Elvis-Mania auf der Elvis-Week 2012

Der August ist vorbei, der Sommer leider auch und die Feierlichkeiten um Elvis Presleys 35. Todestag ebenfalls. Über Elvis in Deutschland und das European Elvis Festival in Bad Nauheim hat The Memphis Flash in den letzten Wochen mehrfach berichtet, aber was war eigentlich los beim “großen Bruder”, der berühmten Elvis-Week in und um Graceland in Memphis/Tennessee?

Dass in Memphis auch ordentlich die Post abging, beweisen die witzigen Videos von Memphis Jones, die viele Programmpunkte, Orte, an denen Elvis sich gerne aufhielt, Elvis-Weggefährten aus allen Karrierephasen und natürlich die extrem feier- und community-freudige Fangemeinde einfangen – Elvis mania in full swing ;-)!

Der King hätte wahrscheinlich richtig Spaß an seiner Jubiläumsparty, die wie jedes Jahr von Elvis Presley Enterprises veranstaltet wurde. Ähem, bis auf die Nummer mit den teilsweise grauslig schlechen Imitatoren vielleicht. Da ist mal wieder kollektives Fremdschämen angesagt. Klar, “pack’ den Elvis aus” macht Spaß, aber wieso muss man damit unbedingt auf eine Bühne, wenn man nicht singen kann?

Aber glücklicherweise war das – wie beim European Elvis Festival – nur ein kleiner Teil im bunten Veranstaltungsreigen, der praktisch rund um die Uhr lief.

Logisch, dass es mit Memphis Jones auch Einblicke in Elvis Presleys sagenumwobenes Graceland gab, das nach dem Weißen Haus der am häufigsten besuchte Wohnsitz in den USA sein soll. Da schnappen wir uns doch einfach einen von Elvis’ getunten Golf Carts, mit denen er gerne über sein Grundstück raste, und fahren mit ;-).

Eine Autoshow darf natürlich bei einer Party für den Autonarren Elvis Presley nie fehlen.

Neben all dem Trubel gab es auch besinnlichere Momente, wie z.B. bei Memphis Jones’ Interview mit Lisa Marie Presley, Elvis’ einziger Tochter und Alleinerbin, die als Singer-Songwriter in die großen Fußstapfen ihres Vaters gestiegen ist und gerade erst ihr 3. Album herausgebracht hat.

2 Jungs, die Elvis-Mania auf ihre ganz eigene Weise seit Jahrzehnten leben und dabei tolle CD- und Buchpubikationen herausgeben, sind Ernst Mikael Jorgensen und Roger Semon vom Sammlerlabel Follow That Dream. Auch sie waren natürlich auf der Elvis Week 2012 und haben dort zusammen mit John Jackson (Vice President of A&R and Content Development for Legacy Recordings) über ihre aktuellen Projekte geplaudert, z.B. über das aktuelle FTD-Boxset A Boy From Tupelo und das bei Sony demnächst erscheinende Box-Set A Prince From Another Planet, das Elvis’ berühmte Madison Square Garden-Konzerte vom Juni 1972 enthält. Ernst und Roger, leidenschaftliche Fans, gar keine Frage!

http://www.youtube.com/watch?v=adDeUXOB5nQ&feature=colike

Schon erstaunlich, dass Elvis Presley neben all den Wiederveröffentlichungen und einem stagnierenden CD-Absatzmarkt seit 13 Jahren ein eigenes Sammlerlabel hat, in dem inzwischen über 100 Publikationen erschienen sind – einen Überblick gibt’s u.a. auf Toms Website.

Und natürlich hat der King auf der Elvis Week 2012 auch wieder ein paar Geschenke für seinen Trophäenraum in der Squashhalle abgestaubt. Die R.I.A.A. (Recording Industry Association of America) hat dem Mann aus Memphis, der die meisten R.I.A.A.-Zertifizierungen überhaupt hat, u.a. seinen ersten Diamond-Award verliehen. Sehr informativ dazu Ernsts Jorgensens Erläuterungen, weshalb manche Auszeichnung für manchen eher unerwartet ist und andere, die schon lange erwartet wurden, erst jetzt vergeben werden können.

Am 16. August gab es abschließend auch noch den echten Elvis im Konzert, auf Leinwand versteht sich (→ Elvis in Concert rockt Deutschland), und der bewies einmal mehr, dass das Original einfach immer besser ist als jede Kopie!

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