Elvis Presley – A Boy From Tupelo

Tot ist man erst dann, wenn sich keiner mehr an einen erinnert, heißt es. Wenn dies stimmt, dann ist Elvis Presley ein ausgesprochen lebendiger Zeitgenosse. Dieser Tage erinnert man sich besonders häufig, jährt sich am 16. August 2012  der Todestag des King doch zum 35. Mal (→ Der King hält Hof beim European Elvis Festival 2012).

Klar, dass sich dieses Jubiläum wie alle anderen zuvor weder Plattenlabel Sony noch Rechtsnachfolger Elvis Presley Enterprises (EPE) – und sonst noch so einige rechts und links des Weges – entgehen lassen, ist es doch ein mehr als willkommener Anlass, um unserer Erinnerung  mit einer Flut an Veröffentlichungen, alte und neue,  auf die Sprünge zu helfen (→ Das kann doch nicht euer Ernst sein).

Eine dieser Veröffentlichungen kommt ganz unspektakulär daher, wird praktisch nicht beworben, sondern seit Monaten vor allem als ganz heißer Tipp in der Fangemeinde gehandelt.  Es ist Ernst Mikael Jørgensens – Jørgensen ist maßgeblich verantwortlich für das Sammlerlabel Follow That Dream (FTD) – Meisterstück in Sachen Elvis, in das er Jahre intensivster Recherche gesteckt hat: das Boxset Elvis Presley – A Boy From Tupelo. The Complete 1953 – 1955 Recordings.

Ernst Michael Jørgensens Boxset A Boy From Tupelo

Ach, schon wieder die Aufnahmen aus der berühmten SUN-Ära, als der King noch jung, unschuldig und vor allem „pur“ war – kenn‘ ich, hab‘ ich schon, alles klar, mag da so mancher Fan denken. Falsch gedacht, denn dieses Set hat überraschend viel bisher Unveröffentlichtes für Auge und Ohr aus der legendären frühen Schaffensperiode zu bieten.

Schon das Cover des Boxsets A Boy From Tupelo ist klug gewählt und stimmt treffend ein auf das Thema. Nicht der Superstar Elvis Presley mit den wohlbekannten, inzwischen ikonographischen Posen ist hier abgebildet. Nein, die Großaufnahme zeigt uns einfach einen freundlichen „Jungen von nebenan“, etwa um die 2o Jahre alt, der Blick offen, das später berühmte schiefe Lächeln nur angedeutet. Sicher, man erkennt ihn schon, den zukünftigen Superstar – und doch ist sofort klar, der Junge aus Tupelo/Mississippi ist noch ganz am Anfang seiner gigantischen Karriere. Das Porträt wirkt eigenartig zeitlos.

Besser könnte man ein Boxset über Elvis Presleys Anfangsjahre bei Sam Phillips kleinem, aber feinem Plattenlabel SUN Records in Memphis/Tennessee, d.h. im Wesentlichen den Zeitraum vom Sommer 1954 bis Ende 1955, kaum einführen. Die langerwartete, großformatige Publikation von Ernst Jørgensen besteht aus einer über 500 Seiten und 5 Kilo schweren englischsprachigen Buchveröffentlichung und 3 CDs, die den Aufstieg Elvis Presleys eindrucksvoll dokumentieren.

A Boy From Tupelo gilt als das bislang ehrgeizigste Projekt des dänischen Sammlerlabel-Chefs Jørgensen. Nach eigener Aussage hat er mehr als 5 Jahre daran gearbeitet, neu recherchiert – und dies obwohl er mit grundlegenden Publikationen wie Elvis Presley A Life in Music, Elvis Presley Day by Day, der jahrelangen engen Zusammenarbeit mit Elvis-Biograf Peter Guralnick (Last Train To Memphis) und zahlreicher Follow That Dream-Veröffentlichungen seit 1999 schon auf einen mehr als soliden Grundstock zurückgreifen konnte.

Für A Boy From Tupelo, dies zeigt der Blick in die Einleitung, ist es Jørgensen jedoch gelungen, auch auf die umfangreichen Archive namhafter Sammler zurückzugreifen, die sonst eher sehr verhalten mit ihren Schätzen umgehen – entsprechend liest sich Jørgensens Danksagung wie das Who is Who der internationalen Elvis-Sammlerszene. Das Ergebnis ist, dass eine beträchtliche Anzahl der hier abgebildeten Dokumente und der etwa 500 Fotos den meisten Fans bislang entweder kaum oder gar nicht bekannt sein dürften. 200 Fotos sollen bislang sogar komplett unveröffentlicht sein.

