit dem Titel Elvis im Kino: Was wir von Elvis-Filmen über Elvis und das Kino lernen können. Verfasst hat sie der Mittdreißiger Björn Eckerl, Filmwissenschaftler und Gesellschafter einer Frankfurter Werbeagentur » Interview mit Björn Eckerl.

Was dieses Buch bemerkenswert macht, ist, dass der Autor darin überzeugt, die Filmkarriere als ein Kontinuum des Phänomens Elvis Presley zu sehen, und eben nicht, wie im Elvis-Kanon üblich, als einen nicht nachvollziehbaren Bruch. Weiterlesen

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Heartbreak Hotel – Elvis Presleys erster Monster-Hit aus dem Jahr 1956 – gilt als minimalistisches Meisterwerk. Am ehesten ein Blues, wird die düstere, selbstmordlastige Atmosphäre des Songs vor allem vom Gesang Elvis Presleys getragen. Es ist die Intensität seiner Stimme, die zugleich Entschlossenheit, Verletzlichkeit und eine Spur Selbstironie offenbart, die den Song zum Elvis-Klassiker macht.

Heartbreak Hotel: Single-Cover von Elvis Presleys Klassiker aus dem Jahr 1956.


Elvis Presley: Heartbreak Hotel, Studioversion RCA Victor 1956

Heute gilt Heartbreak Hotel als Klassiker. 1956 jedoch waren jedoch bei weitem nicht alle vom Potenzial des Songs und des damals noch sehr jungen, weitgehend unbekannten Interpreten Elvis Presley überzeugt.

Heartbreak Hotel: I walk a lonely street

Heartbreak Hotel wurde von Mae Boren Axton und ihrem Partner, dem Gitarristen Tommy Durden, 1955 speziell für Elvis Presley geschrieben. Mae Axton arbeitete Mitte der 1950er unter anderem als Promoterin und lernte Elvis über dessen damaligen Manager Bob Neal kennen, als sie den Nachwuchsstar 1955 für eine Hank-Snow-Show in Florida buchte.

Elvis Presley mit Mae Boren Axton (rechts im Foto) im Mai 1955 – Foto: Ken Sharp, Writing for the King, 2006

Vom Talent des Memphis Flash überzeugt, den sie außerdem sehr sympathisch fand, versprach sie ihm einen Top-Hit, der ihm zum Durchbruch verhelfen sollte. Elvis sei so jung und aufrichtig gewesen, das habe sie damals sehr berührt, wird Axton noch Jahrzehnte später erzählen.

Die zündende Idee zu Heartbreak Hotel hatten Mae Axton und Tommy Durden von einem Zeitungsartikel über einen Mann, der Selbstmord verübt und einen Abschiedsbrief mit nur einer einzigen verzweifelten Zeile, nämlich I walk a lonely street, hinterlassen hatte. Das traurige Schicksal des Unbekannten inspirierte die beiden so, dass sie Heartbreak Hotel in kaum mehr als 20 Minuten komponierten.

Heartbreak Hotel

Well, since my baby left me
Well, I found a new place to dwell
Well, it’s down at the end of Lonely Street
At Heartbreak Hotel
Where I’ll be–where I get so lonely, baby
Well, I’m so lonely
I get so lonely, I could die
Although it’s always crowded
You still can find some room
For broken-hearted lovers
To cry there in the gloom
And be so, where they’ll be so lonely, baby
Well, they’re so lonely
They’ll be so lonely, they could die
Well, the bellhop’s tears keep flowin‘
And the desk clerk’s dressed in black
Well, they’ve been so long on Lonely Street
Well, they’ll never, they’ll never get back
And they’ll be so, where they’ll be so lonely, baby
Well, they’re so lonely
They’ll be so lonely, they could die
Well now, if your baby leaves you
And you have a sad tale to tell
Just take a walk down Lonely Street
To Heartbreak Hotel
And you will be, you will be, you will be lonely, baby
You’ll be so lonely
You’ll be so lonely, you could die
Well, though it’s always crowded
You still can find some room
For broken-hearted lovers
To cry there in the gloom
And they’ll be so, they’ll be so lonely, baby
They’ll be so lonely
They’ll be so lonely, they could die

Flugs mit der Komposition fertig, baten Axton und Durden den Discjockey Glenn Reeves, eine Demoversion für Elvis anzufertigen. Dabei versuchte Reeves, möglichst genau wie Elvis zu klingen, wie man auf dem erhaltenen Demo hören kann.

Reeves‘ Demoversion von Heartbreak Hotel – Ken Sharp: Writing for the King, 2006

Elvis Presley war von Heartbreak Hotel offenbar sofort begeistert, denn er nahm den Song schon 1955 – noch bevor es eine Plattenaufnahme gab – in sein Live-Repertoire auf und äußerte, er sei sich sicher, dass dies sein erster großer Hit werden würde. Andere waren davon längst nicht so überzeugt, wie sich schnell herausstellen sollte.

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Am 8. Januar 2012 würde Elvis Presley seinen 77. Geburtstag feiern. Und wie jedes Jahr (→ Elvis Presleys Geburtstag: 8. Januar 1955) könnte er sich an seinem Ehrentag ein himmlisch leckeres Stück Kuchen gönnen. Denn seit jeher kriegt er gerne was gebacken – von Familie, Freunden und natürlich seinen Fans!

 

Der King war ne Süßschnut, weiß seine Köchin Nancy Rooks zu berichten. Ganz besonders gerne mochte er hausgemachte Kuchen, so wie sie in den Südstaaten der USA traditionell gebacken werden – gehaltvoll und süß. Weiterlesen