Auf den CDs sind erstmals an einem Fleck sowohl die privat finanzierten Aufnahmen Elvis Presleys beim Memphis Recording Service vom Juni 1953 und Januar 1954, jede Master-Aufnahme bei SUN Records vom Juli 1954 bis Ende 1955, jedes bekannte Outtake der SUN-Aufnahmen, ferner Radio- und Konzertmitschnitte mit Live-Darbietungen aus der Zeit enthalten. Allein 10 der Aufnahmen sind bisher unveröffentlicht! 1500 Arbeitsstunden hat Toningenieur Sebastian Jeansson in die Restauration der alten Aufnahmen gesteckt, weitere 200 für das Mastering aufgewendet. Das klingt mehr als vielversprechend, auch wenn die erst vor wenigen Wochen zufällig entdeckte Live-Aufnahme von I Forgot To Remember To Forget vom 1. Oktober 1955 (→ Elvis Presley – unbekannte Live-Aufnahme entdeckt) nicht im Set enthalten ist. Werfen wir zunächst einen Blick ins Buch.

 A Boy From Tupelo – das Buch

Die 500 Seiten schwere Dokumentation ist nach Einleitung, Vorwort und einem kurzen biographischen Abriss, der den Leser in das Jahr 1954 führt, in 78 Wochenkapitel eingeteilt. Die 78 Wochenkapitel konzentrieren sich auf den Zeitraum 4. Juli 1954 – Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung, einen Tag vor Elvis Presleys legendärer Aufnahme von That’s All Right in Sam Phillips SUN-Studio – bis 31. Dezember 1955, als die Rechte an den SUN-Aufnahmen offiziell an RCA Records übergingen.

Das Buch ist wie ein Reisebericht gestaltet, dessen Rahmen die 78 Wochenkalenderseiten bilden, in die zentrale Begebenheiten, Studioaufnahmen und Live-Auftritte Elvis Presleys und seiner hauptsächlichen Bandkollegen Scotty Moore und Bill Black eingetragen sind. Den Terminkalenderseiten, die das jeweilige Kapitel eröffnen, zugeordnet sind zeitgenössische Dokumente wie Verträge, Zeitungsartikel, Briefe, Eintrittskarten etc. und natürlich viele Fotos, vor allem Schnappschüsse von frühen Wegbegleitern, Geschäftspartnern und Fans.

Der englischsprachige Begleittext bindet die Fülle an Material gekonnt ein, ist ausgesprochen informativ, ohne je weitschweifig zu sein, sehr sachlich und gut geschrieben. Diese Art der Präsentation des Aufstiegs Elvis Presleys kommt ohne Hype und ohne Beschwörung des Mythos aus – und das ist die eigentliche, wohltuende Überraschung.

Die Fotos sind oft nicht in der besten Qualität, da konnten offensichtlich auch Restaurierung und Bildbearbeitung so manches Mal nicht mehr viel ausrichten, aber gerade der ein oder andere Schnappschuss, von einer Zufallsbekanntschaft irgendwo im Niemandsland der amerikanischen Südstaaten gemacht, verleihen dem Ganzen eine Authentizität, die die ikonographischen Pressefotos späterer Jahre vermissen lassen.

A Boy From Tupelo gewährt einen faszinierenden Blick hinter das Image Elvis Presleys noch bevor es überhaupt ein Image gab. Es dokumentiert, dass Elvis Presley kein gemachter, von Marketingprofis am Reißbrett entworfener Star war. Auch er hat richtig klein angefangen und sich seine Fanbasis, ausgehend von den amerikanischen Südstaaten, selbst aufgebaut – bevor große Plattenlabel und ein mit allen Wassern gewaschener Manager sich an seine Fersen hefteten.

Am Anfang standen viele kleine Gigs, lange Anfahrtswege in alten, wenig komfortablen PKWs (von wegen Tourbus), in die sich Bandkollegen und Instrumente quetschten. Oftmals mussten sich die Jungs das Spritgeld für die Fahrt zum nächsten Auftritt leihen und auch das Geld für Essen und Übernachtung war oft ordentlich knapp. Ganz unspektakulär wird davon erzählt, dass diese Weltkarriere schon hätte enden können, bevor sie richtig startete – on tour irgendwo zwischen Texas und Florida, zwischen Memphis und New Orleans in dem ausgebrannten Wrack eines pinkfarbenen Cadillacs.

Jørgensen präsentiert dies alles mit viel Understatement. Vielleicht orientiert er sich damit an Elvis Presley selbst, für den Nabelschau zeitlebens keine Option war, zu beschäftigt war er mit wichtigeren Dingen. Bohrende Fragen nach seinen Anfängen hätte er wohl am ehesten mit einem leicht dahingeworfenen, vom berühmten Lächeln begleiteten „I just got lucky“ abgetan. Wenn es emsige Leute wie Ernst Jørgensen um das Sammlerlabel FTD nicht gäbe, würden wir es ihm vielleicht abnehmen. Daher ist es gut, dass  Veröffentlichungen wie A Boy From Tupelo dabei helfen, sich wirklich zu erinnern, Fakten von Mythen zu trennen.

Im Folgenden habe ich ein paar Doppelseiten aus dem großformatigen Band nachgestellt, die wirklich nur einen kleinen Einblick bieten. Im Original sieht das natürlich viel besser aus.

 

Doppelseiten 42/43 + 44/45 – Anfang September 1954 in Memphis – die erste Sun-Single mit That’s All Right und Blue Moon Of Kentucky ist draußen und erfolgreich im Raum Memphis. Erste Live-Aufritte von Elvis mit seinen Blue Moon Boys Scotty Moore und Bill Black stehen auf dem Programm; © A Boy From Tupelo v. E. M. Jørgensen

Doppelseite 52/53: Ende September 1954 – der Terminkalender ist immer noch ziemlich übersichtlich, aber Elvis, Scotty Moore und Bill Black verdienen sich erfolgreich die ersten Sporen live im Nachtclub Eagle’s Nest in Memphis. In dieser Zeit haben die Drei auch noch ihre regulären Brot-und-Butter-Jobs. Ein Auftritt des Trios bei der Grand Ol‘ Opry am 2. Oktober 1954 ist zwar nicht der totale Flop, als der er lange hingestellt wurde, führt aber auch nicht zu Folgeauftritten. Die Jungs sind wohl einfach noch zu „grün“. Sie landen allerdings kurz darauf einen Jahresvertrag beim risikofreudigeren Louisiana Hayride.
Rechts: Elvis Presleys erstes Publicty-Foto, auf dem noch wenig vom künftigen Superstar zu sehen ist… das sollte sich schon bald ändern. Elvis Presley ist hier gerade einmal 19 Jahre alt; © A Boy From Tupelo v. E. M. Jørgensen

Doppelseite 118/19: Ein knappes halbes Jahr später sieht die Lage schon vielversprechender aus – Dandy-Rocker Elvis im Lansky-Look backstage mit Fans in Tyler/Texas am 25.1.1955; © A Boy From Tupelo v. E. M. Jørgensen

Doppelseite 248/49: Jimmy Rodgers Snow (Sohn von Country-Legende Hank Snow) und Elvis (rechts mit seinem neuen Fotoapparat) haben Spaß beim Jimmy Rodgers Festival in Meridian/Mississippi Ende Mai 1955. Elvis‘ pinkfarbener Cadillac mit weißem Top fiel immer ganz schön auf, was auch ganz im Sinn seines meist farbenfroh gekleideten Besitzers war. Wenn man sonst kein Werbebudget hat, muss man sich eben zu helfen wissen… Dabei ist Elvis weitgehend auf sich gestellt, aber er ist ein gewitztes Kerlchen und lernt schnell on the job, wie man sich eine Fangemeinde aufbaut und sie in seinen Bann zieht. Dabei stiehlt er zunehmend so manchem Showbiz-Veteranen die Show.

Der pinkfarbene Cadillac ging  leider kurz Zeit später während einer Tournee in Flammen auf. Fotos vom ausgebrannten Wrack mit Augenzeugenberichten runden die Dokumentation ab. © A Boy From Tupelo v. E. M. Jørgensen

Seite 330: Jetzt passt alles: Elvis rockt das Haus in Tampa/Florida, 31. Juli 1955 – dieser Klassiker wurde für das Cover des ersten Albums Elvis Presley (1956) verwendet;
© A Boy From Tupelo v. E. M. Jørgensen

Mitte Juli 1955: Doch vorher wird noch ein paar Tage Urlaub gemacht – und zwar zuhause. Elvis fährt Wasserski auf dem McKellar Lake – die Familie von Bob Neal, Bob war Elvis‘ Manager zu dieser Zeit, ist mit von der Partie; © A Boy From Tupelo v. E. M. Jørgensen

Seite 321: Unverkennbar Elvis‘ Sauklaue 😉 – er beantwortet hier offensichtlich den Brief eines verliebten weiblichen Fans (Juli 1955) – die Mädels stehen jetzt schon Schlange und reißen ihm die Kleider vom Leib, wenn er nicht schnell genug abhaut;
© A Boy From Tupelo v. E. M. Jørgensen

Doppelseite 352/53: Je erfolgreicher Elvis Presley wird, desto mehr nimmt der Konkurrenzkampf der Strippenzieher hinter den Kulissen zu – Noch-Manager Bob Neal und künftiger Manager Colonel Tom Parker kämpfen um Einfluss und Elvis gerät unter Druck wegen angeblich unprofessionellen Verhaltens während seines Auftritts in Batesville/Arkansas am 6. August 1955;  © A Boy From Tupelo v. E. M. Jørgensen

Doppelseite 412/13: In den Südstaaten längst kein Geheimtipp mehr, sondern fast schon ein Superstar – Elvis Presley Ende September/Anfang Oktober 1955;
© A Boy From Tupelo v. E. M. Jørgensen

 

Seite 445 + 461: Nun wollen auch die Großen der Branche nur zu gerne mit Elvis aufs Foto – der Memphis Flash mit Bill Haley (20. Oktober 1955) und Hank Snow (Anfang November 1955); © A Boy From Tupelo v. E. M. Jørgensen

Doppelseite 466/67: Dokumente, die belegen, Colonel Tom Parker zog alle Register, um für Elvis Presley den Wechsel von Sun zu RCA klarzumachen; © A Boy From Tupelo v. E. M. Jørgensen

Doppelseite 476/77: Geschafft, der Deal ist perfekt! Da Elvis Presley im November 1955 noch nicht volljährig ist, sind seine Eltern bei der Vertragsunterzeichnung mit Plattenlabel RCA mit von der Partie; © A Boy From Tupelo v. E. M. Jørgensen

A Boy From Tupelo – die CDs

Und nun zu den 3 CDs, die als Audioergänzung zum Buch auch alles andere als zu verachten sind ;-).

Inhalt der 3 CDs wie im Box-Set präsentiert

Auf der 1. CD finden sich die privat finanzierten Aufnahmen Elvis Presleys beim Memphis Recording Service vom Juni 1953 und Januar 1954 sowie alle bei SUN Records vom Juli 1954 bis Ende 1955 aufgenommenen Master – in sehr guter Soundqualität. CD 2 präsentiert jedes bekannte Outtake der SUN-Aufnahmen, CD 3  Mitschnitte von Live-Auftritten der Zeit (zur Soundqualität vgl. Hörprobe Little Mama weiter unten).  Bisher unveröffentlichte Aufnahmen sind auf den CDs 2 und 3 zu finden und rot markiert.

CD1: Demos Memphis Recording Service, Sun & RCA Master

Demos:

1 My Happiness
2 That’s When Your Heartaches Begin
3 I’ll Never Stand in Your Way
4 It Wouldn’t Be the Same (Without You)

Track 1-2: Selbstfinanziertes Demo augenommen im Juli 1953 im SUN Studio, Memphis.
Track 3-4: Selbstfinanziertes Demo aufgenommen am 4. Januar 4 1954 im Sun Studio, Memphis.

Sun Master:

5 Harbor Lights
6 I Love You Because
7 That’s All Right (45 RPM Master)
8 Blue Moon of Kentucky (45 RPM Master)
9 Blue Moon
10 Tomorrow Night
11 I’ll Never Let You Go (Little Darlin’)
12 I Don’t Care If the Sun Don’t Shine
13 Just Because
14 Good Rockin‘ Tonight
15 Milkcow Blues Boogie
16 You’re a Heartbreaker
17 I’m Left, You’re Right, She’s Gone (langsame Version)
18 Baby Let’s Play House
19 I’m Left, You’re Right, She’s Gone
20 I Forgot to Remember to Forget
21 Mystery Train
22 Tryin’ to Get to You
23 When It Rains It Pours

Track 5 wurde wahrscheinlich am Juli 1954 bei SUN aufgenommen, Tracks 6-7 definitiv dort aufgenommen am 5. Juli 1954. Track 8: Aufnahme vom 8. Juli 1954, Track 9 wahrscheinlich zwischen dem 15. und 19. August 1954.

Tracks 10-14 wurden wahrscheinlich zwischen dem 12. und 16. September 1954 aufgenommen, Track 17  zwischen Mitte November 1954 und Mitte April 1955,
Track 18 wiederum wahrscheinlich zwischen dem 30. Januar und dem 4. Februar 1955. Spätestens jetzt merkt man, dass Sam Phillips vom SUN-Studio nicht ganz so gut in Sachen Dokumentation war wie die Jungs vom Sammlerlabel Follow That Dream ;-). Gibt schon noch ein paar „weiße Flecken“. „I Got a Woman“ und „Tryin‘ to Get to You“ wurden ebenfalls um diesen Dreh herum aufgenommen, sind aber nicht erhalten.

Track 19 wurde wahrscheinlich Mitte April, die Tracks 20-22 Mitte Juli 1955 aufgenommen, Track 23 hingegen zwischen dem 1. und 4. November 1955.
Diesen Song hat Elvis 1957 noch einmal bei RCA aufs Band gebannt, dort aber unter dem Titel „When It Rains, It Really Pours“

RCA Master:

24 That’s All Right (RCA Single Version)
25 Blue Moon of Kentucky (RCA Single Version 78 RPM Master)
26 I Love You Because  (RCA LP Version – spliced aus Takes 3 + 5)
27 Tomorrow Night (RCA LP Version – overdubbed und verlangsamt)

CD 2: Sun Studio-Sessions

1 Harbor Lights (Takes 1-2)
2 Harbor Lights (Take 3/M)
3 Harbor Lights (Take 4)
4 Harbor Lights (Takes 5-6)
5 Harbor Lights (Take 7)
6 Harbor Lights (Take 8 )
7 I Love You Because (Take 1)
8 I Love You Because (Take 2)
9 I Love You Because (Take 3)
10 I Love You Because (Take 4)
11 I Love You Because (Take 5)
12 That’s All Right (Take 1-2)
13 That’s All Right (Take 3)
14 Dialogue
15 Blue Moon of Kentucky (Outtake langsames Tempo)
16 Blue Moon (Takes 1-3)
17 Blue Moon (Take 4)
18 Blue Moon (Take 5)
19 Blue Moon (Takes 6-7)
20 Blue Moon (Take 8 )
21 Blue Moon (Take 9/M)
22 Dialogue Fragment (vor „Tomorrow Night“)
23 I’ll Never Let You Go (unvollständiger Take)
24 Good Rockin’ Tonight
25 I Don’t Care if the Sun Don’t Shine (Takes 1-2)
26 I Don’t Care if the Sun Don’t Shine (Take 3/M)
27 I’m Left, You’re Right, She’s Gone (langsame Version, Take 1)
28 I’m Left, You’re Right, She’s Gone (langsame Version, Take 2)
29 I’m Left, You’re Right, She’s Gone (langsame Version, Take 3)
30 I’m Left, You’re Right, She’s Gone (langsame Version, Take 4)
31 I’m Left, You’re Right, She’s Gone (langsame Version, Take 5/M)
32 I’m Left, You’re Right, She’s Gone (langsame Version, Take 6)
33 I’m Left, You’re Right, She’s Gone (langsame Version, Take 7)
34 How Do You Think I Feel (Guitar Slapback Tape, Proben + Take 1)
35 How Do You Think I Feel (Guitar Slapback Tape, Proben)
36 When It Rains It Pours (Vocal Slapback Tape, Take 1)
37 When It Rains It Pours (Vocal Slapback Tape, Take 2 – Proben)
38 When It Rains It Pours (Vocal Slapback Tape, takes 3-4)
39 When It Rains It Pours (Vocal Slapback, Take 5/M)
40 When It Rains It Pours (Vocal Slapback, Take 6-7)
41 When It Rains It Pours (Vocal Slapback, Take 8 )

Tracks 1 – 13 wahrscheinlich am 5. Juli 1954 im SUN-Studio in Memphis aufgenommen, Tracks 14 – 15 wahrscheinlich am 7. Juli, Tracks 16 – 21 zwischen dem 15. und 19. August und Tracks 22 bis 26 zwischen dem 12. und 16. September 1954. Tracks 27 – 35 wurden zwischen Mitte November 1954 und Mitte April 1955 auf Band gebracht, Tracks 36 – 41 zwischen 1. und 4.  November 1955.

Einige dieser Outtakes sind wohl schon auf der LP ‚The Complete SUN Sessions‘ 1984 erschienen, die Soundqualität dürfte hier aber besser sein.

CD 3: Live & Radio-Mitschnitte

1 That’s All Right
2 Blue Moon of Kentucky
3 Shake, Rattle and Roll
4 Fool, Fool, Fool
5 Hearts of Stone
6 That’s All Right
7 Tweedlee Dee
8 Shake, Rattle and Roll
9 KSIJ Radio commercial with DJ Tom Perryman
10 Money Honey
11 Blue Moon of Kentucky
12 I Don’t Care if the Sun Don’t Shine
13 That’s All Right
14 Tweedlee Dee
15 Money Honey
16 Hearts of Stone
17 Shake, Rattle and Roll

18 Little Mama

Hörprobe des bislang unveröffentlichten Songs „Little Mama“, Louisiana Hayride am 5. März 1955

3-18 Little Mama

19 You’re a Heartbreaker
20 Good Rockin’ Tonight
21 Baby Let’s Play House
22 Blue Moon of Kentucky
23 I Got a Woman
24 That’s All Right
25 Tweedlee Dee
26 Elvis Presley wird von Mae Boren Axton, Co-Autorin von Heartbreak Hotel, interviewt

Axton-Interview in Jacksonville, 12. Mai oder 28. Juli 1955

3-26 Interview with Mae Boren Axton

27 That’s All Right
28 I’m Left, You’re Right, She’s Gone
29 Baby Let’s Play House
30 Maybellene
31 That’s All Right
32 Interview with Bob Neal

Tracks 1-2 stammen vom Louisiana Hayride-Debut, Shreveport, Louisiana, 16. Oktober 1954. Tracks 3-4 wurden bei KDAV Radio, Lubbock, Texas am 6. Januar 1955 aufgenommen. Tracks 5 – 7 stammen wahrscheinlich vom Louisiana Hayride-Auftritt am 15. January 15.  Track 8 wurde von WJOI Radio, Florence/Alabama am 19. Januar 1955 – Track 9 von KSIJ Radio, Gladewater/Texas 1955 dokumentiert.

Tracks 10-13 stammen wahrscheinlich vom Auftritt beim Louisiana Hayrideam 22. Januar 1955. Tracks 14-19 ebenfalls Louisiana Hayride, aber 5. März 1955. Tracks 20-24 wurden wahrscheinlich in der Eagles’ Hall, Houston/Texas am 19. März 1955 aufgenommen, Track 25 an der Gladewater High School in Gladewater/Texas am 30. April 1955.

Track 26 mit dem Interview von Mae Boren Axton wurde in einem Motel in Jacksonville/Florida entweder am 12. Mai oder 28. Juli1955 aufgenommen, Track 27 auf dem Jimmie Rodgers Memorial Festival in Meridian/Mississippi am 26. May 1955. Track 28 stammt wieder vom Louisiana Hayride, diesmal vom 2. Juli 1955, die Tracks 29 – 31 ebenfalls Louisiana Hayride, aber vom 20. August 1955. Track 32 wurde von WMPS Radio in Memphis zwischen dem 29. und 31. August 1955 aufgenommen.

Einige dieser Aufnahmen sollen verstreut auf verschiedenen Imports erschienen sein, wurden aber noch nicht offiziell von RCA bzw. Sony veröffentlicht.

Fazit: Gigantisches Boxset, das diese historischen Aufnahmen in einer Veröffentlichung bündelt und viel Neues bietet.  Klare Kaufempfehlung! Und ich würde mich beeilen, denn es dürfte wie einige Highlights aus dem Hause Follow That Deam bald ausverkauft sein!

Ernst Mikael Jørgensen: Elvis Presley. A Boy From Tupelo. The Complete 1953 – 1955 Recordings.
Follow That Dream Records/FTD Books 2012.

Zu beziehen über alle FTD-Vertriebsstellen, nicht im offiziellen Handel erhältlich.

10 Antworten
  1. Fischer , D.
    Fischer , D. says:

    Zum ersten Mal sind hier die echten „Sun“ – Aufnahmen zu hören ,also ohne den von „RCA“ – Tontechnikern hinzugefügten Hall. Allein schon deswegen habe ich diese Box gekauft. Alle echten Sun-Singles in dieser Qualität zu bekommen würde ein kleines Vermögen kosten ! Dietmar Fischer

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